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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-06-10 · 23 (10.6.1938) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
23 (10.6.1938)
Date
1938-06-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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10 . Juni 1938 / Nr. 21 Jüdischer Kulturbund WteäÜtiSSÄ Domaentftff, 10. Juni i>r.\s. gu im Kaien rbudthesvter — Nur für Mitglieder. <iHMt»picl «Ion Hamburger KultiirbiindtlienterM: 1^ K Ij J[ A."* Komödie von Krim/. Jlolnni Unsere Gemeinde. Vom Colkktiv jüdischer Musiker werden wir um folgenden Hinweis gebeten: Die für Sonnabend, den 11. Juni, angekündigte Veranstaltung ist besonders auch da/u bestimmt, erwerbslosen judischen Musikern eine kleine Hilfe zu schaffen. Die bekannten Schwierigkeiten der Saalbeschaffung haben gezwungen, die Veranstaltung, die ursprünglich im Stadtinnern vorgesehen war, weiter hinaus zu verlegen (Goldener Adler, Leipzig-Lindenau, Angerstraße 49). Mit Rücksicht auf die mit der Veranstaltung verknüpfte Hilfeleistung sollte die weitere Entfernung keinen hindern, an dem Gescllschaftsabend teilzunehmen. Ls sind auch mannigfache Vorbereitungen getroffen, durch die dem Abend Stimmung gegeben sein wird. Konfcktbercitungskursus des Jüdischen Frauenbundes. Es können noch einige weitere Teilnehmer in diesen Kursus aufgenommen werden. Nähere Auskunft erteilt Frau Käte Kanstein, I rankt.Str. 10. Zuschneidekursus des Jüdischen Frauenbundes. I >cr Zuschneidekursus unter Leitung von Herrn Miltenberg beginnt Donnerstag, den Ii). Juni. Schriftliche Anmeldungen, möglichst mit Angabe, ob Nachmittag oder Abend, sind sofort zu richten an Frau Recha Carlebach, LortzingstraOe 13. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Freitag, IT. (>. 1938, Abendgebet mit Predigt 1() Uhr. Sonnabend, IS. 6., Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 2i».5!i Uhr, anschwellend Lehrvortrag, Abendgebet 21.23 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Lz-Chaim-Synagoge. Synagoge Ez. Chaim, Otto-Schill-Str. Freitag, 17. (>., Abendgebet 10.13 Uhr. Sonnabend, IS. ()., Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh 17 Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erklärung von Herrn Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 2I.2S Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends lu Uhr. Bevorstehende Veranstaltungen 11. Juni: Oeseltschaftsabend - Tau/spiele — Preisverteilung vom Kollektiv Leipziger Musiker. 12. Juni: Bar Kochba: Vorschlußrunde um die Makkabimeisterschaft. 14. Juni: Wizo: Bildstreifen „Wi/o 1938". Ib. Juni: Jiid. Kulturbund: Gastspiel des Hamburger Kulturbundtheaters: „Delila", Lustspiel von Molnar. 20. Juni: Zion.Ortsverband: Vortrag Dr. Hans Pomeranz-Frankfurt/M, 23. Juni: Ifld. Kulturbund: Kammermusikabend des Mendelssohn-Trios Leipzig. 20. Juni: Bar Kocliba: Mitteldeutsches Leichtathletiksportfest. Neue Bücher Bücher für die jüdische Jugend. I. F.in besprechendes Auswahlverzeichnis herausgegeben von der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung bei der Reichsvertretung der Juden in Deutsehland. Berlin WiS. Berthold Levy. Jüdischer Buchverlag. Die Abteilung „Buchberatung" der Mittelstelle hat unter Leitung von Dr. Erich Quttmann und unter Mitarbeit mehrerer Volksbibliothekare ein Verzeichnis bearbeitet, in dem das für die jüdische Jugend empfehlenswerte Schrifttum zusammengestellt sein soll. Dieses eiste Heft beschrankt sich auf Bücher erzählenden Inhalts für die Jüngeren, d. h. für die Altersstufen bis zum 16. Lebensjahr, z. T. auch darüber hinaus. Heitere und ernste ('■"■schichten, jüdische Sagen und biblische Erzählungen, Fesgeschichten und -erzahlungen, Legenden von Weisen und Frommen, Vom Leben und Treiben junger Menschen, Aus Natur und Technik, Erzählungen aus dem neuen Palästina, Novellen und Erzählungen aus jüdischer Vergangenheit und B K.K.L.Büriisenleeruiig: 19. und 26. Juni 1938! B Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 1. I reitag, 17. (>., abend 19.30 Uhr. Sonnabend früh s. io Uhr, Mincha 17 Uhr, anschließend Mischnajit, Ausgang 21.28 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, anschließend Mischnajit, abends 19.30 Uhr, anschließend Chaje-Odem, Svnagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 17. (>., Abendg. 