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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-05-13 · 19 (13.5.1938) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
19 (13.5.1938)
Date
1938-05-13
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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13. Mai 1938/ Nr. 19 Seite 3 morgen llausaktioi mm mm 1 1 )KrlÖKiing den Hodei UHU alle» an «!«■ i KUTi i nnmi im von Galiläa r Erweiterung unserer Grenzen - /)/<• glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an Hans New man New York, den 8. Mai 1938. und Frau Margot geb. Deutseh. Gänzlich unerwartet verschied heute mein Innigstgeliebter Mann, mein in Liebe und Güte für mich sorgender Lebenskamerad Adolf Strangs Leipzig, am 10. Mai 1938 Im "«»«t«" Herzeleid Norderneyer Weg 22 b Johanna titrilUNM Die Beisetzung hat in aller Stille stattgefunden Wir zeigen in großer Freude die glückliche Geburt unserer Judith an. Hermann und Ruth Hepner geb. Löb. Leipzig N22, Beoumontstrqße 17, <lcn 2. Mai 1938. IM TU F Kl SC II Kit PA 1 Ii l'O BSC II 1 hm im Mai 1918 N22, Wilhelmshavener Stralle 12c - C 1, Walter-Blüniel-Straße 13 Inseratii. Vlioini - Viiiialnii« (Ich i»r. PaiiiilienwIutteM « n-L- HainstraBe 5, Aufgang A II, Fernsprecher 143r8 Iii litt II31 ^chreibma^chinenarbeilen.Ve^|ielfahigjiiigen all Art. ITtTJe^tiicnTiTiach dem Ausland ^^"^1 ■ durch M. \V. Kauf mann, Brühl »4/40 ionistischen Idee ist das Buch unentbehrlich. Von 11 »<• 1 bis l')i(>, also 3~> |ahre zionistischen I ebens, zionistischer Arbeit spiegeln Meli in den Reden und Aufsitzen wider. .Mau Nicht das werk .achscu von den kleinen Anlangen bis zu dein, w as es heute geworden ist: Zufluchtstätte und Lebensraum. Mit großem Ernst zeigt Wci/inami, was alles noch zu leisten ist, wo man versagt und geint liat. Lr geht au den Krankheiten und Krisen der Bewegung nicht i ruber, ohne sie aufzuzeigen, aber er weist auch auf das Gesunde und Tüchtige, das Hoffnungsvolle und Zukunftige hin, für das ihm!> Qarant die jüdische Jugend erscheint. Er, der Wegbereiter, der sein Leben au die Idee vom jüdischen Volk gesetzt hat, ruht und istet nicht, um das Land für dieses Volk zu gewinnen. Unsere hebräische Sprachschule. Die Leser dieser Zeitung wird es sicherlich interessieren, einmal n ihere Einzelheiten über die in Leipzig befindliche Sprachschule zu fahren. Nach dem Weggang des verdienstvollen Leiters der früheren hebräischen Spraehsehule „Tcchijah", des Herrn Dr.Woskin, ler ja lange mit äulierstcr Hingabe und unter persönlichen Opfern 'I e frühere Spraehsehule geleitet und aus dem Schatz seines grollen Wissens im Laufe der Jahre einer stattlichen Anzahl von Rörirn lermrtteft hat, wurde das Fehlen eines geregelten hebräischen Sprachunterrichte in einer so großen Gemeinde wie Leipzig als eine i sondere Lücke empfunden. I in grober Teil der früher in Leipzig insässigen Juden (schätzungsweise weit über 1000) befindet sielt in rez IwraeL Lin weiterer Teil und namentlich ein sehr grober Teil r jüdischen Jugend Leipzigs wartet auf seine Alijah. Dieser Tattche mußte Rechnung getragen werden, denn die Vorbereitung auf is Leben in Palästina bleibt unvollständig ohne Beherrschung der brUschen Sprache. Leider hat man in den vergangenen Jahren csem Gesichtspunkt nicht immer ausreichend Rechnung getragen nd dies hat sieh bitter gerächt. Die Menschen, tlie hinübergegangen nid, ohne im Besitz ausreichender Kenntnisse der hebräischen tndessprache zu sein, haben sieh damit selbst von der Teilnahme ' ii kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Leben des Landes lusgeschlossen, zumal die Schwierigkeiten der Einordnung, die gerade in Palästina nicht unterschätzt werden dürfen, ihre Energien in Anspruch nehmen, dall sie im Laude selbst nicht mehr die lere und |ußere Mulle finden, die Sprache gründlich zu erlernen, haben es zumeist nur zur Beherrschung eines vulgaren Hebräisch nacht und spielen damit vielfach eine unglückliche Rolle, drucken ch das kulturelle Niveau der nationalen Reimstätte des judischen ilkes herab. In Erkenntnis dieser Tatsachen hat sieh zu Beginn des vorigen tires ein aus allen Kreisen der Gemeinde zusammengesetztes Kura- Qcmeinde unter der nd (abgesehen von der