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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-08-06 · 32 (6.8.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
32 (6.8.1926)
Date
1926-08-06
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 32 Seite 5 des Studentenvereins) u. a. zu pflegen wußte, die finanziellen Mittel aufgebracht, um den unbemittelten Studenten, deren Zahl infolge der wirtschaftlichen Krise in den Randstaaten bedeutend wuchs, einen raschen und erfolgreichen Abschluß ihres Studiums und somit auch das Ergreifen eines produktiven Berufes zu ermöglichen. Besonders begrüßenswert ist die Tatsache, daß es dem Vorstand glückte, die chaotisch zersplitterte indische Studenten* schaff in Leipzig durch aufklärende periodisch herausgegebene Bulletins. Diskussionsabende, Vortrage, Veranstaltungen und endlich durch die Eröffnung des eigenen akademischen Heims zu sammeln, zu konsolidieren und einen neuen Geist, einen jüdischen Geist herrschen zu lassen. (Sehr charakteristisch illustriert die Metamorphose des ehemaligen, lediglich auf das Materielle eingestellten Geistes des „WirtSChaftSverbandes jüdischer Studierender" folgende schüchterne Einleitungsworte eines Diskutanten: ., . Eigentlich weiß ich nicht, ob es jetzt angebracht wäre, über Dinge rein materieller Natur zu sprechen . .") Eine beträchtliche Zahl von den Studenten, die nichts vom Judentum wußten (oder nidit wissen wollten), nehmen jetzt an einem von Herrn S c h ä c hter geleiteten Kursus zur Erlernung der jiddischen Sprache eifrigster Anteil. Auf Anregung vieler werden bei Beginn des Wintersemesters auch Seminarien für jiddische und hebräische Literatur, jüdisch-politische Zeitfragen und ein hebräischer Anfängerkursus errichtet werden. Eine im Wachsen begriffene Bibliothek (vornehmlich jüdische und hebräische Werke! wird von vielen Mitgliedern benutzt. Aber auch dem Gebiete sozialer Fürsorge schenkte der Verein seine volle Aufmerksamkeit: eine Darlehnskasse, die Studenten in V0 r ü hergehender Not ZU helfen hat. wurde gegründet. Iis wurde auch ein »Arbeitsnachweis" errichtet, der bereits mit sämtlichen zuständigen Organisationen in Verbindung trat und letztens einen Appell an die jüdische Öffentlichkeit in Leipzig richtete, ihm bei seiner Arbeit behilflich zu sein. Alles in allem: ein existenzberechtigter j üd i s ch e r Studentenverein, der praktische Ziele vor Auger. hat und der tüchtige junge Männer als seine Mitglieder aufzuzählen weiß, die diese Ziele auch verwirklichen werden. Es wäre sehr wünschenswert und nutzbringend für uns alle, wenn die Juden in Leipzig etwas mehr Verständnis den von ihren heimatlichen Hochschulen ausgestoßenen Studenten und besonders diesem Vereine, der ein glänzendes Zeugnis für seine bewährte Leitung besitzt, entgegenbrächten. In den neuen Vorstand wurden gewählt: cand. phil St. Gelleri, cand. rer. oec. N. Schweiz, stutl. rer. oec. L. Liebermann, cand. med. dent. S. Lewieff, cand, med. L. Gerö. Kandidaten: cend. med. S. Abramsohn. cand. med. B. Kun. In die Kontrollkommission wurden gewählt: cand. phil. L. Schächter, cand. med. J. Srolowitsdi, cand. rer. pol. T. Szalai; Kandidat: cand. med. Sin. — In das Ehrengericht wurden gewählt: Dr. jur. M. Chenziner, Dipl. agr. J. Kajdan, Dipl. ing. et Dipl. oec. Wirschuhski. B H B B B B B £3 B H B Oberkantor Spekior In der „Ahawas Thora" Der Verwaltung des Vereins „Ahawas Thora" (Färberstr. 