Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 33 (17.8.1928)
- Date
- 1928-08-17
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Säte 4 Unsere Gemeinde Personnlnuchricht Qoldene Hochzeit Wir erfahren) d&B am 20. August Herr Samuel N.uli-I mit seiner I betrau die seltene Feier der goldenen Hochzeit begehen wird. Herr Nadel, der seit einiger Zeit in Lübeck (Uhlanstr. 5) wohnt, hat Iiier in Leipzig lange Jahre hindurch dem Vorstand des Talmud-Thora-Vereins angehört, längere Zeit auch \ irsitzender an seiner Spitze gestanden und bei seinem w"egeuge von Leipzig einen grofien Kreis von Freunden zurückgelassen. Auch jetzt noch bewahr! er treue Anhänglichkeit an Leipzig. Wir wünschen dem Jubilar, auch an dieser Stelle, noch eine lange Reihe glücklicher gesegneter Jahre. Kindcrgottcsriieiiät an den hohen Festtagen An den diesjährigen holten i'esttagen soll ein besonderer Kinder* gottesdienst stattfinden. Es ist wohl eine der dringlichsten Aufgaben unserer (lemcindc, in unseren Kindern Liebe und Verständnis für unseren Gottesdienst zu erwecken, damit ihnen der Besuch der Synagoge /u einer vertrauten lieben (icwohnheit werde. Besondere Anziehungskraft übt der Gottesdienst an den hohen Festtagen aus. Darum hat die Gemeinde schon seit Jahren der. Schülern und Schülerinnen unentgeltlichen Zutritt /um Zweiggottesdienst im Städt. Kaufliause gegeben. Die Erfahrungen früherer Jahre haben aber gezeigt, dali die Kinder an diesem Oottesdienste nicht mit genügender Aufmerksamkeit teilgenommen haben. Die Ursache hierfür erblicken wir darin, daß 1. dieser Oottesdienst für die Kinder zu lange dauert; 2. die Kinder dem Gebete nicht folgen können, weil es ihnen nicht hinreichend geläufig ist, und 3. die Predigten dem kindlichen Verständnis nicht angepaßt sein können. Für den Kindergottesdienst sind deshalb folgende (irundlagen mal! gebend: 1. Er soll nur etwa I'/, Stunde dauern, es wird ihm ein gekürztes Oebetbuch zugrunde gelegt, welches von der Breslauer Gemeinde herausgegeben worden i>t und dort seit Jahren unter großem Beifall eingeführt ist; jedem Kind, das an dem Gottesdienst teilnimmt, wird das Gebetbuch für die Gottesdienste u n e n t g e 1111 i C h überlassen. 2. Die Kinder sollen dem Gebete folgen können; schon jetzt sollen im Religionsunterricht insbesondere die Gebete für die hohen Festtage gelesen und erklärt werden. 3. Die Predigten nehmen ausschließlich auf das feindliche Verständnis Rücksicht. Der Kindergottesdienst wird im Feurichsaal am ersten Vorabend Rosch haschonoh, an den beiden Tagen Rosch haschonoh vormittags, am ( ol nidre-Abend, Jörn kippur-Vormittag und Jörn kippur- Neila unter Harmoniumbegleitung und mit Chor abgehalten. Die Eintrittskarten werden unentgeltlich für Kinder von 7-14 (15) Jahren ausgegeben. Um den Kindern auch Gelegenheit zu geben, noch eine gewisse Zeit gemeinsam mit den Eltern am Gottesdienst teilzunehmen und mit ihnen gemeinsam nach I lause zu gehen, sollen die Kind gotte.sdienste dementsprechend rechtzeitig beendet sein. Schüler und Schülerinnen der Religionsschulei I erhalten die Kart i durch die Religionslehrer. Karten können auch ilutch das Gemeinde.! i (Löhrstr. 10) bestellt werden; baldige Anmeldung ist sehr erwünscl Neue Bücher Zeda kah, Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege. Nach längerem Zwischenraum ist wiederum eine Nummer «I r Zeda kah, Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege, erschien. Das umfangreiche Heft (51 S.) gibt eine Ucberschau üb t das letzte Jahrzehnt und die gegenwärtige Lage j diseber Wohlfahrtspflege in Deutschland. Iis enthält folgende Aufsätze: Die Zcntralwohlfalirtsstelle der deutschen Jud u Rückblick •Gegenwartsbericht-Ausblick. Von Dr. Friedrich Ollendorff. Der Orden Bne Brill. Jüdische Wohlfahrtspflege in Ui I nach dem Kriege 1014-28. Von Dr. Alfred Gold Schmidt. — Di« soziale Arbeit des Jüdischen Frauenbundes im letzten Jahrzehi t Von Hannah Karminski. — Ein Jahrzehnt der Wohlfahrt pflege des Deutsch-Israelitischen Qemeindebundcs, Von Dr. Wilhelm Neumann. — Aus der Tätigkeit des Hilfsvereins dir deutschen Juden in den letzten Hl Jahren. Von Dr. Mark Wischnitz er. — Jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise. Von S. Adler-Rudel. — Durch die ausführlichen Darstellungen erhalten wir ein anschauliches Bild von dem Werden und Wesen der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland, von der Zusammenfassung aller Kräfte zur Bewältigung der mannigfaltigen und grollen entstandenen Aufgaben und von den Leistungen der einzelnen Organisationen auf allen (iebicten der sozialen Fürsorge. Ein Nachruf für die am 14. Mai d.J. verstorbene Frau Henriette May, Mitbegründerin und stellvertretende Geschäftsführerin dir Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden von Frau S. Wronskv sowie ein Nachruf von Dr. Wi Schnitzer für Herrn Dr. Paul Nathan, bringen von neuem zum Bewußtsein, welche Verlust - die jüdische Wohlfahrtspflege in der letzten Zeit erlitten hat. Schließlich ist in dem Heft der Zedakah noch ein, durch den E<- laß des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlichtskrankheiten besonders bedeutungsvoller Aufsatz von Rabbiner Dr. Esch elbachei - Düsseldorf über „Jüdische Weltanschauung und Verhütung der Oeschlechtskrankheiten" enthalten. Die Zedakah ist bei der Geschäftsstelle der Zentralwoh: fahrtsstclle der deutschen Juden, Bcr I i n-Charlott cnburg , Kant str. 158. II, v,um Preise von Mk. 1.50 für das Heft zu beziehet' Sonci so- O et e 11 s c h a f t. Die Soncino-Gesellschait der Freunde des jüdischen Buches e. V . Berlin C 2, Kaiser-Wilhelm-Str. 12, versandte soeben Nr. 3 ihr« Nachrichtcnblattes. Das Heft enthält: einen Tätigkeitsbericht übt die Arbeit der Gesellschaft im vergangenen Jahre, ein Verzeicl nis der Mitglieder, die Statuten sowie eine Zusammenstellung d< von der Gesellschaft bisher veröffentlichten Publikationen. C. HANISCH HOFLIEFERANT mma^^^^^^m GEGR. 1836 GRIMMRISC.HE STR. 29 - HRUPTBBHMHOF BLUMEN FÜR RLLE GELEGENHEITEN JETZT R U C IPETERSSTR, 44