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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-05-01 · 18 (1.5.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
18 (1.5.1931)
Date
1931-05-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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I. Mai 1031 (iKMKINDKBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSQEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Haushaltplan des Sächsischen israelitischen Gemeindeverbandes für das Kalenderjahr 1931 2 Fest - Ki'st I Fest- Festg E i 11 11 a Ii 111 e setsung Setzung _ B <9 A 11 s g a l> 6 letsung setzung 7. 1980 1!)31 35 1080 1031 - UM UM £ HM UM 1 1 — .» Beitrage der Verbandsgemeinden (2*/M de* 2 Landeswohlfahrtsstello beim Stichs. Israelitisch. Reichseinkommensteuersolls): Gemeindeverband einschl. Zuschuß /.um Gehalt 4 1100 60 12* der Fürsorgerin bei der Landeswohlfahrtsstelle 650 2 000 50 55 3 Beitrag zur llauptstcllc für jüdische \Vander- 4 120 3488 tOrsorge und Arbeitsnachweise....... 3 000 1 51 Hl 4X00 4 000 4 Dieselbe, liest des Beitrages zur Errichtung 10 300 0 830 einer jüdischen Arlieiterkolonie...... 2 500 — 700 500 Zittau............... Zwickau.............. 70 700 130 285 5 Beitrug zum Deutsch-Israelitischen (iemeiudebund in Berlin............. 100 lim Landeskasse Sachsen für jüdische Wandertttr- (i GefangenenfUrsorge........... 000 sorge in Leipzig. Beitrag sur Errichtung einer 7 Zuschuß zur Besoldung des Lehrers in Bautzen 1 200 800 jDdischen Arbeiterkolonie........ 1 500 8 8 10 11 12 13 14 Verbandssekretär Ploemacher (Gehalt) . . . Kür Reisekosten und Tagegelder...... Kür Sehrcibhilfe, Drucksachen. Kormulare, Porti und sonstige Bedürfnisse......... Beilrag zur jüdischen Tuberkulosefürsorge in Berlin................ Zum Zwecke der Pensions- und Reliklenversorgung für Beamte kleiner Verbandsgemeinden Druckkosten des Mitteilungsblattes des Sächsischen israelitischen (ieineindeverhandes . . . Zur Verfügung des Vorsitzenden...... 1 000 400 000 1 000 7 200 1 000 2 250 '.•40 300 500 ti 708 2 302 25 005 1 18300 1 25 50(1 1 15 300 Nach Berichtigung dm Kth'hiu'lnkoiiimriMitriiiTlH'trnKx stellt sich ih r DcHrne wiederum auf SO KM. Gegenwärtiger Hanshalkplan wurde in der heutigen Sitzung des Verbandssu—ohusses in Kinnahmt' und Ausgabe gleiohlautend zur Summe von 1 1 500 UM (in Worten: Künfzchntausenddreihundert Reichsmark) festgesetzt. Dresden, den 15. März l!)3l. Sächsischer israelitischer tieincindcvcrhand. UeohtsanwaH Paul Baiinger, Vorsitzender. Zur Festsetzung des Haushaltplanes für das Jahr 1931 legi der Vorsitzende einen Entwurf vor, der in Einnahme und Ausgabe mit 15300 U.M. abschließt. Es wird wiederum ein Beitrag der Gemeinden in Höbe von 2 pro Mille der Reichseinkommensteuer Ix schlössen. Bei dem Posten Landeswoblfalirtsstelle tritt eine Kürzung von 4050 RM. auf 2000 RM. ein. Im Anschluß an den dem Landtag vorliegenden Entwurf eines i esetsea über die öffentlich-rechtlichen Religionsgesell schatten findet eine Aussprache über diesen Entwurf, insbesondere über - I) i e n « I s I r a f o r d n u u g für Rabbiner, Lehrer und Beamte, wie über die Rechtsverhältnisse der Beamten und 1 ii gesi el 11 cn der sächsischen Israelitischen Religionsgemeinden Statt, Eine längere Diskussion entsteht darüber, wer als Beamter im f tine des § 9 des Gesetzes anzusehen ist. Eine Einigung über diese Frage wird nicht erzielt. Es wird eine Kommission eingesetzt, die ' ine Klärung über die Rechtsverhältnisse der Beamten und Angesteli- : i herbeiführen und sich nochmals mit der Dienststrafordnung be- hlftigen soll. In diese Kommission werden gewählt die Herren RA, (ioldberg (Plauen). RA. Dr. Goldschmldt (Leipzig). Prediger Hcii im (Plauen), Verw.