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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-10-16 · 42 (16.10.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
42 (16.10.1931)
Date
1931-10-16
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Mi. Oktober 1931 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seile 3 Mitglieder ausgestellt; ebenso werden Autogramme gesammelt und auch Gegenstände, die durch ihr Wappen oder eine sonstige Abbildung als auf die Familie bezügliche Stücke zu bezeichnen sind. in engster Verknüpfung mit dem v. Rothschild-Museum sieht das Museum jüdischer Altertümer, dessen Grundstock eine Reihe von Ritualgegenstanden aus dem Besitl der Familie Rothschild bilden. Darunter sind Stücke aus dem und 17. Jahrhundert, die zum Teil durch ihre Inschriften geeignet sind, auch dem nur an der Geschichte der Familie Rothschild Interessierten wertvolle Aufschlüsse zu geben. Aber gani abgesehen davon sollen diese Recher, Handschriften. Leuchter und anderen Ritualgegenstande gemäß dem Plan der Schenker auch gesammelt werden, um damit zur Erforschung jüdischer Altertümer vom kunstwissenschaftlichen und historischen Standpunkt aus heimtragen. Ks liit.it sich denken, dafl die Familie sich in den rund hundertfOnflig Jahren, die seit den ersten schüchternen Anfängen zur Begründung der Wellfinna von Mayer Anselm Rothschild unternommen wurden, nach allen Weltgegenden verzweigt hat. War doch Mayer Anselm allein schon der Vater von sehn Kindern. Allerdings hat ihm geschäftliche Klugheil geboten, nur die männlichen Nachkommen zu Teilhabern des Geschäftes werden zu lassen, während er seinen Töchtern den ihnen zustehenden Vermögensanteil auszahlte. Aber selbstverständlich wird es die Aufgabe des Museums sein, auch das zu Kammein, was auf die Nachkommenschaft der weiblichen Familienangehörigen Besug hat. Das Museum wird also drei Aufgaben zu lösen haben, die sich gelegentlich auch überschneiden: die familiengeschichtliche, die jüdisch-historische und die kunstgeschichtliche. Je weiter der Kreis ist. der mit den Plänen vertraut ist, desto eher wird die Durchführuni; gelingen. Sächsische Gemeinden Bautzen. Der Vorsteher unserer Nachbargemeinde, Herr Adolf Altmann, Bautzen, feierte am 15. Oktober seinen 75. Geburtstag. Herr Altmann ist seit mehr als 25 Jahren Vorsteher der Gemeinde und hat grollen Anteil an dem Aufbau der Gemeinde, die unter seiner Leitung auch eine eigene, schöne Synagoge errichtet hat. Wir wünschen dem würdigen Jubilar, der zu den angesehensten Kauf leuten seiner Heimatstadt gehört, dal.» es ihm vergönnt sein möge, noch recht lange zum Segen seiner Gemeinde zu wirken und zu schaffen. Unsere Gemeinde Die Not ist da. Sie ist In allen Berufen und Ständen. Sie ist im Hause des Fleißigen und Sparsamen, wenn er keine Arbeit findet, l ud Millionen in Deutschland, die arbeiten möchten, finden keine Arbeit. Der Zusammenbruch droht heute nidit mehr Einzelnen. Der Streit um die Schuld an der Not hilft uns nidit weiter. Kr macht keinen Hungrigen satt. W j r w ollen helfe n! Die Liebe tum Midisten und die Sorge um die eigene Zukunft müssen zusammen wirken, das Letzte, mos jeder hergeben kann, herauszuholen uml es einzusetzen im Kampfe gegen die Not. keiner darf sagen: Ich kann nicht* geben, mir geht es selber sddedit Mlttig. lede, uudi die kleinste Gabe hilft! DLR AUSSCHUSS für KRISENHILFE I'Anzahlungen auf das k o n I o kr i s <• n hilf e beim Bankhaus krodi jr., Leipzig. Anlisemilisiiiüs in der Schule. Erste V o r t r a g s v e r a n s t a 1 - tung des Vortragssusammenschlusses. Aus ideellen und praktischen (iründeu halten sich die vier Krauen vereine, die auch in den früheren Jahren Vorträge veranstaltet haben, der Jüdische Frauenbund, Ortsgruppe Leipslg, der Schwesternbund der Leipzig- L o g e , der Verband für Kulturarbeit in Palästina, die Frauengruppe des Central Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens zu einein Vortrags- Zusammenschluß vereinigt, in welchem, außer allgemein jüdischen Fragen, auch Themen, aus dem besonderen Interessenkreis der angeschlossenen Vereine behandelt werden. Es soll auf diese Weise die Gemeinsamkeit jüdischen Wollens trotz verschiedener Aufgabengebiete dokumentiert werden, und durch Ersparnis an Saalind Propagandakosten, Gelder für Wohlfahrtspflege freigemacht werlen. — Das Thema der ersten Veranstaltung dieses Zusammenschlusses, die i n 20. Oktober abends (auf Initiative der Frauengruppe des C.