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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-11-21 · 42 (21.11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
42 (21.11.1927)
Date
1927-11-21
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite I 3. janrgang abend Am Sonntag beginnt um «».'«> Chi In dei u.u n Synagoge eine <1r f a 111Mic n-<n il eiik i!ei i i . d<t um 11,30 Uhi ein» Kundgebung im liroiScn Saal de» Konierthauses folgt» Sie w-td y«n dorn er« en Vorsit/cmlcn des I audc«\ei hamb - Schlesien und der?rjagru,ppc Breslau, Dr. Ernst F.rijn.kei, gelii-ilet. Die Referate halt.M l'nbciidtätsprofessor Dr. Iran/ tVppenhejnjer, Frankfurt .1 M und da» Vorstandsmitglied des R.'j.'F'i Staatsrat .1 D. Dr. Liudwig Haas. M. il.K'. Karlsruhe. \nch der erste BühdcsvtfrtrVzehde, i;au,tinn,n \\.U. a l>. Di I öw e 11 st ei 11 «ml da« WoH ergreWeu\ Naehm iiag» und Montag vormittags findet dei Interne reil der Hauptversammlung statt. I i 1 Festbankett «Ird a m Sonn ag abend die Vertreter der Reiths-, SiaaNin»! städtischen Behörden mit den reilnehmern der Tagung im Saal dii (iescllschaft Hir Freunde vereinigen. Am Abend des 21. Oktober finden in allen schlesischen und oberschlcsi&chen Ortsgruppen des Hundes Vorträge um dein Thema „Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten als treibende Kraft im deutschen Judentum" statt. AI» Redner werden die Vorsitzenden der 17 I andesyerbändej sowie audereprominente ftrsouen auftreten. Unsere Gemeinde Von der Synagoge Ein Fest, «it es seit Jahrzehnten 11 unserer Synagoge njichl begatten worden ist, konnte am Vorabend des, ersten Tages des I auhhüt en- Festes gefeiert werden, / um ersten Male Iii. g am 1 horas luci 1 der neue Vorhang, den die Opferwliligkeil der liberalen jüdischen Frauen gestiftet hat. Und der eine wirkliche Zicrae für das Gottes- Haus darstellt. Aul dunkelblauem S<rr. lieb' steh in si btrner Stickerei der ..Iiaum «.l 1 - l ebens" ah. und als Inschrift i<t das Wort gewährt, das ilie Zeichnung symbolisiert: „l i.i Baum des Lebens isi sie (die rhora) denen, die an ihr festhalten, und «er sie erfaßt, ist gesegnei". Sowohl «äs dm Entwurf wie auch die Ausführung anbetrifft, i»t der neue Vorhang em wirkliches Kunstwerk, das modernen künstlerischen Qeist mit alter Üeberiiefeunrg verbindet. Die alte Schablone ist überwunden. Nichts welsl der Vorhang mehr auf von den imruhigeh Vetschnörttelungeti und der üeheriaduttg des Barock, das si h in unsere tynagogale Kunsl als in ein letztes Rcfugribffl geflüchtel hat. Dw Zeichnung weist die kraftvolle gerade U.ü; a it. die Schrift besitzt denselben Charakter, und «.ii-- Harmonie du Farben, bla 1 und sjlber, wobei das Blau in /«ei l arbtönen erscheint, rundet das Kmst- «erk all. Unsere Gemeindesynagoge, die so arm an wirklichen K-jnstwerken i»t. hat durch die Stiftung tiile merkliche Bereicherung unJ Verschönerung erfahren, und es i<t nur /u hoffen. daB ähnliche Spcnden tu Ehren der Religion ihm folgert. Die Feier der Einweihung vollzog sieh i.i d n se'.ili. b'es en Formen. Im Einleitungsgebete gedachte Den Rabbiner Dr. Qoklmann iles Ereignisses; in der Festpredigl sprach Herr ^ahbncr (.ohn uber die Bedeutung religiöser Symbole und würdig.c diis.-s neu.' Zeich n religiösen Geistes in den Möglichkeifen seines Wirkens, t in ■ gro'ic Anzahl von Mitgliedern dei Vorstandes und d r Gemeindevertretung hatte sieh /um Gottesdienste eingefunden. Wenn auch das Wirk der Opferwilligkell der Franc 1 unserer liberalen Synagoge teUw Entstehung verdankt, denen auch an cT.es er Stelle her/lithsler Dank ge»ag. sei, müssen besond-n» jene e.wii mt werden, die hei der Ausführung die Initiative ergriffen. De: hervorragende Entwurf stammt von He.rn Architekt Wilhelm Maller, der in liebenswürdigster und uneigennützigster Weise auch