Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 33 (17.8.1928)
- Date
- 1928-08-17
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 3 OEMRNDEU.ATT DER WHAhLITlSCHEN KELlOfONSOEMEINDE, LEIPZIO Die beiden Parteien sind vorbehaltlich späterer Aenderungen seitens er beiderseitigen Leitungen zu dem folgenden Uebereinkommen elangt: Unter absoluter gegenseitiger Achtung der Richtlinien •der Qesellschafi in Sachen der Religion und des Zionismus wird eine Föderation geschaffen, die möglichst all egroBen Organiitionen der |üdisehen Jugend umfassen soll. Die Ziele dieser Föderation sind: 1. Die Kräfte der jüdischen Jugend sollen als moralischer Faktor in der Menschheit zur Qeltung gebracht werden. ■ Die zusammengeschlossenen (icscllschatten werden ihre Erfahingen insbesondere im Hinblick auf die Organisations-Probleme austauschen, 3. Durch Austausch von Rednern und durch andere ge« nete .Wittel soll die jüdische Jugend in den verschiedenen I ändern ier die Lage der Juden in der ganzen Welt auf dem Laufenden halten werden. Die Vertreter der verbundenen Gesellschaften v erden für Ende l'J'js eine möglichst zahlreich besuchte Zusammenkunft der Führer der verschiedenen Verbände der jüdischen Jugend vorbereiten. Die Einladungen zu dieser Zusammenkunft werden vom Weltverbande und dem deutschen Verbände gemeinsam v sandt werden. Die Mitteilungen PalHeres über das vorläufige Abkommen mit (lein deutschen Verbände machten lichtlich Eindruck auf die Delegierten. J. Schrämek wünschte, dali ein gleiches Abkommen mit dem Jugendverbande „Brith lianoar" und mit den groben amerikanischen Jugendverbinden geschlossen werde. Nach eingeliender Diskussion über das Programm des Weltvcrbandes wurden die von Dr. Pacifici verfassten Leitsitze gebilligt. In diesen Leitsätzen werden als Ziele des Weltverbarides die „Zusammenfassung und Erziehung der jüdischen Jugend aui der Basis der Einheit des Judentums und der Renaissance des jüdischen Volke-, deren Krönung in der Wiederaufrichtung Palästina bestellt", eben. In einer besonderen Klausel wird den Mitgliedern des Weltverbandes, wo sie mit den Leitsitzen nicht buchstäblich übereinstimmen, Gewissensfreiheit zuerkannt. Das in der letzten Sitzung gewählte neue Zentralkomitee setzt sieh aus folgenden Personen zusammen: Präsident ist Anne P.dliere; 1 i Mitglieder sind: M. Adolph, A. Bakouche, Ambe Bauer, Joe Goldenberg, N. Halpern, Krinsky, Jacques Matalon, Charles Neh.iina, Mine. Yvonne Netter, Mllc. Maxa NordaU, Schwöb, S. Stdnberg, Rabbiner Stourdzc, Alfred Valensi, I Iii!, I Zlatopolsky. F< i gehören dem Zentralkomitee an: David Ydlin und Holnstein (Palästina), Dr. Alp. Pacifici (Italien), Rabbiner Arthur Weill (I I), ferner Jean Schrameck (Straßburg), M. Oelber l[Canadaj, M Kagan (Casablanca), Dr. A. Pariente, M. Piha (Alexandrien). i'i isident Palliere hielt eine Schlußansprache, die in einem Treuegelöbnis an das Judentum ausklang. Dieses Gelöbnis wiederholte et in hebräischer Sprache. Die Versammlung horte die Erklirung end an und rief zum Schlüsse, die Hände erhoben: „naasse wenischmal". I herauf wurde „Hatikwah" gesungen. Neue Jugendarbeit Am Li. August fand in Düsseldorl die 2. Hauptvorstandssii'ung des „Verbandes der jüdischen Jugend vereine Deutschlands" diesem Semester statt. Die Tagung war aus allen Teilen des eich es gut besucht. Aus dem Situstionsbericht, den der I. Vorsitnde, Rabbiner Dr. Hahn, Essen erstattete, ist zu entnehmen, lieh die Dresdner Jugendtagung, die in allen jüdischen Lagern iien starken Widerhall gefunden Int. im Verband im Sinne eines ' Hielten Verbandsbewußtseins und einer gesteigerten Arbeitsfrei!