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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-03-23 · 12 (23.3.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
12 (23.3.1934)
Date
1934-03-23
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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23. März 1934 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Xabarett-nbend jüdischer Künstler Ltg. Walter Äieyerstein-Arro Eintrittskarten zu RM 2.- Restaurant und Restaurant mantag, dm 9. Hprtl Osierfeiertag) „hmdt 9(1* Vhr im Crnlrlan (tpinmtg. (aal DHMdirlng IX iQCll JaCObSOhll (Berlin) d. bekannte fublblsl o. „ttmpo" u „8.1.am Mittag", Conference u. „blnnerungen eines Journalisten" GSÜ Xodl-ftablnsky ehemal. mttgl. t. Malsoper Berlin senk d. Stadl-Theater Königsberg u. Sasel - u. a. ßetl.u. leipi. Mnsüet , 1,50 und 1.— bei Buchhandlung M. W. Kaufmann, Brühl 8, Leihbücherei Q. Willner, Nordstraße 29. Zellner's Manelis sowie an der Abendkasse. Sichern Sie sich rechtzeitig Karten Im Vorverkauf. Das jüdische Fachgeschäft 1 S. Erlbaum $ Co., fialnstr. 16 1 empfiehlt Juwelen Uhren ■ Goldand Silberwaren - Tafelgeräte 1 und Bestecke in echt Silber und Silberauflage. 1 Gravierungen und Reparaturen gut und billig. 1 1 1 übend » A L T E R| 1 1 ms Stidt. Kaufhaus Kupfergasse Anfang pünktlich 20.15 Uhr 1 1 ■ Konzertdirektion Arthur Ehrlich | Weise Leben und Leistung des jüdischen Volkes in Erez Israel vor unserem Auge vorüberzog. Als die zahlreich anwesende Jugend, von den Szenen auf der Bühne fortgerissen, die dort gesungenen Lieder aufnahm und mitsang, fühlte das ganze Publikum die hoffnungsfreudige und glückliche Atmosphäre, die von Erez Israel ausströmt. Ein Pessachgeschenk der Reichsvertretung. Die von der Reichs- Vertretung der deutschen Juden zusammen mit dem Centraiverein, dem RiF, der Großloge, dem Jüdischen Frauenbund, dem Kulturluind deutscher Juden, dem Reichsausschuß jüdischer Jugendverbände und anderen maßgebenden Organisationen ins Leben gerufene Jüdische Buch Vereinigung (JBV) legt jetzt gerade rechtzeitig zum Pessachfcst, ihr Buchprogramm vor. Die Jahresreihe 1934 bringt vier Bücher. An erster Stelle steht der große neue Roman des deutschen Dichters jüdischer Zunge (ieorg Hermann „Eine Zeit stirbt", eine meisterhafte Schilderung der jüdischen Gesellschaft des bürgerlichen Zeitalters. Besonder! begrüßenswert ist die Herausgabe der Bibel in deutscher Sprache, von bedeutendsten Kennern in jahrelanger Arbeit neu neu übersetzt. In diesem Jahr soll der erste Band erscheinen, enthaltend das Pentateuch und das Buch der Richter. Daran schließt sieh ein P a I ä s t i n a-Buch, in dem eine Fülle neu aufgenommener, fesselnder Photos des Lebens in Erez Israel mit erläuterndem Text enthalten sind. Aber auch der Vergangenheit der Juden in Deutschland soll ein dauerndes Denkmal gesetzt werden. Prof. Dr. Ismar L i b o g c n verfaßt auf Grund der neuesten Forschungen die mit Spannung erwartete „Geschichte der Juden in Deutschland", die es bis jetzt, von einigen veralteten Darstellungen abgesehen, noch nicht gibt. Die Arbeit der JBV stellt eine Kulturtat dar, die aufs wärmste zu begrüßen ist und die gerade infolge ihres von gesamtjüdisebem, überparteilichem Wollen getragenen Charakters die tatkräftige Förderung seitens aller Organisationen ohne Unterschied der Richtung verdient und besitzt. Die JBV arbeitet gemeinnützig, ihr einziges Ziel ist es, dem deutschen Schrifttum jüdischer Herkunft eine neue Heimstätte zu schaffen und uns solche geistigen Werte und K nntnisse zu vermitteln, wie wir sie nur in unserm eigenen Kreis zu finden vermögen. Sic steuert damit einem dringenden innerlichen Bedürfnis, das im letzten Jahr der Selbstbesinnung in Jedem einzelnen von uns wach geworden ist. Zudem sind die vier Bücher des Jahres, auf holzfreiem Papier gedruckt und in Ganzleinen gebunden, so kalkuliert, daß sie Besitz jeder jüdischen Familie werden sollen. Gerade in Leipzig, der Stadt des Buches, wird die Aufforderung der JBV, sich ihr, zunächst für das laufende Jahr, anzuschließen, lebhaften Widerhall auslösen. Der Mitgliederbeitrag beträgt RM. I,— im Monat, zuzüglich einer einmaligen Einschreibegebühr von RM. —.25. Geschäftsführer der JBV wurde der als kunstsinniger Buchverl< er bekannte vorjährige Direktor der Leipziger Kammerspiele Dr. Lichtenstein. Die alleinige Vertretung der JBV für Leipzig übernahm B. Kahn, C 1, Mahlmannstr. 