Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 16 (22.4.1938)
- Date
- 1938-04-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JODISCHES OEM EIN DEBLATT LEIPZ10 22. April 1938 / Nr. 16 Synagoge „Ohel Jakob". Pfaffendorfer Str. 4. Donnentag, 21.1.. Abend«. 19.15 Uhr. I reitag, 7. Ta^r Pessach, 22. 4,. Morgen);. 8.30 Uhr, Minchag. 10.15 Uhr und Abendg. 19.15 Uhr. Sabbat, 8. Tay Pessach, 23. F., Morgeng. S.'jo I hr. Miiicliay. 17 Uhr. Ahendg. 20.0, Uhr. wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 10.30 l'lir. Synagoge ..Ohel Jakob". Pfaffendorfer Str. I. l reitag, 29. 4.. Abendg. 19.30. Sabbat. Vi. 4., Morgeng. 8.30 Uhr, Minchag. 17 Uhr. Abendg. 20.19 Uhr. wochentags: Morgeng. 7, Abendg. 1930 Uhr. Personenstandsnachrichten H a r in i / w I Ii! Sonnabend, den K). April l'HS: Isi Zwick, Sohn des Herrn Jacob Zwick uikI seiner Ehefrau Fanny geb. Blumenkranz, Kö'iig- Johann-Str. 24, in der Ez-Chslm-Synagoge, Otto Schill-Straße. Sonnabend, den 10. April l'ijS: Eduard Pachtmann, Sohn des Herrn Leo Pachtmann und seiner Ehefrau Peppi geb. Frischer, York- >tr. 9, in der Krakauer Schul, Berliner Stralic 10. Aus dem Gemeindeamt. Bibliothekare. Um einen Überblick über die vorhandenen Kräfte zu gewinnen, bittet die .Wittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung in Frankfurt a. M.-(iinnheim, Fuchshohl <>7, die für den Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken oder an Volksbüchereien ausgebildeten Bibliothekare und Bibliothekarinnen um Meldung unter Beifügung eines Lehenslaufes Iiis /um 10. Mai d. Js. I kr Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: Auf Qrund mehrfach durch das Sonderreferat Rkw. Kinkel beanstandeter Einzelfälle geben wir folgendes bekannt: I.Sämtliche jüdische Musikpädagogen müssen sich in ihren Berufsankündigungen des Zusatzes „Mitglied des Reichaverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland" bedienen. Insofern jüdische Musikpädagogen noch nicht Mitglieder sind, sollen sie sich sofort an den Reichsverband der jüd. Kulturbünde in Deutschland, Berlin SV! Stallschreiberstr. 41, zwecks Aufnahme wenden. 2. In letzter Zeit sind wiederhol! Veranstaltungen mit künstlerischen Umrahmungen (z.B. Musik, Theaterspielen, Sprechchor, Rezitation) angekündigt worden. Die Ankündigungen haben zu behördlichen Nachprüfungen gefuhrt und das Ergebnis gezeitigt, dali eine ■ Zum Schulitnfaiig: Scliiilerniiitzen, Küppchcnt Schreibhefte, Fibeln fl.W.Kaufmann, Brühl »4/40, rigen werden an regnerischen Tagen gerne die Bilder und Verse de Buches darstellerisch gestalten und aus eigener kindlicher I hanlasu Variationen an Stoff und Formen ersinnen. Auch der Ausstattung dar als vollkommen gelungen Anerkennung gezollt werden. Jüdischer Schülcrkalcndcr 1938 39. Herausgegeben v. Kurt Schwer« und Stefan Münz. Breslau (Verlag Stefan Mim/) RM. .50. Unsere jüdischen Schiller und Schülerinnen werden mit lebhafter Freude begrüßen, daß sie Gelegenheit haben, den ihnen zu einem ständigen Begleiter gewordenen Schiilcrkalcnder in Zukunft in jüdischer Form benutzen zu können. Der vorliegende, soeben er schlenene Kalender trägt dem im Kalendarium schon dadurch Rechnung, daß liehen dem bürgerlichen Datum das jüdische wenigstens für den Beginn der einzelnen Wochen, für die Neumondstage und dit jüdischen Feiertage mit verzeichnet ist. Die üblichen Vordrucke fül Stundenpläne, Klassenlisten, Lehrerverzeichnisse, Bücher