Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-01-31 · 5 (31.1.1930) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
5 (31.1.1930)
Date
1930-01-31
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4876568-5968776-5969153--2996-4877437
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

31. Januar \KW GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE 7.0 LEIPZIG Seid- 5 Verband jüd. Frauen für Palästina-Arbeit, Ortsgruppe Leipzig VORTRAG Rabbiner Dr. Leo Baeck: Persönlichkeitswandel im 19. Jahrhundert am 4. Februar 1930, 20 Uhr im Saale des Städtischen Kaufhauses sc Ii e r Fr« u e n f ü r Palästina a r bell am l. Februar, 20 Uhr, im Saale des Städtischen Kaufhauses stattfindet, eine wertvolle Bereicherung seiner Erkenntnis erwarten «larT, so dal.1 ihn wohl niemand versäumen wird, der au jüdisch-geistigen Dingen Anteil und Ilderesse hat. Soziale Frauenarbeit auf konfessioneller Grundlage. Der Stadtbund Leipziger Frauenvereine, der den Zusammenschluß aller sowohl interkonfessionell als auch konfessionell arbeitenden Frauenvereine darstellt, wird in seiner am I) i <■ n s t;i ir. den 4. Februar, 'M\ Uhr. im grofien Saale des Bozialpädagoglschen Frauenseminars, Königstraße 20, stattfindenden Hauptversammlung die ihm angeschlossenen Vereine Dber die in den konfessionellen Prauenvereinen geleistete soziale Ar heil unterrichten Ober die soziale Arbeil der Leipziger jüdischen Frauenvereine berichte! Frau Else Cohn; Uber evangelische Frauenarbeit Krau von Tischendorf, Dber katholische Frauenarbeit Frau Stefanie Hendrichs. Durch diese Form gemeinsamer Berichterstattung dürfte eine wertvolle und anregende Bereicherung der einzelnen Frauenorganisationen erzielt werden, liechl zahlreicher Besuch aller an der sozialen Arbeil interessierten Frauen unserer Gemeinde wird allseits sehr erwünscht sein. Verband der jüdischen Juucnd vereine Deutschlands. Ortsgruppe Leipzig. Am Sonnabend, den 25. Januar, fand im Hotel Häufte eine Kundgebung statt, die den seil zwei Jahren nicht mehr arbeitenden {Qdischen Jugendbund zu neuem Lehen erwecken sollte. Bs sei hier nicht untersucht, weshalb es mehrere Jahre nicht möglich erschien, in Leipzig im Sinne des Verbandes zu arbeiten, sondern es sei hier verzeichnet, <lal.t die sehr gut gelungene Kundgebung zu der Hoffnung berechtigt, dafl in Leipzig «las Versäumte in der nächsten Zeit nachgeholl wird. Die Beden von Fritz Schwarsachild (Idee und Ziehdes Verbandes), Max Schweisheimer (Praktische Arbeit) und Herrn Rabbiner Dr. Gold mann (Die frühere Arbeit und die besonderen Verhältnisse der Leipziger Gemeinde) wurden mit sichtlichem Interesse und großem Beifall von den sehr zahlreich Erschienenen aufgenommen. Wenn Zahlen sprechen sollen — von 120 Besuchern haben sich (Kl sofort als Mitglieder angemeldet; das sind, da etwa -Ml ältere Damen und Herren anwesend waren, dreiviertel der Teilnehmer so darf man annehmen, daß Leipzig bald einen ansehnlichen platz unter den Verbandsvereinen einnehmen wird. — r — Mehr Roden! Berieht über den Palästinafilmvortrag von Dr. Krnst Mechner. Die Geschichte des jüdischen Palästinas der letzten zehn Jahre ist vor allem eine Geschichte des Kniek. Diesen Siedlungskomplex zeigte am Sonnabend der Leiter der deutschen Keren Kajemeth-Saminelstelle. Dr. Krnst VI e e b Ii«'r , vor der Leipziger nationaljüdischen Jugend im Lichthilde. Menschen und ihre getreuen Helfer, die Tiere, die