-Dir. Katzensteiii (Leipzig). RA. Dr. Lappe Il mnitz), RA. Salinger (Dresden), Carl Stern (Zwickau). Ueber den Ausbau des Religio nssteuerr echte erstaltet I "'liger Helmann (Plauen) ein ausführliches Referat. Ks schließt sieli ran eine Aussprache, in der auch die Krage der Einführung einer u mittelbaren Besteuerung der Mitglieder der Verbandsgemeinden I die Zwecke des Sächsischen israelitischen (ieineindeverbandes errt wird. Prediger Heimaiiii wird, einer Anregung des Vorsitzen- ■ i entsprechend, sein Referat weiter vervollständigen und dem Vor- - 'enden Schriftlich übersenden. Die weilere Behandlung der ganzen Gelegenheit wird einer Kommission übertragen, bestehend aus den Herren: Direktor Arthur Glauber (Dresden), Prediger Heimann 1' lauen), Verw.-Dir. Katzeiistein (Leipzig). Nachdem die Sliftungsurkunde für die A r i o w i t s e h - S t i f - I u g durch das Ministerium für Volksbildung genehmigt worden ist, beschäftigt sich der Ausschuß mit der Eröffnung des Altersheims. Es wird von allen Seiten die Krage gestellt, wann die schon wiederholt für frühere Termine in Aussicht gestellte, stets wieder hinausgeschobene Eröffnung des Heinis bestimmt erfolgt. Die Festsetzung des Zeitpunktes ist schon allein darum nötig, weil die Aufzunehmenden ihre jetzige Wohnung nicht kündigen können, bevor sie wissen, au welchem Tage sie in das Allersheim einziehen können. Mehrere von der Familie Ariowitseh gestellte Bedingungen für die Aufnahme, so z. B. die gleichmäßige Belegung mit Männern und Krauen, die Altersgrenze von (iO Jahren, werden als Hemmnis empfunden. Die Leipziger Herren übernehmen es. den Versuch zu machen, alle diese Punkte zu klären und Erleichterung der Aufnahmebedingungen zu erlangen. Der S I i f t u u g s v o r s I a n d ist gewählt. Er bestellt aus: Krau Louis«' Ariowitseh und den Herren S. Hudes. S. Gottlieb, Dr. II. Halberstam, Max Ariowitseh. Kür das K u r ator iu m hat nach $ 7 der Satzung der VerbandsaUSSchufi die Hälfte der Mitglieder zu wählen; die Wahl fällt auf die Damen und Herren: Josef Kahn und Krau Anna Wolfsheim aus Chemnitz. Max Lesser. RA. Paul Salinger. Rabbiner Dr. Wolf aus Dresden. Rabbiner Dr. Goldmann, Carl Qoldschmidt. Moritz Ury aus Leipzig. Krau Hermine Lowentbal aus Plauen. Krau Fanny Tobias aus Zwickau. Die Landesfflrsorgerin Fräulein Li sei Schwab berichtet über die Tätigkeit der L a u d e s w o Ii I f a Ii r t s s I e 11 e im vergangenen Jahre folgendes: Die Landeswohlfabrtsstelle des Sächsischen israelitischen liemeindeverbaudes war auch im abgelaufenen Jahre als Spitsenverband der freien Wohlfahrtspflege vertreten 1. im Landeswolilfalirts- und Jugendamt, 2. in der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege Sachsen (Land). 8. im Landesausschuß der Sächsischen Nothilfe heim ArbeitsiiikI Wohlfahrtsminislerium zu Dresden. Die Zusammenarbeit mit den Behörden und den Verbinden der freien Wohlfahrtspflege hat sich, wie auch in den Vorjahren, als überaus günstig und befriedigend erwiesen. Die Wahlperiode für das Laiideswohlfahrts- und Jugendamt läuft Ende dieses Monats ab. An die stelle unserer Landeswohlfahrtsslelle wird bei der Neuwahl die Christliche Arbeiterhille treten.

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