Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 37 (14.9.1928)
- Date
- 1928-09-14
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Seite 3 GFMF.INDF.BLATT DER ISKAt IITISCHEN RELIOIONSQEMEINDE ZU LEIPZIQ s h i t z, und der Leiter des Misrachl-Erzichungswes - ns, Rabbi Rer man, referierten über religiöse Erziehung. Die Konteren/, folgte diesen Referaten mit größter Aufmerksamkeit. A-.ir Vorschlag von Dr. Barth sollen die Spezialgeräte in den Kommissionen gehalten werden. Abg. Färbst ein leih mit, da.i Rabbi Berlin in der l i.ifnungssitzung bei der Nennung der anwesenden Vertrei r fremder Regierungen vergessen liat, die ebcnia.ls anwesenden diplomatlii Vertreter Ungarns und Italiens zu erwähnen. Die Mitteilung v id mit Beifall aufgenommen. I )cn ganzen Tag über arbeiteten die Kommissionen. In der Erziehungskommission präsidierte der frühere Scjmdeputurte Helmann, die Budgetkommission leitete Rabbi.ler Teitilbaum. 1> Merkas Olami schlagt für das kommende Jahr ein Budget von ,i ml Pfund vor. Die Hatiptposilioncu bilden die Ausgaben für rc- Ii ise Arbeit und das Schulwesen mit insgesamt :>5i)l(l> Pfund. Die K nniission verhandelt mit den einzelnen Landeszcntraicn darüber, d,i i jede Landcszcntrale die Oeckunug eines gewissen Budgetteils übernehmen solle. Die Budgetkommission behandelte auch den Antrag auf Gründung eines speziellen Direktorium-; für den Keren Erez Israel schel llamisrachi nach dem .Wüster des Keren Hajessod. In der Schlußsitzung am 23. August, wurde das Budget angenommen. Die Einnahmen, die die Organisation selbst aufzubringen hat, betragen pro Jahr 2'MOO Pfund. Das Angaben-Budget ist bei Einschluß der von der Zionistischen Executive zu leistenden Zuschüsse insgesamt 65000 IM und hoch. Rabbi Meir Berlin wurde zum Präsidenten der Weltorganisation wiedergewählt. In den Merkas Olami wurden terner gewählt: für Palastina Rabbi FUhman und Daniel Sirkull. für Amerika Rabbiner Teitelbaum. Rabbi Berlin erklärte nach einer begeisternden Ansprache die Weltkonfcrenz für geschlossen. Die jüdische Gemeinde Danzigs gab zu Ehren der Delegierten der Misraclü-Weltkonferen/ ein Bankett, dem die führenden Persönlichkeiten der Judenheit des Freistaates und die Delegierten der Weltkonferen/, sowie der Misrachi-Jugeiuikonlei eii/en beiwohnten. Aus der Jugendbew egung Interterritoriale Tagung der Vertreter der Agudah Jugend in Berlin In Berlin hat eine Tagung von Vertretern der Jugendorganisationen de. Agudas Jisroel in verschiedenen Ländern West- und Osteuropashi onnen. Die Tagung stand im Rahinen der Bestrehungen, einen Weltverband der Agudah-Jugend innerhalb der Weltorganisation Aguda-. Jisroel zu schatten. Vorberatungen einzelner Lindergruppen hatten bereits in iDcutschland, I lolland, England, Polen, Lettland, Litauen BS« stattgefunden. An der Berliner Tagung nahmen u. a. teil: Harry Goodman (England) M. ü. Löwenstein (Schweiz), Ullmann (Deutschld.l, Bondy u. Stern (Oesterreich)! Samson (Dänemark), Goldschmidt |llolland|, Friedm.nui (Antwerpen) Dr. Langleben (Warschau), der Direktor der Schule „Thora weawodah'' in Riga Chodakower, f erner zwei Vertreter aus Krakau, sowie Vertreter anderer LändergrUppen. Die Berliner Konferenz befalSte sich in der Hauptsache mit Fragen der Reorganisation ,bezw. organisatorische Zusammenfassung dei Agudah-Jugend in den verschiedenen Ländern in Ucbcreinstimnuiug mit dem Gcschäftsführendcn Ausschult der Agudas Jisroel. Die Herren Löwenstein und (ioodman erstatteten Bericht übt r ihre Reisen durch Polen, Lettland und Litauen und stellten eine Besserung der Lage der Orthodoxie in diesen Ländern fest Dies kam u. a. zum Ausdruck in dem Ausgang der letzten Gemeinde- Wahlen in diesen Ländern. Ueberall nimmt die Jugend regen Anteil an der Arbeit.! >ie Konferenz setzte eine Kommission ein, die eine Verfassung det