Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-09-07 · 36 (7.9.1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
36 (7.9.1928)
Date
1928-09-07
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4876568-5968788-5969051--2001-4879628
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELKilONSGLMEINDL ZU LEIPZIG Nach Rabbi Berlin sprach Qedalja Bublik, der ausführ.*, Mlsrachi sei nicht eine jüdische Partei, sondern Judentum, nicM Zweig, sondern Baum des Judentums. Rabbiner Oold führt nu>: Dir Traum, dci seit 2001 |ahren geträumt wird, wird verwirklicht werden, trotz der'Hindernisse, die im Wege stehen. Die Bekämpfung und Ueberwindung der letzten Krise in Palästina hat In«iiM'ii, welche Energie im Judentum Palästinas verborgen ist. Aus dieser jüdischen Kraft wird Erlösung kommen. »Die Konferenz wird nun durch den Vertreter des Danziger Völkerbundkommissars begrüßt. Im Saale anwesend sind Vertretet der Dar. ziger Regierung, der diplomatischen Vertretungen Amerikas, Englands, Polens, Deutschlands, Frankreichs, Belgiens, Rumän 1 ens und an der e r L a n d e r. Es folgt die Wahl des Präsidiums. Zu Präsidenten werden gewählt Sejmabg, Farbstein und Gedalja Bublik, zu Vizepräsidenten Her« mann Struck, Dr. Federbusch, Rabbiner Ostrowski, zu Schrift- Führern Marschack, Neufeld und Hornstein. Zu Beginn der /w eiten Sitzung am Montag M »rgen kam es unerwarteterweise /u einer Krise des Präsidiums. Die Delegierten aus Deutschland und die Vertreter der Jugendgruppen forderten vertrauliehe Sitzungen, die Delegierten aus Amerika und Polen und die Rabbiner-Delegierten traten für die Oeffentlichkeit der Sitzungen ein. Farbstein und Bublick erklärten, das Präsiilium niederlegen zu willen, wenn auf der Forderung nach Geheimsitzungen bestanden wird Schließlich wurde die Oeffentlichkeit der Sitzungen beschlossen, wodurch die Krise des Präsidiums beigelegt war. Den Vorsitz Übernimmt Hermann Struck, er verliest eine Einladung dir jüdischen Gemeinde Danzig zu einem Tee-Abend im Schützenhaus. Das Wort ergreift nun Rabbi Miir Herlin zum Bericht des Merkas Olami. Er führt ungefähr aus: Line der wichtigsten Arbeiten des Misrachi ist die Erziehungsarbeit in Palistina, ohne diese Erziehungsarbeit wäre Pali stina in einer unglücklichen Lage. Der Chinuch Hamisralchi unterhält etwa r>3 Schulen mit 230 1 ehrern und mehr als 6000 Schillern und hat ein Budget von über 40000 Pfund. Er unterhält auch ein Lehrerseminar, ein Lehrerinnenseminar und das Realgymnasium Tachkemoni. Wir vermitteln der Jugend nicht nur Wissen, sondern auch Judentum. Misrachi 5( rgt für die religiösen Bedürfnisse in den Städten und in den Kolonien, er sorgt auch für die Anstellung von Rabbinern und Schochtim. Der Hapoel Hamisrachi gewinnl immei mehr Einfluß im lande. Der bei der ersten Misrachi-Konfei enz in Hasel begründete Keren Erez Israel sehet Hamisrachi ist noch immer im erst, i Stadium der Entwicklung, seine Einnahmen kommen größtenteils aus Amerika. Die Konferenz muH die I andesverhände auffordern, mehr Verantwortung für das Palästina-Werk zu übernehmen. Rabbi Herlin erstattet nun den offiziellen Bericht. Von dem Atisgabenbudgel in Höhe von 45.225 Pfund entfallen auf religiöse Zwekke 7.077 Pfund, Erziehungswesen 0.363 Pfd. Bei der Tachkemon Schule 7.12(i Pfd., Immigration 1.454, Arbeit und Kolonisation 5.Iii i Pfd. An 1 innahmen stehen dem gegenüber: Keren Erez Israel 25.