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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-06-22 · 25 (22.6.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
25 (22.6.1928)
Date
1928-06-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Seite 5 oder den meisten Bühnenleitern der Neuzeit den Mauptwert legt — wird von Bluth ausdrücklich betont, und es geht aus dem Buche genugsam hervor, daß nach seiner Meinung Leopold Jessner clor vollkommenste Interpret seiner Autoren ist. Eine gute Uebersicht der Inszenierungen des Leiters des Berliner staatlichen Schauspielhauses beschließt das kleine Büchlein, das für uns Juden schon allein deshalb von großem Interesse sein dürfte, weil es einem der unseren — und wahrhalt einem Grollen In Israel — gewidmet ist. Das Büchlein von Ziege geht von einem etwas anderen Gesichtspunkt aus; es betrachtet mehr das zeitgebundene Wirken des Intendanten. Der Neuerer Jessner kommt hier deutlicher zum Vorschein, der ai1 die Stelle der Illusion, die vor ihm auf der deutschen Bühne die Alleinherrschaft besaß, die Idee gesetzt hat. Er strebt in seinen Inszenierungen vom Naturalistischen weg zu einer Verwirklichung des Begriffs. In diesem Sinne sind seine Aufführungen revolutionär, d. h. sich loslösend von dem Früheren. Jessner erweist sich somit als der Vorlaufer Piscators, dessen Schaffen auch nur aus seiner Zeit verstanden werden kann. Dies Kraftvolle und beinahe Herbe feiner Kunst lassen auch die Bühnenbilder Jessners verspüren, von denen uns einige in guten Reproduktionen vorgeführt werden. Daß wir Juden einen solchen Mann unser eigen nennen können, darauf können wir stolz sein. Dr. E. Bl. gen je ein Drittel des Gesamtbetrages der Qemeindeanbtge für das Vorjahr. Die endgültige Veranlagung wird nach Festsetzung des Steuersatzes im Herbst d. J. erfolgen. In dun Veranlagungsbescheid wird der Gesamtbetrag der zu entrichtenden Gemeindeanlage bekanntgegeben, die geleisteten Abschlagszahlungen werden in Anrechnung gebracht; der Restbetrag ist alsdann am 2. Januar 1029 zu entrichten. Die Steuerpflichtigen werden ersucht, den dritten Teil ihrer Gemdndeanlage von 1027 in einer abgerundeten Summe als erste Abschlagszahlung auf die (icnieindeanlage für 1928 spätestens bis zum 15. Juli d. J. ZU entrichten. Die Gemeindekasse, Löhrstr. 10, I, ist werktäglich geöffnet von 9—1 Uhr. Die Gemeinde hat Postscheckkonto 5(»3 i J Leipzig. Den Oemeindemitgliedern wird auf Wunsch über die Höhe ihrer Oemeindeanlage für 1027 Auskunft erteilt in unserer Steuerabteilung, Löhrstraße K) III. Obergeschoß, die werktäglich von 8 - l Uhr geöffnet ist. Leipzig, den 10. Juni 1028. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Habimah. Hebräisches Theater. Zweiunddreißig Bilder. Mit einer Einführung von Bernhard Diebold. Berlin-Wilmersdorf 1928 (Verl. Heinr. Keller). Unter den stets wechselnden Eindrücken unserer Tage bleibt oft von einem starken, inneren Erleben nur der Gedanke an die innere Bewegtheit haften. Alle äußeren Wahrnehmungen, die in Wort, Klang, Bild auf uns wirken, verlieren sich ins Schattenhafte. Darum brauchen wir Menschen Erinnerungsbrücken, die von uns zu dein einmal Erlebten geistige Rückwärtswege schlagen. Line solche Erinnerungsbrücke, die vor unserem geistigen Auge, die