usw. «erden ergänzt durch eine Reihe von Zusammenstellungen, an denen die lugend Interesse hat, u. a. Währungen, Malte und Gewichte, sportliche Höchstleistungen, Kraftfahrzeug-Kennzeichen des In- und Aus landes usw., sowie eine Obersicht über die größten jüdischen Qemeinden Deutschlands und der Welt, die Zahl der Juden in der Welt, eine Zeittafel für jüdische Geschichte, wichtige jüdische Organisationen. Auch einige Rätsel und Denksportaufgaben fehlen nicht. Der gutausgestattete Kalender wird zweifellos schnell eine weite Verbreitung finden. Setta Cohn-Richter: Der Zaubcrfcderhalter. Mit Zeichnungen von Heinz Wallcnberg. Berlin 1938 (Jüd. Buchverl. Berthold Levy). Die versorg.e kleine Esther, die im Diktat eine fünf bekommen hat (17 Fehler!!), während ihre Nachbarin eine eins im Heft sieht, erlebt märchenhafte Abenteuer. Den Federhalter, mit dem sie am 15. Schwat überrascht worden ist, kennzeichnet ein Mäuschen durch fünf eingenagte Kerbe und macht ihn zum Zauberstab. Esther kommt mit seiner Hilfe nach Afrika (dort ist übrigens ihr Bruder); es gelingt ihr, dem Neger Diwi den verlorenen Talismann wieder zu beschaffen, wobei ihr der Affe Jippo Hilfe leistet. Nachdem der Federhalter solches vollbracht hat, wird er Esther •J üdisilier Kulturbund ffi^ÄtoÄj Montag, «Ion £5. April IttSH. ÄO W im Kuiturhundtheatcr — Kur für itcH< <l«-r Operil- U. Cperettenübend Mitwirkende: nila Mail (Sopran), ttnö Saray (Tenor v. d. Kulturbundoper Berlin), am Flügel: tma Klein Anmeldung der künstlerischen Umrahmungen überhaupt nicht stattgefunden hat. i s wird letztmalig darauf hingewiesen, daß sämtliche künstlerischen Umrahmungen von Veranstaltungen aller Art durch den Reichsverband heim Sonderreferat Rkw. Kinkel anmeldepflichtig sind. Die Anmeldung mit genauem Programm muß vier Wochen vor der Veranstaltung heim Reichsverband der Jüd. Kulturbünde, Berlin SW68. Stallschreiberstr, II, erfolgen. Jüdische Filmarbeit in Deutschland. QemäB einem Erlaß des Reichsministen für Volksaufklärung und Propaganda (SJ. 745 5. '1. SS 1) ist die Errichtung eines Instituts für jüdische Filmarbeit genehmigt worden für ..die Herstellung, den Verleih und die Vorführung jüdischer Filme in Deutschland, und /war I. au^wanderungsfördernde. 2. palästinensisch-kulturelle, i. Spielfilme rein jüdischen Charakters mit ausschließlich jüdischen Darstellern." Als ersten Film wird das Jüdische Filminstitut den großen jüdischen Spielfilm „IDL MIT'N IIDL" am 2. Mai im Saal des Jüdischen Kulturbundes Berlin herausbringen. Dieser Film kann mit großer Spannung erwartet werden. Fr lief monatelang mit außerordentlichem Erfolg in New York, Paris, Warschau und London. Bevorstehende Veranstaltungen 25. April: lud. Kulturhund: Opern- und Operettenabend. Mitwirkende: Rita Atlas/ und Emö (iaray, am Flügel: Erna Klein. 27. Apnl: K. A. E. Oesellschaftsabend. 2. Mai: Sportverein „Schild": Endspiele tun die Tischteniiisvercilistneisterschafl im Indanthrenhaus. 5. Mai: Konzert des CoUeghim musicum. Ö. Mai: Sportverein Schild I ußhall/wischeurunde um die Schildmeisterschafl in Thekla. 17. Mai: Gemeindeabend. 