%8 Pfd., zionistische Exekutive 13.606 Pfd., verschiedene Spei den 6.071 Pfund Dir Institutionen der Misrachi-Bank und der „Olim Bonim" entwickeln sich sehr gut. Die Kolonisationsarbeit des Hapoel Hamisrachi leidet an dem Mangel an Geldmitteln, das gleiche gilt von der Arbeit des Misrachi Hazair bei dem Aufbau der Gartenstädte, Die Landeszentralen müssen ihre Pflicht tun. Die Hauptaussprache wird von Rabbi Ostrowski (Palästina) eingeleitet. Er bemängelt es, da fjdas Weltbüro des Misrachi weder zum Kongreß noch zum Aktions-Comitee mit einem fertigen Programm gekommen ist. Das Auftreten Farbsteins gegen cD Agency-Erweiterung hat in Palästina einen schlechten Eindruck gemacht. I ler Redner fordert den Misrachi auf, nicht auf die Zuschüsse seitens der zionistischen Organisation zu verzichten. — Di Federbusch (Galizien) wünscht eine intensivere Behandlung der zentralen Probleme des religiösen Judentums. Der Merkas OUmi unterstütze nicht genügend die Arbeit des Hapoel Hamisrachi und des Hechaluz Hamisrachi und sorgt nicht genug für die Organisierung der Schuljugend Im Misrachi-Rahmen. 'Die dritte Sitzung beginnt am Montag nachmittag I Uhr unlei dem Vorsitz von Bublick. Die I lauptaussprache wird fortgesetzt. Schapiro (Palästjia) schildert die schwere läge des Hapoel Hamisrachi, der nicht genügende Stüt/e findet. Brod (Polen) kri tisiert den Merkas Olami, der ZU wenig für die Bewegung in der Diaspora tut; es sei Schuld der Zentrale, wenn die Landesverbände so wenig für Palästina leisten. Bublick (Amerika) kritisiert den polnischen Misrachi. der sich zuviel mit I andespolitik befallt. Bub 'alästina einige Zeit geweilt hat. gib! ein Bild Lande und weist auf Fehler hin, die beseitigt lik, der soeben in von der Arbeit im werden müssen. Schluß folgt. Mn~.r»r»w5 Gomairtde Notslandshilfe Die Verteilung von Lebensmitteln zu den bevorstehenden Festen findet am Dienstag, den 11 September nachm. 2—5 Uhr in der Wohnung des Herrn Tager, Löhrstr. 13 statt. Ein Klischewa Abend Am 17. September wird hier ein niusikalsch-litcrarischcr Elischewa-Abend stattfinden. (Näheres wird in der nächsten Nummer bekannt gegeben.) Ueber Elischewa schreibt M. Newiasky unter dem Titel: Ruth von der Wolga U. A.: Hilter den ganz wenigen Dichterinnen, welche die hebräische Literatur zählt, nimmt Elischewa eine besondere Stelle ein. Sie ist in die hebräische I iteratur erst vor wenigen Jahren eingetreten, nachdem sie ungefähr 10 Jahre russisch geschrieben hat. Ihre Ueber- Setzungen aus Bialik, Schneour, Schimenowitz, sowie ihre originellen Zionslieder in der russischen Sprache, die von einer wehmütigen Sehnsucht und grenzenlosen Liebe durchdrungen sind, erschienen in vielen Zeitschriften uund Almanachen, auch in zwei Bindchen (..Minuten" und „Geheime Lieder", Verlag Hazidah Moskau 1920) die die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Unbekannt lenkten Noch nicht gut die hebräische Sprache beherrschend, begann Elir -\ Leopold Lyssow Steckner-Pa sace, Tel. 29183 Spezial-Uesdiätt fcins'er in- und ausländischer Schokoladen Hamann - Rumpelmayer Lindt und Kohler Ko n f e kte J ^&#sfc2fcfc- ▼!*W- > Centrai-Theater ■Betriebe Anton Schneider C.T-Caslno das eleganteste Tanz-Cabarett Der gpofle Erotfnungs-Spielplan AWWV^WVSA^rV^rV^g Kün< tierische Leitung; Direktor Kurt Kaiser *.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.