Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 6 (9.2.1934)
- Date
- 1934-02-09
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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b. Februar 1934 Seite 3 Sonntag, den 11. Februar pünktlich 11. 20 Uhr im Saale des Städt. Kaufhauses Einmaliges Konzert des sechsjährigen Wund|erknaben ATONIUS WASSERMANN (Klavier) Maniel I. Wassermann (Cello) - am Flügel Stefania Wassermann k'onzertdirekiion i # -1 Arthur Ehrlich Programm-Folge: Klavier w crke: J. S. Bach: Präludium n. Gigue - W. A. Mozart: C dur Sonate - L. V.Beethoven: 2 kleine Sonaten und eigene Kompositionen. Cellowerke: D'Albert: Cello-Konzert - M. I. Wassermann: Elegien u Elfentanz - H. Eulcs: Sonate. Preise d. PI. v. ü 50 bis 3 Mk. - Vorverkauf: Kaufh. Brühl u. M. W. Kaufmann, Brühl S - a. Tag. d. Konz. v. 6Vj a. d. Abendk. mit vor berechtig sind, jüdische Arzte aufzusuchen, und daß die nivatkrankenkassen deren Li(|uidatioiH'ii zurückvergüten müssen. Ausdrücklich sei hervorgehoben, daß die Rechnung jedes jüdischen Krztes in solchen Fällen bezahH werden muH, gleichgültig, ob der betreffende jüdische Ar/t zu den öffentlichen Krankenkassen sowie •ii den Angestelltenkraiikenkassen zugelassen ist oder nicht. Händlcrvcrsammlung des Centralvcrcin deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens. Die hiesige Ortsgruppe des C. V. hat die jüdischen Markthändler und sonstigen Angehörigen des ambulanten liewerbcs zu einer Berufsversaininluirg in das jüdische Jugendheim Eingeladen. Die am Mittwoch, den 31. I. abgehaltene, gutbesuchte »crsaminluug wurde von Syndikus Kurt Sabatzky geleitet. Als »rstcr Keilner sprach der Wirtschaftsreferent der Hauptgeschäftsstelle lies CV. Adolf Rubinstein (Berlin) über das Thema' LDer jüdische Markthändler im deutschen Wirtschaftsleben". Lr leichnete die starke Ausschaltung der jüdischen Markthändler seit tl i l'uiwälzung und wies auf die nachdrücklichen Bestrebungen lies (I.V. hin, Ausschaltungen gänzlich zu verhindern. Insbesondere gab ei ein Bild von den zahlreichen Vorstellungen des CV. bei den w.eiilialbehördcn. Nachdem sprach Syndikus Kurt Sabatzky. Der wediier berichtete insbesondere über die Lage in Mitteldeutschland lind speziell im Lairde Sachsen. Auch hier hat der C. V. zu wiederholten Malen Kollektivschritte beim sächsischen Wirtschaftsininisteviuin und bei anderen Behörden unternehmen müssen. Als Erfolg ■es Munds wurde eine Zweiggruppe Leipzig der Intercsscnvcrtrc- Bung der ambulanten jüdischen Gewerbetreibenden im CV. ins ■I eben gerufen, deren Leitung in den Händen des Landesverbands- Syndikus liegt. Ihin wurde ein Fachausschuß beigeordnet, in den klie Marktfieranten Maller, Herzberg, Jedlitzky und Skarpi i k gewählt wurden. Amtliche Bekanntmachung. Änderung des Gemeindestatuts. Im der (iemeiudesitzung vom 29. Januar 1934 sind verschiedene riingcu zu dem Gemeindestatut für die israelitische Rcligionseinde zu Leipzig beschlossen worden. Die Abänderungen sind in einem Nachtrag gefallt, der in der rit vom 12. Februar bis mit 23. Februar werktäglich von S I Uhr /ur Einsichtnahme in unserem Gemeindeamt, Watter-Blümel-Str. 10,1, I eipzig, den 30. Januar 1934. Der Vorstand der israelitischen Rcligionsgcmcindc zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt. Gottesdienste: Gcmeindesynagoge. Sabbatgott es dienst: Freitag, (J. Fein uar, Abendgebet 17.15 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. (ioldmann). Sonnabend, 