Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 16 (22.4.1938)
- Date
- 1938-04-22
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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,!2. April 1038 / Nr. 16 JODISCHES OEM EIN DEBLATT LEIPZIO Seite 3 Zu der S.O. w. am Schabbos, den 30. April 1038, in der Ez-Chaim- Synagoge Otto-Schill-Str. stattfindenden HD unseres Sohnes I S 1 laden wir hierdurch Freunde und Bekannte herzlich ein. Kiddusch in der Wohnung Jacob Zwick und Frau. König-Johann-Straße 24. Statt Karten — Zu der s. O. w. am Schabbos, den 30. April in der Synagoge Ohel Jacob, Pfaffendorf er Str. 4, stattfindenden!T1XÜ unseres Sohnes I S 1 laden wir nur hierdurch Verwandte, Freunde und Bekannte ergebenst ein. Leipzig, im Nissan 5608, Adolf KornblUth und Frau. Kiddusch in der Wohnung Astersir. 11,11, r. InNeratu. Abonn.'Annahme de« Inr. Famillenblattes Krna Halm I Hainstraße 5, Aufgang A II, Fernsprecher 143 68 Schreibmaschinenarbeiten, Vervielfältigungen all. Art Sonntag, den »4. April In Thekla ab 15 I hr J SchildiiieiMterMchaffteii im Handball J i Erweiterungsbau der Arlowltsch-Stiftung, Jüdisches Altersheim in Leipzig. Am 1. Mai d. Js. wird der Erweiterungsbau der Ariowitsch- Stiftung seiner Bestimmung übergeben werden. Das schmucke Haus mit seinen ca. 20 Zimmern, die — wie auch im Hauptgebäude — mit allem modernen Komfort ausgestattet sind, ist ein erneuter Beweis, in welch großherziger Weise die Familien Ariowitsch und Halberstam für unsere Alten sorgen. Ein (lang durch die Räume zeigt uns helle, luftige Zimmer, die den Oesetzen der Hygiene vollkommen entsprechen, herrliche Badcräumc und eine prachtvolle, sehr geräumige Glasveranda, welche gute Oelegeiiheit zum Sonnen bietet. Frau Louise Ariowitsch, die in dem Heim ihr Lebenswerk sieht, kümmert sich auch in der reine dauernd um das Wohl der Insassen. - Man kann wohl sagen, daß sie auf dem Ocbiet der Altersfürsorge Vorbildliches geleistet hat und daß das Heim mit seinem Erweiterungsbau EU den schönsten und modernsten Altersheimen Deutschlands zählt. Frau Hansi Kahn gestorben. Wieder hat unsere Gemeinde einen warmherzigen Menschen verloren: nach längerein schweren Leiden ist Frau Hansi Kahn verschieden. Die Heimgegangene hat lange Zeit eine vielseitige gemeinnützige Arbeit innerhalb unserer Gemeinde entfaltet. Ihre Mitarbeiter haben ihren persönlichen Einsatz für das Gedeihen unserer Hilfseinrichtungen noch in lebendiger Erinnerung. Aber in unserer schnellebigen Zeit ist der Kreis der in sozialer Arbeit stehenden Menschen einem dauernden Wechsel unterworfen. Auch die Heimgegangene mußte in den allerletzten Jahren aus Gesundheitsrücksichten die ihr so ans Herz gewachsene Tätigkeit aufgeben. Neue Menschen sind an die Stelle ihrer ehemaligen Mitarbeiter getreten. Darum ist es besonders am Platze, noch einmal ihr stets hilfsbereites Wirken im Oedächtnis festzuhalten: Die vom Jüdischen Frauenbund eingerichtete Rcchtsschutzstelle hat sie während der ganzen Dauer des Bestehens verständnisvoll geleitet; im Kuratorium des Wohltätigkeitsvereins hat sie lange Jahre hindurch lebhaftes Interesse für dessen Wohlfahrtseinrichtungen bekundet und sich vor a. ...im Israelitischen Frauenverein, dem ältesten Zusammenschluß der jüdischen Frauen Leipzigs, mit seinem so vielseitigen charitativen Aufga henkreise, als rühriges Vorstandsmitglied bewährt. Eingeweihte wissen auch um viele in der Stille geübte Wohltaten. Ihre warme Menschlichkeit^ die ihr im Leben viele Freunde erworben hat, sichert ihr auch im Tode ein gesegnetes Andenken. Die Beratungsstunde des Jüdischen Frauenbundes im