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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-01-22 · 4 (22.1.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
4 (22.1.1926)
Date
1926-01-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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< GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIG10NSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 Friedhofs- und Bestattungswesen (Gemeindefriedhof, Berliner StralSe 123) jeder Sterbefall ist unverzüglich dem Gemeindeamt, wenn dieses ilossen ist, dem Synagogeninspektor Hermann lsaaksohn, Gottstraöe 28 (Synagoge), Fernspr. 11250, oder dem stellvertretenden i'.tungsordner Paul Pietrkowski, Lindenau, HenricistralSe 40, Fernher 42752, zu melden. Sonnabends und an den israelitischen Feiertagen ist der Friedhof lossen. nter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinates stehen*. leischereien: Moses Bild, Gerberstraße 48-50. Moses Frischer, Nordstraße 1. Sally Lob, Packhofstraße 11-13 und Ranstädter Steinweg 7. Adolf Zellner, Gerberstraße 5, Wilhelm Zellner, Nordsraße 5. , Hügel verkauf: Die vorgenannten Fleischereien Moses Feuer, Tauchaer Straße 20. [Ich und Butter: |. Barthfeld, Yorkstraße 9. S. Ringelblum, Gerberstr. 43. Fil. Lohmühlgasse, Fcke Eberhardstr. Chaim Zipser. Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sieh nur auf die ausdrücklich als „Koscher" anzeichneten Waren. ackwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13. Leopold Schmeidler, Ranstädter Steinweg 28-32. Filialen: Ranstädter Steinwefi 45, Nordstraße 26. Selig Seheinowitz, Humboldtstraße 25. 1 ür Schokolade besteht keine Aufsicht! Speisehäuser: Chmelnitzkv, Reichsstraße 22. Gottlieb, Paekhofstraße, Manelis, Plauensdie Passage. emttie- und Obstkonserven, Marke „Säkofa", hergestellt von der Säehs. Kons;rvenfabrik A.-G.. vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonialwarengeschäfte. Das Rabbinal trägt die Verantwortung nur dann für das Kasdirus, wenn auf dem Dosendeckel das Wort nOD eingestanzt ist. und die Dose von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Aufdruck trägt: „n?3Hergestellt unterRabbinatsautsicht der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig UPS". die Kolonial Warengeschäfte, die zum Pessadifeste unter Aufsicht genommen werden, werden besonders bekanntgegeben. Mazzosfabrik Leopold Schmeidler, L.-Gohlis, Planitzstraße 13. Personenstandsnachriditcn a) Geburten Januar 1920 Wolf David Berger und Frau Hena geb. Lederberger, König Johannst. 19 III. einen Sohn. |anuar 1926 Joseph Adolf Messingrau und Frau Helene geb. Weiser, lierlinerstr. 48 II, eine Toditer „Jetti Pepi Vera". b) Trauungen Sonntag, den 17. Januar 1926, 6 Uhr nadimittags, Fraulein Helene Feldmann, hlsterstraße 55, mit Herrn Max Balkowitz, Eisenberg i.Th. c) Todesfälle! muar 1926 Isaak Margulies, Eisenbahnstr. 2 januar 1926 Helene Dratler. Hohenzollernstr. 6b januar 1926 Rechtsanwalt Georg Sdilesinger. Sidonienstr. 41 lauuar 1926 Aron Belenky, Karlstr. 8 Januar 1926 Sdieindel Sprechmann, Yorkstr. 9. Austritt aus dem Judentum »ata Gertrude Klfriede Meyer, Kaiser Wilhelmstr. 37 fieieoenhenskaul in Haarersatz ................~ zu enorm bill. Preisen Scheitel- und Vorderstückc. Großes Lager in weißen und farbigen Perücken f. Gesellschaft und Maskenball [ Spezial-Haus Gottschling Ecke Neumarkt und Kupfergasse - Vereinsnachrichten. Zur Beachtung für die Vereine. Wir weisen darauf hin, daß wir Veröffentlichungen der Vereine in der jeweiligen Nummer nur dann vornehmen können, wenn wir spätestens am Dienstag bis Mittag im Besitze der Manuskripte sind. Die Schriitleitung Abeudheim für die jüdische Jugend Durch ein Versehen ist in der vorigen Nummer der Beginn der Abende falsch angegeben worden. Ls wird daher wiederholt, daß die