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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-06-18 · 25 (18.6.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
25 (18.6.1926)
Date
1926-06-18
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 2. Jahrgant Es folgten dann die Berichte der angeschlossenen V< reine, der Untergruppen (Frauen- und Gehilfenvereine) und der Gemeinde- und l andesverbandsvertreter. Uber das Verbandsorgan und Organ isationsfragen referierte der Geschäftsführer des Verbandes II Schwarz. Zum Schluß wurden die Vorstandswahlen vorgenommen. Nachrichten aus dem Gemeindeamt Zur Beachtung! Wir richten an unsere Gemetndemitglieder die Bitte, im eigenen Interesse diesem Teil, sowie den amtlichen Bekanntmachungen auf der ersten Seite besondere Beachtung zu schenken, da eine Veröffentlichung unserer Bekanntmachungen, soweit nicht die Gemeinde-Satzung anderes bestimmt, nur noch im „Gemeindeblatt" erfolgen wird. ReichsversicherangsanstaU und rituell lebende Angestellte Die «Freie Vereinigung für die Interessen des orihodoxen Judentums" gibt folgendes bekannt: „Verschiedene Anfragen, die in der letzten Zeit an uns gelangten, haben uns veranlaßt, bei der Reichsversicherungsanstatt tür Angestellte erneut im Interesse der rituell lebenden jüdischen Angestellten zu intervenieren. Die Reichsversicherungsanstalt hat uns erklärt, daß sie in allen Fällen, in denen die Möglichkeit hierfür vorliegt, rituell lebende Angestellte nach solchen Kurorten überweist, in denen rituelle :>peisegelegenheit vorhanden ist. Line Ausnahme besteht in Fällen offener Tuberkulose, insbesondere für männliche Angestellte, weil für solche Kranke irgendwelche Privatunterbringung und Selbstverpflegung nicht in Betracht kommt, und es leider eine vom Staate anerkannte rituell geführte Tuberkulose-Heims ätte nicht gibt. Jedenfalls machen wir darauf aufmerksam, daß Angestellte, denen im Falle einer Erkrankung die schematische Aufforderung zugeht, sich nach irgendeinem nichtrituellen Sanatorium zu begeben, verpflichtet sind, der Keidisvcrsicherurigsanstalt ihre Wünsche hinsichtlich ritueller Verpflegung mitzuteilen". Die jüdische Kinderhilfe, Berlin, Auguststraße 17 macht darauf aufmerksam, daß sie seit drei Jahren eine heilpädagogische Pjliklinik für schwer erziehbare und psychopathische Kinder hat. Die Untersuchungen werden von dem Psychiater und Heilpädagogen, Herrn Prof. Dr. med. Schneerson, unter Assistenz einer sozialen Fürsorgerin vorgenommen. Behandelt werden nicht nur ausgesprochen psychisch und nervös kranke, sondern auch schwer erziehbare Kinder, bei denen infolge des ungünstigen Milieus Erziehungsschwierigkeiten entstanden sind. Für Untersuchungen wird vorherige Anmeldung und Rücksprache erbeten. Gemeindeamt: Lührstralle 10: Fernsprecher 2360a. Erdgeschoß: r ttrsorgeabteilung, Geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 11 1 Uhr. — Mittwoch und Sonntag nur für Durchreisende (12 -I Uhr). 1. Stock: Vorstand und Verwaltung. Geöffnet für den allgemeinen Verkehr werktäglich von 9 — 1 Uhr. Postscheckkonto der Gemeinde Nr 'nrfy 1 »tnvirr J JJJ - r "(T Verwaltungsdirektor: Gu-tav Katzenstein (Sprechzeit 9—11 Uhr). Gemeindevorsteher: Carl Goldschmidt |zu sprechen nach telei. Gemeindevorsteher: S. Hödel Anmeldung (Nr. 23602) Dezernent d. Fürsorgeabtlg.: S. Gottlieb J in der Mittagszeit. Dezernent tür das finanzwesen: VV. Kreslauer. Dezernent für das Kaschrus: S. B. Uoldrei. Liberales Rabbinatt Gemeinde Rabbiner: Dr. Felix Goldmann, König Johann-Str. 17, Fernsprecher Nr. 11667. Sprechstunde 9.30—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu andrer Zeit. Montag und Donnerstag nur in dringenden Fällen. Gemeinde Rabbiner: Gustav Cohn, Löhrstr. 