Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 5 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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i bruar 192!» GEMEINDEBLATT DF.R ISRAELITISCHF.N RHLIGIONSGEMHINDH ZU LEIPZIG Seite 3 j es Vereins teilnehmen und also auch liier der (iedanke der i neinschaft aller Jugendring-Menschen zur Geltung kommt. / Verstärkung des Jugendringorchesters richtete Max Hojda ej n Gitarrekursus ein, der im Dezember 1928 zu Ende ging , in nächster Zeit einen zweiten Kursus zur Folge haben ,, [. Die Jugendringbünde kennen sich heute bis zum kleinsten p npf herunter, das Ziel der persönlichen Annäherung ist err«;bt Den Willen zur Einigkeit und Einheit bekunden die Bünde / ert des Jüdischen Jugcndrings Leipzig. Milflltdei i dlscher Turn- und Sportverein BarKochba.....^51 iitsch-Jüdische Jugendgemeinschaft........ 79 3, esra-Jugend............... 112 4. H e c h a I u z ................. 16 V ng-Jüdlscher Klub............... 25 , g-Jüdischer Wanderbund............ 79 meraden, DeutschJQdischcr Wanderbund...... 121 g.ZeireMlarachl.............. 5.1 9, dentengruppe des c.V............. 15 zusammen Mitglieder: 851 Leitung des Jüdischen Jugendrings Leipzig: i.uis Oesterreicher, Leipzig N 22, Springerstr. 17. weiter Leiter: Hermann Latte. Leipzig C 1, Fmilicnstr. 36, Leitung der Sozialarbelt: Edith Herzenberg. \ ortragsveranstaltungen: Herbert Alexander. Sportwart: Max Hojda. Irchester: Richard Freymann. Chöre: Richard Freymann und Hirsch Eisig. Das Haus der Jüdischen Jugend Der Jüdische Jugendring brachte in einem Jahre die menschliche Einigung der jüdischen Jugend, er erstrebt im zweiten Jahre die Schaffung des „Hauses der Jüdischen Jugend" als djrcn praktische Grundlage. Wo hausten vor einem Jahre die jüdischen Jugendbünde, als der! che Jugendring Leipzig gegründet wurde? Kadimah, Deutsch- |üi che Jugendgemeinschafl zogen von Wohnung zu Wohnung, hiclleimabende In kahlen Zimmern der städtischen Jugendhelme, wo sie um 10 L'hr abends heraus muBten. Jung-Jüdischer Wanderbund in Mlsrachl drängten sich in unfreundlichen Räumen, C.V.-Studenteni>e und Jung-Jüdischer Klub mieteten Beratungszimmer In Hotels, B Kochba war heimlos. Nur die Kameraden hatten zwei eigene R ne, wovon das Mädchenheini weit draußen In Gohlis lag und er erreichbar war. Die Zionistische Organisation nahm dem des Jüdischen Jugendrings Leipzig heute nach einem Jahr des Bestehens noch stärker als zuvor. Der Jugendring verbreitert seine Basis durch den Eintritt weiterer JugendbUnde und lugendpflegevereine, sucht seine Grundidee auf die gesamte organisierte jüdische Jugend unserer Stadt auszudehnen, um weiterzuschreiten. Der Jugendring erstrebt im zweiten Jahr das Haus der Jüdischen .lugend als Heim für unsere große Gemeinschaft junger Juden, als praktische Grundlage ihrer menschlichen Einheit Jugendring diese notwendigste Tat ab und gründete In der Universitätsstralie das Jüdische Jugendhelm. F.s brachte den am meisten bedrängten Bünden Kadimah, Jung-Jüdischer Wanderbund, Jung-Jüdischer Klub und Bar Kochba endlich eine Helmstätte, bietet mit seinem schonen kleinen Saal Gelegenheit zu Veranstaltungen, die unter eigenem Dach zum ersten Male jetzt einen geschlossenen Charakter zeigen. Das Jüdische Jugendhelm ist aber mir der erste Schritt auf dem Wege zum Heim für die gesamte jüdische Jagend. Die hohen Lasten des Heimes können weder von den <> dort beheimateten Vereinen und Hüiiden, noch von seiner Griinderorganisaiion allein getragen weiden. Miete und Unterhaltung erfordern ungeheure Kosten, den großen Hunden Ist mit einem Raum allein noch nicht genügt, die Mehrzahl aller