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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1925-12-18 · 14 (18.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
1 (1925)
Issue
14 (18.12.1925)
Date
1925-12-18
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 GEMEINiDEBLATT PKK ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG L Jahrgang Liste I (Poale Zion) „ II (Liberale) „ III (Jüdische Arbeitsgemeinschaft) „ IV (vereinigte Orthodoxie) „ V (Demokratische Partei) ,. VI (Jüdische Arbeitergemeinsch.) 22 Inland., 283 Ausländ. 757 „ 59 96 .. 618 51 ., 843 32(5 ,. 495 20 ., 208 1272 2506 Wie auch an anderer Stelle bekanntgegeben, findet am Dienstag, den 22. Dezember, abends 8 Uhr, im Gemeindeamt (Löhrsraße 101) eine öffentliche Sitzung des Wahlgeridhts zur Prüfung eines Einspruches gegen die Feststellung des Wahlergebnisses statt. Das Jubiläum im Talmud-Thora-Verein Anläßlich der doppelten Jubelfeier des Talmud-Thora-Vereins und des Herrn Rabbiner Dr. Ii. Carlebach fand am 1. Sabbath Chanuka in der festlich geschmückten Synagoge Otto Sc1llstraße ein Festgottesdienst statt, der einen besonders würdigen Verlaul nahm. Die beiden Oberkantoren Schneider und Wilkomyrski wetteiferten mit dem Chor in der gesanglichen Aus Gestaltung des Gottesdienstes und riefen in der die Synagoge bis auf den letzten Platz füllenden Schar der Beter die der Bedeutung der Feier entsprechende Stimmung hervor. Nach dem Einrieben ehr Hiorarollen widmete Herr S Hodes namens des Vorstandes des Talmud-Thora- Vereins, als dessen Rabbiner Herr Dr. Carlebach 25 Jahre hindurch die Bestrebungen der gesetzestreuen Juden Leipzigs vertreten und gefördert hat, dem Jubilar Worte wärmster Anerkennung und innigsten Dankes und schloß mit herzlichen Wünschen für das weitere Wirken des Rabbiners. Namens der Israelitischen Religionsgemeinde beglückwünschte Herr Gemeindevorsteher Carl G o I d s c h m i d t die beiden Jubilare. Herr Rabbiner Dr. Meier Hildesh e i m e r (Berlin) Uberbrachte namens der gesetzestreuen Juden und der gesetzestreuen Kollegen Deutschlands Dank für die vorbildliche, treue, unentwegte Arbeit des Talmud-Thora-Vereins, deren Erfolge dem Jubilar als dem geistigen Führer wesentlich zu danken seien. Alsdann betrat Herr Dr. Carlebadi seine Kanzel, um den Lmpfindungen. von denen er ergritten war, bewegten Ausdruck zu verleihen. Lr hielt im An- .schlulj an eine zum Wochenabschnitt gegebene Deutung, eine Rückschau aul diese nun hinter ihm liegende Arbeit; sprach von den Hoffnungen, mit denen er, mitten aus seinen Studien heraus, an die verantwortungsvolle Stelle getreten sei, von den unendlichen Schwierigkeiten, denen die Forderungen der an der alten Überlieferung festhaltenden Juden begegneten, und von der Verwirklichung, die aus der beharrlichen Fortführung der Bemühungen schließlich verzeichne! werden dürfe. So gehe er mit leichterem Mute an die weitere Arbeit. — Nach Beendigung des Gottesdienstes fanden ich zahlreiche Gratulanien in der Wohnung des Rabbiners ein unter denen auch Delegierte verschiedenster Korporationen ihre ückwünsche überbrachten. Am Abend vereinigten sich die Fi stteilnehmer im KOnstlerhause zu einem von dem Traiteur M :s gelieferten vorzüglichen Festmahle, das noch durch manche Rede gewürzt wurde. Erst in spater Stunde trennten sich die Festgäste. Das israelitische Krankenheim im Betriebsjahr 1924 von Dr. med. Pascal Deuel, leit. Arzt des Isr. Krankenheims Im verflossenen Jahr 1924 wurden im Israelitischen Krankenheim 173 Patienten mit 6924 Verpllegungstagen behandelt. — Davon entfallen 574 Verpflegungstage für die I. Klasse 472 . „ „ II. 5878^ „ „ „III. „ Von diesen 6924 Verpflegungstagen wurden bestritten durch Selbstzahler 2639 „ die Ortskrankenkasse 908 „ die lsr. Religionsgemeinde 1451 „ die Stiftung 1926 6924 Bei der geringen Zahl der uns zur Verfügung stehenden Krankenbetten I. und II. Klasse ist es natürlich, daß die Zuschüsse der Stiftung verhältnismäßig groß waren. Denn die Beträge, die sowohl die Ortskrankenkasse und auch die Isr. Religionsgemeinde für ihre Pfleglinge, als auch die Selbstzahler III. Klasse zahlten, reichten nicht entfernt aus, die wirklichen- Kosten zu decken, ganz abgesehen von den 1926 Vcrpflcgungs tagen, die die Stiftung ganz allein bestritt. Die Anstalt ist von Anfang an bemüht gewesen, sowohl Verpflegung wie Behandlungsmittel so vollkommen wie möglich zu gestalten. Die natürliche Folge war allerdings ein größerer Verbrauch unserer finanziellen Mittel. — Wenn bisher viele Wünsche breiter Bevölkerungskreise unerfüllt bleiben mußten, so ist zu bedenken, daß die Anstalt ein in der Not geborenes Provisorium ist, das nicht in der Lage sein konnte, das zu leisten, was es so gern leisten möchte. Wir haben aber die Freude, durch die großzügige Wohltätigkeit des Herrn Ch. Litingon in absehbarer Zeit ein modernes jüdisdies Krankenhaus errichtet zu wissen. Wenn der Bau zum Leidwesen des Stifters sich bisher verzögerte, so hing dies mit vielen äußeren Schwierigkeiten zusammen. Die Vorbereitungen zum Bau eines Krankenhauses erheischen mehr Zeit und Geduld, als der Außenstehende meint. Aber die Zeit ist nicht mehr fem, wo ein Israelitisches Krankenhaus in unserer Stadt stehen wird. Stiftung Israelitisches Krankenhaus Der Vorstand gibt nachstehenden Geschäftsbericht, welcher seit 1. Oktober d. J. im Original sich in den Händen der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig befindet, seinen Gönnern zur Kenntnisnahme und teilt hierbei gleichzeitig mit, daß von jetzt ab vierteljährlich eine Übersicht über Einnahmen und Ausgaben, sowie Geschäftsführung des Kraukenheimes im Leipziger Gemeindeblatt bekanntgegeben wird. M. Ritter. Elegantes Fuhrwesen Fernsprecher 20798. 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