große Darstellungskunst der Habimah wieder neu erstehen läßt, hat der Verlag Heinr. Keller, Berlin-Wilmersdorf mit seinem an* 32 Bildern bestehenden Baude „Habimah" geschaffen. In der richtigen Erkenntnis, daß für die vielen die hebräische Sprache nicht Beherrschenden, die Habimah im wesentlichen ein visueller Eindruck war, ist hier bildhaft, die mimische Ausdrucksfähigkeit des Einzelnen festgehalten. Künstlerische Photographien des Ateliers Heß in Frankfurt a. M. geben die einzelnen Darsteller in den markantesten Momenten ihrer Rollen wieder. Wir sehen z. B. aus dem Dybuk die mystische Gestalt des Meschullach, die Lea in ihrer Verzückung, die Grüblerphysiognomien der lernenden Juden, die beschauliche Amme, die herzzerreißenden Bettlertypen. In der gleichen Art sind die Gestalten aus dem „ewigen Juden" „Golem", „Jaacohs Traum" wiedergegeben. Szenenbilder xsind nur vereinzelt dargestellt, wohl aus der Erwägung, daß das stärkste Kunstmittel der Habimah die Gebärdensprache des Einzelnen war. Den Bildern geht eine kurze Einführung von Bernhard Diebold voraus, in der die eigenartige Darstellungskunst der Habimah, sowie die von ihr interpretierten Stücke erläutert werden. E. C—n. Amtflohe Bekanntmachungen dar Israelitischen RsllglouBgemsinde su Laipsig Gemeindeanlage 1928 Als Fälligkeitstage der Oemeindeanlage für 1028 sind der 1. Juli 1928, der 1. Oktober 1028 und der 2. Januar 1020 festgesetzt. Da von den Finanzämtern die Unterlagen zur Errechnung des Steuersatzes erst später eingehen, werden für die beiden erstgenannten Fälligkeitstage Abschlagszahlungen erhoben. Diese betra- PH1I Telephon Nr. 55333 53067 reinigt und fa^iM schnell und preiswert Teppich», Poptl»G*^n Herrenu. Damengard. Nächste Filiale SalzgSBchsn 6, Tel 14 424 Südharz, 642 m hoch Sanatorium Dr. Noack, höchste]. Heilanstalt Norddeutsch! für A^mungs-, Drüsen ,Bluterkranki>., Erwachs, u. Kinder - Glänz. Lage, maß Preise. Neuzeitl. eingerlcht. %un s4e>TB Qemelndeaml Die Erleichterungs-Bül für Einwanderer vom Repräsentantenhaus angenommen ( Mewyork, 24.. Mai Die von Jcnkins eingebrachte Bill betreffend die Erleichterung der Einwanderung für Familienangehörige amerikanischer Einwohner wurde von dem Repräsentantenhaus des Kongresses der Vereinigten Staaten mit einer grollen Mehrheit angenommen. Der Senat wiid in den nächsten Tagen ebenfalls über die Bill abstimmen. Laut Bcstimmuugne der Bill dürfen Ehegatten amerikanischer Bürger, sowie deren Kinder unter 21 Jahren auller der Quote in das Land kommen. Ehegatten amerikanischer Einwanderer, die Bürgerschaftsanwärter sind, sowie deren Kinder unter 2! Jahren werden bis zu 5U Proz. auf "der Quotenliste berücksichtigt, zu den anderen 50 Proz. werden die Eltern amerikanischer Bürger und ausgebildete Landwirte bevorzugt. Insoweit diese letzten* 50 Proz. mein erschöpft sind, wird den Frauen und Kindern fremder Einwanderer der Vorzug auf der Quotenliste gegeben. Weitere Auskünfte erteilen die hiesigen Vertretungen des Nordd. Lloyd und der Hamburg-Amerika-Linie. Hotel Emanuel BahntiofstraSe I Sr. Ehrw. Herrn — . ,. , . Ribb.or.o4H. Sanrtu. Zi<nmer rnit fnesseidcm Marburg, l InIfen und warmen Wasser Tnterlakcn Die Perle der Schweiz Hotel dslapaix Einzig jüdisch. 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