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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-07-03 · 27 (3.7.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
27 (3.7.1931)
Date
1931-07-03
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 1 Nummer 27 ——b^m—mi imwmmmmnanaasa——■asusauusi—— Die Selbstausf il.irang Ihrer I Oönheltspf lege wird Ihnen ermöglicht dur h geschulte fkcbnduniacbt Berttuog In der Reldasstrir(4eii>ParIllmerle Lader sUmf HMMliCriieir Hosanetflk einem Wege, »1er Im Bh-uo! r Hemfsumschr htuns der deataohen .luden eingeschlagen wnn \ ,-. ndrat Dr. Eichler erklärte namens der K r e i ■ v e r wa 1' U n g. r.ei nicht tu verkam en. dafl es sich hier um ein bedeutende! ÜuiArnehmffi hat.die. Das dünnbevölkerte Gebiet des Cottbuser Kroisel sei nach durchaus autnabmefähig für landwirtschaftliche S!"d'er un ' kön.i.- ni einem Zentrum der Versorgung nicht nur dei 'l.derlausitz, sondern auch Groß-Horlins mit gärtnerischen Produkt) peni„»ht werden. > .:i Hinblick darauf und auf die idealen Motiv -. I jn.'.-- he,; ,/imenschlusses zur Wiederverbindung städtische- Ktam nie mit or Scholle müsse der Gedanke des Reichsbundes für |uwiaClH Siedlung, der der wohlwollenden Förderungen seitens tier Bein.-'' n a-hc. ma könre. vorbildlich genannt werden. Namens r?er Gest bältsfilk, „i " . «Reichs'-.indes dankte Rittergutsbesitzer Mosse dem Verl'- r cei Äreiwi rwalffng für seine Ansprache. Auf dem festlich u •i<*V: h rr»nd .en ersten Siedlungshauses hielt Rabbiner Dr. Leo bueck, nachdem Oberkantor Wilhelm Friedmann das „Mi uiuwn"?uri Vorirag gebeathl hatte, eine tiefempfundene Weiherede. In de, er i<<> Rückkehr .mm Acker, die Verbindung des Mensrhen — Adam mit Adamah, der Erde, als die Erfüllung einer alten jüdischen Sehnsucht bezeichnet, In der geistigen Sphäre der JudengaMe habe der Jude in inniger Verknüpfung mit dem Ueberirdisciien gewissermaßen den ffinimelsacker bestellt. Nach seinem Hinaustreten In die Welt aber, nach dir Säkularisierung des jüdischen Lebens, kann?r die Gemeinschaft mit dam Acker, mit dem realen Boden, nicht mehr entbehren. Die WandetVerbindung von Adam und Adamah ist das religiöse Gebe der Stunde. Sodann nahm Rabbiner Dr. Potne - Cottbus in eindrueksvoBer Weise die Weihe- Zeremonie vor. worauf ier Vorsitsend» des Peichsbundes jüdischer Frontsoldaten Dr. Leo Lioewenstein »ine A.-'spi che hielt. Er hob hervor, daß die Leistungen ie« dontpeVen .ludeii'.ums auf allen Gebieten deutschen K ul I ur' .-bei I . p<* nhM? ilft:'t die Tatsache, daß IWÖlftau- ■end jüdische Soldatet' •> ■ dei t''rtü«ligung ces dentachen Vaterlandes gefallen sind. d>»r ■ •ulsrhe' Juden ein Reehl darauf •.•eben, auf dem Hoden zu siedel.-, >•• s> v*;r dem Potftd geschützt halten. Er verlas hierauf die GmncsMblegvft^RVrktUide vvt sprach nach ihrer Einmauemng den ersten Hammorspriich, linier Zugrundelegung des Mottos zu Schillers ..Glo-Ve" v Mmeic •:• d-. i ersten Hammerschlag den zwölftausend jüdisch''- Tolen des W*Hkriegea — mortuos plango —. den zweiten dem Rei-'lfburrj jih'.is her Frontsoldaten, an dessen Schild sich die Blitze »'•» .\ ien'nes brechen mößen — fulütira frango —. den dritte-, d«>i Jfldi ■ v 't Lendarh-j;, die dieses Land blühend machen soll — rivoi vooo —. l.'.ne gatme Reihe weiterer Hammersprüche cah r.c F. I< r 'In Pbersi.^. eindrucksvolles Gepräge. An die Feier srhluii ' .in Rundling durch das Gutsgelände und eine Besichtigung ^r .< ng 'sglen gärtnerischen Kulturen sowie der Stallungen. <v- .., . runim unitiM« IsIiSmIi I rmatwMslw) ItafltT« üemeiade Prci-werler ErhiilunRsau?" ..u. iar beruMStige Mädchen und Frauen. Der israelitische WeViäti seitsverein ki.nn leider in diesem Jahre aus Mangel an Mitteln ..ui " Kir-*er?c^loni> n hfl e?lr T>Orrenberirer Erholuimsheim verschicke. L: 5 Jf?r nugliehs' vlei, n den Segen der gesunden, solehalHipu l . rger Luft ziigutekmnmeu zu lassen, beabsiehtigi er. in ■ r >■ n 27. Auguft Ks 10. September das jg Schiller*...-.. £ck Unwertitätsstr.26 |j| ~ Sieben Sdtsufen iter t Grö>,r> Hetrenh:.!