Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 40 (7.10.1938)
- Date
- 1938-10-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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7. Oktober 1938 / Nr. 40 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG Seite i „Zwischen Erinnerung und Zuversicht Ein Tee-Nachmittag der WIZO am Mittwoch, den 12. Oktober, 1630 Uhr im Saal des Jüdischen Jugendheimes, L u d e n d o rf f s t r. 7 Referent Dr. Kurt Licht, Berlin ü Verein Polnischer Kaufleute und Gewerbetreibender, Leipzig, Ritterstraße 44 48 Achtung! Polnische Staatsbürger! Folgende polnische Staatsangehörigen haben sich unverzüglich beim Polnischen Generalkonsulat in Leipzig zur Registrierung mündlich oder schriftlich zu melden: 1. alle diejenigen, welche in diesem Jahre 17 oder 18 Jahre alt werden, 2. alle diejenigen, die frühestens im Jahre 1883 geboren sind und sich bis jetzt nicht registriert haben, 3. alle diejenigen, die frühestens im Jahre 1885 in Oberschlesien geboren sind u. sich bisher ebenfalls nicht registriert haben. Wer die Registrierung unterläßt, setzt sich der Gefahr aus, der polnischen Staatsangehörigkeit verlustig zu gehen. Registricrungsformulare sind in unserem Sekretariat, Ritter- Straße 44/48 zu haben. Auskunft wird ebenda erteilt. Registrierungsschluß: 31. Oktober 1938. Der Vorstand. Neufassung der Satzung der israel. Religionsgemcinde zu Leipzig. Hierdurch wird bekanntgegeben, daß die Gemeindesitzung vom 29. September 1938 einstimmig die auf Grund des Reichsgesetzes vom 28. März 1038 notwendig gewordene Neufassung der Satzung der Gemeinde beschlossen hat. Die Satzung kann in der Zeit vom 12. bis 31. Oktober 1938 werktäglich während der Kassenstundcn von 9.311 bis 13 Uhr im Vorraum der Gemeindekassc, Walter-Blümel-Str. 10, I.Stock, eingesehen werden. Leipzig, den 30. September 1938. IX-r Vorstand der israelitischen Rcligionsgemeinde zu Leipzig. Andacht und Würde der Gottesdienste. Die Andacht der Beter in der Gemeindesynagoge wird in empfindlicher Weite dadurch gestört» daß viele Besucher schon tot Schluß des Gottesdienstes, bei den Abendgebeten vor dem SchlnBgesang ihre Plätte verlassen. Vielfache Beschwerden sind darüber laut geworden. Wir richten deshalb an die Beaucher der Gottesdienste daa dringende Ersuchen, durch stilles Verbleiben auf ihren PIStaen auch während dei letalen wenigen Minuten Würde und Andaeht der Gottesdienste zu wahren und dadurch insbesondere dem Kaddisch-Gebet und dem Scblufigeaang ihre Weih* ru erhalten. Gottesdienste Laubhüttenfest Gemeindesynagoge. Sonntag, 9. 10., Abendgebet 17.30 Uhr mit Predigt. Montag, 10. 10., Morgengebet 9 Uhr, ThoraVorlesung 9.45 Uhr, Abendgottesdienst 17.30 Uhr. Dienstag, 11. 10., Moffgengebet 9 Uhr, Thoravorlesung 9.45 Uhr, Nachmittag<gebet 17.30 Uhr, Abendgebet 18.09 Uhr. — Es wird darauf aufmerksam gemacht, dal! die Predigt pünktlich beginnt und daß während der Predigt die Zugänge zu den Pfitzen gesperrt sind. — Die Herren, die bei den Vormittagsgottesdiensten aufgerufen werden wollen, müssen bis 9.15 Uhr anwesend sein. / Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Genieindesynagoge. Freitag, 14. 10. 1938. Abendgottesdienst 17.30 Uhr. Sonnabend, 15. 10., Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 17.30 Uhr, anschl. Lehrvortrag, Abendgebet 18.01 Uhr. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Straße. Sonntag Erew Sukkos, 9. 10., Abendgebet 17.30 Uhr. Montag Sukkos (1. Tag), 10. 10., Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh 17.30 Uhr, Abendgebet 18.10 Uhr. Dienstag Sukkos (2. Tag), 11. 10., Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh 17.30 Uhr, Ausgang 18.09 Uhr. Chol Hamoed: morgens 7 Uhr, abends 17.30 Uhr. Hilfsverein Israelitischer Gewerbetreibendere.v. Leipzig Montag, den 24. Oktober 1938, um 20 Uhr findet in unseren Geschäftsräumen Reichsstraße 42-44, unsere Hauptversammlung statt. Tagesordnung: 1. Tätigkeit*- und Rechenschaftsbericht 2. Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Vorstandes 4. Neuwahlen des Vorstandes 5. Erledigung eingegangener Anträge Synagoge Ez Chaim, Otto-Sehill-Straße. Freitag, 14. 10., Abendgebet 17.15 Uhr. Sonnabend, 15. 10., Morgengebct 8,30 Uhr, Minchoh 16 Uhr, anschl. Droschoh von Herrn Rabbiner Dr. Ochs, Ausgang 18.01 Uhr. Sonntag Sehmini a/eres, 16. 10., Abendgebet 17.15 Uhr. Sehmini a/eres, 17. 10., Morgengebet 8.30 Uhr, Predigt und Seelenfeier 10 Uhr. Simehas Thorah, Abendgebet 17.25 Uhr. Simchas Thorah, 18. 10., Morgengebet 8 Uhr, Ausgang 17.55 Uhr. — Wochentags: morgens 7 Uhr, abends 17.30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Sonntag, 9. 10., Erew Sukkos abends 17.30 Uhr. Montag, 10. 10., I.Tag Sukkos, früh 8.30 Uhr, Mincha 17.30 Uhr, anschl. Maariw. Dienstag, II. 10., 2 Tag Sukkos früh 8.30 Uhr, Mincha 17.30 Uhr, Ausgang 18.11 Uhr. Mittwoch, 12. 10., Chol Hamoed früh 7 Uhr, anschl. Misehnajit, abends 17.30 Uhr, anschl. Chaje-odom. Freitag, 14. 10., abends 17.15 Uhr. Sonnabend, 15. 10., früh 8.30 Uhr, Mincha 17 Uhr, anschl. Misehnajit, Ausgang 18.02 Uhr. Sonntag, 16. 10., K3i *iyvin früh 7 Uhr. Personenstandsnachrichten Oeburten .' September 1938: Alfred Hölzer und Frau Sabina geb. QoUberg, Schützenstr. 9, einen Sohn ,,Wolf Leih1'. I.September 1938: Abraham Meier Weißberg und Frau Walh geb. Finkelstein, Humboldtstr. 2011, enie Tochter „Tana". Trauungen: Dienstag, 20. September 1938, 2.30 Uhr nachm.: Frl. Sophie Dodcks, Gottschedstr. 14, mit Herrn Benjamin Baum, Berlin. Sonntag, 9. Oktober 1938, 10.30 Uhr vorm.: Frl. Ruth Reiehenbach. Gemeindeamtsstr. 7, mit Herrn Herbert Klebe, Fberhardstr. II, in der Wohnung des Herrn Rabbiner Cohn. Sonnabend, 1. Oktober 1938: Isidor Bek, Sohn des Herrn Chaim Bek und seiner Ehefrau Regina geb. Siegelberg, König-johanii- Str. 16, in der Tiktiner-Schul, Brühl 71. Todesf ä He: 22.September 1938: Ryfka Schenker, Blücherstr. 33. 29. September 1938: Bruno Wolffbcrg, Brauerstr. 2. Aus dem Gemeindeamt Abgabe für jüdische Autoren. Jn zahllosen jüdischen Veranstaltungen rezitieren die Vortragskünstlcr aus den veröffentlichten und unveröffentlichten Arbeiten der in Deutschland lebenden jüdischen Schriftsteller. Während alle Veranstalter es als eine Selbstverständlichkeit betrachten, daß sie den Vortragskünstlern hierfür ein Honorar zu bezahlen haben, sind bis jetzt die Schriftsteller, die bei diesen Veranstaltungen eine sehr wesentliche und unentbehrliche Rolle spielen, leer ausgegangen