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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-06-22 · 25 (22.6.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
25 (22.6.1928)
Date
1928-06-22
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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QEMF.1NDE BLATT DER ISRAELITISCHEN REUOIONSQEMEINDE, LEIPZIQ Seilt 4 Debatte wird festgestellt, daß an das Vermächtnis keinerlei Bedingung geknüpft war. Zu Punkt Richtigsprechung des Rechnungsberichtes nach § 10 der Satzungen, Die Herren Revisoren, Herr J. Lustig und Herr I. Qarfunkel, sind nicht anwesend, haben dafür schriftlich bestätigt, daß sie das Rechnungswerk geprüft und richtig befunden haben. Die Versammlung erteilt Entlastung), 3. Wahl des Oesamt vor stand es nach g 7 der Satzungen. A lt Vorschlag des Herrn IV. Halberstam wird durch Zuruf der alt.' bewährte geschäftsfülirende Vorstand wiedergewählt: Geichäftsführender Ausschuß für 1028, 1029, 1930: Herr Solms Rosenstock als l Vorsitzenden, Herr Siegm. Qottlieb als 2. Vorsitzenden, Herr Eugen Maas als Schatzmeister, Herr Martin Marcus als stellvertret'. Schatzmeister, Herr Emil Plaut als Schriftführer, Herr Carl Ooldschmidt als stellvertretender Schriftführer. Die übrigen langjährigen Vorstandsmitglieder werden vorgelesen und durch Zuruf wieder gewählt. Zugewählt werden: Frau Emma Kaufmann, Trau Sophie I larmelin, Frau Trude Kaufmann, Fräulein Rose Neumann, welch letztere schon seit längerer Zeit dem Wirtschaftsausschuß, der alle 14 Tage zusammentritt, angehörte. Herr Maas berichtet von Spenden und Stiftungen und hebt besonders hervor, daß Herr Martin Marcus sich durch eine besonders eifrige Sammeltätigkeit sehr ausgezeichnet hat. Ohne dessen Tätigkeit wäre das Hilfswerk Dürrenberg garnicht möglich (gewesen. Schließlich wird dem Vorstand überlassen, wegen Veröffentlichung das Weitere zu bestimmen. Herr 0ottlieb bittet dringend alle Vorstands- und Kuratoriums- Mitglieder, dafür zu sorgen und zu werben, daß der Wohltätigkeitsanstalt in der Nordstraße 15 viel mehr Mittel zufließen mögen, damit sie ihren vermehrten Aufgaben nach jeder Richtung hin gerecht werden könne. Ha'.btajjsferienkolonie des Jüdischen Frauenbundes Ortsgruppe Leipzig Alle Kinder, die an den Ferienspielen im Lunapark teilnehmen wollen, werden gebeten, sich am Sonntag, 24. Juni vorm. 11 Uhr pünktl. in der Nordstr. 15 (Wohltätigkeitsanstalt) zu melden. Spätere Meldungen können nicht berücksichtigt werden. Pfingstlager der „Kameraden" 192« Die Ortsgruppe Leipzig der „Kameraden" veranstaltete in diesem Jahre ein Pfingstlsget bei Schmannewitz bei Dahlen, das sich durch grillleren auswärtigen Besuch auszeichnete. Außer den ungefähr 60 Leipzigern und den einzelnen auswärtigen „Kameraden" waren ca. SO Berliner und 30 Plauen er in Gruppen erschienen, zu denen sich am I'fingstsonntag noch die von uns eingeladene Ortsgrupfll Leipzig der „Deutsch-Jüdischen Jugendgemeinschaft" gesellte, so da#, ca. 200 junge Menschen während der Pfingstfeiertage in regem Treiben das Lager belebten. Durch das herrliche Wetter begünstigt, wurde das Lager in jeder Beziehung ein voller Erfolg, und jeder der anwesenden Campbewohner wird wohl das Lager um ein schönes Jugenderlehnis bereichert und mit dem Gefühle der Zugehörigkeit JX. Die neun Sonsuti-m! 2 1 O A R 0 <*ZFM% zu dem jüdischen Freundeskreis, den die „Kameraden" bilden, verbissen haben. Durch regelmäßiges Sporttraining, das von einem hierzu besonders engagierten Mitglied des Institutes für Leibesübungen überwacht wurde, durch praktische Pfadfinder-Arbeit im Lager und durch Kurse und jüdische Arbeitsgemeinschaften wurde das Lager zu einer Schule des praktischen Lebens, zu einer Bildung aber auch Erholung an Körper und Geist für die jungen Menschen, die es bevölkert. Erlebnis wurden jedem die Stunden, die uns allabendlich um das Feuer vereinten, wo wir unter der flatternden Fahne Lieder sangen und ernste und heitere Vorträge hörten. Die Führerschaft, durch die Anwesenheit lies Bundesleiters geehrt, verständigte sich in wesentlichen Aussprachen über vielerlei Dinge, vor allem über die jüdischen Fragen, die uns junge Menschen bewegen. Bei einer derselben gaben uns sogar Eltern die Ehre ihrer Anwesenheit. Wie schon erwähnt, hatten wir die Freude, die Ortsgruppe Leipzig der „Deutsch-Jüdischen Jugendgemeinschaft" während des P ingstlagers begrüßen zu dürfen. In zwanglosem Beisammensein und in sportlichem Wettstreite lernten sich die Mädels und Jungens beider Bünde kennen und sich gegenseitig schätzen. Viele Eltern besuchten unser Lager und wir sind ihnen deshalb zu Dank verpflichtet. Wir glauben, daß sie alle das Bewußtsein aus dein Lager mitgenommen haben, daß unser Leben nicht nur ein schönes, sondern auch eines emstvoUen Strebens ist, und daß es ihnen bei uns gefallen hat. Hans Fein. Neue ttücher Bluth, Karl Theodor: Leopold Jessner. Berlin (Oesterheld) 1028. Ziege, Felix: Leopold Jessner und das Zeit-Theater. Berlin (Eigenbrödler-Verlag 1028). Aus Anlaß des 50. Geburtstages des Generalintendanten des Berliner Schauspielhauses, Professor Leopold Jessner, sind zwei Bücher erschienen: Eine eingehende Studie aus der Feder eines jüngeren Theaterschriftstellers, Karl Theodor Bluth, der eingehend die Leistungen des Jubilars betrachtet. Fr will sein Theater als „reines Theater" ausdeuten, d. h. eines Theaters, das den Hauptwert auf die Dichtung und die Innenwelt legt, im Gegensatz, zum naturalistischen Theater, das empirischen Charakter trägt und nur die vorgefundene Wirklichkeit wiederspiegelt. In diesem Zusammenhang behandelt Bluth auch die vielgerühmte Jessner'sche „Treppe", die für seine Raumgliederung von großer Bedeutung ist. Auch auf die bedeutendsten Inszenierungen des Berliner Theatermanns geht Bluth liebevoll ein; dies sind in der Hauptsache die Aufsehen erregenden Aufführungen von „Teil", „Hamlet" und;;Florian Geyer". Daß bei allen diesen äußerlich scheinenden Regieleistungen Jessners die richtige Bühnenaussprache, das Dichterwort nicht vernachlässigt wurde — ein Umstand, auf den Jessner im Unterschied von vielen anderen ««eiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiaiiitiiiiiiiiiiti.iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiif ■■liiiiiiiiiinttB»» Der Bubikopf Dauerwellen Wasserbällen Haarfärben durch Spezialisten Richard Lorenz, Brühl 4 ««EnniiitiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiitiiiiiitiiiiiiiiiininiitiitiitfiiiiitiittiiiiiuiiiitMiiittiiiiaiiiiiiiiiiuuiiiifisB»- Herren'Hüte Das Beste in allen Preislagen Reise-, Sport-, Yacht-, Schüler- und.Kinder- Mützen JuliUS Müller, Leipzig, Petersstr.30 und Gohlis, Halllschs Straße 87-80 In Gohlis auch Wäsche, Cravatten und Herrenartikel

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