jüdischen Bünde aber ist noch vollständig heimatlos. Wir brauchen das Haus der Jüdischen Jugend als Heimat für alle. Die große Zahl ihrer Menschen, ihr Betätigungsdrang und ihre Arbeit brauchen Raum und Rahmen. Unter gemeinsamem Dach nur kann der Geist der Gemeinschaft erwachsen, aus dem Zusammenleben entstellen Gefühl der Zusammengehörigkeit, Verständnis für die Lage des anderen, jüdische Tatkraft und jüdischer Geist. Der Jüdische Jugendring als Träger des Gemeinsamkeitsgedanken macht sieh zum Träger dieser Idee, wirbt und strebt für den Hau unseres Hauses. Mit der Feier unseres einjährigen Bestehens am 10. Februar 1°2y beginnen wir die Werbung und Sammlung. Die Jüdische Jugend als spätere Trägerin des jüdischen Gemcinschafstlebens überhaupt ruft dazu auf. durch Bereitstellung der Mittel Das Haus der Jüdischen Jugend aus der Idee zur Tat werden zu lassen. Bar Kochba, Jüdischer Turn- und Sportverein, Deutsch-Jüdische Jugendgemcinschaft. F. s r a - .1 Ii g e n d. H c c h a 1 u /. Jung-Jüdischer Klub. Jungiüdischer Wanderbund. Kameraden. Deutschjßdischer Wanderbund. Zelre M i s r a c Ii i. Studentengruppe des Centrai-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Gemeindesitzung vom 22. Januar 1929 Amtliche Niederschrift 1 »er Vorsitzende eröffnet die Sitzung, indem er die Herrn Moritz 1 y bereits telegraphisch ausgesprochenen Glückwünsche zur erhochzeit namens der Versammlung mündlich aufs herzlichste derheit. Die Niederschrift der öffentlichen Qcmeindesitzung vom 17. De- •l>er l''2!S wird in ihrem zweiten Teil (der erste Teil ist bereits lesen und vollzogen) verlesen, genehmig! und unterzeichnet. Hierauf wird zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. I. Angelegenheit des Rilualbades. Der Vorsitzende berichtet, daß der gesetzestreue Verband zur eiterfflhning der Mikwa um eine Heihilfe gebeten habe: diese sei imgänglich notwendig zur Begleichung rückständiger Verbindlichten, die der Verband bei bestem Willen sousl nicht erfüllen könne. Der Verband habe Herrn Josef Wolf zum Geschäftsführer und rtrauensmann bestellt, der für die Verwendung der Gelder Binnen und für Rechnungslegung sorgen werde. Der Vorstand schlägt i. aulier den etatmäßig bewilligten Mitteln noch eine Heihilfe bis M. 2tMHI.— auf die Zeit bis I. April l"2v und für die fernere Zeit ch monatlich weitere M. 500.- bis zur Errichtung der Gcnicindckwa zu bewilligen. Herr Dr. Qoldschmidt stellt lest, dalJ demnach der gesetzestreue Verband verpflichtet ist. die Mikwa bis zur Eröffnung der Qcmeindemikwa fortzuführen, falls jetzt die außerordentliche Beihilfe von M. 2000. - bewilligt wird. Jede Nachforderung sei ausgeschlossen. Der Vorsitzende bestätigt diese Auffassung, der gesetzestreue Verband sei eingetragener Verein, alle Zahlungen sollen ZU Händen des Herrn Wolf erfolgen, der auch Vertrauensmann der Gemeinde In dieser Angelegenheit sei. Der auf die Sache bezügliche Briefwechsel wird verlesen. Nachdem Herr Dr. Qoldschmidt und Herr Dr. Halberstam über die ausdrückliche Festlegung der beiderseitigen Verpflichtungen gesprochen, wird der Antrag des Vorstandes mit dem von Herrn Dr. Halbers I a m gewünschten Zusatz, daß die genannten Verpflichtungen vom gesetzestreuen Verband ausdrücklich anerkannt werden, gegen 2 Stimmen angenommen. 2. Antrag der Sparkommission auf Einsetzung eines Ausschusses /ur Aufbringung von Beiträgen für die Wohlfahrtspflege. Hierzu berichtet Herr Tumpowsky. Die Sparkommission hatte die Hauptaufgabe, den Steuersatz zu senken. Es ergaben sich weitere zwei Gesichtspunkte: Der schwerste Posten des Etats ist die Wohlfahrtspflege (zirka M\"„ des Qesamtetats), Eine Senkung dieses