Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 47 (25.11.1927)
- Date
- 1927-11-25
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 47 Umständen Almosenempfänger werden möchten, tlif vielmehr „Arbeit" leisten wollen, Berlin hat die aus der Zeit der Notstandsmaßnahmen herrührende produktive Fürsorge der Peah-Kleiderkammer aufrechl erhalten, trotzdem Wirtschaft und Arbeitsmarkt eine gewisse Erleichterung iiiul Besserung erfahren haben. Es muH immer noch die verh<nismäßig geringe Anzahl von 25 bis in Menschen beschäftigt werden, zumeist Erwerbsunfähige, für den Konkurrenzkampf des Arbeitsmarrktes Untaugliche, die sich redlich mühen, zu den ortsüblichen Tariflöhnen Gegenleistungen auszuführen. Und diese Gegenleistung ist auch tatsächlich eine, die gebraucht wird. Wer soll austragen, einholen, sortieren, flicken, ausbessern usw.? Die Kleiderkammcr erhält nicht die besten Sachen. Sie müssen instand gesetzt werden Wir können den Bedürftigen deren viele bessere Tage gesehen haben nicht Lumpen geben. Das ist unserei Gemeindebehörd« nicht gleichgültig. Fiskalische Gründe treten zurück, wenn es gilt, die hiei Beschäftigten nicht auf die Straße zu setzen; diese durch Schicksalsschlige herabgedrückten Menschen dürfen nicht gewalts im und gegen ihren Willen /u Schnorrern gemacht und Almosenempfänger werden. Das darf nicht geschehen. Das gäbe ein unheilvolles Beispiel im ganzen Reiche. Es ist oft und oft auf diese 1 inrichtuiu; Herlins aU ein Vorbild für alle großen, mittleren und kleineren Gemeinden hingewiesen Berlin darf gerade bei dieser sozialen Einrichtung mein abbauen, sondern die Berliner (ieineir.de muß vielmehr ii diesei Richtung weiter vorwärts gehen. Die größte Gemeinde Deutschlands hat nun einmal Verpflichtungen. chh fi Unsere Gemeinde Für die (icfallcnncn im Weltkriege Dilsogenannte Totenwoche stand auch bei uns im Zeichen ehrenden Gedenkens der im Weltkrieg gefallenen Helden. Den Auftakt bildete am Montag, de;: II. November, ein Vortrag des Herrn Oberlehrei i. R. Wosky, vom Volksbund der Kriegergräberfürsorge, zu dem der R.j.l . und der nun eng befreundete B.j.i . (Bund jüdischer Frontsoldaten der ehem. Ocster.-Ungar. Armee in Leipzig), der gleichen Bestrebungen dient, eingeladen hatten An Hand eines zahlreichen I ichtbildermaterials wies der Redner nach, wieviel für die Ruhestätten unserer teueren roten bis jetzt getan, wieviel mehr für würdige Ausschmückung der Kriegergräbei noch zu tun bleibt. Namentlich für Sammelgräbei in Frankreich, wo tausende und abertausende von deutsehen Vätern und Söhnen ruhen, bieten einen erschreckend trostlosen Anblick. Die zahlreichen Kleinen Friedhöfe, die in ihrer oft wunderschönen Anlage dem besuchenden Hinterbliebenen zu einem kleinen f"rost hätten gereichen Konneu, sind auf Geheiß der französischen Regierung, /um feil verschwunden, um au anderen Sielleu durch Kahle einförmige, ins endlose sich erstreckende bäum- Herren Hüte cu - .: Das Iks'e in allen Preislagen Reise-. Sport-, Yacht-, Schüler- und kimier- Mützen Julius Müller, Leipzig, Petersstr.so und Gohlis HalÜsite Strafte 87-8!» In Göhl s auch Wäsdie, Cravatten und Herrenartikel ,2.«»--. r> ^-vsu^iv^rm^^ (*Cs«s> ^YX^> /*ri.--aV\/*R-^» w §3®®35®BBm^ 1 J.C Hanifdi, Leipzig W Grimmsche Str.29 und Hauptba hnhoj Westhalle || Gekündet 1836 / Fernspr. Nr. 200 lti, 21173 'ß m Frische Blumen zu jeder Gelegenheit p *--n&$g&m2SS&®2&2&®£W -^ mmm i \ JuaweSeiip Oold" vinroAoll SiDberwääireini in bekannter Preiswürdgkeit >?-*>,______ vrn ° tu a _ <OSC«air JfAin^iimnciL* Gegründet 1872 Fernsuiecher 13474 l'eiersstraQe 15 Holtmanns Hof Neumarkt 16 --"> und schmucklose Massenanlagen ersetzt zu werden. Den dorl Ruhenden nach Möglichkeit eine ehrwürdig« und bleibende Erinnerungsstätte /u sichern, das ist die Aufgabe, der sich der Volkshund mit Eifer und Erfolg hingibt. Möge die Gesamtheit des deutschen Volkes also tuch wir. deren Aufgabe es ist, das Andenken unserer gefallenen Kameraden re'n und makellos zu erhalten, diese Ehrenpflicht auch durch finanzielle Unterstützung dieses Volksbundes verwirklichen lullen. Am Mittwoch, den In. (Bußtag) [and in der Gemeinde-Synagoge, gleichfalb von beiden Bünden veranstaltet, eine Gedenkfeier für die i in Weltkriege Gel a lle n e u statt. Hierzu hatten sieh Vertreter unserer Gemeinde, dit Chargierten de; Verbindung Saxo-Bavaria, zahlreiche Mitglieder beidei Frontbünde, Hinterbliebene der aus unserer Gemeinde Gefallenen und Verstorbenen, sowie weite Kreise unserer Glaubensgenossen eingefunden. Hen Rabbir.ei Dr. Qoldmann fand, wie immer, innige und bewegte W orte treuen Gedenkens au die Gefallenen. Ii mahnte, die Einigkeit, die bei Keginn des Krieges die größte Stärke des dei'ts:hen Volkes bedeutete, auch jet/l als das wichtigste und beste für uns anzusehen und danach /ti handeln Wie damals müßte auch heute das eigene Interesse und Behagen gegenüber den Interessen der Oesamiheil hin.an gestellt weiden. Diesen Gedanken Zu pflegen, dazu seien die beiden Frontbünde berufen, die nicht Bünd< der I rinnerung, sondern Bünde der Tai seien l ine weitere Ansprache hielt der Vorsitzende des R.j.F., Kamerad Dr. Jacobi, als Vertreter beide. Frontbünde, um mit erschütternd schlichten Worten derer zu gedenken, di< für Deutschtum und luden tum ihr leben ließen. Er v\ie-- darauf hin, daß diese Feiei nicht nur denen gelte, die unseres Stammes und unserer Religion angehören, ' ) Neuzeitliche Formen Günstige Preislagen Oscar CUarstai Sucb.sck Jßrorccuiarenfabrik £cipzig,^'üscntüigQssc 2 fernruf. 24863 COoöcfng JBclcuchf uriQsKörpcr für elektrisch Licht Zwanglose Besichtigung unserer Ausstellungsräume erbeten Um-u.Aufarbeitung vorhandener Beleuchtungsköper in fachmännischer Weise zu billigsten Preisen