-V.) im lotel Häufle stattfinden wird, lautet: „A ntisemi tIsmus i n d e r Schule", eine Frage, die leider allzu aktuell geworden ist. Näheres *'ird in der nächsten Nummer des Qemeindeblattes bekanntgegeben erden. <csrhäftsjuhiläiiin. Der in unserer Gemeinde allseitig geschützte In aber des Seidenhauses Jacoby. Herr Albert Goldste i n . durfte am Oktober, gelegentlich des 4)jährigen Bestehens seines (ieschäfts lauset, Beweise der hohen Achtung entgegennehmen, deren er und in geschäftliches Unternehmen sich erfreuen. Mit rastlosem Fleiß iat Herr Goldstein das Geschäft, das im Jahre 1891 unter der Firma chkmmer & Jacoby in der Pelersslratie 4<i begründet, dann nach dem gegenüberliegenden Grundstück Nr. 41 verlegt worden war, seit dem Jahre 1iM)0, in dem er als Chel in die Finna eintrat, immer mehr auszubauen und zu einer tonangebenden Firma der Branche zu führen verstanden. Einen weiteren Aufschwung bedeutete die Uebersiedlung in die noch heute benutzten ausgedehnten Geschäftsräume in der Petersstraße 23, die es dem stets beweglichen Inhaber gestatteten, durch Hinzunahme neuer Artikel den ursprünglich gesteckten Rahmen zu erweitern. Grundliche und weitgehende Fachkenntnisse und kaufmännische Rührigkeit haben dem Unternehmen einen ersten Platz in der Branche bewahrt. Wir möchten auch an dieser Stelle Herrn Albert Goldslein beglückwünschen und der Hoffnung Ausdruck geben, daß es ihm vergönnt sei, sein Unternehmen auch weiterhin zu weiteren Erfolgen wachsen zu lassen. Amtliche Bekanntmachungen Nachtrag zum Gemeindestatut. In der (ienieindesitzung vom 5. Oktober 1881 ist folgender Nachtrag zum Gemeindestatut beschlossen worden. Als sj (i Abs. 2 wird eingeschaltet: Die Amtszeit aller am 5. Oktober 15)31 im Ami befindlichen Mitglieder der Gemeindekörperschatten wird über die Amtszeit des Absatzes 1 hinaus um 1 Jahr verlängert. Die gemäß Absatz 1 vorzunehmenden Ergänzungswahlen werden demgemäß um je 1 Jahr hinausgeschoben. Der Nachtrag liegt in der Zeit vom 10. bis mit 30. Oktober 1031 werktäglich von 0 -13 Uhr im Gemeindeamt, Löhrstraße 10 1. zur Einsichtnahme aus. Leipzig, den 14. Oktober 1031. Der Vorstand der israelitischen Religionsgeineinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt Personenstandsnarhrichten B a r m i I w a : Am Sonnabend, dem 24. Oktober, Hans Hermann Lewy. Sohn des Herrn Wilhelm Louis Lewy und Frau Elisabeth geb. Leipziger. Fockestraße 2. in der Gemeindesynagoge. Todesfälle : 38. September 1981 Willy Wilhelm Schüssel. Yorkstr. 13. 8. Oktober 1031 Friedrich Tetteles, Wien. 0. Oktober 1981 Thesere Berger. (iottschedstr. 1. 12. Oktober 1031 Dorothea Lippmann, Gneisenaustr. 4. Neue Bücher Krlehtes. Krstrebtex. Kr reicht es. Brinnernngen von Kranz Oppenheimer. Mit. einem llililnis nach der Küste von Kr. J. Korinis. In Oanzleineu gebunden. (Her Heine-Bund, Kine jüdische Buchgemeinde, Kerlin w r>7. Pallantr. Kill: Mitgliedsbeitrag jährlich II. 12. . wofür die Mitglieder drei Knude nach freier Wahl erhallen: ausführliche Prospekte kostenlos.i Kine Parallelausgabe des Buches für Nicbtmitglieder ist im Welt-Verlag erschienen und durch jede Buchhandlung tu beriehen. Preia M. (i. . Der Mann: Kine der universellsten Persönlichkeiten der Zeit, Korseher und Tatmensch, Träumer und Verwirklicher. Im übrigen ein Lebensbejaher, der in allen Lagen und in jedem Aller des Daseins ganSC Killte genieSt, als Schüler, als fechtender Burschenschaftler, als wagemutiger Alpinist, als Yerkehrsgast an den Stammtischen der Schriftsteller und Kttnstlerbohemc, von der er Köstliches Oberliefert. Oer Jude: Trotz seiner Verwurzelung mit deutscher Kultur uml

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