Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 30 (29.7.1938)
- Date
- 1938-07-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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i Juli 1938 / Nr. 30 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG Seite 3 Die glücklich? Geburt ihres Töchterchens i XX NURITH v zeigen an Arnold Margulies und Frau Poris geb. Hecht Haifa Navc .Shaiian, July 1°38, Beth Margulies_ Die glückliche Geburt unseres Sohnes zeigen in dankbarer Freude an Jasenj l.cpski u. Frau Dora geb. Stisson \ Leipzig, Springerstr. 16_17. Juli l°3tt J s--—— x f Statt Karten ({ermann Levi EUe Levi geb. Plaut Vermählte Köln, Spichernstraße 59 Leipzig >---—-< 100000 kämpfen im Betar für den I ungeteilten Judenstaat! j^^^^BBUnd wo bleibst Du? Sportverein Schild-Leipzig Morgen Sonntag: III. Reichsoffenes SXJtlftBUS IA _!Ä_ mmm.**. .»£Art vereinen aus Mittelu. renensporttesT westdeutschid., Berlin. Als Einlage: 16.30 Uhr Handball: Schild-Leipzig Selbsthilfegruppe der Gehörlosen, Berlin Vorkömpfe 10 Uhr Hauptkämpfe 14 Uhr Ohne einen Pfennig Aufschlag besorgen wir Schiffs-, Eisenbahn- und Flugkarten ferner Visabesorgung Zeitschriften-Verlag Elsa Goldfreund! Abt. Reisebüro Telefon 16722 Plauensche Straße 3-5 iir die Aufnahme einer Masse neurwanderung besäße - wenn auch <■ einige tausend Juden aus Deutschland in Lindern wie England, I lolland, Frankreich und Italien Aufnahme gefunden hatten, und sieh tuen weiterhin in europäischen Ländern Möglichkeiten in besonderen allen ergeben können, die auch jeweils vom Hilfsverein restlos vahrgcnommen «erden können. Zu den überseeischen Ländern übergehend, unterschied der tedne? drei Hauptkategorien von Einwanderungsländern. Eine Klasse für sich seien die Vereinigten Staaten, das weitaus wichtigste Ehr- .andcrungsland für Juden aus Deutschland, in dem bisher mindestens S000 unserer Menschen nicht nur Einlaß, sondern nun größten Teil ueh wirtschaftliche Einordnung und eine neue Heimat gefunden litten. Der Redner betonte nachdrücklich die Dankesschuld, die .ir sowohl der amerikanischen Regierung, wie insbesondere unseren ilaubnugenoncn in Amerika gegenüber empfänden. Als /weite Kategorie wichtiger Einwanderungsländer seien die Britischen Dominien anzusehen. In Kanada, Australien, Neu-Seeland : ihJ Südafrika seien ein hoher wirtschaftlicher Lebensstandard (der ' eilieh auch mit einem hohen Leistungsstandard verbunden sei), eine ejnokra tischt, mit völliger Gleichberechti, rbundenc Vertuing, englische Sitte und Sprache und ein im ganzen für Weiße gut i trägliches Klima gemeinsame Kennzeichen, rür das leider z. Zt. I ist verschlossene Südafrika sei ein vollwertiger Ersatz in Australien I tuiideu worden, während die beiden anderen großen britischen Doi inlens Kanada und Neu-Seeland bisher noch keine nennenswerte i ihJ von Juden eingelassen hätten. Die besondere Problematik der dritten Kategorie von Einwandei mgsländern, nämlich Latein-Amerika, wurde anschließend beleuchtet. I" itholischc Religion, spanische bzw. portugiesische Sprache und Sitte, farbige Bevölkeruiigsmclirheit und zum großen Teil tropischei uder subtropisches Klima seien für die meisten dieser Ländei kenni lehnend. Hieraus ergäben sich für die jüdische Wanderungspoutüc ''•stimmte Aufgaben: die geeigneten Auswanderer nach diesen Lindem seien vor allem Handwerker und Landwirte, unter Umständen ■'ueh Industrielle mit Fachkenntnissen und, last not least, gut ausgebildete Frauen, Aus diesem Gesamtüberblick zog der Redner bestimmte Schluß- [olgerungen für die Vorbereitung der Auswanderung und beleuchtete iiisbesondere die Notwendigkeit ausreichender Sprachkenntnisse und " litzeitigcr beruflicher Schulung. Ein tragisches Geschick entriß mir in Palästina meinen innigstgeliebten Sohn, unseren lieben Bruder und Schwager, Neffen und Vetter Karl-Heinz Peter Fechner in seinem 24. Lebensjahr Im Namen der Hinterbliebenen Jenny verw. Fechner Leipzig, Ajanoth Johannisplatz 5 Infolge Herzschlag verschied plötzlich mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Vater Jakob Hirsch Im Namen der Hinterbliebenen Hanna Hirsch Gert Hirsch Erwin Hirsch Fred und Margit Hirsch Frankfurt, Leipzig Die Beisetzung hat bereits stattgefunden Nach langem schweren Leiden verschied heute mein innigstgeliebter Mann, unser geliebter Vater, Großvater und Bruder Herr Rafael Mohr im Alter von 66 Jahren. Leipzig, Funkenburgstr. 25. pt. Danzig, Mannheim, Krakow den 22. Juli 1938. Die trauernden Hinterbliebenen Rosa Mohr geb. Flecker Benno Chwat und Frau Therese geb. Mohr Samuel Lubart und Frau Jula geb. Mohr Ludw. Schwarzwälder u.Frau Grete geb.Mohr Geschw. und Enkelkinder Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. Untere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Minna Dubiner ist am 24 Juli 1938 sanft entschieden. Leipzig, Wien Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Ludwig Dubiner und Frau Irma geb. Teichtner Prof. Dr. Leo Halberstam und Frau Salli geb. Dubiner Die Beerdigung hat in aller Stille stattgefunden. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. An die Öffentlichkeit wurde der Appell gerichtet, die allen Parteien und Richtungen in; deutschen Judentum in gleicher Weise dienende Arbeit des Hilfsvereins, die mit größter Opferwilligke.t unter schwierigsten Umständen geleistet würde, zu unterstützen, Und zwar sowohl moralisch, wie vor allem auch finanziell. Nur dann werde der Hilfsverein seinen Aufgaben gerecht werden können. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 5. 8. 1938, Abendgehet 19 Uhr. Sonnabend, 6. 8. 1938, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsg. 20,03 Uhr, Abendgebet: Tisch'oh b'aw: 20,39 Uhr. Sonntag, 7. 8. 1938, Morgengebet 7 Uhr. Nactimittagsgebet 13 Uhr, Ausgang 20,34 Uhr. — Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 5. 8., Abendg. 19.30 Uhr. Sabbat, 6. 8., Morgeng. 8.30 Uhr, Minchag. 17 Uhr. Abendg. 20.39 Uhr. Sonnlag, T isch'oh b'aw, 7. 8., Morgeng 7 Uhr, Minchag. 12,30 u. 19.30 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 19.30 Uhr.