Hilfsverein findet Mittwochs von '/^-»/«o Uhr statt (nicht, wie bisher von 5—6 Uhr). Nach längerem schweren Leiden ist heute morgen meine herzensgute Schwester, unsere liebe Schwägerin und Tante Frau Hansi Kahn geb. Kaufmann sanft entschlafen. Ihr Leben war erfüllt von Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe. Leipzig Cl, 15 April 1038. Namens Prendelstraße 4. der trauernd Hinterbliebenen Hugo Kaufmann. Ein tragisches Oeschick entriß uns am 10. April unsere geliebte Schwester Else Frietlner im Alter von 35 Jahren Die tief betrübten Oeschwister: Edith nnd Benno Friedner Herta Kngel geb. Friedner TIux Engel Beisetzung: Sonntag 12 V« Uhr, Neuer Israelitischer Friedhof Leipzig N 22 Norderneyer Weg 16 Amtliche Bekanntmachungen Unterrichtsbeginn an der Religionsschule I. Der Religionsunterricht an der Religionsschule I beginnt für sämtliche Schüler und Schülerinnen am Mittwoch, dem 27. April 1038, l(i Uhr, in der Jüdischen Schule, (iustav-Adolf-Straße 7. Die Schüler und Schülerinnen des Fortbildungsuntenichts versammeln sich am 27. April 171 _. Uhr im Gemeindeamt. WaHer-Blümel- Str. II! II. Dort und zur gleichen Stunde melden sich auch Schüler und Schülerinnen höherer Schulen (von Obertertia ah), die an den Fortbildungskursen der Religionsschule I teilnehmen sollen. Leipzig, den 21. April 1038. Der Direktor der Religionsschule I Rabbiner Cohn. Gottesdienste Pessachgottesdienst: Donnerstag, 21. April, Abendgottesdienst 10 Uhr. Freitag, 22. April, Morgengottesdienst 0 Uhr, Thoravorlesung 03/4 Uhr; Abendgottesdienst 7 Uhr. Sonnabend, 23. April, Morgengottesdienst 0 Uhr, Thoravorlesung 0V4 Uhr, Predigt IOVi Uhr, anschließend Seelenfeier; Nachmittagsgebet 10.35Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 20.05 Uhr. F,s wird darauf hingewiesen, daß die Predigten pünktlich beginnen und daß während der Predigten die Zugangstüren zu den Plätzen gesperrt sind. Die Herren, die bei den Vorinittagsgottesdiensten aufgerufen werden wollen, müssen bis 01/, Uhr anwesend sein. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Freitag, 20. 4. 38, Abendgebet 10 Uhr. Sonnabend, 30 4. 38, Morgengebet 0 Uhr, Nachmittagsgebet 10.50 Uhr, anschließend Lehr Vortrag, Abendgebet 20.10 Uhr. Gottesdienst au Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Str. Donnerstag, 7. Tag Pessach, 21.4., Abendgebet 10.15 Uhr. Freitag, 8. Tag Pessach, 22.4., Morgengebet 8.30 Uhr, Abendgebet 10.15 Uhr. Sonnabend, 23. 4., Morgengebet 8.30 Uhr, Predigt und Seelenfeier 10.30 Uhr, Minchoh 17 Uhr, Ausgang 20.05 Uhr. Wochentag: Morgens 7, abends 10 Uhr. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Str. Freitag, 20. 4., Abendgebet 10.15 Uhr. Sonnabend, 30. I., Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh 17 Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erklärung von Herrn Rabb. Dr. Ochs. Ausgang 20.10 Uhr. Wochentags: Morgens 7, abends 10 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Donnerstag, 21. 4., abends 10.15 Uhr. Freitag, 22. 4., 7. Tag Pessach, früh 8.30 Uhr, abends 10.15 Uhr. Sonnabend, 8. Tag, 23. 4., früh 8.30 Uhr, Mincha 17 Uhr, anschließend Mischnajit, Ausgang 20.05 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, anschließend Mischnajit, abends 10.15 Uhr anschließend Ain Jaakow-Erklärung von Herrn Rabb. Dr. Ochs. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 20. 4., abends 10.30 Uhr. Sonnabend früh 8.30 Uhr, Mincha 17 Uhr, anschließend Mischnajit. Ausgang 20.10 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, anschließend Mischnajit. abends 1030 Uhr, anschließend Ain Jaakow von Herrn Rabb. Dr. Ochs.