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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-03-26 · 13/14 (26.3.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
13/14 (26.3.1926)
Date
1926-03-26
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seite 8 2. Jahrgang Friedhofs- und Bestattungswesen (Gemeindefriedhof, Uerliner Straße 123) Jeder Sterbefall ist unverzüglich dem Gemeindeamt, wenn diese« geschlissen ist, dem Synagogeninspektor Hermann Isaaksohn, Gott- •chedstrafie 28 (Synagoge), Ferntprecher 11250, oder dem stellvertretenden Bestattung ordnet Paul PletrkowtWi Lindenau, Henricistr. 40, Fernsprecher 427,2, zu melden. Sonnabends) und an den Israelitischen Feiertagen ist der Fnedhof geschlossen Unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinates stehen: a) Fleischereien: Mose» Bild, Gerberatraße 48 50. Milser Frischer. Noidstralie I. Sally Löb, Pa<khot>tralie 11 13 und Ranstädter Steinweg 7. Adcli Zellner, Gerberstraße 5. Wilhelm Zellner. Nordstr;ilJe 5. Das Fleisch soll an demselben Taue, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Fleißch durch nichtjüdisches Personal bringen läßt, muß lordern. daß das Packet durch den Schomer gesiegelt wird. b) Geflügelverkauf: Die vorgenannten Fleischereien. Moses Feuer, Tauchacr Straße 20. Hei Feuer dürfen Teile von Geflügel nur in Gegenwart des Sdiotners gekauft werden. c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Vorkstr.iße 9. S. Ringelblum, Gerberstf 43. Fil. Lohmühlgasse, Eck« Eberhardstr. Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur aul die ausdrücklich als „Koscher" gekennzeichnete Waren. d) Back w a r c n : Solomon Lotrowski, Berliner Straße 13. Leopold S< hmeidler. Kanstädter Steinweg 38-32. Filialen: Ranstfidter Steinweg 4$, Nordstraße 26. Selig Scheinowitz, Humboldtstraße 25. Für Schokolade besteht keine Aufsichtl e) Speisehluser: Chmelnitzky, Reichsstraße 22. Gottlieb. Packhofstraße 5. Manelis, Plauensche Passage. f) Gemüse und Obstkonserr«n, Marke ..Säkofa", hergestelll von der Sachs. Konservenfabrik A.-<;., vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonialwarcngeschäfte- Da« Rabbinai trägt die Verantwortung nur dann für das Kaschrus, wenn aul dem Dosendeckel d.i^ Wort reo eingestanzt ist, und die liosc von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Aufdruck tragt: „T;"3 Hergestellt unter Raiibinat-aufsieht der israelitischen Religionsgememde zu Leipzig Aul Dosen, «reiche Speisen enthalten, die am Pessachlest nicht gegessen werden, wie Krbsen 11 dergl., steh» das Wort rtOD nicht. r) Kolonial Warengeschäfte stehen während des Jahres nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen, ob die Waren koscher siiri; dies gilt ganz besonders von Butter, Käse und Kakes. Zu P e SS ac h stehen unter Aufsicht: I . Berggrün. Nordstraße I. F. Berkower. KeilstralJe 2. Anna Bibelmann, (ierberstraße 51. E. Diamant. NordstralSe IL J. Donath, Berliner Stralie 3. Sara l'elber, Nordstraße 41 II. IL Flaschmann, Kanstädter Stein weg 2'.\. IL llepner, NordstralSe 17. J. Hilsenrath, NordstralSe 4M II. S. Jaffe. lauchaer Mraße 15. Rosa Kaltus, F.bcrhardstraße 13, SCHIRME REPARATUREN STÖCKE BEZÜGE GUSTAV HAMPEL, hainstr. 13 R. Katzmann, Pfaffendorfer Straße 11. J. Kober, Ranstädter Steinweg 14. J. Krämer, Ranstädter Steinweg 10. 5. Ringelblum, Nordstraße 24 ptr. J. Sender, Yorkstraße 12. A. Tomarkin, Gustav Adolfstraße 38. h) Mazzosfabrik Leopold Schmeidler, L. Gohlis, PlanitzstraDe 31. i) Zu Peßadi steht unter Aufsicht: Mineralwasserfabrik Adolf Weigler. Tauchaer Straße 22. Personenstandsnachrichten a) Geburten 9. März 192f> Richard Hugo Heine und Frau Marianne Henriette geb. Saphra, Wiederitzscher Str. 11 pt, einen Sohn „Krnst Friedrich Wilhelm" 12. März 1926 Peisech Birnbach und Frau Sophie geb. Gaster, Uferstr. 17 pt., einen Sohn 14. März 1926 Selig Sdteinowitz und Frau Gitel geb. Müller, Nordstr. 2511, einen Sohn b) Trauungen Am Sonntag, dem 28. März 1926, 1,30 Uhr nachmittags, Fräulein Kate Ury, Leipzig, Wächterstr. 32, mit Herrn Dr. Eugen Ostwald, Berlin, in der Wohnung Wächterstr. 32 c) Todesfälle 17. März 1926 Max Rosenstein, hisenbahnstr. 35 17. März 1926 Syrup-Mangel, Gerberstr. 30 Sprechsaal Berichtigung Die Verfasser des Artikels „Jugendversammlung des Centraivereins, Ortsgruppe Leipzig" sind die Herren stud. jur. et rer. pol. Hans Pohoryles und cand. jur. Albert Czopek (nicht „Albert Pohoryles", wie irrtümlicherweise zu lesen war). Erwiderung Im Anschluß an die am 15. März veranstaltete Versammlung der hiesigen Ortsgruppe des „Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" werden in einem Eingesandt in Nr. 12 des „Gemeindeblattes" Folgerungen daraus gezogen, daß der Versammlungsleiter eine Bemerkung eines Diskussionsredners nicht zurückgewiesen hat. Wir stellen fest, daß für den Leiter der Versammlung keinerlei Anlaß zum Einschreiten vorgelegen hat. Die Ausführungen des betreffenden Redners gipfelten darin, daß die C.-V.-Mitglieder von dem Wunsche beseelt seien, ihren Kindern Vertiautheit mit den Grundsätzen des Centraivereins zu vermitteln, damit sie nicht ohne weiteres dem Zionismus verfallen. Die Zionisten mögen ihren Weg gehen, die C.-V.-Jugend werde den Weg des C.-V. gehen. Hätte etwa der Vorsitzende den Redner zurechtweisen sollen, weil er zum Ausdruck brachte, daß die C.-V.-Jugend die zionistische Jugend in ihren Idealen nicht behindern wolle? — Die I lerren Einsender wenden sich ferner gegen die Gründung einer Jugendgruppe, weil „derartige Isolierungen in eine Verhetzung der jüdischen Jugend untereinander ausarten müssen". Wir müssen zunächst richtigstellen, daß wir eine Jugendgruppe überhaupt nicht begründen wollen, sondern daß wir Jugendlichen, die auf dem Boden des C.-V. stehen, die Möglichkeit zur Mitarbeit im C.-V. eröffnen, indem wir für sie (16 bis 20jährige) die beitragsfreie Mitgliedschaft eingerichtet haben. Aber selbst wenn wir eine besondere Gruppe gegründet hätten: sollten sich die Herren dann nicht in der Adresse geirrt haben? Nachdem andere jüdische Gruppen längst ihre Jugend isoliert haben und die jüdische Jugend mit ihrer Propaganda in einseitigster Weise zu beeinflussen bemüht sind, ist es für uns ein unausweichlicher Zwang, daß wir unsere Jugend um

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