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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-06-05 · 23 (5.6.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
23 (5.6.1931)
Date
1931-06-05
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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... Juni 1931 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite B Hauptgaststätte Ausstellungsgelände verbunden mit besonder! auch hinsichtlich der Bewilligung der daltlr erforderlichen Kosten, zu eriielen. Bemerkenswerl ist, daO in Dresden der Gemeinde von den Behörden diejenigen jüdischen Schiller namhaft geinachl werden, die sich dem Religionsunterrichl entliehen. Schließlich verdient mitgeteilt iu werden, dafl die Vereinigung im kommenden Jahre auf ein 20jähriges Bestehen surflckblicken kann. — Nach Erledigung «los Kassenberichts wird über die rechtliche stellung d e r R a l> 1> I n e r u u d B e a in t e n i n d e n (i e in e i n d e n des Freistaates Sachsen referiert. Prediger Heimann schildert kurz die Entwicklung der rechtlichen Lage, für die in Kürze eine Neuordnung zu erwarten ist, da voraussichtlich der Entwurf eines Gesetses für die Religionsgemeinden im Freistaate Sachsen bald Gesetzeskraft erlangen wird. Durch diesen würden die Beamten der israelitischen Religionsgemeinden im Freistaat den Beamten der anderen Religionsgemeinschaften in vollem Umfange gleichgestellt werden. Kr erörtert einige Fragen, die sich bei der Deutung einzelner Bestimmungen dieses (ieselzes ergeben können, und ist der Ansicht, dafi auch schon jetzt auf Grund der bestehenden Reichsgesetie, vor allem der Reichsverfassung, Rabbiner, Lehrer und Kantoren Beamteneigenachatt besSfien, Die Aussprache wird durch ein eingehendes Korreferat des Gemeinderabbiners Dr. Goldmann eröffnet, der die von Prediger Helniann schon angeschnittenen Fragen noch weiter erörtert und im einzelnen näher begründet. Kr betont, dal.; als Beamte der Gemeinden /.weifeisfrei anzusehen seien alle diejenigen von der Gemeinde beuchlftigten Personen, die. wie er es bezeichnen will, eine für die Qeineinde wesentliche Tätigkeit ausüben, also Rabbiner. Lehrer, Kantoren und grundsätzlich auch die Schächter. dieae alle in Ausübung von Aufgaben des Kultus-, in den grüfieren Gemeinden auch die hauptimtlichen, leitenden Verwaltungsbeamten, Kr erhebt weiter die Forlerung, dafi den Genieindebeamten auch das passive Wahlrecht eln- (erluml werde, das ihnen zur Zeit noch immer vorenthalten sei. Es üiiiipft sich daran eine längere Aussprache, in der unter anderem auch lie Frage erörtert wird, inwieweit versucht werden solle, die Forlerung des Gesetzentwurfes, dafi die Qenieindebeamten die deutsche >taatsangehürigkeil besitzen müssen, im Interesse <ler leichteren und hiuflg auch iweekmiBigeren Besetzung gewisser Beamtenstellen zu leseitigen. — Ks folgte ein sehr eingehendes Referat des Herrn Lehrer "ecke] über den biblischen Geschichtsunterricht in der Religions- •chule. — Ein weiteres angekündigtes Referat des Herrn Dr. Goldnann über den jüdischen Geschichtsunterricht mußte mit Rücksicht mf die vorgeschrittene Zeil vertagt werden. - Nach der eigentlichen Versammlung vereinigte «lie Teilnehmer ein genteinsames Essen. Gesellschaftsreise zum 17. ZieaUteaksagreB. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dal! beabsichtigt ist. bei genügender Beteiligung eine Gesellschaftsreise zu dem am 90. Juni tattfindenden 17. Zionistonkongreli in Basel zu veranstalten, und es vird um weitere Anmeldungen au das Büro, Keilstr. 4, ersucht. Wir ilauben durch Veranstaltung dieser Gesellschaftsreise eine erhebliche Pah rpr <■ i s p r niü U i g u Ii g für die Teilnehmer zu erreichen. Gastkarten i u m IT. Z lonistenkongreB. sämtliche Sitzungen des Kongresses finden im großen Saal der Schweizerischen Mustermesse Basel statt. Im vorhinein werden nur Permanenzkarten abgegeben. Die Preise der Permanenzkarten sind wie folgt festgesetzt: Kategorie 1: Schw. Frs. 80. : Kategorie 'J: Schw. Frs. 50. -; Kategorie:!: Schw. Frs. LT). . Stellplätze werden nur als Tageskarten an Jedem Kongreßtage in der „Mustermesse" abgegeben. Bestellungen auf Permanenzkart er sind Hingehend an die Zion-Vereinigung für Deutschland, Berlin W 85, Meinekestr. 10 (Postscheckkonto: Berlin 8091, Bankkonto: Darmetldter und Nationalbank, Depositenitasse DE, Berlin W, Kurfürstendamm .VJ) zu richten. Ks können nur solche Bestellungen berücksichtigt werden, für die die Zahlung im voraus erfolgt. Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen ReligionsKenieiiiile zu Leipzig Barmiswa-Verbereitang, Zur Barmiswa-Vorbereitung werden seitens der Gemeinde unentgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit vom 1.Januar 1919 bis 31.März 1919 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am 1.Juli 1981. Nur wer daran teilgenommen hat. wird als Barmizwa in der Gemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 80. Juni 1981 im Gemeindeamt, LShrstrafie 101. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Le I psi g. den 1. Juni 1981. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Nachtrag zur tiebUhrenordiiiiiic. Auf Grund des Gemeindesitzungsbeschlusses vom I. Juni 1931 ist ein (!. Nachtrag zur Gebührenordnung für die israelitische licligionsg( ineinde zu Leipzig ausgefertigt, der vom 8. JlUll bis 1t). Juni d. .1. werktäglich von it 18 Uhr im Gemeindeamt, Lührstrafie 101, zur Einsichtnahme für die Gemeindemitglieder ausliegt. Dieser Nachtrag tritt am 6. Juni 1981 in Kraft. Leipzig, den 2. Juni 1981. Der Vorstand der Israelitischen Rpligionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt l'ersuupnsiandsnarhrirhten B a r m i z w a: Am Sonnabend, (i Juni. Heinz Stern. Sohn des Ventorbenen Herrn Felms Stern und Frau Lisa geb. Rosenfeld, Frankfurter Straße 5, in der Gemeindesynagoge. QegrUndetl 868 Aug. Siebert Farnspr. S.-Nr. 717 86 Rauchwaren Versicherungen jeder Art Transport Vers. Promenadenstraße 10 Vers.

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