Schule) Iwrith getrieben, aber der Unterricht war desorganisiert. Jeder benutzte die Lehrer, Lehrmittel und I cluniethodcn, tlie ihm gerade zur Verfügung standen und die er für richtig hielt, ohne dali die Gewähr gegeben war, dall der Unterricht '» einer Weise genommen und erteilt wurde, wie es den Bedürfnissen des Landes und der Olim selbst entsprach. Aus diesen Gründen hat •ich das Kuratorium entschlossen, eine neue hebräische Spraehsehule "18 Leben zu rufen, die mm auf ein mehr als einjähriges Bestehen zurückblickt. Ls ist gelungen, in der Person des Herrn Schani Schlei- I' '1111111 gebildet, um den hebräischen Unterricht in dieser Ueu zu organisieren, /war wurde vielfach, besonders der/Kalai einen Lehrer der hebräischen Sprache aus Palästina /u erhalten, der gemeinsam mit Fräulein Heuling den Unterricht erteilt, /.urzeil laufen insgesamt l'J Kurse, die von insgesamt 266 Schülern und Schülerinnen besucht werden. Dazu kommen noch etwa 50 Teilnehmer der Ausbildungskurse des Sozialamtes, so dall die Gesamtzahl der Schülei etwa 12ii beträgt. Diese außerordentlich günstige Entwicklung der Schule ist allerdings zum Teil darauf zurückzuführen, dali seitens des Sozialamtes, in dessen Organismus die Schule fest eingegliedert ist und dem auch die finanzielle Überwachung obliegt, schon seit längerer /.eil keine Zuschüsse für Berufsausbildung, Berufsumschichtung und Alijah gewährt werden, wenn die betreuenden Antragsteller nicht den regelmäßigen und erfolgreichen Besuch der Schule auf Grund einer Bescheinigung der Schule nachweisen. Mit der günstigen Entwicklung der Schule hinsichtlich der Hörer zahl hat freilich tlie finanzielle Entwickhing nicht Schritt gehalten. Obwohl die Unterrielltsgebuliren äullerst niedrig bemessen sind, mußten doch in sehr zahlreichen Fällen für Fürsorgeempfänger Ermäßigungen gewährt werden, zum Teil auch die Lehrmittel zur Vertilgung gestellt werden. Es besteht jedoch die Hoffnung, dali mit dem zunehmenden Interesse auch die finanzielle Lage der Schule sich bessern wird. A. „Idl mit'n Fidl". Der erste jüdische Spielfilm. Das neugegründete Institut für jüdische I ilmarbeit „Kol noa" hat in diesen lagen in Berlin den ersten jüdischen Tonfilm „Idl mit'n Fidl" herausgebracht und damit einen grollen Erfolg erzielt. Man durfte dieser Aufführung mit besonderer Spannung entgegensehen, da hier zum ersten Male der Versuch unternommen worden war, das Leben in der Gallith in künstlerischer Form im ronfilm zu gertalten. Dieser Versuch darf als durchaus geglückt angesehen werden. Die reizvolle und beschwingte Handlung des Stuckes, die das Leben in einem kleineu polnischen Städtchen schildert und die Geschichte einer jüdischen Musikantentruppe mit mancherlei köstlichen Erlebnissen zum Inhalt hat, wird durch starke schauspielerische Leistungen getragen. Die Hauptrolle, das „Idl", spielt Molly Picon eine sehr beliebte amerikanische Filmgröße. Die nach jüdischen Volksliedern gestaltete, mitreilieiule Musik stamm, von LI Ist ein, und für die Kegie zeichnen Przybilski und Green. Der Film ist in jiddischer Sprache aufgenommen und erreicht gerade dadurch eine solche Feinheit und Urwüchsigkeit, dall such das nur Deutsch sprechende Publikum davon gefangen wird, und der grolle Erfolg zu verstehen ist, den der Film bereits in monatelangen Aufführungen in Amerika, England, Frankreich und Polen zu verzeichnen hatte. Der Jüdische Kulturbund Leipzig wird voraussichtlich noch im Laufe des Mai den Film herausbringen. Zu diesen Veranstaltungen sind sämtliche Mitglieder der jüdischen Gemeinde gegen Kulturbund-, R.-Ausweis oder den neuen rillZUHtSweiS zugelassen, l etzterer wird zu dem sehr billigen Preise von RM. .1211 für das Kalenderjahr ausgestellt Die Eintrittspreise bewegen sieh zwischen RM. ,$<> und KM. 1,50. Die Filmvorführungen finden im Battenberg-Theater, Tarchaer Straße 12, statt. Bevorstehende Veranstaltungen 15. Mai: Leichtathletik-Eröffnungssportfesl des JSV. Bar Kochba. 17. Mai: Gemeindcabend. xaeh Australien Süd-Amerika Nord-Amerika — Palästina und in die ganze Übrige Welt durch «Ihm einzige jiiui»elie IteiMebüro KImh in o i d fr e u n d . IteietiMstrasse M-tt, Fernwpreeher li»?*2

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