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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-10-07 · 40 (7.10.1938) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
40 (7.10.1938)
Date
1938-10-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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7. Oktober 1938 / Nr. 40 I >.is moralische Recht auf einen Ertrag ihrer künstlerischen Arbeit, der ihnen heute nur noch in seltenen Fällen durch eine Drucklegung gegeben wird, wird den judischen Schriftstellern jeder ZU« billigen, der Nutznießung von dieser Arbeit bat, in diesem Falle also die Veranstalter neben den Vortragikunstlern und mit ihnen das jüdische Publikum. Alle diese Beteiligten werden darin übereinstimmen, dall diesem moralische Recht der jüdischen Schriftsteller von der jüdischen Gemeinschaft selbst in einen Anspruch auf eine Honorierung auch ihrer Leistungen umgewandelt werden müßte. Die Vortragskünstler selbst mit einer solchen Abgabe zu belasten, ist angesichts der Notlage dieses Teils der jüdischen Künstler* schalt und der ohnehin knapp bemessenen Honoiierung ihrer Arbeit nicht angingig. Wir Schlagen daher vor, dali sämtliche Veranstalter, die in ihre Programme Vorlesung und Rezitation aus Werken in Deutschland lebender jüdischer Schriftsteller einfügen, hierfür an die Jüdische Künstlerhiffe, Hauptstelle Herlin-Charlottenburg, Kantstr. 159, eine Abgabe entrichten, die sie nach einem festgesetzten Schlüssel an die bei diesem Programm gelesenen Autoren verteilt. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der Qröße der Veranstaltung, und zwar wären /u zahlen bei einer Veranstaltung mit bis zu 30 Besuchern RM.3,—, 31—100Besuchern KM. 5,—, 101—2IKI Besuchern RM. 10,—, 201 — 100 Besuchern KM. 15, . über KM) Besuchern RM.30,—. Wir bitten daher alle Veranstalter, denen dieser Aufruf von der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland, dem Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde oder der Jüdischen Künstlerhilfe zugestellt wird, sich in Anerkennung des Anspruchs der jüdischen Schriftsteller auf einen Ertrag aus ihrer künstlerischen Arbeit bereit zu erklären, dall sie mit Wirkung vom 1. Oktober ab die hier aufgeführte Abgab e j c w e i I s a li die J ü d IS C h e Künstlerhltf e z. U m 7. w ecke der Ve r - t e i I ii u g e n t r i C Ii t e n w e r d C n und dies durch Unterschrift und Rücksendung des anhängenden Abschnitts an die Jüdische Künstlerhilfe, Berlin-Charlottenb ii r g 2, K a n t s! r. 150, zu bestätigen. Reichs Vertretung der Juden in Deutschland gez. Dr. Hirsch Reichst erband der Jüdischen Kulturbünde gez. Dr. Singer Jüdische Kiinstlerlülfe gez. Dr. Schildberger, Amtliche Behandlung der Gemeindemitglieder. Zur ärztlichen Behandlung von Juden sind bis auf weiteres die nachstehenden, der israelitischen Religionsgemeinde angehörenden Mediziner in Leipzig zugelassen: lUgtmt ine Täilgktii: Dr. (>skar Dzialowski, Ldbnizstr. l Sprechstunden Montag bis Freitag von 15—17 Uhr. Iunt re Krankheiten: Dr. Da\id Kuritzkcs, N'ordplatz 2 - Sprechstunden Montag bis Sonnabend 11—12 und 17—IS Uhr (außer Mittw. IL Sonnabend). Prof. Dr. Martin Nothmann, Israelitisches Krankenhaus — Sprechstunden .Wontag bis Sonnabend von II -13 Uhr, Dienstag bis Donnerstag von 16—17 Uhr. Chirurgie: I)r. Ludwig Frankenthal, Israelitisches Krankenhaus - Sprechstunden Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 16.30 bis 18 Uhr, Mittwoch und Sonnabend von 11—13 Uhr. Frauenkrankheiten und Geburtshilfe: Dr. Ldgar Alexander, Marienstr. 20 Sprechstunden von II bis Ii Uhr. Dr. Adalbert Stein, Menckestr. 51a Sprechstunden Montag bis Freitag von 16—18 Uhr. Hula-, \men- und Okreukruukkeiteu: Dr. Felix Cohn, Frankfurter Str. 0 Sprechstunden Montag bis Sonnabend von 11 l'i Uhr. Kinderkrankheiten: l>r Michel Walltuch, Oottschedstr. IQ Sprechstunden Montag bis Sonnabend von 15-16 Uhr. Hanl- und Geschlechtskrankheiten: Dr. Felix Danziger, Tauchaer Str. 2 - Sprechstunden Montag bis Sonnabend von 10—13 Uhr. (trihopädie : I )r Isidor Bettmann, Dit trieb ring 20a — Sprechstunden Montag. Dienstag, Donnerstag und Freitag von 11—13 Uhr und von 17 bis l'i Uhr. Zur Krankenhausbehandlung sind noch der Oberarzt Dr. Kos i n e r und der Assistenzarzt Dr. Berg m a n n zugelassen. Bis auf weiteres üben die genannten Ärzte, mit Ausnahme der schon bisher im Krankenhaus tätigen, die Sprechstunden in den oben genannten Räumen aus. Sic sind auch berechtigt, Kranke zu behandeln, die der Fürsorge unterstehen Pestu. Fasttage Im Jahr« 5700 (1939/40) 1939 Neujahrsfest......... 