Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 1 (2.1.1931)
- Date
- 1931-01-02
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite (i (iKMKINDKBI.ATT DHU ISRAELITISCHEN RKLIGIONSGKMEINDE ZU LEIPZIG Nummer i reit, in rietigen Kannen wini der Tee heranbefVrdert, und t>ald »itv.t alles in gemütlichster Stimmung!>eisnmnien miil läßt es sich sehlnecken. BchlieBllch wird der Saal Keriiumt. um alle Vorbereitungen für die nun folgenden Aufführungen treffen *u können. Um 8 Uhr ist alles fix und fertig, und das eigentliche Festprogramm beginnt- Zuerst wird cm Wettbewerb vorgenommen, Jede Kwuiah hatte Arbeiten ausgestellt, die sie im Laufe des Jahres angefertigt hatte. Man kann saßen, dal) wohl alle Anwesenden erstaunt über die Brgebnlase waren. Die hier gezeigten Arbeiten hatten seihst ilie kühnsten Krwartuntren übertreffen. Ks war fait unmöglich, die besten Arbelten zu prämiieren, liier hat sieh ein Gebiet erschlossen, dem um so größere Bedeutung beisumeaaen ist, nls unsere Menschen von N'nttir ans mehr dazu neigen, sich mit geistigen Dingen zu beschäftigen. Ks zeigte sich, datl unsere Jungen und Mädel auch auf dem Gebiete der Handfertigkell gani Brataunlichea leisten. Um aus der Menge der ausgestellten Arbeiten nur einige herauszugreifen: Da waren m sehen eine große Pappe in Vollständiger Kadimah-Klufl. Kasperletheater, künstlerisch eingebundene Tagebücher und Schreibiiiappen, eine Darstellung unseres Pflngstkampa mit auageschnittenen Papierfiguren, Morseapparate. Totemschllder, ein ganses Tafelservice aus :usammengeroUten Papierschlangen (von Wölflingen verfertigt), und schließlich unser Wunschtranm: Kin Haus der jüdischen .lugend, das allerdings - ungewollte (?) Ironie — nur aus Papier war. Nachdem sic h Iii' Wogen der Begeisterung gelegt hatten, begannen die eigentlichen Vorführungen. Man sah und hörte ernste und heitere Stücke: Aus der Zeit der Judenverfolgungen, Szenen aus Flegs ..Kleinem Propheten", eine Episode aus Kästliers „Emil und die Detektive", eine groteske Gerichts- »zene (Gronemann) usw. Darauf folgte eine kurze Chanukah-Feier mit einer Ansprache, Den Abschluß, der Feier bildeten die Verleihung der Jahressterne, die jedes Mitglied erhält, das ein weiteres Jahr dem Kadi man angehört hat. und schließlich die unter großem Jubel verkündeten PrUfungsergebnisse, wobei den Wölflingen und Jungpfadflndern ihre Abzeichen überreicht w urden. Gegen 8 Dir wurde der Rückmarsch nach Had Lausick ancetreten. in Form eines riesigen Fackelauges, der im Dunkel ein gana herrliches llild bot. Vor dein Bahnhof wird noch einmal haltgemacht. Die Fackeitriger bilden einen Halbkreis um die neuen Jungpfadfinder. Hskschew! Totenstille. Der ganse Hund salutiert, während die Jungpfadfinder die Verpflichtuugaformel nachsprechen. Noch einige ernste Worte des Kühlers; dann wird die Kahne olngerollt, und damit ist auch der Abschluß der Chanukah-Fahrt 1980 erreicht Chaaak we'emas! Unser Crull ist kein bloßer Wunsch geblieben: Wir haben ihn in die Tal umgosotst. N. M. Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionsgemeinde tu Leipiig Sächsische Noihilfc. W h bitten unsere Gemeindemitglieder, sieh hei ihren Zuweisungen für das allgemeine Hilfswerk unserer Vermittlung /.u bedienen. Wir führen solche an den Ortsausschuß ab. Im Rahmt n der Nothilfe können Spenden auch für jüdische Zwecke beatimml werden. Geldspenden werden an unserer Kasse Werktag lieh von Jl Iiis 13 Uhr entgegengenommen oder können auf unser Postscheckkonto Leipzig 505 33 überwiesen werden. Sachspenden aller Art werden auf Wunsch abgeholt, Der Krlraü der W o Ii I f a b r ta h rief m a r k e n die durch unsere Vermittlung besogen werden, tragt zur Linderung der Not jüdischer Mütter und Kinder bei. Leipiig, den 24. Dezember 1930. Der Vorstand der israelitischen Itcligiousgeineinde zu Leipiig. Auf-irht zu Pessaek. Kolonialwarengescbäfte, die zu Peaaaeh 19.10 nickt unter Aufsieht tles üemeinderabbinatea gestanden haben, aber zu roaiatli 1931 Aufsieht wünschen, werden aufgefordert, sieh bis zum 9. Januar 1981 beim israelitischen Gemeindeamt zu melden. Ob und unter welchen Bedingungen die Aufsicht erteilt werden wird, wird dem Antragsteller schriftlich bekanntgegeben. Nur diejenigen Kinnen werden in das Verzeichnis der zu Pessach unter Aufsicht stehenden (ieschüfte. das am 28, Januar 1981 in unserem Gemeindeblatt bekanntgegeben wird, neu aufgenommen, die Iiis zum 9. Januar 19:u einen entsprechenden Antrag gestellt haben und denen unser Itabbinat die Aufsicht erleilt. Leipaig, den 1."). Dezember 1980. