Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 23 (5.6.1931)
- Date
- 1931-06-05
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 2.'i GERMANIA-BAD rdephon 32303 „Leipziger Gesundborn" Wunderschöner Mheniwerter Aufenthalt Bester l'.rsatz für teure Sommcrfrlstticn l.ult-, Sonnen- und Schwimmbäder I n „,,,», I für D.wiicn (..in/ \or/Oiilii he Massagen . . .. ... . „ ■ . ■ 1. I und Herren Oe* llirnlnnfr°OIH imiiumtcrriciit I Geöffnet von 6 ununterbrochen bis 20 Uhr Wochentags von 14 Uhr, Sonn-u. Feiertags von 6 Uhr ab: _Familienbad_ Die Bader sind neu vorgerichtet. Die Schwimmbassins werden mit filtriertem Wasser gespeist. Brunnen« asser - Duschen x. 10. Sitzung, Montag, i>. Juli, 10 Uhr vormittags: '-,'->. Debatte über <lio Referate ni li>. 2<>. 21. (Montag, den 8. Juli, nachmittags, und Dienstag, den 7. Juli, finalen Sitzungen der Kommissionen statt.) XI. 11. Sitzung. Mittwoch. K. Juli, 10 Uhr vormittags: 28. Berichte von Kommissionen. Debatte und Abstimmung. XII. 12. Sitzung, Donnerstag, 9. Juli, 10 Uhr vormittags: 24. Berichte von Kominissionen. Dehatte und Abstimmung. XIII. 18, Sitzung, Donnerstag, f>. Juli, 8 Uhr nachmittags; 25. Berichte von Kommissionen, Debatte und Abstimmung. XIV. 14. Sitzung, Freitag, 1<>. Juli, 10 Uhr vormittags: 26. Berichte von Kommissionen. Debatte und Abstimmung. XV. 15. Sitzung. Freitag, 10. -luli. 3 Uhr nachmittags: 27. Wahl der Exekutive, <les Aktionskomitees, der zionistischen Vertreter in den Organen tler Jewiah Agency, des Kongreflgerichts, des Ehrengericht! und der Revisoren: 2S. SchluM des Kongresses. Auch an dieser stelle sei auf die Bedeutung tler Mendelssohn- Stiftung hingewiesen und der Appell des Vorstamles aufs wärmste unterstützt. Jüdische llaustfcgc. Ks sei gerade in der gegenwärtigen Reisezeit nochmals auf di< neue Einrichtung des Jüdischen Frauenbundes „Jüdische Hauspflege rinnen" hingewiesen. Die Ortsgruppe des .lud. Frauenbundes empfiehl bewährte und zuverlässige Krauen, die Imstande sind, die fiaustrai zu vertreten und in all den Krankheitsfällen, in denen eine geprüft Krankenpflegerin nicht unbedingt nötig ist. auch Krankenpflege ZI übernehmen. Die Hauspflegerinnen können angefordert werden durcl folgende Adressen: Israelitisches Gemeindeamt (Fürsorge) Lühnde 1 (Tel. 21882), Krau Anna Schief), Lulsenstrafie 26 (Tel. 01)4 (W) um Frau Lenl Emmerich, Fritaaehestrafle lo (Tel. 12208). Wie können unsere Kinder die Feriea verbringen? Halbtagsferienkolonie tl e s .1 ii diso h e n K r a u e n bundos für 180 Kinder. Nach anstrengender Schulzeit solle die Ferien den Kindern zum Aufenthalt in frischer Luft, zur Krholun und Kräftigung dienen. Nur wenigen Grofistadtkindern ist es vei gönnt, durch eine Erholungsreise neue Kräfte zu sammeln. Dahe dient schon seit Jahren die Halbtagsferienkolonie des Jüd. Frauei blindes dein Zweck, 180 Kindern auf der schönen Spielwiese des Lunn parks während der Ferien das zu bieten, was eine örtliche Krholun zu geben vermag. In jedem Jahre hat diese allerbescheidenste Ei holungsmöglichkeit Verständnis weitester Kreise gefunden. Ks wii auch in diesem Jahn an alle Gemeindemitglieder die herzliche Bill gerichtet, der Ortsgruppe durch Spenden zu ermöglichen, diesen Kil dem, die heule mehr als je tlarauf angewiesen sind, diese klein Ferienfreude zu bieten. Gefl. Spenden sind auf das Postscheckkonto d> Jüdischen Frauenhundes, Ortsgruppe Leipzig, mit dem Vermerl „Halbtagsferienkolonie" zu überweisen (Postscheckkonto M88H, .Iii' Frauenbund. Ortsgruppe Leipzig.) Unsere Gemeinde Mendels—ha Eitting. Am 2S. Mai fand die diesjährige .lahresversaininlung der Mendelssohn-Stiftung statt. Im Geschäftsbericht konnte der Vorsitzende, Justiiral Wachtel, darauf hinweisen, dafl die Stiftung im abgelaufenen Geschäftsjahre 10 Stipendien im Gesamtbeträge von <>24 M. bewilligen konnte. — An Stelle des im abgelaufenen (ieschäftsjahre verstorbenen Vorstandsmitgliedes Kmil flaut wurde Gemeinderabbiner Cohn in den Vorstand gewählt. Der Vorsitzende w ies weiter auf das 70jlhrige Bestehen