10, Fernsprecher 19641. Sprechstunde 10 — 11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu anderer Zeit. Orthodoxes Rabblnatt Gemeinde-Rabbiner: Dr. Ephraim Carlebach, Nikischplatz 1, Fernsprecher Nr. 10335. Sprechstunden 9 10 Uhr vormittags in der flöh. Isr, Schule, Gustav Adoll-Str. 7, 4 5 Uhr nachmittags in der Wohnung. Gemeinde Dajan: Rabbiner Rogosiiitzky, Salomonstr. 35 b, Fernsprecher Nr. 10211. Sprechzeit: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Sonntags 10 12.30 Uhr vormittags, Dienstags 4-7 Uhr nachmittags, Freitags IO- 2 Uhr mittags. Außerhalb der Sprechzeit in der Wohnung. Friedhofs- und Bestattungswesen (Gemeindefriedhof, Herliner Straße 123) Jeder Sterbelall ist unverzüglich dem Cemeindeamt, wenn dieses geschlossen ist. dem Synagogeninspektor Hermann Isaaksohn, Gott- ICAedStraße 28 (Synagoge), Fernspreeher 11250, oder dem stellvertretenden Bestattungsordner Paul Pietrkowski, ljndenau, Henricistr. 40, Fernsprecher 42752, zu melden. Sonnabends» \ind an den israelitischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen Unter Aufsicht des orthodoxen (iemeinderabbinates stehen: a) Fleischereien: Moses Bild, Gerberstraße 48;o. Moses Frischer, Nordstraße 11 Sally Löh, Packhofstraße 1113 und Ranstädter Steinweg 7. Adoll Zelltier, Gerberstraße 5. Wilhelm Zellner, Nordstraße 13 Das Fleisch soll an demselben Taue, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Fleisch durch nichtjüdisches Personal bringen läßt, muß fordern, dalS das Packet durch den Schomer gesiegelt wird. b) G e f l ü g e 1 v e r k a u f: Die vorgenannten Fleischereien. Moses Feuer, Tauchaer Straße 30. Bei Feuer dürfen Teile von Geflügel nur in Gegenwart des Schomers gekauft werden. c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Yorkstraße 9. S. Ringelblum, Gerberstr 43. Fil. Lohmühlgasse, Eck« Eberharden-. Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „Koscher" gekennzeichnete Waren, d! Backwaren: Solomon Lotrowski, Berliner Straße 13. Leopold Schmeidler, Raostädter Steinweg 38-32. Filialen: Ranstädter Steinweg 45, Nordstraße 36. Selig Scheinowitz, Humboldtstraße 35. Für Schokolade besteht keine AufsichtI e) Speisehiuser: Chmclnilzky, Reichsstraße 22. Gottlieb, Packhotstrane 5. Manelis, l'lauensche Passage. f) Gemüse- und Obstkonserven, Marke ..Säkofa", berge stellt von der Sachs. Konservenfabrik A.-G., vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonial Warengeschäfte- Das Rabbinat trägt die Verantwortung nur dann für das Kaschrus, wenn auf dem Dosendeckcl das Wort rtOS eingestanzt ist, und die Dose von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Aufdruck trägt: Hergestellt unter Rabbinat aufsieht der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig "IW. Auf Dosen, welche Speisen enthalten, die am Pessachfest nicht gegessen werden, wie Krbsen u. dergl., steh* das Wort rtOD nicht. g) Kolonialwarengeschäfte stehen während des Jahres n i c h 1 unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen ob die Waren kosdter sind; dies gilt ganz besonders von Butter Käse und Kakes. VJ - - ~--S U \> otfellartMriftallunb (ßJas^ ümifb w Lohmen. Ttlerk <&ir ba$l %uan^l^ x jnerij

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