-'. n W/l Leipzig*. Heim für berufütatigo Mädchen und Frauen geöffnet zu halten. Der Preis für volle PenslOi be' ii^. V. pro Tag; dazu kommt die ermäßigle Kurtaxe in Höhe von V.. Iii.—, auf 14 Tage berechnet. Eventuelle Bäder m08h"n gesondert bezahlt werden. Der so niedrig gehaltene Pensionspreis trägt den besonderen Zeitverhältnissen Rechnung. Die Neueiru-M Mung kamt mit Rücksicht aut die erforderliche Umstellung nur da ..- durchgeführt werden, wenn eine genügende Inanspruchnahme erfolgt. Schrifiiicltu Meldungen sind daher bis spä testena!. August an Fiau l'rudi Kaufmann, Karl-Rothe-Str. 18, zu richten. Sitzung des Verwaltung»■ssshusses der Landeakasse Sachsen für jü di-i'he M'anderfiirs-ir^e in l.eipiig. Am Sonntay, de"i 28. Juni 10dl, taute der Verwaltungsauaschuß in Leipzig unter dem Vorsi'- des Herrn Siegmund Gottlieb, Leipzig. Nach BegrQttung der Versammlung durch den Vorsitzenden err-tattet Herr Verwaituigsdiioktor Katzen stein den Bericht für die Zeit seit de; letzten Sitzung, die am 10. Februar HWO in Dresden stattgefunden hat. Der Ausbau der Organisation für die Wanderfür sorge ist im letzten Jahre durch die Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge Berlin weiter gefördert worden. Erstrebt wird der Zusammenschluß der mitteleuropäischer., Staaten, der auch Fortschritte ge mach! hat; doch bestehen noch Schwierigkeiten hinsichtlich der Verrachnnng. In Loipzig Ist ermöglich geworden, die Beherbergung und Verkösticung von Wanderein ajeh an Sabbaten und Feierlagen, die bisher durch den Verein üaehnossas Aun-him besorgt worden ist, in (lemeiiKWerwaltung z'j i.i?«"n.''hmen: dem Vorsitzenden des genannten Vereins, Herrn Meier r af, a r, wird für seine langjährige, opfer volle Tätigkeit auf diesem Ctbiet der herzlichste Dank gezollt. Für die Hunderte von Er verL-„losen hat die Leipziger Gemeinde aus eigenen Mitte .1 und aus den ihr aus der Sächsischen Nothill.' I berwiesenen Geldrn Zuwendungen gewährt, ein privatei AusschuS hat .saiciiüungen in beträchtlichem Maße vorgenommen und daraus l<obaajsmittel verteilt. Ein beamderes Verdienst hat sich Hon Moritz Gry durch Arbeitsbeschaffung erworben. Diese Fürsorge liii die Erwerbslosen Ist in Zus?mmtsnarbeit mit der Gemeinde nusgeüM worden und wird fortgesetzt Sie wird hier zur Sprache gebracht weil die seit langem erstr bt Errichtung eines Arbeitsnachweises füi die Bebel 'ing der Not der l t w-rbslosen besonders wichtig ist und da- Arbeitana tiwciswesen mil zum Aufgabankreia der Wanderfüraorgi gehört. Für die Rückführung ier Wa, lerer in ein geordnetes Wir! schaftsleben ist ferner die Eröffnung der von der Hauptstello vorbe reite tan Arbeiterkolonte von großer Bedeutung. His |eti wird von vielen Wandorkassen Klage darüber geführt, daß es ihmnur in den seltensten Fällen möglich gewesen ist, die Wanderer wil der seßhaft zu inarheii und ihne^ zu einem Erwerb zu verhelfen. Dil Arbeiterkolonie soll zum wenif I u erreichen, daß die Leute von d> Landstraße sich zu geordneter A eit Cwftfkflnden. Einen äußeren Fortschritt i r Organisation bedeutet die Ein fiihrang einer el n h e itll e ii o r Geschäftsführung Ohe das ganze TX«-iu»i. Seit langem gewünscht wird die statistische Erfassung dei jenigen Wanderer, «Ii«- dank dir FBraorgetätigkeil wieder ein Reh und Erwerb gefunden haben. Immer wieder muß die Forderung erhoben werden, daß Beföi derungen nur mit Ueberweisungskarten vorgenomm« werden. Frl. Weinreich von d'T Hauptst<>lh> für jüdische Wandel in Borge Herlin uibi zu den argeschnittenen Fragen Auskunft. I> llauptstelle für jüdische Wanderfürsorge. der auch «las Gebiet dl ArbeitsnnehweiSH angegUeder1 ist, wird voraussichtlich als Zentra stelle der jüdischen Arheitsnac'.weis«: im ganzen Reich anerkam werden. Es ist zu hoffen, daß alsdann der Gemeinde Leipzig die vo ihr schon seit Jahren uchgeaurfato Genehmigung zur Errichtung eine Arbeitsnachweises erteilt wird. Die Arbeiterkolonie w'rd voraussichtlich in einigen Wochen ei

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