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt Personenstandsnacbrlehten: (1 e Ii u r I e u s. Dezember 1980 Abraham Rzepkowlcz und Marianne geb. Mors iiit. Salomonstr, 25 b, einen Sohn ..Horst Edgar". T r a n u n g e n 23. Dezember 1980 Fräulein Nunja Kuritzkes, Fregestraße '-'<!, mil Herrn Dr. Siegmund Neumann, Lulaenatrafie 1 b, 28, Dezember 1980 Fräulein Marianne Kmilie Momtsch, Lossingstr. 'Jl. mit Herrn Zahnarzt Dr. Brost Kaufmann, Leipzig, Sonntag, 4. Januar 1931, 3 Uhr nachm. Kräulein Bertha Graupen, Gr Fleischergaase 10, mil Herrn Itorthohl Nanun, (ir. Fleischer gasae 10, in der Qemeindeaynagoge, Sonntag, 4. Januar 1981, I Uhr nachm. Kräulein Regina Diamant Nordslrnl.ic 11, mit Herrn Siegmund Sessler aus llildesheim. ii Leipzig, Nordstrafie 11. Sonntag, II. Januar 19111, ."i Uhr nachm.. Kräulein Rosa Starnberg RanatXdter Steinweg 14, mit Herrn Moritz Lastmann, Lange str. l'T In der Gemeindesynagoge. Darlehnskasse. Auskünfte Qber Darlehnsangelegenheiten sind nur im Hüro dei Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Leipaig C 1, Lohr str. 10, Erdg., in der Zeit von 1(i—17 Uhr einzuholen. Die Mitglieder der Darlebnakommission sind nicht in der Laue, Auskünfte zu erteilen Sie bitten deshalb dringend, sich mit allen Dingen an die oben genannte Stelle zu wenden. Die Darlehnskommission. lietriebc unter Aufsieht des orthodoxen Gciucinderahhimits. a) Fleischereien: Moses Bild. Gerberstrafie 48—r>0, Kern sprech-Nr. 114 94. Moses Krischer. NordslralJe 11, Kernsprecli-Nr. 1252* Osias Kohn, Hof meiste rstrafie 8, Fernaprech-Nr. 16897. Sally Löb. Ranstädter Steinweg 7, Fernaprech-Nr. 21195. Jacob Schutiheini Plauenacbe Straße 8—5, Fernsprech-Nr, 18804. Wilhelm Zellner, Nord itrafie 18, Ferosprech-Nr. 22487, Das Fleisch soll an demselben Tage au dem «'S gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Fleisch durch nichtjfldisches Personal bringen Utfit, muH fordern, daü das Paket durch den Schonier geaiegeli wird. Ii) Geflügel verkaut: Die vorgenannten Fleischereien, c) Milch und Butter: J. Bartfeld, Yorkstrafie 9, Krdg. r. S. Kingclhlum, GerberstralJe 411, Filiale: l.ohinühlgassc, Kcke Klier bardatrafie (Wohnung Nordstrane 24. Erdg. r.). Pernspreeb-Nr. 2!l4 10 Cbaim Zipaer, Nordstraue 85, Hol (Wohnung Berliner Strafie 1KIV) (Die Aufsicht erstreckt sich nur aul die ausdrücklich als ..koscher' gekennzeichneten Waren.) WeiBklae nur bei s. Kingclhlum. d) Backwaren: Salonion Lotrowaki, Berliner Strafie 18, Kern iprecb-Nr, 20887. Schmeidler, Ranatldter Steinweg 28—82, Kern sprech-Nr. 20568, Filialen: Ranatldter Ste.inweg 45 und Nordstrafie2fi Kür Schokolade besieht keine Aulsicht. e) Speisehluser: Chmelnitzky, Reichsstraße 22, Gottlieb Plauenacbe Strafie 8 Ferasprech-Nr. 18872, Manelia, Katharinen strafie 20, Fernaprech-Nr. 14911. Die von den beiden letztgenannten (iaslwirten ausgeführten Kesl liehkeiton stehen auUerhalb ihrer S|icisehüuser auch unter de: rituellen Aufsicht unseres orthodoxen (iemeimlerabliimits. Krüh stOckastube Schufiheim, Plauenacbe Strafie :i -5, Fernaprech-Nr. 18804 Kolonial waren geachifte sieben während des Jahre nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen ob die Waren koscher sind: dies gill gani besonders von Butter, Käs> und Kakes. Neue Bücher Denkwürdigkeiten des Aren l>ak (17:10^1817). Herausgegeben und eingeleitet von Z. Holm. (Mit H Tafel- und 2 Textbildern.) Ilerlin I9'10. (Verlag: Der Heine-Rund. Eine jüdische Huchgemeinde Berlin W 57, Pallaastr. 10/11. Mitgliedsbeitrag jährlich M. 12.—. wofür die Mitglieder jährlich drei Hände nach freier Wahl erhalten.) Kine Parallelausgahe des Ruches für Nicbtmitglieder ist im Weltverlag, Berlin, erschienen. Kin schlichter Mann (1730 zu Treuenbristsen i. d. Ii*, geboren, gestorben 1H17 zu Stockholm) erzählt sein abenteuerliches Leben: Pst Schaftstecher in seiner Heimatstadt, nachher im mecklenburgischei BtltaoW, wo er mit den Professoren (tut Preiind war und viele adelig' Kunden hatte; Qalanteriehlndler im Siebenjährigen Krieg; zuletzt Hof