Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 8 (23.2.1934)
- Date
- 1934-02-23
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 I Die feinste Teebutter bei Bartfeld. Stck. nur 78 Pfg. feinster Speiseqnatk und sämtliche Molkereiprodukte Unterstützen Sie auch das jüd. Oeschäfi! j. BARTFELD, Eulritzsdier Str. 5 - Telefon 235 91 ■ Lieferung frei Haus I Weiße Zähne Keiner Atem i _BiOX-ULTRA__ Unsere Gemeinde. Jüdische Är*te bei Mittelstandsversicherungen. Verschiedene unrichtige Gerüchte, die im Kreise der GemeindemitgHeder kursieren, veranlassen uns, nochmals darauf hinzuweisen, dall jüdische Patienten nach wie vor jüdische Arzte in Anspruch nehmen können und dal! die Privatkrankenkassen verpflichtet sind, hierfür die Honorare zu zahlen. Es sind also nicht jiur diejenigen Arzte, die zu den Reichsversicherungskassen zugelassen sind, sondern alle jüdischen Arzte bei den Privatkrankenkassen berechtigt. Die ärztliche Beratungsstelle des C.V. steht auf dem Standpunkt, daß sogar nicht einmal den arischen Krankenkassenmitgliedern verwehrt werden kann, den Ar/t ihres Vertrauens aufzusuchen, solange die Satzungen nicht in dieser Weise geändert sind und solange den Mitgliedern keine schriftliche Mitteilung darüber zugegangen i-t. daß sie bestimmte indische Arzte nicht aufsuchen dürfen. Die Tracht der jüdischen Jugendverbände. Der Landesauaschuß Sachsen der jüdischen Jugendverbände gibt in Ergänzung der Bekanntmachung in der Nummer des (leineindehlattes vom 9. Februar l'iil folgendes bekannt: Auf Grund der jüngsten Abmachungen /wischen dein Herrn Reichsjugendführer und dem Reichsausschuß der jüdischen Jugendverb Ilde zu Berlin müssen die Kluften der judischen Jugendverbände von dem Herrn Reichsiugendführer genehmigt sein. Jedenfalls i>t aber das Tragen von I anrtenmessern, Koppeln undScnulterriemejt verboten. Die Farbe der Kluften muH sich von der der itichtjüdischen Verbände deutlich abheben. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, daß nur die dem Reichsausschuß und somit dem Ortsausschuß Leipzig eingegliederten Jugendverbände das Recht haben, Bundestrachten zu tragen. Die nähere Ausgestaltung des Genehmigungsverfahrens i>t den Mitgliedsverbänden des Ortsausschusses bereits mitgeteilt worden. V..... Jüdischen Ausschult für Kunstpflege wird uns mitgeteilt, daß sieh der geschäftsführende Vorstand aus den Herren Gemeinderabbiner Q.Qohn (Oesamtleitung), RA. Dr. Hans Löwenheim (Organisation) und Stefan W assermann (Programmierung) zusammensetzt. Zu dem Aufruf df s Ausschusses betr. Anrechte ist /u die sparsame schäumende ZAHNPASTA mH biologischer Saumratoff- Wlrkuny Jugetldlaild NiZZa (Riviera) Heim f.Kind.v.3 Jahre a. u. Jugendl. Hein, Wald u Meer. Herrl. Klima, auch f. Erholbed. Liebevolle Erziebg. lebenstüchtiger u sozialer Menschen. Erstkl. Schulen a. Ort. Franz. u, neuhebr. Unterr. 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In langer als einstündiger Rede entwickelte der Redner, der über einen vorzüglichen rednerischen Stil und eine anziehende, formschöne Sprache verfügt, den Gedanken; daß man sich von den kleinen Ereignissen des Tages und seien sie auch noch so folgenschwer für das Etazefechicksal, zur Erkenntnis des Großen, Historischen im Zeitgeschehen durchringen müsse, daß mau lernen müsse, in diesem Historischen zu denken, sich in dasselbe hineinzufinden und von dem neu gewonnenen Boden aus sein l eben als Deutscher und Jude einzurichten. Das gebe uns erst die wahre Aufrichtung gegenüber dem Schicksal der Zeit und die wahre Hoffnung auf eine andere, glücklichere Zukunft auf dem Boden unseres Vaterlandes. — Unter dem Eindruck der mit tiefer Empfindung vorgetragenen und ebenso von der Versammlung aufgenommenen Ausführungen wurde auf eine Aussprache verzichtet. Jedoch wurde dem Redner aus der Versammlung heraus herzlicher Dank dafür zuteil, dall er durch seine Rede eine überaus würdige Feier des 15jährigen Bestehens des RjF. ermöglicht habe. M. J. Gesellschaftsreise der Iwria zur Levantcmcsse nach Palästina. Eine ungewöhnlich interessante Reise veranstaltet das amtliche italienische Reisebureau in Verbindung mit der Passageabtcilune der Volksbank Iwria Berlin, ctitnhH. und den Iwriabanken im Reich Die Reise tragt den Charakter einer wirtschaftlichen Studienreise und soll den Knuden und Geschäftsfreunden der Iwria Gelegenheit geben, nicht nur Land und Leute kennenzulernen, sondern auch sich über die geschäftlichen Möglichkeiten zu informieren und Beziehungen anzuknüpfen, wozu durch die l.evantemesse in Tel Aviv reichlich Gelegenheit geboten wird. Die Reise beginnt am 10.4.31 in München. Am 1.3. ist Gelegenheit zu einer ausgedehnten Rundfahrt durch Rom gegeben. 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