Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-01-22 · 4 (22.1.1926) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
4 (22.1.1926)
Date
1926-01-22
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4876568-5968774-5968884--0281-4876810
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 4 GEMEINDEBLATT DEB ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 2. Jahrgang Volkstrauertag Durch die Presse wind«.' jüngst bekanntgegeben, daß der Volkstrauertag für die im Weltkriege Qefallenen auf den fünften Sonntag vor Ostern festgesetzt worden ist. Wie uns vom D. I. Q.-B. mitgeteill wird, ist von jüdischer Seite die Zustimmung nur im allgemeinen erfolgt. Selbstverständlich ist für dieses Jahr mit Rücksicht auf das Purim-Fesl ausdrücklich darauf hingewiesen worden, daß die Veranstaltung einer Gedenkfeier in den Synagogen .im Sonntag, den 28. Februar nicht möglich ist. Es ist deshalb im Ausschuß für die Festsetzung eines Volkstrauertages vereinbart worden, den jüdischen Gemeinden zu empfehlen, beim Sabbath-Gottesdienst am 27. Februar eine schlichte Gedenkfeier für die gefallenen Krieger unter Bezugnahme auf den Volkstrauertag abzuhalten. Eine entsprechende Notiz wird auch in den künftigen Publikationen des Ausschusses für die Festsetzung eines Volkstrauertages erfolgen, t's sei gestattet den Wunsch auszusprechen, daß sämtliche jüdische Gemeinden unseres Vaterlandes dieser Vereinbarung Folge leisten Elternabend. Der Elternabend des Jüdischen Privatkindergartens am I i. Januar war wiederum gut besucht. Frau Bjrta Soloweetschik leitete den Abend durch einen kur/en Berieht über eie Entwicklung des Kindergartens ei1;. Sie machte Mitteilung von der Absicht, einen „Hort" zu eröffnen, in dun Kinder, die die Vorschulklassen besuchen, nachmittags unter Aufsieht einer Jugendleiterin ihre Schularbeiten machen und spielen können. Darauf erteilte sie Oberkindergärtnerin Fräulein Zabel das Wort, die einen anregenden Vortrag über das Thema: „Gutes und schlechtes Spielzeug" hielt. Die Referentin besprach die psychologischen Motive t!es Kinderspiels, gab den Müttern wichtige Anregungen, wie sie wertlose Dinge zu Spielzeug verwenden können und riet zu vorsichtiger Auswahl beim Kaut Von fertigem Spielzeug. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion, an deren Ende Fräulein 7.»b «• I in wenigen Worten erklärte, was unter ..Hort" zu verstehen sei. Anmeldungen zu diesem ..Hort" nimmt Frau Berta Soloweetschik (Tel.: 27 50h), Funkenburgstr. 7 entgegen. Der nächste E11 e r n a b e n d findet am 15. Februar um S l hr abends im Lirü.icn Saal des Zool. Gartens statt. Interessenten sind freundlichst da/u eingeladen. Nachrichten aus dem Gemeindeamt Zedakah, Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege. Y< >n der Zentral w ohlfahrtsstelle der d e u t - sehen Juden wird uns mitgeteilt, daß sie die Zedakah. Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege (40 S. Preis: M. 1.50 pro Exemplar) vor kurzer Zeit wieder herausgegeben hat. Die vorliegende Nummer umfaßt 15 Aufsätze aus den Gebieten der Organisation der jüdischen Wohlfahrtspflege, der Wirt^chattsfürsorge. der Gesundheitsfürsorge und Jugendwohlfahrt, und /war enthalt sie folgende Aufsatze: Die geistigen Grundlagen der jüdischen Wohlfahrtspflege von Dr. Leo Baeck. Die gegenwärtige Lage der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland von Dr. Jacob Segall. Zukunftsfragen