6 (Tel. 362 14, Postscheckkonto I1 ipzig 508 58). Bestellungen und Anfragen sind nur dorthin zu richten. Macht das Pessachgeschenk der Reichsvertretung zu eurem eigenen! Der Moaus-Chitim-Ausschuß macht folgendes bekannt: Die Verteilung der Mazzc erfolgt von Sonntag bis Donnerstag von bis 1 Uhr und von 4—6 Uhr, Keilstr. 4, und zwar von Buch- Stabe A—F: Sonntag; ü—L: Montag; M—R. Dienstag; S—U:Mitttwoch; V—Z: Donnerstag. Besonders wird noch darauf hingewiesen, daü diesmal eine Verteilung von Geldern nicht in Frage kommt. I erner können nur die Gesuche berücksichtigt werden, die bis zum 18 Marz eingereicht worden sind. Nach dem 18. März können nur Gesuche angenommen werden, wenn eine besondere Bescheinigung von der Gemeinde vorgewiesen wird. Nähkursus des Sozialamtes. Mitte April beginnt ein neuer Nähkursus, der aber ausschließlich für Frauen und Mädchen gedacht ist, die später ihre dort erworbenen Kenntnisse beruflich verwerten wollen. Meldungen sind an das Sozialamt zu richten. Jüdischer Jugendring Leipzig. Der Führerrat des Jüdischen Jugendringi Leipzigs hat unter Zustimmung der von der Verordneten- Zellners Restaurant und Wiener Cafe Sederabende am Freitag, den 30. und am Sonnabend, den 31. März 1934 werden wie alljährlich abgehalten Oedeck 3,SO RM und 3,SO RM Um recht zeitige Anmeldung wird gebeten Gleichzeitig empfehlen wir Torten aller Art, sowie Makronen zu mäßigen Preisen Versammlung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig entsandten Gemeindeverordneten die Abrechnung über das Geschäftsjahr 1933/34 und den Voranschlag für die siebente Geschäftsneriode des Jüdischen Jugendheims genehmigt. In der gleichen Sitzung wurde die Leitung des Jüdischen Jugendrings Leipzigs neu gewählt, die vom Landesausschuß Sachsen der Jüdischen Jugendverbände bestätigt wurde: Leiter des Jugendringes und des Ressorts für allgemeine Fürsorge: Hugo Buchshauin; Stellvertretender Leiter des Jugendrings und Leiter des Jugendheims: Hans Österreicher (der Jugendheimleitung gehört außerdem Hugo Buchsbaum an); Leiter des Ressorts für Oef ährdetenfürsorge: Dr. Rudolph Neumann; Leiter des Ressorts für Arbeitshilfe: Dr. Fritz Griibel; Leiter des Ressorts für Sportwesen: Sigmund Lehrfreund und Hans Österreicher. Klavier für den Jugendheimsaal. Der Jugendausschuß der Leipziger jüdischen Gemeinde ersucht die jüdische Bevölkerung Leipzigs, für den Saal des Jugendheims ein brauchbares Klavier zur Verfügung zu stellen. Die erhöhte Benutzung des Jugendheimsaals läßt es als dringend erforderlich erscheinen, wieder ein Klavier im Saal zur Verfügung zu halten. Es wird daher gebeten, gefällige Angebote möglichst umgehend an die Jugendheimleitung, Leipzig C 1, Elsterstr. 7, gelangen zu lassen. Denkt an die jüdischen Berufsmusiker. Von einer Reihe jüdischer Berufsmusiker wird Klage darüber geführt, daß sie bei Familienfeiern wie auch bei Festen von Organisationen nicht immer die Berücksichtigung finden, die sie als ausübende Berufsmusiker in diesen Kreisen erwarten müßten. Gerade die jüdischen Berufsmusiker sind von wirtschaftlicher Not besonders stark betroffen, da sie aus zahlreichen Stellen, an denen sie früher ihren Erwerb fanden, ausgeschlossen worden sind. Um so schwerer empfinden sie es, daß nicht selten Dilettanten, die zudem noch ihren ständigen Verdienst haben, gegen eine geringere Entschädigung herangezogen werden, weil man den berufstätigen Musikern die ihnen zustehende Entlohnung nicht zubilligen möchte. Deshalb soll an dieser Stelle auf den bestehenden Mißstand hingewiesen werden. Das jederzeit bei den Juden vorhandene starke soziale Bewußtsein sollte auch hier Abhilfe schaffen können. IJIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIM ( Die Jlädute Jimgabe j | erscheint wegen der Feiertage bereits am j |Donnerstag, den 29. Mänl | Redaktions- und Anzeigenschluß am | Montag, den 26. TMn

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