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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-04-20 · 16 (20.4.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
16 (20.4.1928)
Date
1928-04-20
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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OEMFINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGION8GFMFINPE, IEIPZIO Sri* 4 beiden Antrüge Merkin nach Beratung in der Vorstandssitzung heim Qemeindevorstand zu vertreten. Herr Markendorf dankt zum Schltili den Anwesenden für ihr Erscheinen und bittet nochmals, den Bestrebungen der Chewra Kadischa größtes Interesse entgegenzubringen, i Schluß der Sitzum; gegen 10 Uhr. Leipzig, den 10. Februar 1128. Hanna Pollak Personalnachricht 75. Geburtstag. Am Sonnabend, den 28. April, begeht Fraulein Hedwig Rothgießer Pfaffendorfer Straße 17, ihren 75. Geburtstag. Fräulein R, hat lange Jahre im Chore der Gemeindesynagoge mitgewirkt, zur Zeil Jadassohn's im „Psalterion" und auch später; als der Chor zur ständigen Einrichtung geworden war. Wir sprechen Fräulein R. auch an dieser Stelle herzlichste Glückwünsche aus. Neue üücher Jüdisches Jahrbuch für Groü-Berlin 1928. Ein Wegweiser durch die jüdischen Einrichtungen und Organisationen Berlins. Herausgegeben von Dr. Jacob Jacobson, Leiter des Oesamt« ■rchivi der deutschen Juden. Mit Beiträgen von Dr. Bertha Badt-Strauß, Redakteur Leo Kre Didier, Dr. Georg Lubinski, Rechtsanwalt Heinrich Stern. Chefredakteur Bruno Woyda. Berlin (Verlag Fritz Scherbel und Teilh.) Dieser Wegweiser durch die mannigfachen Formen, die sich das judische Leben eines beträchtlichen Teiles der in Deutschland lebenden Juden im Rahmen der Berliner Groß gemeinde geschaffen hat, verdient die Beachtung aller am jüdischen Leben Interessierten Eine übersichtliche Zusammenstellung der Gesaintorganisationen und deren Berliner Ortsgruppen, Vereine für Kultus, Kulturelle Vereine, Propalästinensische Vereine. Wohlfahrtsvereine, Frauenvereir" Vereine für < lemeindearbeit, Berufsorganisationen, I leimatvereine, Jugendvereine, Studentenvereine, Sport- und Turnvereine enthält Informationen über ihren Sitz und Geschäftsstelle, /weck Einrichtungen und Vorstand. Liu weiterer Teil unterrichtet über die vielgestaltigen Organe der Gemeindeverwaltung, Kultus, Friedhofswesen, Bildungswesen (Religionsschulen und Profanschulen), das weitverzweigte Wohlfahrtswesen mit den zahlreichen Einrichtungen der geschlossenen und der halboffenen Fürsorge. Alles in allem: ein ungewöhnlich reichhaltiges, für jede jüdische Gemeinde anregendes Bild. Ueber den rein informatorischen Wert hebt der literarische Teil das Buch hinaus, in dein — abweichend von der vorjährigen ersten Ausgabe — prominente Vertreter der verschiedensten Richtungen und Arbeitsgebiete zu aktuellen jüdischen Fragen das Wort nehmen. Stehen naturgemäß im besonderen die Probleme des Berliner Judentums und der Berliner Jüdischen Gemeinde im Mittelpunkte der Abhandlungen, so gehen sie doch, bei dem selbstverständlichen Einflüsse, den die grollte Gemeinde in Deutschland auf alle anderen üben muß, auch uns an. Sei es, daß l.eo K rein dl er über die Vor gänge in der Berliner Jüdischen Gemeinde im Jahre l'J27 berichtet, oder daß R.-A. Dr. Köllen seh er „Oedanken zur Erneuerung der Gemeindesatzung" entwickelt, oder R.-A. Heinrich Stern sich KiftTirMi />/>• /tritn Sansntiunf H KfKJU. wm z i g a r tm/r T E „Zur Reform der preußischen Judengesetzgebung" äußert: es werden zahlreiche Fragen erörtert, zu denen allerorten Stellung gesucht werden muß. Nicht minder wertvolle Anregungen und Aufschlüsse vermitteln dir Aufsätze, in denen über „Jüdische Schwer- und Schwerstarbeiter in Berlin", über „die jüdische Jugendbewegung" und „die jüdische Presse" gesprochen wird. Und wenn der bekannte Sammler jüdischer Altertümer Sally Kirsehstein auf die Notwendigkeit hinweist, alle jüdische Kulturgüter vor dem Untergange zu bewahren, und die feinsinnige Literaturkennerin Bertha Badt- Strauß einen Ueberblick über „Judenprobleme in der zeitgenössischen Literatur" gibt, so dürfen auch sie weitreichende Beachtung beanspruchen. So darf wohl mit gutem Rechte gesagt werden, daß dieser einzigartige Führer, der außerdem eine Reihe guter Abbildungen enthält, ein Quell reichster Anregungen ist. Weiteste Verbreitung kann ihnv gewünscht werden. — m. Chaluzheft des „Jungen Juden" Das soeben erschienene dritte Heft der Zeitschrift „Der junge Jude" (Berlin) ist dem zehnjährigen Jubiläum der Weltorganisation Hechaluz und dem 50. Geburtstag von Martin Buber gewidmet. Das Heft, das in jeder Beziehung vorzüglich genannt werden kann, enthält die wundervolle Rede, die Bialik bei der Chaluz Feier in Tel-Awiw gehalten hat. Es ist sehr zu begrüßen, daß diese Rede, die hebräisch in der Chaluz-Sondernuminer des „Dwar" erschienen ist, nun auch in der guten Uebersetzung von Max Mayer einem deutschen Leserkreis benannt wird. Dem ( haluz-Juhiläum sind ferner eine Anzahl von Stücken gewidmet, die aus dem hebräischen Sammelbuch Messilah übersetzt wurden. Die Messilah wurde von einer Arbeiterorganisation vor einigen Jahren herausgegeben und enthält Aufsätze und Berichte aus dem Leben des arbeitenden Palästina seit den ersten Anfängen. Es ist ein wirkliches Verdienst der Zeitschrift „Der junge Jude", daß sie die Dokumente in deutscher Sprache zugänglich macht, denn sie wirken stärker und unmittelbarer als theoretische oder politische Auseinandersetzungen. Der Geburtstag Martin Bubers wird zunächst durch den Abdruck seines Aufsatzes „Die Eroberung Palästinas" gefeiert, sodann durch zwei Beiträge, die jeder in seiner Art wichtig sind. Chaim Hof mann bejaht Bubers wegweisende Wirksamkeit bei der Rückkehr einer Wir offerieren an Wiederverkäufer (Versändler) Tri kotagen u d Bettwäsche Meterware etc. und ü'-erhaupt, was für Wäscheversändler in Frage kommt zu Engropreisen und günstigen Conditioren. Trihotaaen-und Texlil-fies. m b. H. Leipzig C 1 - Reichsstr. I

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