« ■ i ii auswirkt. Spiegelbild dieses Tatbestandes sind die letzten Ausgaben des „Jugendbun d", der weitverbreiteten Zeitschrift des Verbandes. Die Beziehungen Hl den Übrigen jüdischen Organisationen gestalten sich, der Bedeutung des Verbandes entsprechend, immer intensiver. Besonders freudig wurde die Nachriehl begrüßt, dab es Dr. Jakob, Saarbrücken auf dem jüdischen Wcltjugcudkoiigreß in Sträßburg gelungen ist, die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit des xVirbandes mit der Union Universelle de la Jeunesse Jtdve zu schaffen. In der sieh an das Referat anschließenden Diskussion wurden in eingehender Weis, die ideologischen Grundlagen der Bunde» arbeit überprüft Ls herrschte Finsiimmigkcil darüber, daß eine Formulierung geschaffen werden müsse, die in der Sprache unserer Zeit sagt, was der Verband positiv unter dem Schlagwort ,,Neutralität" versteht. Die der Versammlung vorliegenden Thesen von Dr, Max Wiener, Berlin sollen die Grundlage dieser Hingehend in Angrifl zu nehmenden Erörterung bilden An das Finanz- und Organisationsreferat von Fritz Schwan« schild, Wiesbaden schloß sich eine ausgiebige Aussprache über die im Winter zu lösenden Aufgaben an. I s w urde beschlossen, in den, Mittelpunkt der kommenden Arbeit: „Die soziale und seelische Not der heutigen Jugend" zu stellen. Daneben sollen die in Dresden aufgestellten Forderungen hinsichtlich der Mitwirkung der Jugend an der in der Gemeinde zu leistenden Arbeit der Verwirklichung näher geführt werden. •Jüdische Verbände u. Gemeinden Die gemeinnützige jüwsdie HhevcrmittlungsstcUc Zur Förderung de» Planes einer gemeinnützigen jüdischen EneVermittlungsstelle hat sich bildet: ein ( omite* aus folgenden Mitgliedern ge¬ Frau a M.; Bäsch, meinde Dr. M Adler, Verztin, Köln; Wolfgang Auerbach. Frankfurt Moritz Bayer, Kultusvorstand, Aschbach bei Hamberg; Heimo Magdeburg; Just.-Rat Dr. Blau, Vorsitzender der jud. Gc- , Frankfurt a. M.; Landrabbiner Dr. Blum, Finden; Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach a. M.; Dr. Ehrenreich, Arzt, Köln-Ehren« fehl; Rabbiner Dr. Haiperson, Breslau; Prof. Dr. Hanauer, Frankfurt a. M.; I liiz Hirsch, Ladenburg a. N.; Frau Hauptlehrer Kaufmann, Oelsenkirchen. M. Markreich, Vorsitzender der jüd. Gemeinde, Bremen; San.-Rat Dr. Ries, Stuttgart; Dr. Franz Rosen zweig, Frankfurt a. Main Frau Edith Rosenzweig, Frankfurt a. M.; Stadt- und Konferenzrabbiner Dr. Unna, Mannheim. Die Mitglieder des ( emites sind bereit. Anmeldungen zur Mitgliedschaft entgegen rU;S»enmen. Als Mindestjahres bei trag ist M 5.— vorgesehen. Bereits sind eine Anzahl Anmeldungen eingegangen. Ihn weitere Anmeldungen auch von Korporationen wird dringend gebeten, damit der Verein baldigst gegründet werden und -eine Tätigkeit entfalten kann. Wie groß das Bedürfnis nach einer derartigen gemeinnützigen Ein-" richtung ist, ergibt sich daraus, daß schon jetzt auf die Ankündigung einer beabsichtigten Oründung hin bereits zahlreiche Zuschriften jüdischer Minner Und Mädchen erfolgt sind, die bereit sind, sie in Anspruch zu nehmen. i jiBm mws*$m) ^mmn** V ' 1 1 Ü "IP Cenlrai-TrVatt:' q 1 «Betriebe §I M 1 i\n\on Schneider CT-Caslno das cleK'ntesic Tanz-Cabarelt Das sensationelle Programm n it Sam Woodlngp und seinem Chocolate Kiddies Orchestra Kün.'tierische Leitung: Direktor Kurl Kaiser