der Stiftuni! hin und richtete an die Anwesenden einen warmen Appell, der Stiftung durch Zuführung neuer Mitglieder zu reicherer Entfaltung ihrer Hilfstltigkeil zu verhelfen. Während die Einrichtung vor dem Kriege in der Laue war. Studierenden an den verschiedenen Arten der Hochschulen in Leipzig alljährlich Stipendien und einmalige Beihilfen in Höhe von etwa 2500 M. zu gewähren, hat sie die Folgen der Inflation nicht in dem MaUe überwunden, wie es der Wichtigkeit ihrer Aufgabe entsprechen würde. Gerade in unseren Tagen sei der Kall nicht sollen, dafl Studierenden, die unter günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen ihrer Kitern ihr Studium begonnen haben, im Verlaufe dieser Studienzeit die von Hause aus ihnen gewährten Unterhaltsmittei plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Um so dringlicher tel die Notwendigkeit, die Tätigkeit der Stiftung, tlie in 70 Jahren einer so stattlichen Zahl von Studierenden zur Durchführung ihrer Studien wichtige Hilfe geleistet habe, auf eine gesunde Grundlage zu ■teilen. F.- gäbe doch noch einen recht beachtlichen Kreis von Gemeindemitgliedern, die auch heute noch in der Lage wären, dazu beizutragen. Dies um so mehr, als der Mindestbeitrag zur Mendels- - ihn-Stiftung auf 8 M. herabgesetzt wurden ist. HJohann Reichel l"j Ritterstraße 1 (Eckhaus Grimmaische Str.) ■ M fertigt Leibbinden, Plattfußeinlagen, Bandagen nach Wunsch und zweckentsprechend an Fernsprecher 22362 Jahresversammlung der Särhsisrhen l>raeliti-rhen Lchrcr-Vcreinigim Am 31. Mai hielten die in der Sächsischen Israelitischen Lehn Vereinigung zusammengeschlossenen jüdischen Lehrer Sachsens ihl diesjährige Jahresversammlung ab. Nach Begrüliungsw orten des Vo sitzenden. Prediger Hei mann aus Plauen, hielt (iemeinderabbim Dr. Goldman n die Lehrer-Vereinigung in Leipzig namens d< Leipzig-Loge willkommen und betonte, dalt die Loge au den Arbeit der jüdischen Lehrerschaft reges Interesse nehme und dies auch 'I durch zum Ausdruck bringen wolle, dntt sie die sächsischen Lein in ihren Bäumen freudig willkommen heilte. Namens der Vereinigtl sächsischer Rabbiner hegrütlte (iemeinderabbiner Coli n die Vereii gung. Rabbiner und Lehrer hätten eine weitgehende (iemeinsch der Ziele, die sie auch äutterlich dadurch zum Ausdruck gebrai haben, datt ein gemeinsamer Ausschult eingesetzt worden ist: i schon bisher sehr enge Zusammenarbeit werde dadurch auch wirkwerden und praktische Aufgaben lösen. Kr wies, um ein BeiS| herauszugreifen, auf ein Problem hin. das im Hinblick auf den glei zeitig stattfindenden sozialdemokratischen Parteitag besonders in d Gesichtskreis gerückt sei: sozialistische Jugend und Stellung i Judentum. Ks sei Gebot der Stunde, dieser für die religiöse Krzieln wichtigen Frage die volle Aufmerksamkeit zuzuwenden. — In sein Jahresbericht stellte der Vorsitzende fest, dali die Vereinigl zur Zeit 21 Mitglieder zähle, da LI damit sämtliche jüdischen Leb und Kantoren im Freistaate Sachsen der Vereinigung angehören, dem Bericht sei weiter die Feststellung des Vorsitzenden ber\ gehoben. daU der Verband sächsischer israelitischer (ieineinden Lehrer-Vereinigung lebhaftes Interesse entgegengebracht hat, dal1 insbesondere bei der Regelung der Pensionierung eines aus «lern Al scheidenden Lehrers einer Verbandsgemcindo in anerkcnnenswei Weise die Anregungen der Lehrer-Vereinigung voll berücksieh habe. Weiterhin spricht der Jahresbericht von den Bemühungen Lehrer um Anerkennung des Religionsunterrichts, insbesondere I hinsichtlich der Aufnahme der Religiouszensuren in die Zeugm Die Bemühungen seien bisher ohne Erfolg geblieben. Bedaueriii I weise sei eine persönliche Begründung des schriftlichen Gesuches den zuständigen Behörden unterblieben. Vielleicht hätte eine soh gröflerea Verständnis für die jüdische Forderung hervorgerufen. I Vorstand der Lehrer-Vereinigung werde aber nicht ruhen, bis in alles geschehen sei, um die Gleichstellung des jüdischen Religio Unterrichts mit dem Religionsunterricht der christlichen Konfession