die Au - führung überwachte. Hergestell) wurde d;.s Kunstwerk durch die Firma M. W. Kaufmann; um die technlscHcn Einzelheiten ma.litcn «■ich in hervorragender Weil« die Herren Max Joske und Benno Haas verdient, ihnen sei im Namen dir liberalen Gemeinde von Herzen gedankt. QjuiZ besondere \ :l....... verdient aber Frau Rabbiner Else Qobu., die mit unermüdlichem Fiter die Sammhingen geleitet und deren anspornender Tätigkeil CS /u danken i->t. wenn wirklich etwa» SO Wertvolle» zustande gekommen ist Sie und alle anderen Genannten mögen die Befriedigung empfinden, daB den Besuchern du Gemeindesynagoge eine echte Freude bereitet worden ist, und sie mögen bald die Anerkennung dadurch erleb n, dall ihr Beispiel anregend wirkt. F. O. Isr. Wohllätigkeitsverein zu Leipzig (SßelseaastaTt, Kinderhort. Ahcrsvcrsorguag, Kinderheim Dflrrenberg) In der am Sonntag, dem 0. Oktober stattgi lundenen Kuralotoriums-Sitzung des isr. Wohl tiiti gkeits vereins /n Leipzig wurden von dem ee»ch.iii»iiihi enden Vorstand detaillierte Angaben uber die Einnahmen und Ausgaben im Jahre 1926 gemacht. Der Rechenschafts- und <ji»ih.,nsbericlu für 1920 hatte im Anstaltsgebäude, N'ord»tr n. wahrend der Woche vom 2. bis M. Oktober /ur Kenntmsnahmi lUSgelegen und war von einigen Kuratoriums-Mitglicderu eingesehen worden. Im Namen der Revisoren -teilt Herr J. Lustig fest, dafi die Revisoren das Rechnungswerk eingehend geprüft haben und allein bester Ordnung gefunden worden sei. Die Versanvoilung erteilt hicrauj einstimmig E'ltkis'ju.<i<> Die Gesamt-Einnahmeii 192b betrugen M W645.80; die Ausgaben .\\ 16289,06, »i> dafi \\ 1350.74 dem Dispositionsfonds überwiesen «erden konnten. Dieser anscheinende Ueberschufi ist jedoch in Wirklichkeit nicht vorhanden, da wir einen Rechnungsvorschufl fiir 1927 von der Israelitischen Religionsgemeinde erhalten hatten. in der Speiseanstalt: l innahmen >n.s.jt v\., | chtbetrag 1038.18 M. Ausgaben 29406.41 M. Für den Kinderhort: l innahmen l 199.30 M., Fehlbetrag 1124.72 M. Ausgaben 5324.02 M. I ur die Altersversorgung: Einnahmen 1344.90 M., Fehlbetrag 7478.79 M. Ausgaben 10823.69 M. I in die Verwaltung de- Alphons Jacobson-Kindcrheims in Kauschberg-Dürrenberg: Einnahmen 999.85 M., Fehlbetrag 5iJ. >J M. Ausgaben I il i.17 M. Für > Kinderkolonien, die von der Ferien- und Solbadkolonie in Dürrenberg im Jahre 1926 im Alphons Jacobson-Kinderheim beköstigt uiul verp;'. «Diile.i sind: AUS der Sammlltnu des Denn Martin Marcus. I innahmen 8<Kl M., Spenden '»in M., I Iterngetd 'JJo M., Fehlbetrag aus den Beständen der Ferien- und Solbad-Kolonie Dürrenber^ l<«ii.8-' M. Ausgaben l >O.SJ M. Der ges häftsführe.ide Vorstand macht darauf aufmerksam, dafi durch die Inflation und die enorme Geldentwertung da» Stammvermögen des Vereins bedeutend zusammengeschmolzen sei, und daß auch die Stiftungen de.i größten Teil ihres früheren Wertes verloren hatten, viele direkt wertlos geworden seien. i Es wird vorgeschlagen und findet allgemeine Zustimmung, dal! /ur Aufbesserung der einzelnen Stiftungen in Zukunft auch Metriige von vi Mark an wenn ausdrücklich die Bestimmung ,,Zur Stiftung" beigefügt werden, anzunehmen und dem Stammvermögen zuzufügen seien, um so die betr. Stiftung aufs neue /u dauerndem (icdenl.cn ins Leben /u rufen. Jüdisches Schicksal und jüdische (ilcichgültigkcit Die Ortsgruppe Leipzig des Centralvercins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens veranstaltete am Donnerstag, den Fi. Oktober d.J. in den Räumen des Kaufm. VereinshauseS ihre erste Mitglieder-Versammlung, in der Herr Rabbiner Dr. Felix Goldraann, Leipzig zu dem Thema: ,JüdisCheS Schicksal und jüdische Gleichgültigkeit*, KÄBSCHÜTZ tiervorrtH}en<Ju Quöliiäfsiiiöbel i>tis «rlijuM-r Fabrik Leipzig Körncriir. 54"5G

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