Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 52 (30.12.1927)
- Date
- 1927-12-30
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite A GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. Janrganj Es ist gleichzeitij geschlossen vor di» feutlichkcit, 1111 ~».-11■ lung „Das iiimh' I hestu hen. ■ das erste Mal, dal! die jüdische Jugend I eipzigs Geffentlichkeit tritt. Wir bitten die jüdische Oef- Arbeit und unser Wirken innerhalb der Ausstelleutschland" zu fachten und die Ausstellung zu i )er Ausschuß I loida, I lans (testerreicht r, I Ifr. Straull Warnung lv ist in mehreren l illen von jungen Leuten versucht worden, die Büchsen der lalmud rhora Ahawas Thora /n leeren. I - handelt »ich hierbei um Schwindler und b'tten wir etwaige Beobachtungen dem Büro, Färberstr. W zukommen zu lassen. Zui i huhu derselben isi nur die mit Legitimation versehene Person berechtigt. Der Vorstand Neue Bücher Dr I rnst |oerg« I »ic weltgeschichtliche Bedeutung des Judentums und seim Zukunft. Berlin. (Verlag Karl Uurtius). Wh wi-~-1; 1 längst, wie ungemein sehnt |)ie Ohjektivitäi dei Wissenschaften, ilii Ruhm abei auch als ihr Fundament >■> ist, objektiv zu sein, immci als du sch inster ilt, besonders der Geisteswissenschaften hat dei Kritik nicht standgehalten. In einer sehr feinen Abhandlung hat ersl jüngst der preußische Kultusminister Dr. Bckker auch für die Geschichte nachgewiesen, wie sie immer nur in persiinhchei Färbung geschrieben wird. Wie viel weniger leicht isi es, zu Fragen, die im Lehen der Gegenwart heilt umstritten sind, t.hjcktiv Stellung /ii linden. Wenn der Verfasser vorliegender Broschüre ml Reine Behandlung des Themas das Urteil „objektiv*' angewandt wissen will, so soll nicht einen Augenblick das ernste Streben nach unbedingtei Gerechtigkeit angezweifelt werden. Diesem Willen zur Sachlichkeit ist manches Urteil zuzuschreiben, das ihn hie und da antisemitische Anschauungen und Wünsche ablehnen läßt: die Stellung dei Juden untet Fremdenrecht, um sie damit zur Auswanderung zu iieiben, würde die Mehrheit der Deutschen stets als Ungerechtigkeit empfinden; i- Rei nun: möglich, die in Deutschland heimatberechtigten luden /ii entfernen. Aber die Art, wie der Verfasser sucht, die Bedeutung dei luden darzustellen (das Weltgeschichtliche wird nur knapp in einet Betrachtung der weit zurückliegenden Vergangenheil berührt, im wesentlichen kommt alles doch nur aui die deutschen Verhältnisse hinaus), beweist, wie wenig er vermag, sich aus einer vorgebildeten Anschauung, die durchaus in den völkischen Urteilen gewachsen ist Freizumachen. Im umgekehrten Verhältnis /n dem Verständnis, mil dem Jocrges die Abneigung gegen die Juden erklärt, stehen alle aui die Juden bezüglichen Urteile. Die ältesten und die jüngsten I ntstellungen dei Völkischen marschieren hier auf. An allein sind dii Juden schuld: Die Revolution von W18 würde ziemlich allgemein als ein Sieg des Judentums empfunden; dei < iedank« der modernen I rauenemanzipation sei in den jüdischen Salons geboren; dei Höhepunkt, den das Judentum in der Gegeuwart zweifellos erreicht habe, mag es vielleicht nicht rechtfertigen, von einer jüdischen Weltherrschaft *u sprechen, abei