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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-04-15 · 15 (15.4.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
15 (15.4.1927)
Date
1927-04-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Si« 4 3. Jahrgang Bericht Uber die in der Zeit vom 1. April Nachstehend «eben wir eine gedrängte Übersicht über die Ausgaben in den verschiedenen Zweigen der Fürsorge. Gesamtausgaben .............M 150 330.94 davon entfallen auf: Erwerbslosenunterstützung . . . M 19583.30 Laulende Unterstützung ...... 35 314.67 Einmalige Unterstützung....., 9 787 13 Mietunterstützungen......n 14580.88 Kohlen.............- 956.05 Gas................ 233.33 Auswärtige Erziehungsanstalten „ 3 599 41 Einheimische Erziehungsanstalten „ 12 353 30 Erholungsreisen.........„ 5 899 86 Offene Krankenfürsorge...... 11428 84 Dösen .............. 3082.20 Krankeranstalten......... 20*44 22 Sedsorge............. 2104.50 Speiseanstalt..........„ ^782 20 Eürsorgedarlehen.......... 7 222 95 Ware............... 858.10 M 150 330.94 168 Familien und Einzelpersonen erhielten laufende Unterstützung. Davon werden jetzt noch 116Eamilienur. dEinzelpersonen laufend unterstützt. Bei den übrigen 277 Fällen, unier denen aber auch viele waren, die nur vorübergehend einmalig unterstützt wurden, hat sich die Fürsorge im Laufe des Jahres erübrigt. Einigen war durch Besitaffi:r.^ von Arbeit und Wohnung geholfen worden. Viele wurden, da sie Deutsche und Deutsch-Österreicher sind, an das Fürsorgeamt der Stadt Leipzig verwiesen. S<e werden von dort ajs dauernd unterstützt, bekommen aber fast all? einen wöchentlichen kleinen Zuschuß von uns. Auch in Leipzig geborene Ausländer werden vom Fürsorgeamt der Stadt Leipzig unterstützt, ebenso Angehörige solcher Länder, mit denen ein Gijjenfv.'iii^keitsvertrag inbezug auf Unterstützung besteht. Es wurden in 55 Fallen Mieten gewährt, davon sind 11 abgebaut. S»!hst bei den Abgebauten sind aber noch Familie;, die Unterstützung bekommen, und die dadurch Anspruch auf Erlaß der Mietzinssteuer haben. Sie erhalten dann von uns ein* die>bezü-,'!Lhe Bescheinigung. In 51 Fällen wurden von dir Fürsorge Darlehen, nicht zu verwechseln mit denen Fürsorgetätigkeit 1926 bis 31. Marz 1S27 von der Darlehnskasse, bewilligt. Davon zahlt der größte Teil der Darlehnsnehmer regelmäßig zurück, allerdings nehmen wir Rücksicht auf solche, die cluich Krankheit verhindert sind, ihrem Erwerb nachzugehen. Von 4 Familien waren 5 Kinder, für welche die Gen einde die Bezahlung der Kosten übernommen hat. in auswärtigen Erziehungsanstalten (Ahlem, Königsberg, Stettin, Repzm) untergebracht. 11 Kinder aus 7 Familien befinden sich im hiesigen Kinderheim der Leipzig Loge. Davon sind 4 Fürsorgekindtr der Gemeinde, d. h. 3 Kinder sind elternlos und 1 Kind ist Halbwaise. Die Gemeinde muß Iiis zur Entlassung der Kinder die Kosten für sie tragen. Bei den anderen Kindern bemühen wir uns, von Verwandten Zuschüsse zu den Kosten zu erhalten. Die Zahl der Pflegebefohlenen in Dösen beträgt 6. 1 Fall davon haben wir gemeinsam mit dem Hilfsverein übernommen, 2 Fälle gemeinsam mit der Familie der Kranken. Für 2 Fälle haben wir die Kosten auf eine bestimmte Zeit übernommen, 1 Fall war soweit genesen, daß er wieder nach Hause gehen konnte. Für einen Fall mußten wir die Zahlung einstellen, da uns die Familie die uns zugesagte Summe nicht mehr überweist. Von den vorgenannten Personen sind 3 unheilbar krank. Es winden in 26 Fällen Kosten bezw. Zuschüsse lür einen Kuraufenthalt bewilligt. Vorher wurde jeder, der dafür in Frage kam, von unserem Vertrauensarzt daraufhin untersucht, ob die Kur eine Gewähr für die Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit sein würde Nur in diesem Falle, oder wenn .l.ebensi'elahr vorlag, wurden Reiseunterstützungen gewährt. war, daß 19 Personen nie Erwerbsfähigkeit wie- 5 Fällen war es nicht der Fall und 2 Fälle Bei Das Resultat dererlangkn. sind fraglich. Erschreckend zugenommen haben die T u berk ulose- Fälle. Wir konnten mit Hille der Jüdischen Tuberkulosen-Fürsorge, Berlin, G Erkrankten Kosten für einen Kuraufenthalt gewähren. 2 Personen sind geheilt und arbeitsfähig geworden. 4 Personen sind noch nicht zurückgekehrt. Es ist zweifelhaft, ob sie in der vorher gewohnten Weise wieder ihrem Verdienst nachgehen können. Die Arbeitslosenfürsorge kam 144 Personen zustatten. Ein großer Teil davon ging ins Ausland, andere lanf1den hier Arbeit. Die übrigen Personen wurden in die Für- '•?M- J. C. Hanisch, Leipzig Gritninaische Str.-29 und iiauptbahnhof West halle Gegründet 18.t6 ' Fernspr. Nr. 20016, 21173 ra Frische Blumen zu jeder Gelegenheit Ummmg®mm^®^m®&^$ Leopold Lyssow Stedtner Passage. Tel. 29183 Speziii'-GesAiit feinsterSchjkeladen Heiler — Lindt Hamann Russ. Spezialitäten neu aufgca*«Mea Ömoelen) H-cx.Uan.ten., Marlen •vbn+sotidem7lS)<e/t in ollen ßtetstaqen ■ms. vorm. £. Tfoftbuefi Hachf. ■---- Georündef f&79---" Tte/etssfrasse 7 nur cjeyenübetf ■5lechnei<-7>ossa<f9

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