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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-05-15 · 20 (15.5.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
20 (15.5.1931)
Date
1931-05-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 20 Eugen Kelhetter Inhaber: CARL KOCH_ ISorncfjmc £jerrentxjnfd)c »Elegante Rcotuatten LEIPZIG, Petersstraße 20 im Meßhausneubau „Petershof" einen Teil ihrer freien Zeil nutzbringend anzuwenden,!iat der JQd. Frauenbund. Ortsgr. Leipzig, eine Nähstube errichtet, in der die jungen Mädchen unter sachkundiger Leitung sich Nähkenntnisse erwerben sollen. Zunächst werden sie an eigenen Kleidung«- und Wäschestücken arbeiten, Ausbesserarbeiten für eigenen Bedarf vornehmen; späterhin will die Nähstube versuchen. Aufträge Hegen mäßiges Entgelt zu erhalten, SO daß den jungen Mädchen späterhin auch ein kleiner Verdienst ermöglicht wird. Die Nähstuhe hat beim Schulamt der Stadt Leipzig freundliches Entgegenkommen gefunden. So dürfen die Kurse jeden Montag und Donnerstag von 8—8 Uhr in den Nähklassen der Berufsschule-Ost, Stephauiplatz 2, stattfinden. Alle Vorrichtungen, Zusehneidetiache, Nähmaschinen, Plättvorrichtungen dürfen in Benutzung genommen werden. Alle jungen Mädchen, die an diesen kostenlosen Kursen teilnehmen wollen, werden gebeten, sich im Kürsorgeamt der Gemeinde, Lohrstraße 10 (Telephon 21882), oder bei Frau Fried, Beethovenstraße 28, zu melden. 2. Jüdische Hauspflege. Um einigen jüdischen Frauen einen Verdienst zu schaffen und gleichzeitig dem Bedürfnis nach jüdischen Hauspflegerinnen abzuhelfen, hat der .lud. Frauenbund, OrtSgr. Leipzig, eine jüdische Ilauspllegestation eingerichtet. Einige, als zuverlässig erprobte Frauen haben hei Herrn Dr. Johannes Hart, dem auch au dieser Stelle herzlichst für seine freundliche Bereitwilligkeit gedankt werden soll, eine theoretische Ausbildung in Krankenpflege erhalten. Es können diese Frauen in allen den Fällen, in denen der Arzt nicht unbedingt eine geprüfte Pflegerin für notwendig hält, empfohlen werden. In erster Linie sind aber unsere jüdischen Hauspllegerinnen bereit, die Hausfrau zu vertreten oder zu entlasten und alle die ihr sonst zustehenden Arbeiten wie Kochen, Reinigen der Wohnung. Verpflegung der Kinder, aushilfsweise zu übernehmen. Nach dem Muster der städtischen Hauspflege beträgt der Satz, außer Verpflegung, M. 8J50 pro Tag. Im Bedarfsfalle wird Vermittlung dieser Haupllegerinnen übernommen durch das Israelitische Gemeindeami (Fürsorge), Lohrstraße 10 (Tel. 21882), ferner durch Frau Anna Schieß, Luisenstr. 20 (Tel. TAU <>8) und Frau Leni Emmerich Fritzschestraße 10 (Tel. 12298). Erkenntnis*«- der neueren l'-> rholnfcie in ihrer praktischen Aii'temliing. Im Anschluß an die Hauptversammlung der Ortsgrup|>e des jüdischen Frauenbundes hielt Frau Lotte S p i t z. w ie in voriger Nummer berichtet wurde, einen Vortrag über das vorstehende Thema. Die Krystall-Palast (Blauer Saal) Sonntag, den 24. Mai, pünktlich 20 Uhr: Einmaliges Gastspiel Hildo Dulilikaja Königin des jüdischen Liedes — sowie als berühmter Gast Charakterschauspieler, Komiker, Sanger von ganz großem Format Karten VOn RM 1.- biS RM 5.