heim Bau der Siedlungen zuerst ihr Heim erhielten, zogen an uns vorüber. Moschaw-Siedlungen wie Nahalal. nach genauem Plane angelegt, wechselten mit Bildern von Kwuzotb wie Beth-Alpha, das noch immer zu wenig Boden besitzt, um den dort wohnenden tschechischen Chalusim die letzte bäuerliche Sicherheit zu geben, und die orthodoxen Bauernarbeiter mit ihrem Jabloner Raw zeigten, wie tief der Gedanke der persönlichen Ilm gäbe an den Aufbau selbst in Menschen lebendig wurde, die ihr halbes Leben in einem rein städtischen kaufmännischen Milieu verbrachten. Ob die < iesehielite der nächsten zehn .lalire die (ieschichte Kl- Cbawariths sein wird, häii!_d von den Anstrengungen des Judentums ab. B 1-Chawa rith, in der vormals so unendlich fruchtbaren Scharon-Ebene gelegen, ist neben der Erwerbung des Haifa-Bay- Geländes einer der aUerwlebtjgsten Käufe, die der Keren Kajemeth Lejisrael in der letzten Zeit getätigt hat. Es-Chawarith ist zwar kleiner als der Emek, aber viel besserer Boilen und keine Fieberherde, so daß der Au8bau hier viel Schindler und sicherer vor sich gehen wird als im Emek. Der herzliche 'Ion. den Herr Dr. Mechner zur jüngsten Jugend fand, zusammen mit dem Flbnvortrag und der Vorführung der Grammophon platten, gewann ihm «las Vertrauen und den Beifall der Jugend. Vor den mittleren und älteren der Jugendgruppen ging Dr. Mechner mehr auf die prinzipielle Seile des Keren Kajemeth-Gedankens ein: Kampf gegen den Großgrundbesitz, den Bodenwucher. Der Boden des Keren Kajemeth gehör! dem ganzen jüdischen Volke und sehliel.lt jeden Handel mit diesem Heiligsten aus. Der Soziologe Damaschke verfolg! mit größtem Interesse gerade die Arbeit des Keren Kajemeth. dessen alt jüdische Ideeii mit den modernsten Gedanken der Bodenreform übereinstimmen. Der Gefahr eines systematischen Bodenkaufes durch nichtjüdische Gruppen, die jetzt zum erstenmal auftaucht, gilt es zu begegnen durch verstärkte Arbeil der Jugend, die die Kleinarbeit mit einem noch größeren Elan, einer noch größeren Verbundenheil und einem noch tieferen und ernsteren Willen betreiben muß. Der Vortrag voll Dr. Mechner hat der Keren Kajeinet-Arheit in Leipzig einen großen Auftrieb gegeben — «las war die Meinung aller und zugleich ein Gelöbnis der Jugend. F. F. (irschäftsjiibiliiiiin. Die bekannte Bäckerei Leopold S c Ii in eidler konnte am 1K. Januar das zehnjährige Bestehen der Firma begehen. Die Qualität der Erzeugnisse an Bäckerei- und Konditoreiwaren hat der Finna einen stets wachsenden Kundenkreis zugeführt. Auch an dieser Siedle sei dem Strebsamen Inhalier der Wunsch ausgesprochen, dal! das Unternehmen noch viele Jahrzehnte hindurch sich gedeihlich fortentwickeln möge. Aus dem Gemeindeamt Perseaenstudsnachrichtea Geburten : 31. Dezember 1929 David Rosenbaum und Lea geb Strafte 14. eine Tochter „Erna". '2. Januar 1980 Abraham Abusch Fleischer und Au Humboldtstraße 10, eine Tochter. 8, Januar 1980 Elias Jakob Isaak und Sali geb. Fri< strafte 13, eine 'locht sr „Genta". S. Januar 1930 David Mendel Kesler und Rifke •! Straße 26, einen Solin ..Harry Hirsch". 9. Januar 1980 Herszlik Moskowicz und Ciwia straße 31, einen Sohn ..Harry Samuel". INGER Mähmaschinen in altbewährten Güte ♦ Weitestgehende W ZatuunöserleichterunQen I Mäßige Monatsraten SINGER NÄHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT Singer Läden überall

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.