Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 20 (20.5.1938)
- Date
- 1938-05-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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20. Mai 1938 / Nr. 20 JODISCHES O EM EIN DE BL ATT L EIP ZIQ Seite 3 Sonnabend, den 28. Mai 1838, 21.15 Uhr; Montau, den 30. Mai 191R und Dienstag den 31. Mai 1938 jeweils 19 Uhr und 21.15 Uhr Kol-Noa, Institut 1,41 der erste Jüdische Spielfilm für Jüdische Filmarbeit, bringt Idl mit'n Fidl in der Hauptrolle Molly Picon Seit Hoiiaten der SenKHtionHerfolij in Pari«, London. \\ nrMehitu und Xcw-York Karten zu RM. 0.90 bis 1.50 im Kulturbundbüro, Rosen. Preissmann, Zellner, Kaufmann, Vorverkaufsgebühr (numerierte Plätze) RM. 0.10 Zutritt nur mit Kulturbund, R.-Ausweis oder neuer Filmkarte (letztere RM. 0.20 für das Jahr 1938 im Kulturbundbüro und an der Kasse) P 3 I 3 S t C 3 f 6 MIMwCd>' de>> 2S* Mal 1938> 2°*3° Uhr / Ende?? Barfußgäßchen 15, Fernruf 19482 und 19483 UlltCfhflltllliySdbßllll lüHfSIlZ durchgeführt v. einem Kollektiv Lelpz. Künstler . Stimmung . Geselligkeil . Tanz . Barbetrieb . Überraschungen Erstklassiges Konzert- und Tanz-Orchester unter Leitung des Berliner Kapellmeisters E Weher Zutritt aller Mitglieder der jüd. Gemeinsrhaft Kartin zu RH. 0.80, im Vorverkauf: Palast-Cafe, M. W. Kaufmann, S. Preissmann, O. Willner, Nordstr. sowie an der Abendkasse ab 19 Uhr RM. 0.90 Daisy Wainer— G. Berlinski New Orleans Verlobte New York Statt Karten! Wir geben hiermit die s. O. w. am 28. Mai 1938, 27. Ijar 5698 stattfindende 7XW2 "1D unseres Sohnes Abraham bekannt. Celerina / Schweiz Isidor Dzialoszynski und Frau Hochalpines jüd. Kinderheim Eveline geb. Lewenstein seiner Mitarbeiter vom Leipziger Polnischen Konsulat in der vergangenen Woche dem von der Ariowitseh-Stiftung unterhaltenen jüdiichen Altersheim seinen Besuch abgestattet hat. Die Herren wurden ran Vorstand der Ariowitseh-Stiftung und von der Leiterin des jüdischen Altersheims empfingen und haben in deren Begleitung die Räume und Einrichtungen des Altersheimes besichtigt, sowie Aufklärung über den Betrieb des Altersheimes erhalten. In einem an die Besichtigung anschließenden Beisammensein iuBerte sich Herr ürneralkonsul Chiczewski sehr lobend über die Einrichtung und den Betrieb des Altersheimes und rühmte das so/iale Werk, das die Ariowitseh-Stiftung in vorbildlicher Weise leistet. Die Zionistische Vereinigung Leipzig veranstaltete anläßlich der Rückkehr ihres Vorsitzenden aus Palästina gemeinsam mit dein Jüd. »portverein Bar Kochba Leipzig am 11. Mai eine Versammlung, die ungewöhnlich gut, nämlich von etwa 600 Personen, besucht war. Herr Dr. Lehrfreund gab in der dicht gefüllten Turnhalle der Israelitischen Schule einen Bericht über seine Reise nach Erez lisracl. Die lebendigen und eindrucksvollen Schilderungen des Referenten fanden lebhaftesten Beifall. Abschließend bekannte sich der Redner erneut /ur Teilung des Landes und zur Schaffung eines jüdischen Staates als der zurzeit einzig sichtbaren Möglichkeit, aus der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise und den politischen Schwierigkeiten herauszukommen. — Großen Beifall fand auch die Vorführung des Makkahifilms und der neuesten Palästina-Mouatsschau des KKL, die von Hans Fiatauer, Leipzig, vorgeführt und erläutert wurde. Einigt Chorlieder, gesungen von dem Chor des Makkabi hazair, umrahmten die Veranstaltung, die mit dem Absingen der I latikwah ihren Abschluß fand. JQdische Zeitschau Neues Einwanderungsgesetz in Ekuador. Der Hilfsverein der luden in Deutschland teilt folgendes mit: Vor kurzem ist in Lkuador ein neues Linwanderungsgesetz in Kraft getreten. Obwohl sich Anfang dieses Jahres in der ekuadorianischen Öffentlichkeit Bestrebungen gegen eine jüdische Immigration bemerkbar machten, hat das neue Oesetz diesen Strömungen nicht nachgegeben. Ls enthält keine Bestimmungen, die die Juden ausdrücklich erwähnen und sie von anderen Einwanderern nachteilig unterscheiden. Somit besteht die Hoffnung, daß die Einwanderung nach Lkuador, die seit einiger Zeit fast völlig ruhte, künftig in beschränktem Maße wieder möglich sein wird. Das (iesetz geht von dem Qrundsatz aus, daß die Einwanderung solcher Personen erwünscht ist, die neue Industrien errichten, bestehende Manufakturen verbessern, sich wissenschaftlich betätigen oder sonst dem Land nützlich sind Im einzelnen soll allen Einwanderern die Niederlassung in Ekuador gestattet sein, sofern