Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-08-06 · 32 (6.8.1926) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
32 (6.8.1926)
Date
1926-08-06
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4876568-5968774-5968918--0610-4877112
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seile 6 QEME]NDEBLATT L>ER ISRAELITISCHEN RELIGJONSGEMEINDE, LEIPZIG 2. Jahrgang schedstraße 28 (Synagoge), Fernsprecher 11250, oder dem stellvertretenden Bestattungsordner Paul Pietrkowski, Lindenau, Hanricistr. 40, Fernsprecher 42752, zu melden. Sonnabends) und an den israelitischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen. Unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinates stehen: a Fleischereien: Mose Mild, Gerberstraße 48 50 Moses Frischer, Nordsiraße 11. Sally Löh, Packhofstraße 11-13 und Ran>tädter Steinweg 7. Adolf Zellner, Gerberstraße 5. Wilhelm Zellner. Nordstraße 13 Das Fleisch soll an demselben Tage, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Heisch durch nichtjüdisches Personal bringen läßt, muß fordern, daß das Paket durch den Schomer gesiegelt wird. Geflügelverkaut: Die vorgenannten Fleischereien. Moses Feuer, Tauchaer Straße 20. Bei Feuer dürfen Teile von Geflügel nur in Gegenwart des Sdiomers gekauft werden. c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Yorkstraße 9. S. Kingelblum, Cerberstr. 43. Fil. Lohmühlgast«, Eck« Eberhardrtl. Chaim Zipser. Uerliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „Koscher" gekennzeichnete Waren. d) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13. Leopold SchiiKiuler, Ranstädter Steinweg 28-32. Filialen: Ranstädter Steinweg 45, Nordstraße 26. Selig Scheinowitz, Ilumtioldtstraße 25. Für Schokolade besteht keine Aufsicht! e) Speisehäuser: Chmelnitzky, Reichsstraße 22. Gottlieb, Packhoistraße 5. Manelis, Plauensche Passage. f) Gemüse- und Obstkonserven, Marke „Säkofa", herge stellt von der Sächs. Konservenfabrik A.-G., vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonial Warengeschäft«. Das Rabbinat trägt die Verantwortung nur dann für dal Kaschnis, wenn auf dem Dosendeckel das Wort HDD eingestanzt ist, und die Uose von einem Papierstreifen umgehen ist, der den Aufdruck trägt: „"ISO Hergestellt unter Rabbinatsaufsicht der israelitischen Keligion-grmeinde zu Leipzig "IB?3". Auf Dosen, welche Speisen enthalten, die am Pessachfest nicht gegessen werden, wie Erbten u. dergl., steh' das Wort nDD nicht. g) Kolonial wareng esc hafte stehen während des Jahres nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen, ob die Waren koscher sind; dies gilt ganz besonders von Butter, Käse und Kakes. Aus aller Welt Wichtige Beschlüsse der Regierung der Sowjetunion bezüglich des Planes der Ansiedlung von 100000 jüdischen Familien Moskau, 27. Juli (I. T. A.) Der heute veröffentlichte Tätigkeitsplan der Regierung der Sowjetunion enliiält die folgenden Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Plan der Ansiedluni; von 100000 jüdischen Familien auf dem Lande in den verschiedenen Ländern der Sowjetunion: 1. ) Die Arbeit der Komzet, die das Ziel verfolgt, die zur Zeit der Zarenherrschaft von dem Boden ferngehaltenen und darum dem ökonomischen Ruin zuführten breiten jüdischen Massen nun wieder produktiver Arbeit zuzuführen, wird als von großer Bedeutung anerkannt als eine Maßnahme zui Gesundung jener Gebiete, in deren Juden in kompakten Massen leben ^Ukraine, Weißrußland, Gouvernements Hornel, Smolensk, Pskow, Briansk usw.). 2. ) Es wird zur Kenntnis genommen die Arbeit aller jener Organisationen, die cas jüdische Kolonisationswerk durchlühren helfen, wie AGHO JOINT, 1CA, OZET, ORT, [COR, PROCOR usw., eine Arbeit, die sich in folgendem ausdrückte: a) Heranziehung von 6000 armen jüdischen Familien zu landwirtschaftlicher Arbeit, materielle Stütze und agronomisdie Belehrung dieser Familien, b) Verteilung von 95539 Desjaiin Land an diese Familien, von welchem Boden 33935 Desjatin bereits angebaut sind, was ein großes Resultat auf dem Gebiete der Landwirtschaft bedeutet, e) Intensivierung der Landwirtschaft durch Entwicklung von Wein- und Obstgärten, Milchwirtschaften usw. d) Industrialisierung der Landwirtschaft e) Kultivierung von Landflächen, die bis jetzt brach lagen. I) Aufbau von mehr als 700 Häusern für die Siedler, g) Einführung von modernen Maschinen und Methoden in die Landwirtschaft, h) Kollektivierung der Landwirtschalt durch Zusammenlegung der kleinen Betriebe. 3. ) Es wird festgestellt, daß der von KOMZET ausgearbeitete Plan zur Landansiedlung von 100000 jüdischen Familien sowohl den allgemeinen staatlichen Interessen, als auch den Intersssen der breiteren jüdischen Bevölkerung entspricht. Es ist aber notwendig, zunächst die Ziffern der siedlungswilligen jüdischen Bevölkerung genau festzustellen; demgemäß soll eine Volks- und Berufszählung der jüdischen Bevölkerung in den Städten vorgenommen werden. 4. ) Aus politischen und wirtschaftlich kulturellen Gründen wird als wünschenswert anerkannt, daß den jüdischen Siedlern der Boden so zugeteilt werden soll, daß sie in mehr oder weniger kompakten Massen zusammenwohnen körnen. 5. ) Um eine größere Planmäßigkeit in dtr Ansiedlung der Juden zu erzielen, ist es notwendig, daß die Arbeit der KOMZET möglichst mit der Arbeit der allgemeinen staatlichen Siedlungskommission Hand in Hand geht. 6) KOMZET hat einen Plan der Zukunftsarbeit vorzulegen, der mit dem allgemeinen Siedlungsplan in Einklang steht. Die deutschen Ausgrabungen in Palästina Berlin, 30. Juli (I. T. A.) Wie aus Jerusalem gemeldet wird, konnten die deutschen Ausgrabungen jetzt wieder aufgenommen werden. Geh. Konsistorialrat Prof. Ernst Sellin, der Ordinarius für alttestamentliche Theologie an der Berliner Universität, führt seine im Jahre 1914 in Balata, südöstlich von Nablus, wahrscheinlich dem alten Sichern, unterbrochenen Nachforschungen weiter, an seiner Seite Prof. Böhl (Groningen). Pater Dr. Mader erhielt die Genehmigung, in dem großartigen aber bisher rätselhaften Bauwerk nördlich von Hebron Grabungen vorzunehmen. Die Arbeiten bei Megiddo, wo König Josia im Jahre 609 v. Chr. in der Schlacht gegen die Ägypter fiel, auf dem früheren Ausgrabungsteide des Deutschen Palästinavereins, setzen nunmehr die Amerikaner in umfassender Weise fort. I II Hilfsverein israelitischer Gewerbetreibender Leipzig Gottesdienst an den hohen Feiertagen wie alljährlich im großen Saale des Zoologischen Gartens Alles Nähere in der Nummer unserer Zeitscfiriil vom 1. August d. J. I

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.