Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 14 (18.12.1925)
- Date
- 1925-12-18
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14 GEMEINDKBLATT OER ISRAELITISCHEN RELIC.IONSOEMEINPE, LEIPZIG Seite 3 daß demnächst die stadtische Oper gänzlich „verjudet" sein werde, Der Rat hat für diese Ängste des Herrn Götte wenig Verständnis gezeigt, sondern die einzig mögliche Antwort gegehen: das Engagement der Künstler erfolge nach rein künstlerischen Grundsätzen durch den gemischten Theaterausschuß (Rat und Stadtverordneten); es liege keine Veranlassung und Möglichkeit vor, nach Rasse oder Religion der Opernmitglieder zu forschen. Line Benachteiligung der christlichen Mitglieder sei weder beabsichtigt noch bemerkbar. — Die Angelegenheit hat damit eine der Sache angemessene Erledigung gefunden. Der Rat hat sogar Wert darauf gelegt, die Öffentlichkeit darüber zu unterrichten, und deshalb in öffentlicher Sitzung der Stadtverordneten die Anfrage und die Antwort des Rates verlesen. Ks sollte jedoch aus dem Vorgange die Lehre gezogen wer- I den, daß auch im Stadtparlament so manches vorgeht, was unsere Aufmerksamkeit verdient. Statistisches zur jüngsten (iemeindewahl Ks dürfte wohl allgemeinem Interesse entgegenkommen, wenn wir im Anschluß an die jünp,st erfolgten Wahlen zur Oemeindesitzung einige Zalilen bekanntgeben, die ein gewisses Bild über unsere Gemeinde, ihre Zusammensetzung und ihre Wahlbeteiligung geben. In die Wählerliste eingetragen sind insgesamt D0S8 (männliche und weibliche) Wähler. Davon besitzen 2871 die deutsche Staatszugehörigkeit, während 6217 nicht in ihrem Besitze sind; das sind 31,6% Reichsinländer, 68,4°/, Nichtreichsdeutsche. Dem Geschlecht nach verteilen sich die Wahlberechtigten: 4890 männliche und 4198 weibliche (oder 53,8 "„ männliche und 46,2",, weihliche)Wähler. Insgesamt wurden 3778 Stimmzettel abgegeben; die Gcsamt-Wahlbeteiligung betrug demnach 41.5",, aller Wahlberechtigten. Nach der Staatszugehörigkeit verleilen sich diese Stimmen: Reichsdeutsche 1272 33,7",, aller abgegebenen Stimmen Nichtreichsdeutsche 25U6 titi,!!" „ „ f) " '"•''"< ♦!""' Seipjia. Dittrkforing IS. Vergleicht mau die Zahl der \ou Reichsdeutschen und Nichtreichsdeutschen <>\ gegebenen Stimmen mit ihrer absoluten Zahl, so Stellt sich folgendes dar: es haben 44,2",, aller Inländer, 40,3" „ aller Ausländer gewählt. Beide Vergleichszahlen ergeben demnach eine verhältnismäßig stärkere Beteiligung der Inländer als der Nichtreichsdeutschen. — Stellen wir die von männlichen Wählern abgegebenen S.immen in Vergleich zu den von weiblichen Wählern abgegebenen, so ergibt sich, daß auf die männlichen Wähler 2022 (oder 53.2" „), auf die weiblichen 175(3 (oder 46,8" „) aller abgegebenen Stimmen entfallen, hu Vergleich zu ihrer absoluten Zahl haben .41,4"',, der eingetragenen männlichen und 4!.7"„ der eingetragenen weiblichen Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Männliche und weibliche Wähler haben sich demnach in ungefähr gleichem Verhältnis an der Wahl beteiligt, sowohl verglichen mit der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen wie mit ihrer eigenen Gesamtzahl. Die abgegebenen Stimmen verteilen sich auf die einzelnen Vorschlagslisten wie folgt: PauS iriauffus; „ZurTraurincg-Ecke, Leipzig" Ecke RtiduttraBe und SdiuhmaduTRiisse (\kl5palasl Specks I toi Selbsfgründur'.g 1607 empiiehlf in großer Auswahl <?v & J c5V */' <y & ,<P O * V TZ\c}f?t*G Rpp.Tpaiupwerhslatt 9 ■-y .:zr:"~-:.".^"i..:.i."."..'.r: rzTT»f.^rrrr^rrriarrri^tzj:-..- — ">\ ■"•.......*. S o n xi a b e n d7 d er- 2- J a xx. \x a ar 1S2S findet das 3. SiiStungiSuast des Bundes jjüd. Frontsoldaten der ehemal. csterr.-ungar. Armee im großen Festsaal des 2£eü"Btar*altheafei°s sfi3tt Kin Ila.j im Hlei«*B&e dvs Kl-^afr Walzers Tan?- und BalleüvoffrhbUn^en einstudiert von der Ballettmeisterin Erna Abendrolh ein Taniorchester — eine Jazzkapelle — Wiener >chrammeln sowie eine Verlosung von bedeutend wertvollen Gegenständen bilden, außer in Vorbereitung befindl. Überraschungen den Clou der Veranstaltung Kein Weinzwang! EfllttpittSpreiS 2 iTJ2.3I'k Kein Weinzwang! Pas ReinertrSJnis dient der jfld. Winterhilfe, dem Erjrenfriedhof, sowie Kranken und Invaliden Hierzu laden wir nur auf diesem Wege alle Mitglieder nebst Ihren Angehörigen sowie Gönner herzlichst ein Gesellschaftsanzug erbeten I DER VORSTAND Gefl. Antrauen an Huro Kechner, Telephon 15669 und S. Rosdeutscher, Telephon 23915