- Sind schon jetzt zu haben bei: Speisehaus Gottlieb, Plauensche Straße, Jedlitzky, Reichsstraße, Zigarrengeschaft Felber, Ecke Brühl - NikolaistraQe, Restaurant Manelis, Leipziger MeQamt, Kaufhaus Brjhl, Althoff, Zigarrengeschäft Preismann, NikolaistraQe, Backerei Schmeidlor. Frankfurter Straße und NordstraOe, sowie an der Abendkasse im Krystall-Palast. Erwerbslose an der Abendkasse Ermäßigung. Reterentin versuchte in kurzen Zügen die Wege zu umreißen, am denen sich die moderne Psychologie bewegt, und zwar beschränkte si■ sich auf die Gebiete, in denen sie sich praktisch auswirkt. Im Vordei grund tles Interesses sieht da heute die Charakterkunde, die als Lehn vom Menschen T \ p u s auftritt; ihre Erkenntnis sind bedeutung voll für Berufsberatung und Eignungsprüfung, die wesentliche Fal toren in der Wirt Schaftsgestaltung unserer Zeit bilden. Auch Graphc logie gehört hierher, die die Beziehung zwischen Handschrift un< Charakter lehrt und sich dabei auf psychologische Methoden stütz Die neue Weise, in der mau in Wien Kindes Psychologie treibt, i- Grundlage für eine eigene Armutsforschung geworden, die richtunf gebend für die ganze soziale Kinderl'ürsorge werden kann. Die I» rühmte „Kinderühernahmestelle" in Wien stellt das Material dafti bereit, das auch für die Erziehung sehr wertvoll ist. Vom Standpunl der Erziehung und Heilung wurde die Adlorsche Individualpsychologi kurz charakterisiert, ferner wurde versucht, soweit das überhaupt i diesem Rahmen möglich ist, Wesen und Methode der l'sychoanahzu erklären. Das große Interesse, das sich jetzt überall für Psychologie zeig, deutele die Referentin, als aus den Schwierigkeiten der Gegenwa heraus entstanden: es werde gerade in dieser Zeit der großen (iegei sätze als notwendig empfunden, sich selber zu kennen und dadurch di andern zu verstehen. Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionsgemeinde sn Leipzig Mädrlienknnflrmalion. Am Sonnlag, 17. Mai 1981 findet vormittags III Uhr in der (!■ meindesynagoge, (lottschedstraße 28, die Konfirmation der Mäfl eben statt. Ordnung f ü r d i e M ä d chenkonfir tu a t i o n 1. Orgelspiel während der Einführung der Konfirmandinnen. 2. „Gott ist mein Hirt" von Franz Schubert (Chor). 8 „Ario'so" von (!. V. Händel, (iesang des Kantors. 4. Wahlsprüche der Konfirmandinnen: Ursula Beuthner, Helga Di ■ uriner. Gertraude l'echenbach, Ivlisnheth Rzepkowics. Eingeleitet durch einen Vorspruch (Ursula Beuthner). 5. (Sehet (Gertraude Fechenbach). o. Gelöbnis (Helga Dobbriner), Die Sätze des Glaubensbekenntnis werden von der Konfirmandin gesagt und dann von der de meinde gesungen. 7. „Es keimt, von Gottes Hand yesäl" von L. Lewaudowsky (Chor] 8. Predigt. it. „Der Herr hat unser gedacht" von L. Lewaudowsky. 10. Vorspruch zum Segen (Elisabeth Kzepkowicz). 11. Konfirmation und Segen. 12. Priestersegen ((iesang des Kantors). 13. Psalm 150 von L. Lewaudowsky (Chor). Die Festordnung wird nur an dieser Stelle veröffentlicht, Leipzig, den 11. Mai 1881. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipsif Farthildunfcsunterrirht in jüdischer Religion an der Keligioiissrhuh Für Schüler und Schülerinnen der höheren Lehranstalten wen Fortbildungskurse in jüdischer Religionswissenschaft abgehalten, denen die hebräische Sprache, jüdische Geschichte und die jüilis Religionslehre sowie auch Probleme des modernen Judentums lieh, ilelt werden. Der Unterricht wird von den liberalen Gemeinderah nein erteilt. Der Unterzeichnete erteilt Auskünfte und nimmt .' meidungen entgegen in seiner Wohnung Konig-.lohanu-StrabV Fernspreeh-Nr. 21(i 07. Leipzig, den 28. April 1881. Der Direktor: Rabbiner Dr. Gold mann, Bestattung*- und Fricdhofsordnunt;. In der (iemeindesilzung vom 28. Februar 1881 ist die Bestattuir und h'riedhofsordnung beschlossen worden. Die Ordnung liegt in der Zeit vom 11. Mai bis mit 22. Mai 19 werktäglich von 8—18 Uhr im Gemeindeamt, Löhrstr. 101, zur Ei sirhtnahme aus. Leipzig, den ">. Mai 1881. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig.

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