Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 26 (1.7.1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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ieite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. Jahrgang Was diu Frage der Beiträge zur Zentralwohlfahrtsstelle der deut« s< in .1 |uden angeht, so gilt dafüi folgendes: Die Gemeinden bewilligen wie bishei ihren Beitrag zur Zentralwohlfahrtsstelle und führen ihn an den Sächsischen israelitischen üemeindeverband ab. Dieser überweist ihn gesammelt der Zentralwohlfahrtsstelle. 1. wjrt| festgestellt, dall es der Landeswohlfahrtsstelle bei dem Sächsischen israelitischen üemeindeverband noch an einem Arbeitsplan fehlt, dal) seine Aufgaben nicht genau umgrenzt sind. Es wird allseitig al erwünscht bezeichnet, daß namentlich auch die Herren Rabbinei sich den Arbeiten der Landeswohlfahrtsstelle widmen. In nächster Zeit soll eine Zusammenkunft /ur Erörterung aller die Landeswohlfahrtsstelle betreffenden Fragen stattfinden. Heri Schick regt an, nochmals den Versuch zu machen, v«>n <ler Regierung Staatszuschüsse für gemeinnützige und Wohlfahrtszwecke 7n erlangen. i~ wird die Frage erörtert, das üemeindeblatl der Israelitischeil Religionsgemeinde zu Dresden als Organ des Sächsischen israelischen Uemeindeverbandes mitzubenutzen. Punkt b. Den Bericht über den Stand der Verhandlungen, die Gründung eines K eichs\ er ba nd es d >• r d eutscIi en J uden betreffend, erstattet der Vorsitzende, indem er hauptsächlich das Ergebnis der Besprechung der Vertreter der Landesverbände am 22. Mal 1921 in Dresden mitteilt. Dem Berich! folgt eine ausführliche Aussprache, in der alle Meinungen zum Ausdruck kommen. U.a. erklärt Herr Rechtsanwalt Halingen Dei Reichsverband wird und muH kommen. Zu seiner Verwirklichung führt dei Weg aber nur über die Landesverbände. Die Reichstagung halte ich für überflüssig; die mit den Wahlen für eine Reichstagung verbundenen Kosten wären wenigstens für unsern Sächsischen Verband auch durchaus nicht tragbar. In der Frage der Wahlen füi den Reichsverband wird eine Einigung nur zustande kommen, wenn nun es den Landesverbänden und den Gemeinden, die einem Landesverband nicht angehören, überläßt, wie sie ihre Delegierten im den Reichsverband wählen Wullen. Die Aussprache endet niii dei Annahme gegen eine Stimme, die sich aber nur gegen den letzten Satz richtet des folgenden Antrages des Herrn Rudolf Si hick-.l einzig: Dei Ausschuß des Sächsischen israelitischen Gemeindeverbandes bedauert, d.ili die zui Schaffung einer Reichsorganisation bisher geführten Verhandlungen immer noch nicht /um Abschluß gelangt sind. Dei \usschufi erwartet, dal! dieser Zusammenschluß nunmehr baldigst zustande kommt, \U Grundlage seinei Gliederung gelten die Landesverbände, die sich zu einem Spitzenverband als Reichsorganisation zusammenschließen. Seine Organe sind ein engerer und ein erweitertei Rat Einen allgemeinen Judentag (Reichstagung) hält tili* k aul di< ehi begrenzten Möglichkeiten praktischer in.in im und der |e /ii Betätigung und wegen der mit seiner Veranstaltung verbundenen ungewöhnlich hohen Kosten nicht für wünschenswert. I'iinkt 7: Wohlfahrtsangelegenheiten: a) Beschlußfassung Über die Annahme der Satzung der Landeskasse Sachsen für jüdische Wanderfürsorge nach den Leipziger Beschlüssen und Festsetzung der Beiträge. Hierzu berichtet Herr Qold Schmidt-Leipzig. Die in der Versammlung von Vertretern der sächsischen israelitischen Religionsgemeinden und der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge zur Aussprache über die Wanderfürsorge, die am 10, April 1927 in Leipzig stattgefunden hat, beschlossene Satzung der l.andeskasse Sachsen ''" jüdische Wanderfürsorge w ird nach einer Abänderung des § l einstimmig angenommen. h) Festsetzung der Beiträge zur Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden; c) desgleichen zur Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge Arbeitsnachweise; d) desgleichen zur jüdischen Tuherkulosentürsorge in Berlin. Diese Angelegenheiten sind durch den Beschluß zu Punkt "> Tagesordnung erledigt. Für Punkt 8 gilt das gleiche. Punkt 9: Antrag der Verbandsgemeinde Plauen einem von der „Sächsischen israelitischen l.ehrervcreiuiguiig" benennden Vertreter einen Sitz im Vor stände des Verbandes mit beratender Stimme und einen Sitz in dessen Ausschult mit beschließender Stimme einzuräumen. Herr Rechtsanwalt Löf Her- Plauen begründet den Ajltrag. Zu dem Antrage sprechen weiter Herr Prediger Heymann-Ptauen, Herr Schocken-Zwickau uiw' Herr Mecklenburg-Chemnitz. Es wird einstimmig beschlossen, einem von der Sächsischen israelitischen Lehrervereinigung zu benennden Vertreter Sitz und Stimme im Ausschuß des Sächsischen israelitischen Qemeindeverbandes zu gewähren. Der weitergehende Antrag der Israelitischen Religionsgemeinde zu Plauen, einem Vertreter dieser Vereinigung einen Sitz im Vorstand des Sächsischen israelitischen Qemeindeverbandes einzuräumen, findet ficht die iii S 14 vorgeschriebene Zweidrittel-Mehrheit; er ist also abgelehnt. Nach diesem Beschluß erhält $ ö der Satzung folgenden Wortlaut: „Der Verbandsausschuß besteht aus den von den Gemeindevertretungen (Vorstand und Verordneten) nach den bei ihnen geltenden Vorschriften zu wählenden Mitgliedern, einem von der Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Sachsen zu bestimmenden Gemeinderabbiner und einem von der Sächsischen israelitischen I .ehr er Vereinigung zu bestimmenden Lehrer." Punkt 10: E in gaben der jüdischen Volkspartei Sachsens in /wiekau zu den) Entwurf des Sächsischen Gesetzes über die öffentlich-rechtlichen Rel|gionsgesellschaften. Obschon die Auge- Während des Neubaues befinden sich meine Geschäfte: Pefersstraße 17 und Grimmaische Slraße 17 B (im Hof) (neben Salomo-Apotheke) Eugen KelKeller, Inhaber: Carl Koch Elegante Herrenartikel! Fernsprecher 25113 Kernsprecher 13 JüllüJMüÄ» HemBMte NuOfn Fabrik. MpBv^ k <«./>/« -»«//<»*« ftr. 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