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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-01-25 · 4 (25.1.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
4 (25.1.1929)
Date
1929-01-25
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Januar 1929 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig /. Abendveranstaltung Donnerstag, den 31 .Januar d.J., pünktlich 20,30 Uhr im Hotel Häufle Herr Dr. Ernst Jolowicz, Leipzig, spricht über „Erziehung der Eltern" Ein Beitrag zur B r 1 ichungshcraturiR in Anbetracht des alle Kreise interessierenden Themas ist zahlreicher Besuch von Gästen, auch Herren und Jugendlichen, erwünscht. i;.s wird gebeten, beim Eintritt in den Saal einen Beitrag für die sozialen Aufgaben des Jüdischen Frauenbundes, Ortsgruppe Leipzig zu entrichten. lidisehe Interessen entfällt kein Vorstandssitz. Hingegen verhallen iiir die Vereinigung abgegebenen 122 stimmen zuzüglich der eststlmmen der Liberalen auf Grund der /.wischen diesen beiden teien erfolgten Listenverbindung den Liberalen /.um dritten Vor- Nsitz. In den Qemelnderat wurden gewühlt: 7 Liberale, (> Volksparteiler 2 Mitglieder der Volksvereinigung für jüdische Interessen. Die Ich Liberalen eingegangene Listenverbindung der Yolksvereinibrachte auch im Qemelnderat den Liberalen I Sit/, mehr. Insul gehören dem Vorstand und Gemeindcrat III Liberale. S Volksiler und 2 Mitglieder der Volksvereinigung an. Die Liberalen eren einen Vorstandssitz zugunsten der Volkspartei, die neben lohn Levy neu den Kaufmann Samuel Weiger in den Vorstand ndet. Der liberale Max Levl scheidet aus dem Vorstand aus. Unsere Gemeinde Abendveranstaltungen des Jüdischen Frauenbundes, Ortsgruppe Leipzig Hie Nachmittagsveranstaltungen der hiesigen Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes erfreuen sich eines regen Zuspruchs. Es ist jedoch häufig der Wunsch ausgesprochen worden, einen Teil der Vorträge zeitig so einzurichten, daO an ihnen auch berufstätige Frauen, \l. ncr und Jugendliche teilnehmen können. Diesem Wunsche soll durch Veranstaltung einiger Abendvorträge Keimung getragen werden, in denen aktuelle Fragen, die auf das Ii i sse weitester Kreise unserer Gemeinde rechnen dürfen, von sachkundiger Seite behandelt werden. Der erste dieser Vorträge findet Montag. 21 I Uhr, im Hotel Häufle statt. Herr Dr. spricht über ..Erziehung der Eltern", /i ungsberatung. (Siehe auch das Inserat Nummer.) den 31. Januar d. J.. Jolowicz, Leipzig. Ein Beitrag zur Er- In der vorliegenden nung der Reichsarbeitsgemeinschaft der Landesverbände üscher Gemeinden in Leipzig Wie wir bereits meldeten, trat die Arbeitsgemeinschaft der desverbaiide des deutschen Reiches am Sonntag, dem 1.?. Januar, eip/.ig zu einer Tagung zusammen. Die Tagung war von den Verlen PreuBen, Bayern, Sachsen, Baden. Württemberg, dem Deutschelitischen Gemeindebund und von einer Anzahl kleinerer Landestände, sowie von den Genwinden Hamburg und Lübeck besucht, liegt in der Konstruktion der Arbeitsgemeinschaft, daü verbinde Beschlüsse nicht gefallt werden können, dali vielmehr nur auf timmiges Votum hin den angeschlossenen Verbänden Empfehlungen eben werden können. Von der reichen Tagesordnung sind durch positive BeschluBung in diesem Sinne folgende Punkte erledigt worden: Der D. J.G.B, richtet ein neues I" ü r s o r g e c r/. i e Ii u n g s h e i m in W o I z o w ein, zu dein das deutsche Reich neben dem preußischen Landesverband bereits Zuschüsse gewährt hat. Es ist auch den anderen Landesverbänden empfohlen worden. Heiträge liicrzu zu leisten. I las finanziell bedrohte Gesa in t a r c h I v d e r d e u t s c Ii e n Juden soll durch Unterstützungen seitens der Landesverbände erhalten werden. Die vom PreuBISChen Landesverbände einberufene Konferenz über die Bekämpfung der Mischehen zu beschicken, wird auch den übrigen Landesverbänden empfohlen. Hinsichtlich der Erage, ob die in der Entstehung begriffene Zeltschritt fflr die Geschichte der Juden in Deutschland eine Unterstützung seitens aller Verbände erhalten soll, hat sich bei dem Widerspruch einiger Verbände eine Beschlußfassung nicht ermöglichen lassen. Der Widerspruch ist darauf zurückzuführen, dali durch die Beteiligung des Zeniral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens die Unparteilichkeit der Zeitschrift den widersprechenden Verbänden nicht unbedingt gewährleistet erschien. Eben- o konnte ein Antrag auf UnterstQtZungdesProFalasch a- Komltees keine einstimmige Annahme finden. In der Erage der Erhaltung jüdischer Kunstdenk m ä I e r ist eine Verlagiing erfolgt: in der Zwischenzeit soll eine ausführliche Denkschrift des bayrischen Verbandes den Teilnehmern der Arbeitsgemeinschaft zugestellt werden. Über die Eragen der Sonntagsruhe, der Reichssteuergesetze, des Schulwesens, des Schächtschutzes und der neuen Regelung des Relchsstrafgesctzhuches haben ausführliche Besprechungen stattgefunden, die aber zu einer Beschlußfassung nicht geführt haben. Arbeitsgemeinschaft der nationaljüdischen Jugendbünde Leipzigs Im Rahmen der von der Arbeitsgemeinschaft veranstalteten Vorträge für die JugendfQhrer und Alteren-Verbände fand ein hochinteressanter Vortrag statt, der auch gut besucht war. Am 14. Januar sprach Herr Dr. Werner Bloch (BerlinI über das Thema: ..Palästina und die j ü d i s c h e .1 u g e n d". Der Redner zeigte das Land, seine Städte und seine Naturschönheiten so, wie es nur der sehen und schätzen kann, der einen Blick für das Ästhetische und Künstlerische besitzt. Er ging auf die realen Gegebenheiten ein, wie sie nach Überwindung der „Krise" im gegenwärtigen Stadium eines vielversprechenden Aufbaues sich uns darstellen, und zeigte das Leben und die Organisation der jüdischen Jugendbünde Palästinas, Der zweite Teil seiner Ausführungen galt vornehmlich der Erage: Wie soll die jüdische .lugend im Gallith im Hinblick auf Palästina erzogen werden? Der Redner forderte das unbedingte Primat einer zionistischen Erziehung gegenüber einer sozialistischen oder allgemein-jüdischen, und wies daraufhin, dali ein Aufbau des Landes nur möglich sei in einträchtigem Zusammenarbeiten aller Bevölkerungsschichten. Wie dies in Palästina bereits der Eall sei. so müssen auch im Gallith die Jugendbünde versuchen, ihre Erziehung aul dieses allzionistische Ideal einzustellen. Am Sonnabend, den 26. Januar l ernsprecher Nr. 716 61 CT. nlashen Ball in sämtl. Räumen der CT .-Betriebe Fernsprecher Nr. 716 61 Die größte und eleganteste Maskenschau Leipzigs

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