sie die in dem Linwanderungsgesetz aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Zu diesen Voraussetzungen gehört in erster Linie der Besitz eines Vorzeigejgeldcs von 400 Dollars, die entweder in einem landwirtschaftlichen Betrieb oder in einem Industrieunternehmen investiert werden müssen. Die Ehefrau und die minderjährigen Kinder sind von der Vorzeigegcldverpflichtung befreit, so daß bei I ainilieneinwanderung nur der 1 bemann im Besitz des Vorzeigegeldes zu sein braucht. Auch Landwirte, die einen Arbeitsvertrag mit einem landwirtschaftliehen Unternehmet in Lkuidor geschlossen haben, bedürfen keines Vor- Xach Australien - Nord — Mittel - Südamerika etc. durch da» jUdiN«*lio Kelttcbiiro Zeitschriftenvcrlag Kl*a Uoldfreund, Leipzig Cl Reichstr. 30 32 Fernruf 16722 Zeigegeldes. Außer dem Vorzeigegeld muß jeder Einwanderet ein Einreisevisum haben, das von dein zuständigen ekuadorianischen Konsulat erteilt wird. Zur Erteilung des Visums ist die Vorlegung eines polizeilichen Führungszeugnisses erforderlich Das Visum wird versagt, wenn der Linwandcrungsw illigc moralisch oder geistig minderwertig ist oder einer Partei angehört, deren Bestrebungen die Ordnung und Sicherheit in Lkuador gefährden. Ferner Wird das Visum Personen unter 18 Jahren nicht erteilt, sofern sie nicht durch ihre Litern oder andere in Lkuador ansässige erziehungsberechtigte Peisonen angefordert werden. Auch allcinreiscndc I rauen, die nicht genügend Mittel zum Lebensunterhalt besitzen, erhalten kein Visum. Ob einer dieser Versagungsgründe vorliegt, entscheidet der zuständige Konsul nach freiem Ermessen. Die übrigen Vorschriften des Gesetzes, dessen Inhalt wir dem soeben erschienenen Bulletin d'lulormation der HICLM entnehmen, behandeln die Registrierung der Ausländer in Lkuador, die Verpflichtungen zur fremdenpolizeilichen Meldung, die Einbürgerung und ähnliches. Die Einbürgerung kann nach zwei Jahren erfolgen, sofern ein Monatseinkommen von mindestens 2(H) Sucres nachgewiesen wird. Einwanderung nach Portugal. Der Hilfsverein der Juden iu Deutschland teilt folgendes mit: In letzter Zeit haben sich in Portugal gewisse Schwierigkeiten ergeben. Ls muß deshalb allen jüdischen Auswanderein, die in dieses Land zu gehen beabsichtigen, geraten werden, sieh bald mit der örtlich zuständigen Beratungsstelle des Hilfsvereins in Verbindung zu setzen. Die Eröffnung des neuen Semesters in der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt Berlin. Die Jüdische Lehrerbildungsanstalt Berlin eröffnete das neue Schuljahr in bereits gewohnter Weise. Der Leiter der Anstalt, Dr. Fritz Bamberger, sprach einleitend den Dank der Anstalt insbesondere dafür aus, daß der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden als ihr Träger der Anstalt jetzt schone und würdige Räume habe zur Verfügung stellen können. Der Dezernent der Anstalt, Rabbiner Dr. Galliner, sprach anschließend über die Aufgaben, die dem jungen jüdischen Lehrer und Lehramtsanwärter aus der gegenwärtigen Situation erwüchsen. Der Dozent für Hebräisch, Dr. Moses Goldmann, hielt ein wissenschaftliches Referat über die Stellung des Hebräischen innerhalb der Semitischen Sprachen. Ein gemeinsames Singen unter Leitung von Direktor Kail Adler, der in Vereinbarung mit der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung sich der Anstalt zur Verfügung gestellt hat, schloß die Eröffnungsfeier. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Freitag, 27. 5. 1938, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 28. 5., Morgengebet o Uhr, Nachmittagsgehet 20.35 Uhr, Abendgebet 21.07 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Fz-Chaim-Svnagoge. Synagoge Ez Chaim, Otto-Sehill-Str. Freitag. 27. 5., Abendgebet 19.15 Uhr. Sonnabend, 28. 5., Morgengebet 8.30 Uhr, Müiehoh 17 Uhr, anschließend Sehuleliaii-Arucli-Lrklärimg von Herrn Rabb. Dr.Ochs, Ausgang 21.07 Uhr. Wochentag: Morgens 7, abends 10 Llhr. Talmud-Thora-Sy nagoge, Kcilstr. I. I reitag, 27 j., abends 19. ü> Uhr. Sonnabend früh S.JO Uhr, Mincha 17 Uhr, anschließend Misch* najit, Ausgang 21.07 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, anschließend Mischuajit, abends 20.13 Uhr, anschließend Aiu-Jaakou-Lrklürung von Herrn Rabb. Dr. Ochs. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag. 27. 5., Abendg. 1930 Uhr. Sabbat, 28. 3., Morgeng. S. K) Uhr. Mincbafl 17 Uhr, Abendg. 21.10 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7, Abendg. 2U.Ü0