zu bildenden interterritorialen Arbeitsgemeinschaft auszuarbeiten hat. I)> ii Kern dieser Arbeitsgemeinschaft wird ein Kulturamt bilden. H rschhorn (Krakau), von dem der Antrag zur Schaffung eines k turamtes ausgeht, schlug ferner vor, dall viermal im Jahre eine 1 i.iturkommissi >n zusammentreten solle, die Literatur-Vorlesungen, « liende und belehrende Vorträge vorbereiten, Tcnach-Interpret> zur Mitarbeit heranziehen, eine Volks-Universität begründen und fi die Ausbildung spezieller Dozenten sorgen solle. Berliner (1 lz) wünschte eine besondere Behandlung jüdischer wissenschaftli r Fragen, (ioodman (London ^.schlug die Schaffung eines 2 ralhlattes vor, das eine gemeinsame Plattform für Ost und West * solle. Es gelte, eine Agudali-l itcratur zu schaffen, die der organisi' ter Agudah-Jugend eine Führung auf allen Gebieten des Lebens * solle. Friedmann schlug eine verbilligte Herausgabe von ji -eben Werken vor. Ullmann beantragte, die Arbeitsgemein- * dt möge sich an die Keren Ilatorah-Zentrale wegen gemeinsamer A eit und Entsendung eines Vertreters wenden. Hirschhorn be * igte Beschaffung eines eisernen Fonds von 25000 Pfund, aus desl Zinsen das Budget der Arbeitsgemeinschaft bestritten werden Soll. Das süddeutsche Jugendtreffen 1928 \in IQ. August fand in Stuttgart das 2. süddeutsche Treffen der jü- * hen Jugendvereine statt. Wie im Vorjahre war eine sehr grolle ' zahl Jugendbündler zusammen gekommen. Der Berthold Auer« 1 l -Verein in Stuttgart hatte mit der Un|ers,tü/ung slmHcher jüdi- * hen Körperschaften Württembergs dieses Treffen vorb reitet. 1 'ei Vormittag war sportlichen Wettkämpfen gewidmet, die auf dem Sportplatz der Stuttgarter Sportfreunde in Degerloch ausge- I :en wurden. Weit über 100 Teilnehmer an den Wettkämpfen aus fidlbronn, Nürnberg, Konstanz, Karlsruhe, Bamberg, Hall Esslingen, Heidelberg, Ulm, Wiesbaden, München, Stuttgart usw. bewiesen ihre sportliche Tüchtigkeit. Rabbiner Dr. Cohn-Stuttgart begrüßte namens des Württembergischen Landesverbandes die auf dem Sportplatz Erschienenen. In der Gesamthcwertung siegte, wie im Vorjahre, der Berthold Auerbach-Verein Stuttgart. Der Nachmittag des Treffens war einer Tagung im Oberen Museum gewidmet, der über 4(10 Teilnehmer beiwohnten. Nach einem Klaviervortrag begrüßte Dr. Walter Einstein die Vertreter der jüdischen Organisationen und die Virtreter des Verbandes im Namen des Berthold Auerbach-Vereins. Der Präsident des Isr. Oberrates, Herr Regierungsrat Dr. Nördlingir, sowie die Vertreter des Vcir- Steheramtes der Stuttgart-! oge, der Z. O. G., des C. V., des Vereins jüdischer Lehrer Württembergs, und des Vereins „Jüdisches Lehrhaus" überbrachten den Jugcndbündlcrn Grüße und Ausdruck der Sympathie ihrer Organisationen. Im Mittelpunkt der Tagung stand das Referat von Herbert Felsen t h a I Düsseldorf, des 2. Vorsitzenden des Jugendverbandes, über „Jüdische Jugend, der Einzelne und die Gesamtheit", Der Redner unterzog die Neutralitätsidee einer feinsinnigen Prüfung. Es gelte, wirkliche Erziehungsarbeit zu leisten, die einmütiges Zusammenstehen aller Kräfte im Verband voraussetze. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referat schloß sich eine kurze Aussprache an. Den Abschluß der Tagung bildete die Preisverteilung an die Sieger aus den Wettkämpfen. Unsere Gemeinde Verkauf von Handarbeiten Der Schwesternbund der Leipzig-Loge gibt schon jetzt bekannt, dall Mitte November in den Räumen der Leipzig-Loge wieder ein Verkauf von Handarbeiten jüdischer Frauen des Mittelstandes stattfindet. Auskunf'ji nd Anmeldungen evtl. auch schriftlich bei Frau Fanny Rosenthal, Auenstr. 10 am Mittwoch, den 10. September von 10,30—12 Uhr (Tel. 23488). 1p4>»** Wehn^Hv RÖTHERtKUNTZE <ä_ Quo/f'/ö/ u 9orm W-.S /^/oj■* /£«. £>«f*4eöor gürt* tig/a. to &*r-mimm. Ai/jwmtfM« <ato/>A/nja »armdm e»