Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 45 (11.11.1927)
- Date
- 1927-11-11
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Solte 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN* RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. janrgang Jahrzehnte« durch den „Ort" geförderte Produktivierungs-Prozeß der jüdischen Bevölkerung Osteuropas ist durch den Krieg unterbrochen und um viele Jahre zurückgeworfen worden. Mit der eingetretenen Konsolidierung der osteuropäischen Wirtschaftsverhältnisse setzte die Ueberführung der Juden zum Handwerk und /ur Landwirtschaft wieder ein. Sie ist angesichts der während des Krieges und der daraufnden Nachkriegsjahre erfolgten Vermehrung der jüdischen Luft« menschenarme« und der schwindenden Bedeutung dos Vermittlertums im osteuropäischen Wirtschaftsleben zum dringendsten und akutesten Problem der jüdischen Gegenwart geworden. Die Ausführungen des Redners fanden in der .ms den Vertretern verschiedener Richtungen zusammengesetzten Versammlung ungeteilten Beifall. I>a> unter dem Vorsitz von R. A. Paul Simon gebildete Komitee, dem die Herren Jacob Deutsch, I ran Ludwig Oebhardt, Dr. Fritz Kronenberger, Studienrat Dr. Lorge, Kommerzienrat B. A. Mayer, Iran Sanitätsrai Dr. Metzger, Henry Meyer, Frau Theo Weil, Zacharias Weis n a beigetreten sind, wird die begonnene „Ort"- Aktion in Main/ fortsetzen. Unsere Gemeinde Ausstellung von Handarbeiten Der Schwesternbund der Leipzig-Loge zeigt anläßlich des bevorstehenden Chanukka-Festes in seinen Räumen, Arndtstr. 1 sine kleine Muster-Ausstellung von Handarbeiten jüdischer Frauen. I m auch « eiteren Kreisen Gelegenheit zu geben, die Arbeiten zu besichtigen und Aufträge ZU erteilen, veranstaltet der Schwesternbund dm Mittwoch, den 16. November (Bußtag) von 4—7 Uhr einen reenachmittag, In diesem Rahmen liest 5.3t> Uhr pünktlich Fräulein Else ( ohn (Eva Lotting) ans eigenen Werken. (Während des Vortrages bleiben die Türen geschlossen), Der Präsident der Agudas Jisroel-Weltorjjanisation, Jacob Rosenheim, in Leipzig Wie wit bereits unter „Vereinsnachrichten" in der vorigen Nummer unseres Blattes mitgeteilt haben, wird Jacob Rosenheim am Dienstag, den 15, November in unserer Stadt einen öffentlichen Vortrag halten. Die Veranstaltung findet im Künstlerhaus, Nikischplatz statt und beginnt abends 8 l'hr prä/ise. Herr Rosenheim wird über das Thema sprechen „l rei Jisroel im Liebte der jüdischen I thik". Der Referent wird vorher von Sr. Ehrw. Herrn Rabbinei Dr. < arlebach in einei offiziellen Ansprache begrüßt werden. Das junge Deutschland" Auch die jüdische l Öffentlichkeit wird durch Presseberichte in den verschiedensten Blattern auf die interessante und einzigartig dammzm £ J.C Harufch, Leipzig Grimmaiche Str.29 und Hauptbahnhof Westhalle Gegründet 1836 / Fernspr. Nr. 20016, 21173 Frische Blumen zu jeder Gelegenheit mmmmmmmm^mf^m^-ir K Juwelen, (Gold- \uiimcdl SiUberwaren in bekannter Preiswürdigkeit Oscar Richter Gegründet 1872 Fernsprecher 13474 l'eterssuaüe 15 Hohmanns Hof Neumarkt 16 1 stellende Ausstellung „Das junge Deutschland" aufmerksam geworden: sein, die in Merlin ZU sehen ist. Diese wird auch nach Leipzig gebracht und Anfang Januar 1Ü2S im Ringmeßhaus eröffnet werden. Die jüdischen Jugendverbände in Leipzig lallten den Plan, die jüdische Abteilung großzügig auszubauen und bereits am i. November traten, auf Einladung des Leipziger Hechaluz, die Vertreter folgender Bünde zu einer Besprechung zusammen: Deutsch-jüdische Jugendgemeinschaft, Esragruppen, Hechaluz, Jungjüdischer Wanderbund, Kadimah, Kameraden, Misrachi-Jugendgruppe. Nachdem der Vertreter des Hechaluz Herrn (ioldschmidt, den ersten Vorsteher der Gemeinde und die erschienenen Führer der Jugendgruppen begrüßt hatte, berichtete er über die unscheinbare „jüdische I eke" auf der Ausstellung im Schloß Bellevue und entwickelte in großen Zügen einen Plan, der eine der jüdischen Jugendbewegung würdige Vertretung ermöglichen solL Herr (ioldschmidt drückte ein großes Interesse an diesem Vorhaben aus und versprach alle nur mögliche Mithilfe der Gemeinde. In der recht angeregten Aussprache wurden originelle Vorschläge gemacht, so der. Bücher für die jüdische Jugend, Liederbücher und Zeitschriften, kunstgewerbliche Arbeiten, Statistiken und vieles andere ZU /eigen. Allgemein soll die geistige und menschliche Entwicklung der Juden seit der Emanzipation den Rahmen ergeben für das Schaffen der neuen jüdischen Jugend. Wir fordern alle dazu auf, in Frage kommende Bilder jüdischer Künstler (auch Reproduktionen), Bücher, Photos u. a. (leihweise.) zur Verfügung ZU stellen und hoffen, daß unsere Ausstellung zu einem jüdischen Erfolge führen wird. Der Ausschuß. Adresse: Phil. Hojda, Körnerstr.47 Die Seele des jungen jüdischen Menschen Am Montag, den 31. Oktober fand im stark uberfüllten Saal des Hotel Hauffe der 1. Diskussionsnachmittag des Jüdischen Francnbundes statt. Die Vorsitzende, Frau Flse Cohn, begrüßte die Versammlung und besonders den Vorstand des Mitteldeutschen Landesverbandes, des Jüdischen Frauenbundes, der sich anläßlich einer Vorstandssit- ZUng in Leipzig zusammengefunden hatte. Frau Brenner warb sodann Prompt u. voriU&lich ST€0)P€L gtgr^KlJ97 ALBERT OTTO LEIPZIG. PlauenscheStr.2 Tel.25291 SCHILDCR lyunjrmru /JysDyoo übtw nyartiroyn p« Herren-Hüte Das Beste in allen Preislagen Reise-, Sport-, Yacht-, Schüler- und Kinder- Mützen Julius Müller, Leipzig, Petersstr.30 und Gohlis, Hallische Straße 87—89 In Gohlis auch Wäsche, Cravatten und Herrenartikd J von stets frischesten Fängen und zu äußerst kalkulierten Preisen emplehlen Nikolaistr. 2 Russ * Co. Fernspr. 28450 Kavlar-Spezial-Handlung