Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 2 (13.1.1928)
- Date
- 1928-01-13
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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GEMFINDE3LATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSOEMEINDE, LEIPZIG Seit* 3 der modernen Musik. Die in der Gegenwart aufsprossende jüdische Musik wird mit Sternberg als einer starken Hoffnung rechnen dürfen." Es gibt natürlich viel mehr starke Befähigungen unter den bewußt jüdischen Komponisten und ausübenden Künstlern, als in diesem Kon- , zert - zu Worte kommen können. Um auc h das Können dieser Andern — i Schaffenden wie Ausübenden — zur Geltung zu bringen, sollen weitere; Konzertabende folgen, wenn der Besuch dieser ersten Veranstaltung I hinreichendes Interesse beweist. Erfreulich und für die Oeffentlich- , keit nicht zu unterschätzen wäre es, wenn sich auch unter den f.cip- | ziger Juden der Wille zur Förderung kultureller Werte regen würde. JUdlsche Verbände u. Gemeinden Tagungen Hauptversammlung: des Centraivereins deutscher Staatsbü gcr jüdischen Glaubens Der Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen (ilaubcns hält am II., 12. und 13. Februar lü'28 zu Berlin im (Sitzungssaal des Reichs- Wirtschaftsrates, Bellevuestr. 15 seine latzungsgemäße Hauptversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Verhandlungstag. Sonnabend, den 11. Februar, 18,30 Uhr: I.Qechäftsbericht. '2. Finanzbericht. 3. Oeneralaussprache. 2. Vernandlungstag. Sonntag, den 12. Februar, 10,50 Uhr: Kundgebung für Abgeordnete und Gäste: Lebensfragen des deutschen Judentums. 4. Entlastung des Vorstandes und Wahl der Revisoren. 5. Satzungsänderung, ö Neuwahl des Vorlandes. 7. Fortsetzung der Oeneralaussprache; 3. V'erhandlungs'tag. Montag, den 13.Februar, 10Uhr:8.Abwehr oder Gesinnungsverein? (). Aussprache. 10. Wirtsch&ftsprobleme des deutschen Judentums. II. Aussprache. 20,15 Uhr 12. Vortrag: Jüdische Altertümer auf deutscher Erde, (mit Lichtbildern) Kahbiner-Verhand in Deutschland Der Rabbiner-Verband in Deutschland wird am 29. und 30. Mai in Berlin seine satzungsgeraäße Hauptversammlung abhalten. Die Sitzung soll in ihrem nichtgeschiftlichen Teil unter dem einheitlichen Gesichtspunkt „Die Forderung des Judentums für die Gestaltung des öffentlichen Lebens" stehen. Ein Referat über den Sabbat Ii gedanken wird diesen Teil der Tagung einleiten; es sind dann lerner \orgesehen Referate über „W i rt schal" ts-Ethik", ,;Boden reform" und „Bevölkerungspolitik". Für die Wahl des die Tagung bhherrschenden Themas war der Oedanke maßgebend, daß das religiöse Judentum nicht darauf verzichten darf, eine Ordnung des gesamten Lehens anzustrenen, und nicht darauf verzichten darf, seine Stimme zu erheben und in dein Chaos unserer Tage von seiner Idee aus Gestaltung zu versuchen. Führer du di die jüdische Wohlfahr spflegc Der neue Führer durch die jüdische Wohlfahrtspflege, der einen UeberbUck über sämtliche Anstalten wie Krankenhäuser, Altersheime, Waisenhäuser, Kindergärten, Kinderhorte usw., leruer JugendpUcge- Inrichtungen, Wohlfahrtsvereine und Organisationen in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands geben soll, wird jetzt in Druck gegeben. Leider fehlen noch immer von einer ganzen Anzahl von Wohlfahrtseinrichtungen die not« endigen Angaben (ausgefüllte Fragebogen, Satzungen, Berichte usw.) Da