Veranstaltungen des Ahendheims am Montag, den 25. Januar, abend 8'.. Uhr, im grünen Saale des Zoologischen Gartens beginnen. Von vielen Seiten ist oft beklagt worden, daß für die heranwachsende jüdische Jugend in den großen Stadteil keine Möglichkeit bestellt, sich in anheimelnden Räumen bei guter Unterhaltung /ii versammeln und in jüdischer Umgebung einige Stunden ZU verbringen. So ist es denn gekommen, daß sehr viele jüdische junge Männer und Mädchen, die entweder ohne Anhang hier weilen oder, was bei den heutigen Wohnungsverhältnissen leider zu begreifen ist, das Oede ihres engen und kalten Zimmere fürchten und fliehen, ihre Abende im Gafec oder im Kino verbringen und auf diese Weise nicht nur zu übermäßigen Geldausgaben verleitet werden, sondern auch nicht immer in die beste Oesellschaft geraten. Auch die Zunahme der Mischehen ist fraglos darauf zurückzuführen, daß für die jüdische Jugend keine I leime existieren. Die heutige Zeit ist leider gewiß nicht da/u angetan, neue Aufgaben zu unternehmen, die viel Geld verschlingen. Das Ideal, ein eigenes Heim mit gemütlichen Klubräumen im eigenen Hause zu errichten, wird auf lange Zeit nicht verwirklicht werden können. Aber was möglich ist, soll geschehen, und in der Art der in anderen Großstädten bestehenden T o y n b e e h a 11 e n , werden vorläufig zweimal wöchentlich Unterhaltungsabende im grünen Saale des Zoologischen (iartens stattfinden. Wenn sich die Veranstaltungen einbürgern, ist beabsichtigt, sie auf mehr Abende der Woche auszudehnen. Insbesondere ist in Aussicht genommen, auch Freitagabende zu feiern, bei denen solche junge I eute, die keinen Freitagabend im I lause feiern können, im Freundeskreise etwas von der Weihe des Tages empfinden. A m Montag d e n 25 Januar, ab e n d s 81 U h r w ollen wir beginne n. Jeder jüdische junge Mann und jedes jüdische junge Mädchen sind herzlich willkommen. Nähere Auskunft erteilt Frau Dr. Berta Solowcetschik, Funkenburgstr. 7. Jüdischer Frauenbund Ortsgruppe Leipzig. Der nächste Diskus s i o n s ii a c h in i 11 a g findet Montag, den 25. Januar, nachmittags \> j Uhr, prä/ise im Hotel Hauffe statt. Referat: Frau fladassah Chamiza: Max Broda Roman, David Reubeni, Fürst der Juden. Die interessante Problemstellung dieses Romans wird sicher starkes Interesse finden und wird daher mit zahlreichem Besuch gerechnet. Mittwoch, den 27. Januar, nachmittags 4' :. Uhr, tagt die Arbeitsgemeinschaft: „Moderae jüdische Literatur", in den Räumen der jüdischen Lesehalle, Keüstr. 4. Jüdischer Theaterverein / Jüdischer Jugendbund. Mittwoch, den 27. Januar, abends S Uhr, in der Leipziger Loge (Arndtstr. 1): Blutenlese aus Leipziger Feuilletons. (Neue Folge: Heiteres.) Der Vorstand setzt sich, nach der in der letzten Generalversammlung vorgenommenen Neuwahl, wie folgt zusammen: 1. Vors.: Rahb. Dr. QoMmann, 2. Vors.: Kantor M. Jaffe, Geschäftsstelle: Arthur Ehrlich, 1. Schriftf.: Philipp Hühner, 2. Schrift!.: Fräulein Saly Hühner, 1. Kass.: Heinrich Brecher, 2. Kass.: Bienenstock. Gruppenleiter: Jüd.-Kultur. Gr.: Rahb. G. Cohn, literar. Or.: Dr. H. Strauß, dramat. Gr.: L. Kampl, musikal. Gr.: Erich Schmerel. Heimwart: Dr. Lonnerstädter. Beisitzer: Rud. Berkowitz, I. Herzberg und Alfr. Kaplan. Jüdischer Turn- und Sportverein Bar Kochba e V Filmvorführung. Wie bereits angekündigt, findet am Sonnabend, den 23. Januar, i',.8 Uhr (Einlaß 7 Uhr), in der Turnhalle, Gustav- Adolf-Str. 7, der von allen Seiten mit Spannung erwartete Fümabend statt. Zur Aufführung gelangen die besten Sportfilme, die überhaupt hergestellt worden sind. Zum größten Teil sind sie in Leipzig überhaupt noch nicht aufgeführt worden. So haben wir uns unter großen Opfern den Hellas-Film ..Neptuns Nachkommen" verschaffen können. Ueber die Güte dieses Fihnes

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