die Bezeichnung um de die Sache treffen. Ausführungen dieser Art lieben sieh in einer stattlichen An/ahl zusammenstellen, Solche Schlüsse sind nicht verwunderlich, wenn man die krasse Unkenntnis der wirklichen jüdischen Verhältnisse feststellen muH, die eine bessere Erkenntnis verwehren, wie z. B, dali fasl niemals ih r Jude dem Proletariat angehörte, u, v. ä. Suhl origineller, abei auch nicht richtiger ist Joerges' Versuch, den Antisemitismus ans tiefsten Gegensätzlichkeiten zu erklären: der Deutsche sei irrational, dei Jude iutellektualistisch. Die mannigfachen Widersprüche, in die er sich dabei verwickelt, hier aufzuzeigen, ginge weit übet den Rahmen hinaus, der uns zur Verfügung steht. Wir möchten Joerges /u denen zählen, die ernstlich und ehrlich zur gerechten Beurteilung der jüdischen I ragen gelangen wollen, müssen ihm aber anempfehlen, sich vor allem aus seinem gedanklichen Milieu Iterauszulösen; dann wird et die Dinge doch wesentlich anders sehen lernen. Diese Schrift abei als objektiv /ur Gewinnung eigenet Stellung /u benutzen, müssen wir entschieden «amen. G.< . 5 | a h r e J ud i sc h c r V erlag. Der Jüdische Verlag in Berlin wurde im November 1902 als Gesellschaft mit beschrankter Haftung ms Berliner Handelsregister eingetragen, nachdem bereits seit 1901 vorbereitende /Arbeiten erfolgt waren. Die Begründer des Verlags sind .Wartin Buher, Berthold I eiwel, I M. I i lien und Davis Tri et sch. An den Vorbereitungen waren außerdem Leo Wotzkin, Dr. Alfred Nossig und Professor Chaim Weizmann, der heutige Präsident dei Zionistischen Organisation, beteiligt. Der Indische Verlag bat als erster den Typus des modernen jüdischen Buches in vorbildlicher küntlerischer Ausstattung geschaffen. Er begann seine Verlagstätigkeit mit dein „Jüdischen Almanach", der führende jüdische Dichter und Künstler des (ist- und Westjudentums vereinigte, und der Broschüre „Line jüdische Hochschule", der ersten literarischen Anregung zu der hebräischen Universität Jerusalem. Es folgten deutsche Uebertragungen ausgewählter Essays von Achad Haam und von Erzählungen des ostjüdischen Dichters J L. Perez, dei Sammelhand ..Jüdische Künstler" (Monographien übei Josef Israels. Ma\ Liehermann, I \\ Lilien, L. Ury, Jeh. Epstein, S. I Salomon), tlie Sammlung jungjüdischci Lyrik „Junge Harfen" usw. Als „Bücher de jüdischen Renaissance" haben die damaligen Leiferdes Jüdischen Schöne Geschenke in hochwertigem modernen Kristall von Fahle im Laubenjang des alten Rathauses Qfuweleix und (Sdelgetät Dc/onder* gi'mftige tfitmiiufe. die (?igenl)erfte((ung meiner (Juwelen nnd teilweife Seibft-Jnbrihation von (ßebranebs- und X nxn$-($ilbergerät ermöglichen mir ein tmfierqewötjntid} vorteilhaftes Jhxqebot faftdjfiflcn ^ie mein rcicbe* XDarenlafler utiu überzeugen 6io jid> pcrjönlidv DOD meiner abjolufen £ciftutia>fabia,t>cit. 5ch führe nicht nur loftbor« (frjeugnifle meiner S7>rand>e. joni>orn auch in ben niebrififten Preislagen iinngem&ße unb aparte <$egenftänoc unb t^efchonP- PrtiPel. jo baß id> allen SDflnfchen gerecht 311 merbon vermag. Juwelier O. ß. ^eck, £eip?iq @), Kbraaüber t>ont SSaupfbabnboi "Jim .v>alltjd|cit Sur VI gegenüberffleßhau*Union - lel. 2T306