Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 51 (19.12.1930)
- Date
- 1930-12-19
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4876568-5968776-5969205--3597-4877992- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer i Eugen Kelhetter Inhaber: CARL KOCH tfornefjnu tifetttMoofcf)* i£lcgonk Kcotüattcn ♦ LEIPZIG, Petersstraße 20 im Meßhausneubau „Petershof" Land des lebendigen Wirkern großer und wertvoller Teile unserer Jugei wird. Unmöglich ist es, die Einzelheiten, die sich in so großer Fülle a die wenigen angegebenen Btlchworte reihen, in ausführlicher Welte hii zu behandeln. Auch die verschiedenartige Auffassung dar angeführt! Problame Innerhalb der orthodoxen Jugend aal nur erwähnt. K n Leipzig wird der in den nächsten Tagen an Weihnachten stattfindend <> lt u n d e s t a g des Ze i r e Mit r a c Ii i eil Form der LOsungsverauche zur Diskussion bringen. Leitmotiv der Eii Stellung der Referenten nnd Dlaknaaionaredner dieser Tagung wird d Erkenntnis sein, dnO Bejahung des ltcligionsgcsctzcs dazu vcrptlicht, daaaelbe in jeder Phaae des Lebens zu verwirklichen. Höchste religio- Anapannung des Binzeinen verlangt die Itcwcgung, deren Devise Tim: wa Awoda lautet, von jedem ihrer Mitglieder, die den Aufbau Brei Israel im Geiste der Thora sich zum Kiele Besteckt hat; sie Schreibt a ihre Fahne die Filrderung der Chaluziuth. der Verknüpfung eisen Lehens mit Krez-Israel durch Uebersiedlung; sie verlangt, in iler I. kenntnis, dall der Auf hau Palästinas durch eine jüdische Arbeit' schaft gewährleistet wird, Stärkung des Gedankena «ler Arbeil inni halh der Juden auch der Diaspora, bekämpft Ausheutertum in gcicl Weise wie die nicht religiöse Arbeiterschaft in Palästina, deren Ziele ihrerseits dort bekämpft, wo diese dem Thorugosotz entgegengeaetat Sil Die Bestrebungen dieser bewußt religiösen Jugendbewegung stell einen gewichtigen Lösungsversuch von Lebensfragen der gesetzest reu Judenheil dar, in positiver Arbeit geht sie ihrem Ziele entgegen, friedlichem Hingen mit andern orthodoxen und nichtorthodoxen Jugei bewegungen will sie beitrugen zu dem (Idingen des großen Werkes, il sich in unseren Zeiten vollzieht, ihr BinfluB auf andere Kreise ist seh. heute unverkennbar, vom Mut zum Leben im (ieiste der Thora ist - beseelt. Von Freude an diesem Leben erfüllt. Von gesetzestreuer jüdisrher Jugend. Gedanken zu den Problemen des Hundestages des Zeire Misraehi in Deutschland. Von Dr. K. Schereschewsky, Hamburg. Die jüdische Jugend in Deutachland zeigt in allen Lagern in letzter Zeit größere Aktivität. Ihre Vielgestaltigkeit Ist ein Zeichen für die bei uns herrschende Unklarheil über die Art, wie man seinem Judesein gerecht werden kann. Allenthalben zeigt sieh aber innerhalb der Jugend ein Streben, das Alte, das sie nicht voll befriedigt, lebendig zu gestalten und nicht nur Träger eines überkommenen, sondern eines Schöpferischen. einet neuen Lebensstils zu werden. Dali hierbei Kräfte wach werden, die alten Ideen zum Vorteil sind, indem sie sie einer Kritik unterziehen und einer Klärung näherzubringen suchen, ist eine Tatsache, die jedem, der sich mit der Wirkungsweise unserer Jugend befallt, klar wird. Ks scheint, als ob in gesetzestreu eingestellten Kreisen die Hindling durch die Tradition eine Kinhcitlichkcit garantiert, und Jugend und Alter durch keine Differenzen geschieden werden. Wäre dem wirklich so. so lüge die tiefahr einer der Orthodoxie häufig vorgehaltenen Krttarrung nahe. Mit (ienugtuung kann festgestellt werden, daO eine lebendige Jugendbewegung in Kreisen der Orthodoxie existiert, die sich in Stetiger Ausein an de raetSUng mit den Problemen, die jüdische Tradition heutigen Menschen aufgibt, befindet. Die ältere Generation sollte dieser Erscheinung ihn- Aufmerksamkeit widmen, sie nicht von vornherein als Jugendliche Unreifheil ablehnen, ihren Real rahmigen Verständnis