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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-07-06 · 27 (6.7.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
27 (6.7.1928)
Date
1928-07-06
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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GEMEINDE 1LATT DER SRAELITBCHCM 1WJQIONSGEMEIHDE, LEIPZIG Seite 3 h) Die Internationale Frauenliga (ür Frieden und Freiheit hat die Aufmerksamkeit der Rcichsmitüsterien der Justiz mim! des luner« und des deutschen Reichstags auf die fortgesetztes Scnandungea judischer Friedhöfe gelenkt und AbwchrMalinahratn rorgesc iilagca. Das sächsische Ministerium Für Volk In di.ug hat des Y«rl>a:wl /mm Bericht aufgefordert; es ist mitgeteilt worden, tiall Mir in PImmb — im Jahre 1925 — ein sehr ernster Fall einer solchen Schändung des Friedhofs vorgekommen ist. i) Bei der Einweihung des neuen Friedhofs der Verbandsgemeinde Leipzig am 6. Mai ll)'2S war der Sächsische Israelitisch* Gemeindeverband durch das Mitglied seines Vorstandes des Herrn Rabbiner Professor Dr. Winter vertreten. k) Von einem Schriftwechsel mit der Verbandsgemeinde Chemnitz, Mitteilungen der Behörden au die Israelitischen Religion*- gemeinden über den Zuzug von Israeliten betreffend, nimmt der VerbandsaUSSChufl Kenntnis. Der Vorsitzende teilt da/u mit, dar) auf eine Eingabe der Israelitischen Religionsgenreinde zu Dresden der Präsident des I andeslinau/anits zu Dresden die Finanzämter angewiesen hat, der Israelitischen Reügiönsgemeinde iu Dresden auf Qrund der über das Religionsbekenntnis geforderten Angaben in den I laushaltungslisten alljährttch Name, Stand und Wohnung der steuerpflichtigen Israeliten in Listenform mitzuteilen, I) Line Eingabe der Arbeitsgemeinschaft /ur Bekämpfung der Tuberkulose in I raukfurl a. M. um Unterstützung ihres Liebet- Werkes iu der Form, dall der Vereinigung Milglieder zugeführt werden, soll den Verbandsgemeinden in Abschrift mitgeteilt werden. m) Von dem Dankschreiben des Verbandes jüdischer Jugendvereine Deutschlands in Düsseldorf au ih n Verbatr.lsv irsitzemlen für die Unterstützung bei den Vorarbeiten und der Durchführung der Reichsdelegiertentagung Pfingsten 1928 in Dresden nimmt der Ausschuß Kenntnis. n) Es sind eingegangen und liegen aus: Der 25.. Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, die Mitteilungen des Verbandes der (iesellschaften zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden „Oif. o) Fndlich trägt der Vorsitzende den wesentlichsten Inhalt einer Eingabe der Jüdischen Volkspartei Chemnitz vom 7. Juni ll>'28 vor, die am U. Juni in seine Hände gelangt ist. Es handelt sieb darum, dem orthodoxen Schachter und Mohel für das Jahr 1928 einen (iehaltszusehull Ton 584 M. zu gewahren. Die Jüdische Vo'kspartei beantragt, diesen Betrag aus Verbandsmitteln zu bewilligen, lieber den Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen, da es sich nicht um eine gemeinsame Einrichtung S 2 Ziffer 5 der Satzung handelt. Mit der Erklärung des Vorsitzenden, dali die eingegangenen Subventionsgesuche usw. besonders zusammengestellt worden sind und bei Punkt 1 der Tagesordnung, ..Festsetzung des Maushaltplans lür das Jahr 1028", zur Vorlage kommen sollen, wird dieser Gegenstand verlassen. 'J. Kassenbericht für das Jahr l'J2S. Die Rechnung des Jahres 1927, und zwar die Abrechnung des Sächsischen Israelitischem Qemdndeverbandes und die Abrechnung der Landeswohl fahrt »stell« hei diesem Verbände schließt ab in Einnahme mit ..........15040,46 M in Ausgabe mit ..........14921,03 M also mit einein Bestand von...... 119,43 M Die Einnahmen enthalten einen Posten von 1000 M „Verbandsgemeinde Dresden Vorschuß aul den Beitrag für das Jahr 1928". Der Qesamtetäl i>< also tatsächlich um;-$(>.57 M (überschritten w< rden. Herr (iorg Mecklenburg, Chemnitz, nimmt eine Prüfung der Rechnung und der Belege vor. Auf seinen Antrag wird die Rechnung später unter Nachbewilligung der Ueberschreitung richtiggesprochen und dem Verstände Entlastung erteilt Tür den Separatfonds zur Errichtung eines sächsischen Versorghauses bestimmt sind Einnahmen und Ausgaben nicht zu verzeichnen. Für dicsm Separatfonds wird die soziale Wohlfahrtsrente aut eirund einer Reichsanleiheablosungsschuld