Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 43 (26.10.1928)
- Date
- 1928-10-26
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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3 |h mg von 1°28 stammenden, die Juden in Deutschland betreffenden y erteilen wissenschaftlich zu bearbeiten. Für die Ausschreibung ijj i 'Materialien durch die Statistischen I andesämter haben die i esverbände Jüdischer Gemeinden, die Jüdische Gemeinde Berta und eine Reihe von Einzelgemcinden der Akademie /. T. erhi che Beträge zur Verfügung gestellt, so daß die Durchführung der Aibeitcn im grollen Ganzen gesichert erscheint. r Akademie lose angegliedert ist die Hermann Cohen-Stif- , Sie hat sich die Sonderaul'gabe gestellt, das (icisteswerk (|c i iründcrs der Akademie herauszugeben, soweit das bisher nicht Pl lehen ist, und es so der Allgemeinheit näherzubringen. Als i, von „Hermann Cohens lüdische Schriften" erschienen hier zweibändig „Hermarin Cohens Schriften zur Philosophie und Zcit- Ichte"; und um die Cohenschc Gedankenwelt auch der außerj< hen Judenheit zugänglich zu machen, wird eine hebräische be ausgewählter Teile der „Jüdischen Schriften" vorbereitet, dl ( fördert durch Herrn Chaiffl Eitingon-I eipzig, nun nahezu moll< ndet ist. Die Stiftung ist von der Akademie wirtschaftlich unabhängig und hat ihre eigene Verwaltung. Die Herstellung ihrer Publikationen win1 durch besondere Zuwendungen ermöglicht Der Organisation ihres Systems der Veröffentlichungen hat die Akademie in letzter Zeit besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Sie will nicht nur hochwertige wissenschaftliche Schriften rpoduzieren, sondern sie auch der Gelchrteuwclt leicht zugänglich machen, indem sie sie so wohlfeil als möglich herausbringt. Uni das zu erreichen, hat die Akademie ihr eigenes Verlagsunternehmen geschaffen, ihm den \Vertrieb der früher andernorts erschienenen, nun von ihm übernommenen Publikationen, sowie die Herstellung der kommenden übertragen. Der Akademie«Verlag wahrt dabei die Tradition der bisherigen Veröffentlichungen und ist auf einheitliche, solide und vornehme lußere Form bedacht. Zum Schluß möge die Mitwirkung der Akademie an der Jubiläumsausgabe von „Moses Mendelssohns (iesammcltcx Schriften" erwähnt sein, die sie in Gemeinschaft mit der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums vorbereitet. Schon jetzt sei auf diese hochwichtige Neuerscheinung hingewiesen, die, 15 Binde umfassend, anläßlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages des Philosophen im Akademie-Verlag erscheinen und zum ersten Wale in erschöpfender Weise die Bedeutung seines Geisteswerkes ins I icht setzen wird. Die Subskription wird in den nächsten Wochen eröffnet. js Jlsche Verbände u. Gemeinden Aufruf I D Mg t ei tu Bei ah« verl lieh auf hab uns Bc Lat ■fit Bill Vorstand der Synagogengemeinde Carlsruhe O.-S. erläßt den nden Aufruf: ine nein- Umzäunung um den hiesigen jüdischen Friedhof ist unbedingte Notwendigkeit, die n'cht zu Hingehen ist, wenn wir idigungen von Denkmälern und sonstigen Grabschändungen iden wollen. Der bisherige Zaun igt schon zum Teil vollständig It. Unser bisheriges Vermögen ging durch die Inflation gänz- \erloren und unsere kleine Gemeinde hat gerade genug lasten ch, um unseren Beamten und die Synagoge zu erhalten W ir w i nuns daher an unsere ehemaligen Qemeindemitglieder, sowie an en, die auf dem hiesigen I riedhof ihre Angehörigen ruhen i, und nicht minder an unsere Glaubensgenossen mit der Bitte, durch Geldspenden zu unterstützen und den Betrag an Herrn inharti Tcckus iuerselbst einsenden zu wollen Da wt, in des Sommers die Erneuerung des Zaunes vornehmen lassen -en, so bitten wir freundlichst um baldige Erfüllung unserer Heim des Jüdischen Fratanhundes ichdem das Heim des jüdischen Frauenbünde! in Wyk auf Föhr [( über ein Jahr im Betrieb ist. und einer Reihe von Kindern und liehen jugendlichen zur Kräftigung und Gesundheit verholten Ii i . kann der Indische I laucithund den vielen, die das Wirken dieser Heilstätte mit großem Interesse verfolgen, die erfreuliche Mittelmachen, dall es ihm gelungen ist, ein Nachhargrundstüc\ mit V. "Imhaus zu erwerben. »durch hat sich der Grundbesitz in W yk verdoppelt. Das W'ohnli - kann zum April geräumt werden, es wird das Heim in die i e setzen, eine größere Anzahl von Pfleglingen als es bisher mög- I war, aufzunehmen, vor allem aber mehr Isolierräume hei etwa retenden Krankheitefällen zu schaffen. ■ urch die Vergrößerung des Hdms kann man nicht nur Kinder von 4. Jahr an sondern auch, wie es von ärztlicher Seite gewünscht le, vom 2. Jahre an aufnehmen. >as Heiin. das den Charakter der Heilstätte hat, nimmt bekanntlich gefährdete Kinder und weibliche Jugendliche aller St nide zu in Tagespreis von Mk. 4. - auf, ohne irgendwelche NebenaUtl n für die ärztliche Betreuung, Kurtaxe. Wasche und dergleichen berechnen. Die Kurpcriode dauert 8 Wochen. Die Erfahrungen des vorigen Jahres geben Veranlassung, ganz, besonders auf die sehr guten Heilerfolge im Herbsl und Weiler hinzuweisen. Anmeldungen hierfür sind baldigst zu richten an das Büro des Judischen Frauenbundes, Berlin N 24, Monbij luplatz 10 Reichsminister Dr. Koch über die Friedhofsschändungen Für Donnerstag, den IS. Oktober, abends, hatte der Central- Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens in den Sitzungssaal des ehemaligen PreuBiacn n Herrenhauses zu einer Kundgebung geladen, deren Motto lautete: „Versündigung an der deutschen Kultur, (iegen FriedhofsschInnungen und rohe Gewalt." Der Einladung hatten viele Hunderte jüdische und nicht jüdische Persönlichkeiten Berlins Folge geleistet; Saal und Galerien waren dicht gefüllt. s< i e besondere Bedeutung erhielt der Abend durch das mitten in der Versammlung erfolgte Erscheinen des Reichsjustizminhrten und l ührers der deutsch n Um - kratie, Herrn Dr. Koch-Weser, der sieh im Namen der Reichsregiciiing mit dem Protest identifizierte Der erste Vorsitzende des Central-Vereins, Herr Justbnt Dr. Julius Brodnitz, begrüßte namens des (initial Vereins die V ertreter der Reichs- und der Staatsbehörden, sowie den Präsidenten der Berliner Jüdischen Gemeinde und gab einen Rückblick auf de überhandnehmenden Schändungen jüdischer Friedhöfe, Devastier ngen von Synagogen und rohen Angriffe gegen jüdische Bürger. Es handle sich um eine der fürchterlichste.t psychischen Setich i Seil November 1923 kamen in Deutschland nicht wenige: als 62 Fälle von Schändungjüdischer Friedhöfe vor. Die Täter sind selbst Unglückliche, Verheizte. Puppen in der Hand der Hetzer und Verführer. M ige der heutige Appell an das Gewissen des deutschen Volkes dazu beitragen, daß die vergiftete Atmosphäre gereinigt n irde. Rabbiner Dr. Le vi- Mainz schilderte das Martyrium der Judenschaft im Rheinland, das unter dem Terror eines rohen Hakenkreuzkrtuns steht. Solange die fremde Besatzung im : ande war, hatten sieh diese Elemente feige verkrochen: unter der deutschen Verwaltung aber wagen es die Hitlerleute unter Kundgebung einer Siegfriedge? sinnung'', die rheinische Judenschaft ZU bedrohen, die nachweisbar seit Jahrtausenden auf diese'' Scholle lebt und au allen I asten, Leiden und Freuden des deutschen Volkes bis zu hundert Prozent teilgenontmen hat. Macht nicht die Jugend krank, rief der Keiner aus, die unsere Erlösung sein soll. Gcheimrat Professor Dr. B1 u m en tha I - Berlin sprach von den grollen deutsehen Kulturtateii, wie die Dr. Eckeners, die den Ruhm Central-Theater Betriebe Anton Schneider C.T-Casino das eleganteste Tanz-Cabareit Der große Erfolg! Künstlerische Leitung; Direktor Kurl Kaiser »• •Ttoj^**J$kJ'-{^m*<f*1v&8&!t^ ig^-Sff^»^ir