entgegansabringen sich bemühen. Von den Problemen, die die jüdische Welt in Atem halten, ist die Krage des Antisemitismus, dessen Bekämpfung großzügiger Arbeit der Organisationen, beziehungsweise Gemeinden, vorbehalten bleibt, für das Eigenleben der orthodoxen Jugend nicht von entscheidender Bedeutung, ohne daß damit ihre Interesselosigkeit an diesem schweren Problemenkompttx ausgedrückt werden soll. Viel wichtiger sind für sie diejenigen Fragen, die ihre Erziehung oder Selbsterziehung bestimmen und durch die sie Förderung erfährt und Aufgaben an sich stellt. Jüdische Bildung und religiöse Erziehung, soziale Verpflichtung, Erez-Isracl sind die Hauptpunkte der dauernd die Jugend beschäftigenden Auseinandersetzungen. Erstenüben größten Einfluß auf die Gestaltung der geistigen Persönlichkeit unserer Jugendlichen aus, letztere greifen in ihr praktisches Leben ein. bestimmen teilweise ihre Berufswahl oder gar das Land, in dem sie ihr Leben einrichten wollen, da in immer wachsendem Maße Erez-Israel nicht nur «las Land der Sehnsucht, sondern auch das ob sooarK^ aaraas oora S 8 1 Leopold Lyssow g 8 Steckner-Passage / Telefon 29183 § % empfiehlt Lübecker, Königsberger | | Hamann-Marzipan % § Tafelkonfekt « | Nürnberger Lebkuchen | »aaaaaaöaaaaaaaaaaaacmasaaraaaaaaaaaaaanra Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionsgemeinde iu Leipsig Aufsicht su Pessach. Kolonialwarengoschäfto, die zu IVssach ItM nicht unter Aufsii dos Gemeinderahhinatcs gestanden haben, aber zu Pessarh 1031 Ali sieht wünschen, werden aufgefordert, sich bis zum 0. Januar 1981 beim israelitischen Gemeindeamt zu melden. Ob und unter welch« Bedingungen die Aufsicht erteilt worden wird, wird dem Antraustell r schriftlich bekanntgegeben. Nur diejenigen Finnen werden in das Verzeichnis der zu Peea unter Aufsicht stehenden Geschäfte, das am 28. Januar 1981 in uns rem Gemeindeblatt bekanntgegeben wird, neu aufgenommen, die I - zum 0. Januar 1931 einen entsprechenden Antrag gestellt haben u denen unser Rabhinat die Aufsicht erteilt. Leipzig, den 15. Dezember 1980. Der Vorstand der israelitischen Kcliginnsgcmcindo zu Leipzig Synagogenspendrn. Im Anschluß an unsere Bekanntmachung in Nr. 50 dos Gemein, blattes veröffentlichen wir nachstehend das Verzeichnis der nnläUli des Synagngenjuhilaums überwiesenen Spenden. An Sachspenden sind eingegangen von Sara Herger 1 Thorainlintelrhen. — Jenny Hraude 2 Tbo möntelrhen. — Julius Block 4 Lilufer. — Siegmund Colin 11 I Frau 1 ThoramHntelrhen. — Chewra Ka «Ii sc ha 1 Tliorakromv Adolf I) a 11 n e r 3 Bünde hebräische Melodien (hebräische Ausgnl von Idelsohn. — Emil Joske 1 Thorakrone. — Hugo Kauf hl I und Frau 1 Thoramäntelcben, 1 Srhulchandecke und 1 Decke für Kanzol. — Hugo Lurhtenstein und Frau, Würzen. 1 Tbo mäntelchen. — Leopold Müller 1 Thorakrone. — Max Hose f eider 1 Läufer. — Eugenie Hott er 1 Thorakrone. — Sopl S a x 1 2 Thoraniäntelrhen. — Hermann S o b e 1 m a n 11 1 Läufer. Die Familie Sieskind hat durch eine Spende von M. 2<KH die Herausgabe der Festschrift ermöglicht. Folgende Geldspenden sind eingegangen: M. 250.— von S. Goldstaub: M. 200.— von Gebrüder Heine; M. 180 von Guslav Katzenstein: je M. 100.— von Siegmuod QottUeb & Söb Max Breslauer, Gebr. Urv, Geh.-Rat Dr. h. c. Hinrichten. Dr. Halb slam: M. 80.— von S. Hodes: je M. 50.— von Max Wittner 11. Kr Siegfr.Weinberg. Marl. Lentsrliner, Mart. Lewin. Dr.Biumentlinl Sie: Srhußheim, M. Littauer, Fein & Co.. Dr. Freudenthal. Marcus Harme] Gebr. Held. Bogel-Apotheke: je M. 30.— von Isidor Rettich. Mi' Dubiner: je M. 25.— von E. Saxl, Dr. Breit und Dr. Löwenheim. k Keller. Dr. .1. Buslik. .1. Lerrh. A. Corf. Dr. Kremnitzer. Max V- Dr. jur. Gold«rhmidl. Dr. ing. Monasrh. A. Schub. B. Weißmaiin. Tin ner «t Co.. Kahn & Westheim: je M. 20.— von S. Mover. Dr. Bettina E. Kirchner, Wilhelm Breslauer, W. Kaufmann: M. 15.— von K