es im größten Interesse der jüdischen OeffentlichkeH liegt, daß der Führer vollständig und mit den neuesten Angaben erscheint, bittet die Zentral« ohllahi tssteüe der deutschen Juden Berlin N 24, Oranienburger Str. ö<) dringend um umgehende Uebei Sendung oder Ergänzung des Materials. Lcitsät/c dis Ccr.lralrals der Agudas Jisro.l über Jugendorganisation Der Centrairat der Agudas Jisroel hat während seiner Berliner Tagung die folgenden Leitsätze, betreffend die Jugendorganisation angenommen: la) In jedem Lande ist — vorbehaltlich der Zustimmung des Rabbinischen Landesrates eine Jugendorganisation zu errichten, die die einzelnen Jugendgruppen zusammenfaßt, neue gründet und ihre Tätigkeit regelt b) Aufgabe der Jugendorganisationen ist die Gewinnung der Jugend im Alter von 10 bis 21 Jahren für die religiösen Ideale des Thorajiidentums und für die agudistische Gemeinschaftsidee. 2) Die Jugendorganisation unterstellt der allgemeinen Aufsicht des Rabbinischen Landesrates, der sein; Rechte durch diei in den Vorstand der J. O. zu entsendenden Vertreter ausübt; ebenso einsendet der Vorstand der J. O. drei Vertreter in den Vorstand der Landetorganisation. 3) Anfragen der Jugndorganisation bei dem Rabbinischen Rat des Landes erfolgen durch Vermittlung der Landesorganisation. •I) Jede Landesorganisation hat sich eine Satzung zu geben, die der Genehmigung der L. O. und des Rabbinischen Landesrates bedarf. 5) Der Regel nach sollen junge Leute, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, soweit sie nicht als Führer oder Vorstandsmitglieder von den Jugendgruppeu benötigt werden, zur Ortsgruppe übertreten. ()) Die Jugendorganisationen mehrerer Länder können sich mit Genehmigung des Qeschäftsführenden Ausschusses zu einer Arbeitsgemeinschaft unter einheitlicher Leitung zusammenschließen. Der Leitung gehören drei vom Q. A. zu ernennende Mitglieder an. Die Satzung bedart der Genehmigung der Rabbinischen Landesräte der beteiligten Länder, die durch Vermittlung des Q.. A. einzuholen ist. 7) Jugendorganisationen, die sich über mehr als drei Länder erstrecken, entsenden drei Vertreter mit beratender Stimme in den Centrairat. 8) Beim G. A. in Wien wird ein Jugendreferai errichtet, dem drei Mitglieder des 0. A. und vier in Wien wohnende Delegierte üer •Jugendorganisation angehören. Das Referat hat die Fuhrung der J. O. untereinander und mit den oberen Agudah-Instanzen aufrecht zu erhalten. Es entscheidet über etwaige Differenzen zwischen Jugend- und Landesorganisation vorbehaltlich des Aufsichtsrechtes des G. A. und des Rabbinischen Rates. Benaus Agudas Jisroel: Der Centrairat Überweist das von I der Benaus Agudas jisroei-Konierenz in Lodz ausgesprochene Ersu- I eben um Abhaltung von Führerinnenkursen für die Benaus Agudas | Jisroel der Keren I lathora-Zentrale in Wien zur möglichst baldigen Ausführung. Unsere Gemeinde Frau Anna Neumann spricht über ihre Keiseeindriicke in Palästina Am Donnerstag, den 19. Januar 1923, 20,30 Uhr (S.iO Uhr abends) wird Frau Anna Neumann auf Veranlassung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland im großen Saale des Kühstierhauses über ihre Rciseeindrucke in Palästina berichten. Der Bericht dürfte umso •TAGLICH ÜBER 100000 AUFLAGE* o < o o o QC LU CO Kette Jteipsiger <feirt.net BEZUGSPREIS XOSATLICH M POSTBEZUG l-u BiNSGHL BESTELLGELD OO m CD CD täglich Ober 100000 auflagei