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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-12-29 · 52 (29.12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
52 (29.12.1928)
Date
1928-12-29
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite -» Nummei Jüdische Verbände und Gemeinden Jüdische Arbeiterkolooie in Deutschland. Die Hauptstclle für indische Wanderfürsorge hat den wesentlichsten Teil ihrer Arbeit in den letzten Monaten darauf gerichtet, den Plan der Errichtung einer Arbeiterkolonie der Verwirklichung näherubrlngen. Die Reichsarbeitsgemeinschaft der Landesverbände Jüdischer Qemeindeu hat durch eine Entschließung dein Plan ihre Zustimmung gegeben: „Die Bestrebungen zur Qründung einer Ittdischen Arbeiterkolonie, durch welche die überaus notwendige Wanderfürsorge produktiv gestaltet werden soll, sind zu unterstützen. Die Arbeitsgemeinschaft erklärt sieh mit der Beschäftigung Arbeitsloser, insbesondere auch entlassener Strafgefangener, In einem zu gründenden landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe einverstanden und fordert die Landesverbände zur Förderung dieses Unternehmens auf." Di( In Aussicht genommene Arbeiterkolonie soll auf landwirtschaftlicher, gärtnerischer und gewerblicher Basis errichtet werden. Su soll den wirtschaftlich Entwurzelten ZU einem Rückhalt, den gesellschaftlich Gebrochenen zu neuer Einordnung In die Gesellschaft verhelfen. Wassermann über die angebliche Taufe seines Kindes. In einem Schreiben, welches dem „Israelitischen Wochenblatt fiir die Schweiz" vorliegt, erklärt Jacob Wassermann, die Behauptung, er habe sein unmündiges Kind taufen lassen, sei unzutreffend. Das Gerücht sei dadurch entstanden. daB ein uneheliches Kind von ihm von Staats wegen als christlich In das Standesregister eingetragen worden ist. Das genannte Blatt bemerkt dazu, ursprünglich seien Ihm Gerüchte zugegangen, ein erwachsener Sohn Wassermanns habe sich taufen lassen. Nach den Mitteilungen des Dichters stellen sieh beide \ ersinnen als unrichtig heraus. Für einen Kenessio-Gedaulo-Ponds. \ t»ti der Landesorganisation der Agudas Jisroel in Deutschland wird mitgeteilt: Die Jugendverbände der Agudas Jisroel der im- und Westländer haben mit Zustimmung des Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas lisroel beschlossen, den Kenessio-QedauhvFonds zu schaffen. Sein Zweck: I »er K.ti.K. dient a> der organisatorischen, geistigen, politischen und finanziellen Vorbereitung der K.(i. in allen Ländern (Mitgliederwerbung trollen Stils, innere Erziehung der Ortsgruppen, Stärkung und organisatorischer Ausbau der Landeszentralen, Finanzierung der Ijar-Tagung des großen rabblnischen Rates mit ihren bedeutungsvollen allgemein lüdischen Aufgaben Errichtung des ständigen Sekretariats des rabblnischen Rates); hl der Durchführung des Beginnes der neuen praktischen Unternehmungen der K.fi. auf religiösem, sozialem und kulturellem Qebiel bis zu ihrer dauernden Finanzierung .ms eigenen laufenden Mitteln (ins Auue gefallt: Agudistische Zentralbank, internationale Versicherung gegen Arbeitslosigkeit f ii r Schomre Schabbos, ein System von Lehrerbildungskursen Im Osten, internationale Familien-Matrikel. V olkshochschulen usw.». Eine Ausstellung jüdischer Aufbauarbeit in Berlin. Der „ORT'-Verband der Gesellschaften zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden veranstaltet gegenwärtig eine Wanderausstellung von Schiilerarbeiten der „( lf\T"-Fachschulen, sowie von landwirtschaftlichen Erzeugnissen der vom ..(i!^ I " in Osteuropa betreuten lüdischen Kolonien. Die Ausstellung, die aus Deutschland nach England und den Vereinigten Staaten gebracht werden wird, umfallt sämtliche Gebiete der „ORT"- Arbelt und demonstriert in anschaulicher Weise die während der letzten Jahre aui dem (iebiete des indischen Aufbaues erzielten F.rlolge. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet in Berlin In den Räumen der Berliner Sezession am ix. Dezember statt: Von diesem Tage ah ist die HORT*-AusStellung bis zum 21. Dezember tätlich von 10 Uhr vormittags bis B Uhr nachmittags zu besichtigen. Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet die „ORT'-Oese! [schaff Abt. Deutsehland eine „ORT'-Woche, die der Propaganda der auf die produktive Umgestaltung des lOdlscben Wirtschaftslebens gerichteten Bestrebungen des „ORT'-Verbandcs dienen soll. Ein jüdischer Museumsverein in Berlin. In diesen Tagen fand eine vorbereitende Sitzung fiir die tjründutiK eines Indischen Museumsvereins in Berlin statt, der es sich zur Aufgabe machen will, das allgemeine Interesse für judische Km | und Kultur zu wecken und insbesondere die Kunstsammlung . jüdischen Gemeinde ZU einein Museum auszubauen. Verbandstag des preußischen Landesverbandes am 3. I bruar 192Q. In der sonntägigen SitzuiiK des Großen Rates des PreuBiscl Landesverbandes, über die schon berichtet worden ist, wurde i schlössen, daB der Preußische Landesverband jüdischer Qemelnd sieh bei der neu zu gründenden Zeitschrift für die Geschichte d luden in Deutschland beteilige; für deren Herausgeber sind > Herren Prof. Freimann (Frankfurt a. M.), Rabbiner Dr. Freudentl (Nürnberg) und Prof. Elbogen (Merlin) in Aussicht genommen. Fern i wurde ein bei dem Landesverband bereits bestehender Ausschult h auftragt, die Vorbereitungen für eine Konferenz zu treffen, hei d unter Zuziehung anderer groBer Organisationen über die durch d Überhandnehmen der Mischehen der Erhaltung des ludentui drohenden Gefahren beraten werden soll. In der der Sitzutie. des (irolicn Rates vorangehenden Besprechu der Mitglieder des Filteren Wates wurde die Tagesordnung für d v erbandst a g festgesetzt, der .im x Februar 1929 wiederum dem früheren Herrenhause zu Berlin zusammentreten soll. Fr wl I sich neben dem Etat hauptsächlich mit dem Verfassungseil w u r i i ii r d e n z u b e g r ü n d c t e n R e i c h s > e r b a n d d d e* u t s e h e n J tt d e n zu beschäftigen haben. Unsere Gemeinde Betrifft Bezug des Qemeindeblattes Mit dem I. Dezember ist der Dost eine neue Bezieherlistc Übergeben wurden, in der eine stattliche Zahl von Qemeindi iMitgliedern, die bisher das Qemeindebtatt nicht zugestellt e hielten, aufgeführt worden ist. Wer im Kreise der Bekannt) erfährt, dafl einem GemeindcmitKlied das (ieineindcblatt nid " zugeht, wird höfl. gebeten, zu veranlassen, dali MeldtuiK zi nächst an den Briefträger erfolgt, der feststellen wird, ob dt Nichtempfänger in der Bezieherliste nicht angeführt ist. In di< sein Falle ist Meldung an die Versandstelle des (jcmeindcblatn ZU erstatten: Buchdruckerd August Pries, Briiderstr. 59. Isaac Leiha Eitingon-Stiftung Anläßlich des Jahrzelttages des Herrn Isaac Leiha Eitingon, at 20. 'Lewes d. i. 2. Januar V)2I) werden an diesem Tage aus den Zinsi der Isaac Leiha Eitlngon-StlftUHg, welche vom Hilfsverein Israeli; scher Gewerbetreibender verwaltet wird. 100 Bedürftige In der Volk küche gespeist, Zusammenschluß der nationaljüdischen Jugend Leipzig Die naiionaliüdische Jugend Leipzigs hat sieh zu einer Arbeit Gemeinschaft (deren endgültiger Name noch iixiert wird) ZUSamme geschlossen. Ihren Beitritt erklärten: Jüdischer Turn* und Sportvere Dar Kochba, Jungiüdischer Wanderbund, Jungjüdischer Klub, Kad mah-Bund indischer Pfadfinder und Zionistische Studentengrupp In die Leitung wurden Hirsch Lisie,, Leo Goldbaber und Siegmut Lehrfreund gewählt. Amtl. Bekanntmachungen der Israelitischen Religionsgemeinde, Leipzif Aufsicht zu Pessach. Kolonialwarengeschäfte, die zu Pessach \'>2* nicht unter An sieht des Qemeinderabbinats gestanden haben, aber zu Pessach I1'.' Aufsieht wünschen, werden aufgefordert, sich bis zum 25. Januar 19t beim israelitischen Gemeindeamt zu melden. i>l> und unter welch« Bedingungen die Aufsicht erteilt werden wird, wird den Antra, steilem sehriitlich bekanntgegeben. Nach dem 25. Januar ]')2'> eingehende Anträge werden unter alle l Imständen abgelehnt Leipzig, dem 21. Dezember IV2S. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig.

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