der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutsehland von Eugen Casparv. Zentralwohlfahrtspflege und Landesverband von Sanitatsrat Dr. Ollendorff. Bannen. Ausländische Wohlfahrtspflege und deutsches Judentun von Dr. Werner Senator. Die Verordnung über die Fürsorgepflicht und ihre praktische Auswirkung für die jüdische Wohlfahrtspflegt von Leopold Qrünbaum, Hannover. Die Aufwertung und die freie Wohlfahrtspflege von Mini sterialrat Dr. Wölz. Probleme der jüdischen Wanderfürsorge von Seh. Rudel Zur Problematik des jüdischen Arbeitsnachweiswesens voi (iertrud Prochownick. Jüdische Jugendwohlfahrt von Dr. Fritz Lamm. Soziale Arbeit der Jugendbewegung von Hilde Ottenheimer. Die Not der Gefährdeten von Paula Ollendorff, Breslau Die Behandlung des schwer er/ichbaren Kindes von Dr. Wladimir Eliasberg, München . Drängende Fragen der jüdischen Gesundheitsfürsorge von Professor Dr. E. Seligmann. Wege, Ziele und Grenzen der Erholuiigsfürsorge für jüdische Kinder von Edith Cohn. Die vorliegende Nummer der Zedakah wird von allen, die au der jüdischen Wohlfahrtspflege interessiert sind, mit großem Interesse begrüßt werden. Bestellungen sind au die Geschäftsstelle der Zentralw ohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin C 2, Rosenstraße 2 1 zu richten. Zur Beachtung! Wir richten :in unsere Gemeindemitglieder die Bitte, im eigenen Interesse diesem Teil, sowie den amtlichen Bekanntmachungen auf der ersten Seite besondere Beachtung zu schenken, da eine Veröffentlichung unserer Bekanntmachungen, soweit nicht die Gemeinde-Satzung anderes bestimmt, nur noch im „Gemeindeblatt" erfolgen wird. Gemeindeamt: LohrstralSe 10 :: Fernsprecher 238(12. Erdgeschoß: Fürsorgeabtei hing. Geöffnet: .Montag, Dienstag. Donnerstag, Preittg von 11 — 1 Uhr. — Mittwoch und Sonntag nur für Durchreisende (12 -1 Uhr). 1. Stock: Vorstand ::nd Verwaltung. Geöffnet für den allgemeinen Verkehr werktäglich von y -1 Uhr. Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 5 'riSA Leipzig. Verwaltungsdirektor: Gustav Katzenstein (Sprechzeit y-U Uhr). Gemeinevorsteher: Carl Goldschmidt | zu sprechen nach telef. stellv. Gemeindevorsteher: S. Hodes! Anmeldung (Nr. 23602) Dezernent d. FUrsorgeabtlg.: S. Gottlieb J in der Mittagszeit. Liberales Rabbinat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Felix Goldmann. König Joliann-Str. 17, Fernsprecher Nr. 21667. Sprechstunde 9.3 i—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung audi zu andrer Zeit. Montag und Donnerstag nur in dringenden Fällen. Gemeinde-Rabbiner: Gustav Cohn. Karlstr. 5. Fernsprecher Nr 29641. Sprechstunde 10—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu anderer Zeit. Orthodoxes Rabbi nat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Ephraim Carlebach, Nikisdiplatz 1, Fernsprecher Nr. 10225. Spredistueden 9— Kl Uhr vormittags |n der Höh. Isr. Schule. Gustav Adolt-Str. 7, 4 -5 Uhr nachmittags in der Wohnung. Gemeinde-Dajan: Rabbiner Rogosnitzky, Salomonstr. 25b, Fernsprecher Nr. 10211. Spredtzeit: Montags. Mittwochs, Donnerstags und Sonntags 10 12,30 Uhi vui mittags, Dienstags 4—7 Uhr nadimittags. Freitags 10 -2 Uhr mittags. Außerhalb der Sprechzeit in der Wohnung. NoiierÖffniing! jfegidjtjgung ohne Kaufzwang! — Echte Bleikristalle — primi Qualität, prachtvoll geschliffen sehr preiswert. Neustädter Bleikristall- und Porzellanvertrieb it Leipzig, Promenadenstraße 16

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.