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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-09-14 · 37 (14.9.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
37 (14.9.1928)
Date
1928-09-14
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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4 Leib Jaffe am 18. September in Leipzig Lejb Jaffe, Jcnis.iii.iii, den das Leipziger jüdische Publikum am IS. Js. .\,t>. Gelegenheit haben wird, in einer großen Versammlung kennen zu lernen, ist in der jüdischen Welt, besonders in Osteuropa eine der bekanntesten Persönlichkeiten. Seit seiner frühesten Jugend stand er in den vordersten Reihen im Kampfe um die Erlangung menschlicher und nationaler Kulm' des russischen Judentums und in dei großen Bewegung der jüdischen Wiedergeburt. Zunächst wandte sich |atfe der russischen Literatur zu Und wurde als Dichter bekannt, der über die jüdische Renaissance in Palästina sang. Unter dorn Einflüsse des Zionismus widmete sich aber Jaffe bald rein jüdischem Schaffen. Seine in der Sammlung „Heimatsklangen" zu einem geringen Teile vereinigten Lieder und Qedlchte sind Gemeingut der jüdischen Massen in Osteuropa geworden, Diese Lieder werden von i euten gesungen, die garnicht wissen, wer der Schöpfer gewesen ist. In 1 ejt> Jat'fes Art findet sich eine seltene Mischung von dichterischer Vision und wirklichkeitsnaher Betätigung vereinigt. Wenn man in eine Stadt Polens eder Miauens kommt und die dortigen Juden nach ihren stärksten zionistischen Erlebnissen fragt, so wird einem immer die Antwort zuteil, daß sie Jaffe gehört und gesprochen haben. Lejb Jaffe kommt nach Leipzig als Gesandter des pal äs tili e n s i s C h e n | u d e n 111 in s u u il als Wort f ü hrer der beste n Schichten der OStjüdischen Massen. Wir sind Uberzeugt, dali die hiesige jüdische Bevölkerung Lejb Jaffe mit ejner Sympathie und Achtung empfangen wird, die ihm als einem der treuesten Arbeiter im Dienste dir jüdischen Wiedergeburt gebühren. .Iunf-.ludls hc Club Am Montag, den i. September referierte Herr F.sri--I Carlen«*, über der Orientjuden. Frappierend wirkte die tiefe Kenntnis des orientalischen Lebens, die sich der Redner auf seiner Orientreis«' erworben hatte I r schied /wischen Levantiner und eigentlichen Orientjuden, /wischen Saloniki und Smyrtia auf der einen, Bagdad und Damaskus auf der anderen Seite. Der Jude in Saloniki ist gewohnt, durch BakscMsch die Gegensätze mit der Umgebung auszugleichen und ähnelt -ehr dem uns lu kannten Typ des Qoluljuden. In Smyrna stellen die Juden die Arbeiter- und Handwerkerklasse dar und sina stol/ auf ihre körperlichen Kräfte, aber deshalb, wie der R< Inehrfach belegte, nicht weniger geschäftstüchtig. In Bagdad lebt der Jude n< ih sehr jnittilaltirlich, während der Damaszener Jude trotz vieler Atavismen schon ziemlich emanzipiert ist. Tie kolossalen Oegensitze der Juden in verschiedenen Gebieten befeuchtete' der SINGER Nähmaschinen in altbewährter Göte. Erleichterte pfcrSgS Zahlungss bedingungen SINGER - Nähmaschinen AWiengeseHwhaft In Lelpxig: C 1 I' 'ersslr.ß: 14 (Sirißerhaus * S 3, Südstraöe 26 ■fr W 31 7sr* rcrter«die Straße 24 ■fr N 22 H.llesdie Str.97 * 0 30. Fiserbarrstr.48 Redner durch seine Schilderung der armen jemenitischen, der alten Gebräuchen hängenden, marokkanischen und der ihre ln> beherrschenden rhodesischen Judenheit. Die ausgezeichnete Refc nergabe, verbunden mit glänzender Beherrschung des Stoffes | wannen dem Vortragenden die Sympathie sämtlicher Zuhörer, i ihr großes Interesse an den dargebotenen Stof.e in der f< [genden D iklussion zeigten. — Gedenket zu den Feierlage , des Isp.Kindergartens, Auenstr. 4 » der 46 Kindern tagsüber eine Heims'ätte und Verpflegung i . wahrt, dessen MitM aber so unzureichend sind, daß er d> n Betrieb s .tilieSen muß, wenn nicht größere Spenden gütig r Mens "he! freunde ihm aus der Not helfen. Sperden erbeten auf Postscheckkonto Lep/ig 669'1 oder an : H rYlsenstein R isa Schick Fri da Lieber^; II Leibnizstr II l-erd. Rhodestr. 28 Funkenburgstr. 1 Amiliane Bekanntmachungen der Israelitischen Raligioau^emainde zu Leipzig Barmizwa-Yorbereitung Zur Barmizwa-Vorbercitung werden seitens der Oemeind euneii geltüch besondere Lehrgänge abgehalten. Tür die in der Zeit vom I. April 1910 bis 30. Juni l<Mb geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am 1. Oktober 1928. Nur wer daran teilgenommen hat, wird als Harmizwa in der (iemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 30. September 1928 im Gemeindeamt, Löh - Straße 10, I. Von der Teilnahme können auf Antrag der F.ltcrn solche Knah< i befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat dun Ii einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Leipzig, den 3. September 1028. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzi. Herren-Hüte Das Beste in allen Preislagen Reise-, Sport-, Yadit, Schüler- und Kinder- Mützen Julius Müller, Leipzig, Petersstr.30 und <;"hlK lUlllstff Straße 87 89 In Oohlta a ii4- Wl»rt» . Hmvirt^n unr! Hw»ei?»?Hlrt)l Centrai-Theater Betriebe Anton Schneider C.T-Caslno das eleganteste Tanz-Cabarett Der große Eriilnuflgs-SpielDlan A^-s/W\y^yW\/^^/\/s^^Vv«^ KünMlerische Leitung: Direktor Kurt Kaiser

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