Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 35 (31.8.1934)
- Date
- 1934-08-31
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4876568-5968799-5969445--5184-4880982- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REL1QIONSQEMEINDE ZU LEIPZIG Neue Bücher Neuer Jahrgang des Jüdischen J agendkalt nderi. Der Jüdische Jugendkalender, von welchem Rabb. Dr. Emil Bern" hard Cohn im Jüdischen Verlag, Berlin W 30, bereits drei Jahr- Range herausgegeben hatte, erscheint nach dreijähriger Unterbrechung in den nächsten Tagen wieder. Der 4 Jahrgang hat diesmal die Gestalt eines jüdischen Jugendbuches, während das Kalendarium dem Buche gesondert in Form eines Abreißkalenders beigegeben wird. Dieser wurde mit Bildern von Edith Samuel vom jüdischen Frauenbund herausgegeben und ist auch einzeln zum Preise von RM. 1.— zu beziehen. Das Buch enthält zahlreiche Oeschichten, Volkserzählungcn, Legenden, Märchen, Gedichte usw. von Theodor Herzl, Ch. N. Bialik, Emil Bernhard Cohn und vielen anderen. Er ist reich illustriert durch Bilder fast ausschließlich jugendlicher Zeichner und bringt überdies Festspiele, Noten, Rätsel, Verse und dergl. Das hervorragend ausgestattete Jugendbuch mit einem dreifarbigen Umschlag kostet in Pappband nur RM. 2.50 einschließlich des Abreißkalenders und ist durch jede jüdische Buchhandlung zu beziehen. Der Verlag hofft, daß angesichts des großen Mangels an jüdischer Jugendliteratur auch Gemeinden, Schulen und Vereine das Buch bestellen und damit das weitere regelmäßige Erscheinen dieses Jugendbuches auch in den nächsten Jahren ermöglichen werden. Angesichts der Fülle des Gebotenen ist der Preis für das Buch und Abreißkalender zusammen als besonders niedrig 7u b»7f>ichnen. Neues Korresponden/blatl. Soeben ist ein neues „Korrespondenzblatt über Auswanderung« und Siedlungswesen" erschienen, das um zahlreichen Anfragen und Anregungen gerecht zu werden möglichst vielseitig gestaltet worden ist. Das Korrespondenzblatl bringt Mitteilungen über hundert Lander in allen lüiii I rdteilen. I ingehend werden u. a. behandeil Italien. Spanien, Türkei. China, Indien. Mandschukuo. Palästina, Kanada, die Vereinigten Staaten, Mexiko, Kolumbien. Chile, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Tanganjika. Kenia. Angola, Südwestafrika, Südafrikanische Union und Rhodesien. Das Blatt enthalt Angaben über Einwanderungs-, Aufenthalts* und Arbeitsbestimmungen, wirtschaftliche Verhältnisse, klimatische Bedingungen, Lebensstandard usw. Ls werden Schilderungen von Landern gegeben, Briefe von Auswanderern gebrachl u.a.m. Das Problem der Siedlung wiyd in einzelnen Landerberichten behandeil und außerdem in einem besonderen Artikel, der Kolonisationsunternehmen in Südamerika gewidmet i-t. In einer Qesamtübersicht werden die Lebenshaltungskosten und Oehaltsverhältnisse in 96 Ländern angeführt. In einer größeren Abhandlung sind die Bestimmungen über den Erwerb der Staatsangehörigkeit in 57 L indem zusammengefaßt. Wir machen auf diese wichtige Publikation aufmerksam. Bestellungen sind beim HUfsverein der Deutschen Juden. Merlin \\ 10, Martin-Luther-Str. 91, aufzugeben. Das Blatt kostel trot/ des sehr starken Umfanget (etwa 80 Seiten) nur Mk. I. (ausschließlich Porto Mk. 0.30), damit es weiten Kreisen zugänglich gemacht werden kann. Professor Dr. Ismar hl bogen feiert am 1. September seinen 6(1 Geburtstag. Die im 5. Jahrgang erscheinende ..Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" (Philo Verlag, Berlin \V 15) widmet ihrem leitenden Herausgeber ein besonderes Heft. Fachkollegen, Schüler und Freunde des Jubilars, jüdische Wissenschaftler in Deutschland wie Gelehrte im Ausland haben beachtliche historische Arbeiten zur Verfügung gestellt. Die Autoren sind Selma Stern-Täubler, London, Max Freudenthal, Nürnberg, Aron Freimann, Frankfurt a. M, Ouido Kisch. Halle, Adolf Kober, Köln, Umberto Cassuto, Rom, Immanuel Low, Szegedm, Jacob Mann, Cincinnati, Hermann Vogelstein, Breslau, Fritz Pinkuss, Heidelberg, Isaak Markon, Hamburg, Luitpold Wallach, Laupheim (Württ.), Fritz Aronstein, Berlin Der größte Teil der Abhandlungen erscheint im Jubiläumsheft selbst, während einige Arbeiten aus Raumgründen erst in einer der nächsten Nummern veröffentlicht werden können. Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religion «gemeinde zu Leipzig. S:nriHleitung: Oemeinderabbiner Oustav Cohn, Leipzig; Cl, Walter Blumel-Str. 10,111. Ar.ieisen : Verlas E!;a Ooldfretind, Leipzig 05, CächoriuistraSe 2a. Anzeigenieilri. Cinit Qoldtrcund. Cichoriusstraß«- la. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Cl, Briiderstr. 19. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. I ur Mitteilungen in dieser Rubrik wird ein Unkostcnbcitrag von RM. - .20 für die Zeile erhoben. Die Zeilengebühr ist spätestens am Montag nach Lrscheinen der jeweiligen Nummer an unserer üemeindekasse während der üblichen Kassetutunden zu entrichten. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung können weitere Mitteilungen des betreffenden Vereins nicht veröffentlicht werden. Nationale Jugend „Her/lia". Verfügung des Mefaked: Betarim und Betarioth, die sich sportlieh betätigen wollen, haben ausschließlich dem „Bar Kochba" beizutreten. Zugehörigkeit zu anderen Sport verbanden wird mit sofortigem Ausschluß geahndet. ISPORTl Sportverein „Schild", Leipzig. |r)Tr» Platz an der Wundtstr. ll»Jr\J Anschrift: Dr. R. Aron, Gottschcdstr. 7. n/ Trainingszelten: Montag: 5—() Knaben I Leichtathletik, 6—7 Knaben II Leicht athlctik; Dienstag: 5—b Mädchen I Leichtathletik, 6—7 Mädchen II Leichtathletik, 7—8 Damen I Leichtathletik; Mittwoch: 5-6 Fußbai lugendd, 6—8 Fußball I—IV und Alte Herren; Donnerstag: 5 I Knaben I Handball und Leichtathletik, 6—7 Knaben II Handball und Leichtathletik, 7—S Herren Leichtathletik. Sonntag, den 2. September: Allgemeiner Sportbetrieb. 15,30Uhr Fußballwettepiel. Wir bitten ZU beachten, dal', Kegler nur gegen vorherige Anmeldung in die Mannschaften aufgenommen werden können. Die Frauengymnastik wird jetzt eingerichtet und bitten wir um zahlreiche Meldungen. Bar-Kochba. Am Sonntag, den 26, August 1934, waren wir beim Bar-Kochba, Chemnitz, zur Einweihung des Platzes als Gast. Eröffnet wurden die Spiele durch die I lamcuhaiidhallmaiiuscliaftcii. Wir siegten nach ziemlich überlegenem Spiel 2:1). Anschließend trafen sich die beiden Herrenfullballmannschaften. Das Spiel endete 4:0 /u unseren Gunsten. Die Mannschaft brauchte sich nicht auszugeben, da der Gegner nicht sehr spielstark war. Erwähnenswert ist, dal! die Mannschaft sich im Moment in guter Form befindet. Den Abschluß bildeten nach gemeinsamen Aufmarsch ilie Herrenhaiidhallmaniischaftcn. Das Spiel gewannen wir verdient 9:1. Deutsch e L e i c h t a t h I e t i k mcistcrs C haften, Sonntag, den 2. September 1 *>34 in Bcrlifi. Wir beteiligen uns geschlossen mit unserer Leichtatliletik-Kanipfmaiinschaft, da dies gleich zeitig die Ausscheidungen zur II. Makkabia 1935 sind. Pernerhin machen wir aufmerksam, daß jeden Sonntag von 9—13 Uhr unter der Leitung des Herrn Schilde Training für alle Abteilungen stattfindet. Der Sportausschuß. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten! Verleihung von Ehrenkreuzen! W ie die Kaineraden und Mitglieder aus den Tageszeitungen ersehen haben, sind die Vordrucke für die Verleihung der Ehrenkreuze ab Freitag, den 24. August 1934, bei der für die betreffende W o h n u n g zuständigen Bezirksmeldestelle zu erhalten. Aiitragsberechtigt sind Frontkämpfer, Kriegsteilnehmer sowie Witwen und Litern gefallener, an den Folgen von Verwundungen od' r in der Gefangenschaft verstorbener oder verschollener Kriegsteilnehmer. Die Antragsformulare sind vom Antragsteller auszurollen und linier Beifügung der Vorhandenen Beweisstucke (Militärpaß, Kriegsstammrollenauszug, Militärdienstzeitbescheinigung oder Bescheinigung über Verwundungen. Kriegsgefangenschaft, Rentenbeseluid (»der Todcsiirkuiidc und dergl.) an die zuständige Bezirk-- meldestelle wieder zurückzugeben. Besitzt der Antragsteller keine Beweisstücke, so stellt er den Antrag ohne diese. Die Bezirkmeldestelle leitet die Antrage dem Polizeipräsidium zu, das ilie Vcrleihung vornimmt und den Antragstellern von der erfolgten Verleihung Kenntnis gibt. Bei Aushändigung der Ehrenkreuze folg n die beigefügten Beweisstucke zurück. Wir verpflichten alle K a m e r a d e n . M i t g 11 e tl e r und H 1 n t e r DI i e b e n e s i < Ii u in dieses L h r e n z e i e Ii e n z u b e w e r b e n. I He Kamerad " Dr. Alfred Jacobe und Harry Hirsch sind zu jeder evtl. gewünscht I Auskunft gern bereit. Jeder K a m e r a d und jedes Mitglied (auch die Hlntcrblic b e n e n) m u ß die V erleih Ii n g s ti r k u n d e d e in Kamerad Dr. Alfred J a c o b y, Markt S (M i r a g Ii a u s) vor I e g e n o d er e i n s e n d e u , de in i t c i n e n t s p r e c h e n d e r V e r m e r k in unserer Kartei und bei den Urkunden der Mitglieder eingctragei w e r d e ii k a u n. Gesellige Vereinigung Deutsch-Jüdischer Berufstätiger (G. \ •)• Heim: Carolincnstr. 11 part. Mittwoch, den 5. Sept., 21 Uhr, spricht Dr. med. Otto Michael über das Thema: „HygienischeVorurteile im Volksglauben." — Gäste herzlich Willkommen. Jüdische Handelsvertreter. Im Namen des im Auftrage der Rekhsvertretung der deutschen Juden beim Ontralvercin deutschet Staatsburger jüdischen Glaubens eingerichteten Dezernats für Handelsvertreter veranstaltet der Landesverband Mitteldeutschland dfl Central Vereins am Sonntag, den 2. September, vormittags II UhT, im Saale des Jüdischen Jugendheims. Llsterstr. 7, eine Versammlung, in der Syndikus Diplom-Kaufmann J u I i u s b u r g - Bei Ii» über das Thema: ,,B e r u f s p r o b I e in e für j ü d i s C h e Handelsvertreter" referieren wird. Jeder jüdische HandclsvertriUr ist /u dieser Versammlung eingeladen. Geschäftliches. Der Mittagstisch Hochmann, Katharincnstr. 18 I, steht nunmehr offiziell unter Aufsicht des hiesigen orthodoxen Rabbinats. Es wird darauf hingewiesen, daß es daselbst eine erstklassige Wiener KucB*> vier (iänge von RM. 1,15 an, gibt. Für die Feiertage erbittet ma" Voranmeldung.