19.30 Uhr. Sabbat, 18.6., Morgeng. S.'io Uhr, Minchag. 17 Uhr, Abendg. 21.29 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7, Abendg. 19.30. Personenstandsnachrichten Oeburten: 31. März 1938 Max Wolf Riesel und Frau Johanne geb. Nessel, Reclamstr. 20, eine Tochter „Doris Kose". 1 i. Mai lOiS Nison Mordchai Spektorow und Frau Sophie geb. Affenkiaut, Alcxanderstr. 4o, II, einen Sohn ,,Michael Norton". 17. Mal i'JiS Oscar Kaufmann und Frau Ilse geb. I echenbach, Alcxanderstr, 27 ptr., einen Sohn ,,Kolf". 18. Mai 1013 Jakob Mehl gen. Käufer und Frau Irmgard geb. Mokran, Wettiner Str. 20, eine Tochter „Judith". 18. Mai 1938 Moritz W einberg und Frau Berti Rosa geb. Lopate, Berliner Str. 46, eine Tochter „Flora". 20. Mai 19 J? Dr. Moses Michel Waltuch und Frau Lea Chaje geb. Schapira, Pfaffendorfer Str. IS, einen Sohn „Nathan". Trauungen: Sonntag, den 12. Juni 1938, 3' , Uhr, Fräulein Regina Rudkowsky mit Heim Hans Kurtner, Mittebtr. iSb, in der Wohnung Mitteler. 18b. I reitag, 17. Juni 19iS, nachm. I Uhr, Fräulein Selms Kugehnann, Feip/ig, mit Herrn David Leon (irünberg, Yorkstralte 22, in der Wohnung Yorkstr. 22 bei Grimberg; Tod es f i 11 e: 31. Mai 1938 Ignatz Leo Wilhelm Ehrlich, Eutritzscher Str. 7. 3. Juni 1938 Josik Bi er Steigmann, Berliner Str. 5(>. I Juni 191S Asriel Margulies, Auenstr. 14. Jüdisches Lehrhaus Spanischer Sprachkurs. Nach den Pfingstferien beginnt der spanische Sprachkurs erst wieder am Dienstag, den 21. Juni zur Üblichen Zeit. Die am 14. Juni 1938 ausfallende Unterrichtsstunde wird im 23. Juni 1938 nachgeholt werden. (iegenwart unter diesen Stichworten sind die Buchtitel geordnet und jedem ist in wenigen Zeilen eine Besprechung angefügt, die die Auswahl bei dem jeweiligen Verwendungszweck erleichtern soll. Line besondere t bersicht nach Altersstufen dient dein gleichen Zweck. — Das Büchlein wird von denen, die mit jugendlichen Lesegemeinschaften und Jugendbüchereien befallt sind, wie auch als W egweiser für Geschenke an Jugendliche mit Dank begrübt werden. Friedrich Gundolf: Anfänge deutscher Geschichtschrcibung. Herausgegeben von Elisabeth Gundolf und Fdgar Wind. Amsterdam [1938] Elsevier. Gesclüehtschreibung als Zweig der Literatur zu betrachten war die Aufgabe, die Friedrich Gundolf in Angriff genommen, nicht aber mehr zu einem Abschluß hatte bringen können. Wenn eine neue Darstellung eines geschichtlichen Abschnitts oder eines geschichtlichen Bezirks erschien, so sah man in ihm immer nur den Stoff, nicht aber das, was die Gestaltung des Gegebenen bestimmt. Und doch kann wahrhaft Geschichte nur mit einer Art seherischer Begabtheil dargestellt, d. h. geschaut und gedeutet werden. Dadurch haben die antiken Gesehichtschreiber ihre starke Wirkung hervorgerufen, dali sie ihr Werk als unter dem Schutz der Musen stehend empfanden. Gundolf verwahrt sich dagegen, dalt er etwa in der kritischen Sichtimg des Stoffes ein bedeutungsloses Moment der geschichtlichen Darstellung erblicke. Lr sieht aber in dem Künstlerischen, der „Erleuchtung, eine so wesentliche Grundlage, dali es geboten ist, danach zu fragen, um dem Wesen der Gcschiclitschrcibung und in der Wertung ihrer einzelnen Werke gerecht zu werden. Dies an dir deutschen Gesclüehtschreibung aufzuzeigen, war der Gedanke,der ihn zu seiner nicht mehr abgeschlossenen Untersuchung veranlagte Das im Nachlab vorgefundene Stück war über die Anfange nicht hinausgekommen. Dennoch haben sieh die Herausgeher ein wissenschaftliches Verdienst erworben, dali sie das Vorhandene einem weiten Leserkreis zugänglich machen: auch dieses Stück, als Einleitung zu dem grölten Werke gedacht, im Umfange aber dem Rahmen eines selbständigen Buches entsprechend, ist reich an ungemein wertvollen Frkcnutnis.scu, zeigt deutlich die Richtung, in die das eigentliche Werk geführt worden wäre. Man möchte es nun, da wir es besitzen, DKM mehr missen. C. Konzert und Theater „Idl mit'n Fidl". Um es gleich vorweg zu sagen: das ist ein ganz entzückender, in vielen Einzelheiten ausgezeichneter Film. Das jüdische Leben, das in Gesichtern und Gruppen, in Gestik und Mimik, im gegenständlichen Milieu und in der — besonders hübsch und filmpoctisch — mitspielenden Natur erscheint, ist echt, sozusagen in

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