von 5<t M, bewilligt werden. Die Hohe der sozialen W mliahrtsrentc steht bekanntlich noch nicht fest. Jahresversammlung cS&r Sachs. Israelitischen Lehret - Vereinigung am 17. Juni E928 in Leipzig Zur diesjährigen Jahresversammlung, d e in den R iumeii d.r Leipzig-Loge abgehalten wurde, w.iren 16 Mtgliid.r der S I. L erschienen. Auf der Tagung waren vertreten: die s ichs'sche Rabb'ncrvereinigung durch Herrn Rabb'ner Cohn-Leipzig, die Isr. Reügi nsgemdnde Leipzig durch Herrn Neumann, die Isr. Religionsgemeinde Plamn durch Her n RA Dr. Ooldberg, die Le'prig-Loge durch Herrn RA Dr. Löwenheim, dir Jüdische 1 rauenb nd durch Frau Rabbiner Cohn und I ran Anna Neumann. Herr Uabbner Dr. Ooldmaun erschien etwrs >p ter ir Versammlung, währerd Herr Dr. Carlebach, d.r am Erscheinen verhindert war, die \ crlammlung telegraphisch begrüßte Ebenso hatte der Vorsitzende des Vereins Isr. Leb er Mitteideutschiands, Kollege S t ei n ha r d t - Magdeburg aus seinem Kuraufenthalt Kissingen warmherzige briefliche OrülSe übersandt. Nach I röf n.ing dt r Vers im nlung du eh d. n Vorsitzenden, Prediger hleimann-Plaue , und ihn Willkommensgrüßen der Oiste wurde mit herzlichem Bedauern von der 1 rkrankung des Seniors der S.I.L., Herrn Lihrer Graf-Leipzig Kenntnis genommen und ihm beste QeneSUngSWÜnsche übermittelt. Stehend gedachte die Versammlung des plötzlichen llinschcidcns des ausgezeichneten Führers der Bayrischen 1 ehrers haft S mon Dingfeld er-München, mit dem die Lehrerschaft und das Judentum überhaupt eine hervorragende Persönlichkeit verloren hat. Aus dem Inhalt reichen und Interessanten Jahresbericht des Vorsitzenden sei folgendes hervorgehoben: Der Vorsitzende hit als Delegierter an der Tagung des R e i c h s V er b a ndes J ü d. L e h - Deutschlands in München um Weihnachten 1927 und entwirft ein anschauliches lebendiges Bild von dem glänzender: Verlauf dieser hoehbcdeutsaim n Tagung, von der an dieser Stelle bereits früher berichtet worden ist Aus der engeren Arbeit der S. 1. L. sind besonders die Vorarbeiten zur Schaffung einer V erbandspensionskasse für die jüdischen Oemeindebeamten Sachsens zu erwähnen. Die Schaffung e'ner solchen scheiterte zunächst an dem Widerstände der sächsischen Großgemeinden. Aber im Laufe der Verhandlungen kam man in Berührung mit der Landespensionskasse sächsischer (iemeinden. Dresden. Die Gemeinde Plauen, die sich überhaupt in al'en Fragen der Hebung des Lehrerstandes und der Fürsorge für seine Angehörige stets durch rervereine teilgenommen besonderes Verständnis ausgezeichnet, Tolgte auch her den Anregungen des Vorsitzenden di r S. I. L. und vers cherte ihre 3 Beamten bei der erwähnten Kommunalkasse. Hierbei wurd einerseits] die volle Anrechnung alicr Dienstjahre. Kricgsjahrc Hoppelt, anderseits mäßige BeitragsleUtung erreicht und d.r Berichterstatter konnte unter ■.lebhaftem Beifall der Versammlung darauf hinweisen, daß Plauen mit dieser Regelung seiner Beamten Versorgung an der Spitze der deutschen Gemeinden stehe. Der Beifall galt v. escntl cH Vorsitzenden der Gcmiind Plauen. Herrn RA Dr. Goldberg, der an dem erzielten Erfolge den persönlichsten Ante 1 hat. Den Klein* gemeinden in Sachsen und der Höheren Israel. Schule zu Le pzg kann der Beilritt zur I andespension kasse dringend empfohlen werden. — Für die Bewilligung ein s J a h resZUsch ussc s deg Sächsischen Israelitischen O cm c I n d e v er ha ndes an die S. I L. dankt der Vorsitzende in seinem weiteren Bericht und te It mit, daß der S. auf Anregung von Dr. Goldmann-Leipzig eine Kommission eingesetzt habe, die Vorarbeiten z;ir Aufstellung eines Landeslchrplans für dm jüdischen Religionsunterricht leisten soll. Die Kommission bestelr aus einem Ocmeiiideralsmiitgliedc, einem Rabbiner und einem Lehrer der LR. (i. Dresden. - Zwei Anträge der S.I.L. waren im Berichtsjahr d.-m Sächsischen Oeme'ildeverband zugegangen: 1. Zwei besonders verdienten Lehrerveteranen Sachsens, deren Pensionierung herannahe, eine angemessene Pension zu bewilligen. •BHM-«aMPiMmirni Bestellungen für feine unter Tel. 20214 oder im Laden Augustusplatz erbeten. inti.: Ernst Fischer früher langjähriger Pächter der Konditorei .Fürst Reichskanzler"

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