14./15. September (1)«. Kr.) Fasten Gedulju...... 17. September (So.) Versöhnungstag ..... 23. September (Sb.) Laubhüttcnfcst...... 28. 29. September (Do. Kr.) SchluOfest .......... 5. Oktober (Do.) Thorafrcudenfest .... 6. Oktober (Fr.) Chanukka........... 7. Dezember (Do.) Kasten des 10. Teheth 22. Dezember (Fr.) 1940 Kasten Kslhcr....... 21. Marz (Do.) Purim.............. 24. März (So.) Pcsachfcst 1. ii. 2. Tag 23. 24. April (Di. Mi.) Pcßachfest 7. n. 8. Tag 29. 30. April (Mo. Di.) Wochenfest ......... 12. 13. Juni (Mi. Do.) Fasten des 17. Tamua 23. Juli (Di.) Fasten des 9. Aw .... 13. August (Di.) Bevorstehende Veranstaltungen 12.Oktober: WIZO: Vortrag Dr. Licht-Berlin ..Zwischen Erinnerung und Zuversicht". 2(1. Oktober: Jüdischer Kulturbund: Theatergastspiel „Arm wie eine Kirchenmaus". 10. November: Jüdischer Kulturbund: Theatergastspiel „Die Reise Benjamins III." Neue Bucher Dr. Bernhard Königsberger s. A. Die Psalmen in neuer deutscher Übersetzung nebst einem Vorwort und Anmerkungen. Frankfurt a.M. 1938 (J. Kauffmann, Jüdischer Buchverlag). Preis geb. RM.2-. Das Buch der Psalmen hat im jüdischen Dasein immer eine Sonderstellung innegehabt. Nicht allein, dali sich der Gottesdienst in Synagoge und Haus vielfach auf diese, älteste religiöse Dichtung der Juden stützt; auch die private Andacht griff immer wieder zu diesem Buche, das docit stets für Freude und Schmerz, Hoffnung und Trost heute wie einst die rechten Worte! geprägt hat. Kaum eines unserer heiligen Bücher ist daher so oft erläutert und übersetzt worden wie dieses. Daß dennoch auch noch Neues gesagt werden kann, beweist die vorliegende Bearbeitung des vor etwa elf Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalles verstorbenen Rabbiners Dr. Königsberger s. A. Neben zahlreichen Arbeiten, die er selbst hatte veröffentlichen können, fanden sich in seinem Nachlasse abgeschlossene wichtige Manuskripte, deren Publikation unter den Fachgelehrten sicher lebhaften Widerhall finden würde. Den Angehörigen, die dieses von dem Verfasser schon im Druck überprüfte Buch über die Psalmen der jüdischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, gebührt daher der Dank aller, die die Psalmen nicht nur lesen, sondern sich in sie vertiefen wollen. Die Übersetzung läßt erkennen, daß ein selbständiger Oeist sie geschaffen hat. Die Anmerkungen, meist in knappste Form gebracht, begründen die Auffassung, aus der heraus die Übertragung geprägt wurde, und geben Hiuweisa auf Parallelsteilen, im Psalmenbuche selbst oder im übrigen Schrifttum, um Zusammenhänge der Gedanken oder der Ausdrücke sichtbar zu machen. Auf einen kurzen Raum ist eine ungeheure Fülle von Wissen um Form und Inhalt dieser Lieder vereinigt. Vielfach werden Schwierigkeiten auf überzeugende Art gelöst, Irrtümer berichtigt, Unklarheiten aufgehellt. Damit sichert sich das Buch einen würdigen Platz in der reichen Psalmen-Literatur. C. Jugendalijah 5699 — 1938/:19. Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugend-Alijah. Berlin-Charlottenburg. Dieser Kalender führt in Verbindung mit den Monatstafeln Bilder aus dem Leben der jugendlichen Olim vor. Sie zeigen den Ernst der Vorbereitung auf die Arbeit am Boden des Landes; sie lassen nicht minder den Frohsinn erkennen, mit dem Jungens und Mädels die oft nicht leichten Verrichtungen ausführen. I>ie Bilder legen damit beredtes Zeugnis ab über die Erfolge einer fünfjährigen Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugcnd-Alijah, Erfolge sowohl zahlenmäßiger Art bis heute ist nahezu 3000 Jungen und Mädchen der Weg in eine Zukunft in Erea Israel erschlossen worden — als auch in ideeller Hinsicht: alle dieäc jungen Menschen sind Bannerträger jüdischer Zukunft. Der Kalender wird seine Wirkung auf den Betrachter nicht verfehlen. Er soll dazu: beitragen, daß immer mehr Menschen zu einer möglichst umfassenden Arbeit am Aufbau und der Erhaltung des Werkes beisteuern. c. „Der Morgen". September 1938. Das Festheft des „Morgen" nennt seinen Leitartikel „Liehe zum Schicksal" und ist auch in den übrigen Beiträgen auf einen ebenso hoffnungsvollen wie ernsten Ton gestimmt. Eine Zusammenstellung aus Talmudzitaten, „Von Sünde und Sühne", gibt die Grundgedanken der Hohen Feste wieder; Ernst Simon führt zudem Thema „Israel und die Völker" Gedankengänge Salomon Steinheinis und Israel Lipschitz' an, und Bertha Badt-Strauß verfolgt die Entwicklung! einer so merkwürdig jüdischen Gestalt wie der Am Haarez es ist,! von biblischen Urzeiten bis auf Theodor Herzl herab. — „DieWasser

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