19 Mai: lud. Kulturbund: Berliner Theater gssispiel ,,Das Extemporale". Neue Bücher Edith Samuel: Das lustige Regenwetterbuch. Berlin |I<JJ8| (Verlag Joseph Jastrow). Die Auswahl an Bilderbüchern, die wir unseren jütlischt-n Kleimn geben können, ist gering. Oberaus klein aber die Zahl von guten Bildet- Büchern. Um so größer dürfte der Dank der Erzieher an die ausgezeichnete Künstlerin sein, die , das lustige Regem* ettetbuth" geschaffen hat, das zweifellos das Entzücken dir Kiridtr hetvonukn wird. Edith Samuel, deren rtizmde Daisielhig der ,,Viti Kinder" c'tr Higadah wir in unseier Fessachnummer whdtrgtgeben haben, hat in feintm künstlerischen Gefühl mit lieberer Haid Szenen gezeichnet, dudtm kindlichen Spiel aFgelaustht sind oder dt.ch so, wie sie es erdacht hat, aus der Wirklichkeit jüdischer Kindeistubtn stammen tonnten. I nsere 5- 8jähvor weiteren „Ffinf"en bewahren. — \uitter, lest das anziehend und humorvoll erzählte Märchen euren Kleinen vor und zeigt ihnen die netten Bilder, die es veranschaulichen,, oder gebt es ihnen, wenn sie die eisten 1 eseschwicrigkeiten überwunden haben, in die Hand: sie werden hie volle Freude daran haben. G Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Heft 4 1937. Berlin. (Philo G.m.b.H. Jüdischer Buchverlag und Buch vertrieb.) Die jedem geschichtlich interessieren Jtultii ungemein wertvolle Zeitschrift beschließt mit dem vorliegenden 4 Hefte inten 7 Jahrgang. Der umfangreiche, den größeren Teil des Heftes einnehmende Leitatifsatz von Dr. Siegfried Stein befaßt sich mit der Zeitschrift „Sulamith", dit 1806—1848 In Dessau, vorübergehend auch in Kassel, erschien, der ersten jüdischen Zeitschtift in deutscher Sprache. Ihr Herausgeber, David Frankel, gab ihr das Gepräge, und so diente sie der Fortsetzt ng der emanzi patorischen Tendenz der Measst fim auf pädagogischem, politischen, religiösen und wissenschaftlichen Gebiet in veistärkttni Maße, ohne jedocl im allgemeinen die Prinzipien der jüdischen Tradition zu durchbrechen In dem gleichen Heft wird das vorläufige Personenregister zu dem In Bearbeitung befindlichen 2. Fand (1238- 1350 dtr Germania Judaic.i veröffentlicht Uber die Speverer Judenprivilegien von 1084 und 1090 schreibt Dr. Raphael St raus, und Direktor Dr. Felix Lazarus behandel' ..Die Judenbefenlsbaber im Mflnsterland". An Hermann Dickers ,,Ge schichte der Juden in Ulm im Mittelalter" knüpft Oberbiblio thekar i. R. Dr. Moritz Stern ausführliche Bemerkungen. Von den Be s| rechungen neuerer, in das Forschungsgebiet der Zeitschrift fallende! Literatur sei die Rezension des Buches von Mortimer J. Cohen übei Jacob Emden (1697- 1776) heru»gehoben, das den Rahmen einer Bio graphie weit überschreitet Joachim Goldstein, Jüd. Buchverlag, Berlin, sucht ein jüd. Jugendbuch Um dem herrschenden Mangel an wirklich brauchbarer Jugendliteratur abzuhelfen, hat sich der genannte Verlag entschlossen, ein jüdisches Jugendbuch öffentlich auszuschreiben. Es soll für dii jüdische Jugend von 8 bis 12 Jahren geeignet sein. Das Lektorat besteht aus: Dr. Lutz Weltmann, Herbert I riedenthal, Martin Salo DKM i. Fa. K< dem Buchhandlung, Joachim (ioldstein. Das als da beste Manuskript bezeichnete Werk wird von einem jüdischen Künstler illustriert und nach (icnehmigung durch den Sonderbeauftragten des Rekhaministers für Volksaufklärutig und Propaganda, dem Rkw. Hinkel, vom (ioldstein Verlag herausgebracht werden. Manuskripteinsendungen sind bis zum 15. 5. 38 an den genannten Verlag (Anschrift: Berlin-Wilmersdorf, Uhlandstraße 110/11) mit der Bezeichnung „Jugendbuch-Manuskript" zu richten. „Der Morgen", Jahrgang 14, Heft 1. Der neue Jahrgang des „Morgen" beginnt verheißungsvoll mit