4-6) ist es gelungen, Herrn Pinie Spektor als Vorbeter für die bevorstehenden hohen Feiertage zu gewinnen. Es ist hiermit dem Wunsche weiter Kreise Rechnung getragen, den auch als Komponist berühmten jtn mit seinem Chor an den triOU 0*0' zu hören. Die luftigen, freundlichen Räume der „Ahawas Thora"- Synagoge sind an den hohen Feiertagen mit Recht bevorzugt; es ist daher anzuraten, Karten ehestens zu bestellen. Die Preise sind niedrigst gehalten, bei M 10.— beginnend. Bestellungen auf Plätze werden entgegengenommen: täglich 9-12 und 6-8 Uhr im Büro des Vereins, Färberstr. 4-6 (Tel. 17369). In Ausnahmefällen sind auch die Hellen E. Kestenbaum (Tel. 27841) und J. Stein (Tel. 23783 bereit, Bestellungen entgegemunehmen. Zuschriften an die Schriftleitung Wir bitten, in der Zeit vom 25. Juli Iiis 21. August sämtliche für die Schriftleitung bestimmten Zuschriften an Herrn Gemeinderabbiner Dr, Goldmann, König Johann-Straße 17, zu richten. Die Schriftleitunjf Zur Headitunjt'. Wir richten an unsere Gemeindemitglieder die Uitte, irn eigenen 'nteresse diesem Teil, sowie den amtlichen Bekanntmachungen auf der rrsten Seite besondere Beachtung zu schenken, da eine Veröffentlichung mserer Bekanvtr •achungen, soweit nicht die GemeitvieSatrung anderes leslimml, nur r jeh im „Gemeindeblatt" erfolgen wird. Gemeindeamt: Löhrstraür 10 Fernsprecher 23602. Er »schoß: Fürsorgeabteilung. Geöffnet: Montag, Dienstag, unnerstag, Freitag von 11 -1 Uhr. - Mittwoch und Sonntag iiur für Durchreitende (12—1 Uhr). 1. Stock: Vorstand und Verwaltung. Geöffnet für den allgemeinen Verkehr werktäglich von 9 — 1 Uhr. Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 50533 Leipzig. Verwaltungsdirektor: Gustav Katzenstein (Sprechzeit 9—11 Uhr). Gemeindevorsteher: Carl Goldschmidt l/ti sprechen nach telef. stellv. Gemeindevorsteher: S. Hodes Anmeldung (Nr. 23602) Dezernent d. Fürsorgrabtlg.: S. Gottlieh | in der Mittagszeit. Dezernent für das Finanzwesen: W. Breslauer. Dezernent für das Kasdmis: S. Ii. Goldrei Liberales rÜaObinat: "".emeinde Rabbiner: Dr. Felix Goldmann, König Johann-Str. 17, Fernsprecher Nr. 21067. Sprechstunde 9.30 -11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch /u andrer Zeit. Montag und Donnerstag nur in dringenden Fallen. Gemeinde Rabbiner: Gustav Cohn, Löhrstr. 10, Fernsprecher 29641. Sprechstunde 10 11 Ohr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu anderer Zeit. Orthodoxes Rabblnaf: 'Jemeinde Rabbiner: Dr. Fphraim Carlebach. Nikischplatz I, Fernsprecher Nr. 10:125. Sprechstunden 9-10 Uhr vormittags in der Höh. Isr. Schule, Gustav Adoll-Str. 7, 4- 5 Uhr nachmittags in der Wohnung. Gemeinde Dajan: Rabbiner Rogosnitzky, Salomonstr. 25 b, Fernsprecher Nr. 10211. Sprechzeit: Montags, Mittwochs. Donnerstags und Sonntags 10—12,30 Uhr vormittags, Dienstags 4—7 Uhr nachmittags, Freitags 10—2 Uhr mittags. Außerhalb der Sprechzeit in der Wohnung (Fernsprecher 28270). Friedhofs- und Bestattungswesen (Gemeindefriedhof, Berliner Straße 123) Jeder Sterbefall ist unverzüglich dem Gemeindeamt, wenn diese« geschlossen ist, dem Synagogeninspektor Hermann Isaaksohn, Gott- Offeriere frei Haus: Selter-Wasser Citronen-Limonade Himbeer-Limonade Weigler-Kxtra Fachinger Brunnen Apollinaris- „ Lauchstädter . Briesnitzer Stahlquelle Okertaler Brunnen Prinzeß-Quelle Hacker-Nährbier Köstritzer Schwarzbier Berliner Weißbier Citronen-Saft Himbeer-Saft Weigler-Primat das Belle fllr den Magen. A. Wepler, 5 rauchaer Str. Likör- und Mineralwasserfabrik

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