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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-06-10 · 23 (10.6.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
23 (10.6.1927)
Date
1927-06-10
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. Jahrgang; unbedingte Unterordnung des Schülers forderte, geht die Reform vor allem dahin, dem Willen des Schülers freie Betätigung zuzugestehen. Der kindliche Wille ist äußerst lebhaft, Zwang ist dem jungen Menschen lästig, daher hat der Zwang in der Schul« keine Schulfrendigkeil aufkommen, lassen. Die reformierte Schul« will in erster Reihe diese Freudigkeit begründen und steigern und entfesselt zu diesem Zwecke den kindlichen Willen. Redner «veisl aber darauf hin, daß in dieser Hemmungslosigkeit des kindlichen W illens große Gefahr 'ii liegen, da der kindliche Wille keineswegs immer in die rechte Richtung weist. Aufgabe aller Erziehung ist es ja, das!> zu führen und vor Irrwegen /ti bewahren. Darum kann es ohne Autorität nicht abgehen. Di«sc Autorität und das ist der bedeutsame Fortschritt, den die Schulreform herbeigeführt hat soll aber nicht erzwungen sein, sondern auf dein Vertrauen beruhen; sie muß also ihren Qruhd nicht in Zwangsmaßnahmen haben, sondern durch die Persönlichkeit des Lehrers gewonnen, vom Schiller also als freigewollte empfunden werden. Solche Autorität kann dann den killdlen W illen U nken. Dein Vortrage schloß sich eine sehr ai . regt* Aussprache an, in der teils die in ihm angeschnitii 1 ragen behandelt, teils praktisch-aktuelle Fragen, wie i irstehenden Elternratswahlen, Antisemitismus in der Schule u. a. besprochen w urden. Es wäre nur zu wünschen, daß sich «Ii'- Eltern in noch viel größerer Zahl in den Elternabeuden zusammenfinden würden, da sie Gelegenheit zur Klärung vieler 1 ragen geben, die für den gedeihlichen Fortdes Unterrichts von Bedeutung sind. Amtliche Bekanntmachungen der Israelitischen lleligionsgemeinde zu Leipzig Ausgabe der Synagogenkarten D Ern u der Synagogenkarten findet vom 13. Juni bis 8. Juli d. J. im Gemeindeamt, Löhrstraße 101, statt. Ueber diese Zeit hinaus ist eine Aufbewahrung der Karten ä hlossen K irl n, die bis dahin nicht abgeholt sind, werden ohn< weiteres anderweit vergeben. Wegen Zuteilung Platz« erfolgt später persönliche Benachrichtigung. Leipzig, am 30. Mti 1927 n.. »„■■...,,■ Der \ orsiand der Isr. Religionsgemeind« zu Leipzig Barmizwah-Vorbereitung Zur Barmizwa-Vorbercitung werden seitens der Gemeinde unentgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in Zeit vom 1 Januar 1915 bis 'M.Mär/ 1915 geborenen Ki ii beginnt der 1 ehrgang am l. Juli 1927. Nur wer daran teilgenommen hat, wird als Barmizwa in der Qemeindesynagog zugelassen. Anmeldungen bis K). |uni 1927 im Gemeindeamt, Lohr« straße 101. Von der teilnähme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind /ur angegebenen Zeit zu melden. Leipzig, B. Juni 1()'27. I >er Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. ^mm&m^ mm^mt u J.C Hanifch, Leipzig §5 < irimmaische Str-29 und Hauptbahnhof Westhalle SS Gegründet 1830 Fernspr. Nr. 20016, 21173 S Frische Blumen zu jeder Gelegenheit ess»®& Barmizwah-Vorbereilung für Knaben orthodoxer Richtung Im Anschluß an den Unterricht in unserer Rcligionsschule II ist ein' Barmizwah-Vorbereitungsunterricht eingerichtet worden. In diesem Unterricht sollen vor allem das Erlernen der Tonzeichen (Ncginoth) für die Thora- und Prophetenvorlesung geübt und die praktisch-religiösen Vorschriften (T'fillin, Zizzith usw.) behandelt werden. Der Beginn der Lehrgänge w ird von Zeit zu Zeit bekanntgegeben werden. Der erste Lehrgang, der vor allem für Knaben bestimmt ist, die in der Zeit bis Ende September d. J. Barmizw ah werden, hat am Dienstag, 31. Mai d. J., begonnen. Die Teilnahme an den Lehrgängen ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt bei dem Direktor der Religionsschule II, Herrn Rabbiner Dr. E. dar Ubach, in der Höheren israelitischen Schule Gustav-Adolf-Straße 7 in der Zeit von 9 12 l Ihr vormittags. Leipzig, den 51). Mai 1 ()'2T. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt Kaien dar! um 1Ü. bis 18. Juni 1927. — 10. bis 18. Siwan 5687 1927 Juri Siwen 5687 Freitag 10. 10. Sonnabend IL 11. Sabbath B'halos'cho Sonnlag 12. 12. Montag 13. 13. Dienstag 14. 14. Mittwoch 15. 15. Donnerstag 16. 1<). Freitag 17. 17. Sonnabend 18. 18. Sabbath Sch'lachl'cho Gottesdienste Gemcindesynagogc Sabbath^ottesdienst Ereitag, 1.0 Juni, Abendgebet 7 Uni; mit Predigt (Rabbiner Dr. Goldmann); Sonnabend. 11. Juni, Morgengebet 9 Uhr. Nachmittagsgebet 855 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabh. Dr.üoldmann); Abendgebet 925 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 7 Uhr. Voranzeige! Sonnabend 18 Juni,!<15 Uhr Jugendgottesdienst Talmudrhora-Synagogen Otto Schillstraße 6 u. Keilstraße4 Freitag, 10 Juni, Abendgebet 8 Uhr. Sonnabend, 11. Juni, Morgengebet 830 Uhr, Mincha 5 Uhr, Sabbathausgang 9'-5 Uhr. Leopold Lyssow Steekner Passage, Tel. 29183 Spezial-Geschäft feinster Schjkoladen Heller — Kohler Hamann Russ. Spezialitäten neu aufgenommen

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