10. Februar, Morgengebet " Uhr, Nachmittagsgebet M.30 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. (ioldmann); jebet 18 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen Uhr, werktags 7.31) Uhr, Ahendgottesdicnst 17.15 Uhr. [ottesdienst: Freitag, 16.Fe- Predigt (Rabbiner Cohn); Sonn- ') Uhr, Nachmittagsgebet 17.40 ibbiner Cohn); Abendgebet 18.13 Gemeindesynagoge. S a b bat; binar, Abendgebet 17.30 Uhr mit abend, 17. Februar, Morgengebet Uhr, anschließend Lehrvortrag (Ra Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 8 Uhr, werktags 7,30 Uhr, Abendgottesdienst 17.30 Uhr. Ez-Chaim-Synagogc (Otto-Schill-Str.) und Talmud-Thora-Synagoge (Keilstr.): I reitag, den <). Februar: Abendgebet 17.15 Uhr. Sabbat: Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang IS Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr; Abendgebet 17.3(1 Uhr. Rechtzeitige Abgabe der Steuerklärungen. Viele Fälle sind uns bekannt geworden, iir denen Oemeindemitgüeder die von den Finanzämtern ihnen zugesandten Vordrucke zur Abgabe der Steuererklärung zur R c i c h s c i u k o m m en 81 e u e r beiseitegelegt und nicht erledigt haben. Durch solche Vernachlässigung sind ihnen dann grollte Unannehmlichkeiten erw achsen. I läufig verursachte es bei Ausländern unendliche Mühe, ein infolge dieses Versäumnisses schon eingeleitetes Auswcisiiugsvcrfalircn zur Einstellung zu bringen. Wir möchten daher auf die sorgfältige Beachtung der von den Finanzämtern geforderten Vorschriften über Abgabe der Steuererklärung hinweisen. Den Steuerpflichtigen sind die Vordrucke zir den Steuerklärungeu zugegangen, die richtig ausgefüllt und unterschrieben abzugeben sind. Wenn Steuerpflichtige einen Vordruck nicht erhalten haben, so haben sie dennoch eine Steuererklärung abzugeben, und sich zwecks Erlangung eines Vordruckes an ihr zuständiges Finanzamt zu wenden. Auch durch verspätete Abgabe der Steuei klärung können erhebliche Nachteile erwachsen. Nachrichten des Sozialamtes. Bolivien: I irr chemisches Unternehmen in La Paz. junger Chemiker mit guter anorganischer Ausbildung gesucht. Es wird weniger auf praktische Erfahrung als auf solide theoretische Vorbildung Wert gelegt. Eilbewerbungen mit Angabe von Referenzen erforderlich. Philippinen: Schneider, die das Zuschneiden verstehen und über einige Mittel verfügen, könnten sich mit einheimischen Unternehmungen verbinden. Anfragen sind an den Hilfverein der Deutschen Juden, Zentralstelle für jüdische Auswanderuirgsarrgelegenheiten, Berlin W30, Martin-Luther-Str. 91, zu richten. Hausfrauen, die bereit sind, junge schulentlassene Mädchen in ihrem Haushalt anzulernen, werden gebeten, ihre Adresse im Sozialamt, der Israelitischen Rcligionsgcmeinde, Leipzig Cl, Watter-Blümel-Str. 10, II, anzugeben. Personenstandsnachrichten. Barmizwa: Am Sonnabend, 17. Februar, Kurt Teutsch, Sohn des Herrn Friedrich Teutsch und Frau Elisabeth geb. Teutsch, Str. 15, in der Ciemeindesynagoge. Eutritzscher I Centraiverein deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens Ortsgruppe Leipzig Am Donnerstag, den 15. Februar 1934 Ifindet um 20 Uhr im großen Saal des Künstlerhauses ein Vortragsabend statt. I Ca spricht Herr Rabbiner Dr. Felix Goldmann über das Thema: „(Dir Juden" Ein Aufruf zur Besinnung. Eine Stellungnahme zu der in den Vorträgen von Kurt Blumenfeld und Dr. Joachim Prinz vertretenen Ideologie. Jeder Gemeindeangehörige ist zu d. Versammig. eingeladen.